Reolink – OMVI 3i PoE – All-in-One Dreifachobjektiv 180° Panoramakamera mit KI im Test

Mit der OMVI 3i PoE haben wir heute eine High-End-Kamera von Reolink im Test, welche nicht nur mit gleich drei integrierten Objektiven überzeugen möchte, sondern auch durch die Möglichkeit, einen besonders großen Bereich KI-gestützt überwachen zu können.

Welche Features in der OMVI 3i PoE stecken und wie sich die noch recht neue Dreifach-Kamera von Reolink in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Größe & Gewicht:  
Abmessungen: 202 x 151 x 125 mm
Gewicht: 1,3 kg
Video & Audio  
Bildsensor: 1/2,7″+1/2,8 “CMOS-Sensor
Objektiv: Obere Kamera: f=2,8mm, F=1,6
Untere Kamera: f=6mm, F=1.6
Videoauflösung: Obere Kamera: 5120 x 1920 (10MP)
Untere Kamera: 3840 x 2160 (8MP)
Videokomprimierung: H.264, H.265
Sichtfeld: Obere Kamera: H:180°, V:65°
Untere Kamera: H: 55°, V: 30°
Tag/Nacht-Modus: Automatische Umschaltung mit IR-Sperrfilter
Farbige Nachtsicht: Mit Spotlights: 8 Stück/7W/6000K
Infrarot-Nachtsicht: Bis zu 30 Meter
Zoom: Digitaler Zoom
Audio: Zwei-Wege-Audio
Stromversorgung:  
POE: IEEE 802.3at, 48 V, aktiv
DC: 12.0V⎓2A, <24W
Schnittstellen:  
Strom: DC-Eingang
Ethernet: 1 x 10/100 Mbps RJ45
Audio: Eingebautes Mikrofon & Lautsprecher
Speicherung: Unterstützt Max. 512GB microSD-Karte
System: Reset-taste
Speicherung: microSD-Kartenslot (Max. 256 GB)
Schwenken & Neigen:  
Schwenk- & Neigewinkel: Schwenk: 350°
Neige: 0°~50°
Neigegeschwindigkeit: 30/8°-30°/s (einstellbar)
Schwenkgeschwindigkeit: 60/4°-60°/s (einstellbar)
Sync-Track: Unterstützt
Preset: Unterstützt 1 Patrouille
Bis zu 4 Voreinstellungen pro Patrouille
WLAN: Nein
Software & Funktion:  
Bildfrequenz: Mainstream: 2fps – 20fps (Standard: 20fps)
Substream: 4fps – 20fps (Voreinstellung: 20fps)
Bitrate: Obere Kamera:
Mainstream: 3072Kbps – 8192Kbps (Standard: 6144Kbps)
Substream: 256Kbps -2048Kbps (Standard: 1536Kbps)
Untere Kamera:
Mainstream: 3072Kbps – 7168Kbps (Standard: 5120Kbps)
Substream: 256Kbps -1228Kbps (Standard: 1228Kbps)
Browser: Edge, Chrome, Firefox, Safari
Betriebssystem: PC: Windows, Mac OS; Smartphone: iOS, Android
Smarte Alarme: Personen-/Fahrzeug-/Haustiererkennung
Aufzeichnungsmodus: Bewegungsaktivierte Aufzeichnung (Standard); Geplante Aufzeichnung, 24/7-Aufzeichnung
Methode der Verfolgung: Sync-Track
Protokoll & Standard: HTTPS, SSL, TCP/IP, UDP, HTTP, IPv4, UPnP, RTSP, RTMP, SMTP, NTP, DHCP, DNS, DDNS, FTP, P2P
Max. Benutzerzugriff: Max. 20 Benutzer (1 Admin & 19 Benutzer);
Max. 12 gleichzeitige Streams (2 Main- & 10 Substreams)
Smart Home: Google Assistant
Arbeitsumgebung:  
Arbeitstemperatur: -10°C – +55°C (14°F – 131°F)
Wetterbeständigkeit: IP66
Arbeitsfeuchtigkeit: 10 % – 90 %
Garantie: 2-Jahre eingeschränkte Garantie

 

Lieferumfang:

  • OMVI 3i PoE Kamera
  • Netzwerkkabel
  • Montagematerial
  • Dichtverschluss für Netzwerkkabel
  • Anleitung
  • Aufkleber

 

Design und Verarbeitung:

Die OMVI 3i PoE wird von Reolink in einer blauen Verpackung geliefert, welche auf der Vorderseite lediglich mit einem Reolink Logo bedruckt wurde.

Die Verpackungsrückseite wurde neben einem kleinen Produktbild sowie der Modellbezeichnung auch mit einem Garantiehinweis bedruckt.

Entnimmt man die OMVI 3i PoE aus der Verpackung, so hat man eine sehr mächtige Dome-Kamera vor sich liegen, bei welcher einem gleich der robuste und zudem besondere Aufbau auffällt.

Bei der Basis der OMVI 3i PoE setzt Reolink auf ein robustes Metallgehäuse, welches in der typisch weißen Farbgebung gehalten ist und auf der Vorderseite mit einem dezent abgesetzten Reolink Logo bedruckt wurde.

Anders, als man es von den bisherigen Dome-Kameras aus dem Hause Reolink her kennt, wurde das Gehäuse der OMVI 3i PoE jedoch nicht vollständig geschlossen ausgeführt, sondern Reolink hat in die Gehäusevorderseite eine schwarz eingefärbte Vertiefung eingearbeitet, in welcher eine Panoramaeinheit eingefasst ist.

Die Panoramaeinheit wurde passend zur Farbgebung der eingearbeiteten Mulde aus schwarzem Kunststoff gefertigt.

Wo Reolink die Panoramaeinheit mittig neben einem Mikrofon sowie zwei LEDs ausgestattet hat, wurde das abgerundete Gehäuse im äußeren Bereich neben weiteren LEDs auch jeweils mit einem Objektiv ausgestattet.

Im Gegensatz zu der ebenfalls schon von uns getesteten Reolink – TrackMix WiFi 4K Dual-Kamera agieren die beiden Objektive jedoch nicht einzeln, sondern um einen besonders großen Blickwinkel von 180° zu erreichen, wird das Bild beider Objektive von der Kamera zu einem Weitwinkelbild zusammengefügt.

Um den Neigungswinkel des Panoramamoduls, welches mit seinen beiden Objektiven einen Blickwinkel von 180° erzielt, einstellen zu können, wurde dieses innerhalb des Kameragehäuses an zwei neigbaren Elementen befestigt.

Mit einem Blick auf die Rückseite des runden Kameragehäuses findet man neben einem aufgeklebten Typenschild auch eine Gummiabdeckung vor, hinter welcher Reolink nicht nur einen microSD-Kartenslot verbaut hat, sondern auch einen kleinen Taster.

Auf der Oberseite wurde das runde Kameragehäuse mit einer aus Metall gefertigten und drehbar ausgelegten Montagevorrichtung versehen, welche zugleich als Kabelführung für das Fest mit der Kamera verbundene Anschlusskabel dient.

Mittels der vorinstallierten Montagevorrichtung und der im Lieferumfang befindlichen Montageplatte kann neben einer Wand- und Deckenmontage auch eine Eckmontage erfolgen.

Entsprechend der unterschiedlichen Montagevarianten kann auch das Anschlusskabel zu jeder Zeit sicher aus der Halterung geführt werden.

Das Anschlusskabel ist, wie wir es schon von anderen Kameras aus dem Hause Reolink her kennen, als Y-Kabel ausgeführt. Neben einem RJ-45-Anschluss, welcher bei unserem Testmuster als PoE-Anschluss ausgeführt ist und somit neben der Datenübertragung auch zur Stromversorgung genutzt werden kann, wurde das Anschlusskabel auch mit einem DC-Anschluss ausgestattet, welcher es erlaubt, die Kamera bei einer fehlenden PoE-Infrastruktur mittels eines optional erhältlichen Netzteils mit Strom versorgen zu können.

Auf der Unterseite des weißen Kameragehäuses, welches neben der Steuerungstechnik auch noch mit einem Motor ausgestattet wurde, hat Reolink die OMVI 3i PoE mit einem schwarzen Kuppelgehäuse ausgestattet, welches den Aufnahmepunkt für die Hauptkamera bildet.

Das Kuppelgehäuse kann mittels des integrierten Motors um 350° gedreht und um 50° geneigt werden. 
Die im Kuppelgehäuse verbaute Kamera liefert eine 4K-Auflösung und wurde wie auch das Panoramamodul mit LED-Spots ausgestattet.

Die Verarbeitung der OMVI 3i PoE Kamera wurde seitens Reolink sehr sauber und hochwertig ausgeführt. Dank des gewählten Aufbaus ist die OMVI 3i PoE IP66 zertifiziert und somit gegen Regen und sonstige äußeren Einflüsse geschützt.

 

Installation und Einrichtung:

Bevor man die OMVI 3i PoE Kamera in sein Netzwerk einbindet, sollte die Montage an der gewünschten Stelle erfolgen.

Die OMVI 3i PoE Kamera lässt sich mittels der mitgelieferten Montageplatte recht einfach an der gewünschten Stelle montieren. Hierbei spielt es keine Rolle, ob die Montage an eine Wand, einem Dachvorsprung oder dem Balkon erfolgen soll.
Anders, als wir es von vergangenen Kameras aus dem Hause Reolink kennen, liegt dem Lieferumfang unseres Testmusters der OMVI 3i PoE jedoch leider keine Bohrschablone bei, wodurch die Montageplatte selbst zum Anzeichnen der Montagepunkte herhalten muss.

Der fest mit der Kamera verbundene RJ45-Anschluss dient dank der PoE Fähigkeit nicht nur zur Datenübertragung, sondern kann auch zur Stromversorgung genutzt werden. Dieser sowie auch der DC-Stromanschluss sind so ausgeführt, dass sie sich IP66 zertifiziert verschließen lassen. Damit hierzu kein spezielles Netzwerkkabel notwendig wird, sondern auch die Nutzung mit jedem beliebigen Netzwerkkabel möglich ist, hat Reolink dem Lieferumfang eine entsprechende Abdichtung beigelegt, welche sich auf das genutzte Netzwerkkabel aufschieben und dann mit dem Anschlusskabel der Kamera verschrauben lässt.

Für den Fall, dass man nicht über einen PoE-Switch 🛒, PoE-Injector 🛒 oder einen kompatiblen NV-Recorder 🛒 verfügt, kann die Stromversorgung nicht nur über das zum Anschluss genutzte Netzwerkkabel erfolgen, sondern auch über ein optional erhältliches Netzteil 🛒.

Die Einrichtung der OMVI 3i PoE Kamera kann wahlweise in Kombination mit der bereitgestellten Desktop-Software oder der im jeweiligen App-Store erhältlichen Reolink-App erfolgen.

Da man auf eine solche Kamera in der Regel auch bequem von Unterwegs aus zugreifen möchte, haben wir in unserem Test auf die Reolink-App zur Einrichtung und Konfiguration zurückgegriffen.

Je nachdem, ob man schon eine Reolink Kamera im Einsatz hat oder nicht, muss man sich zur Konfiguration der OMVI 3i PoE im ersten Schritt entweder in den bestehenden Reolink Account einloggen,

oder aber einen neuen Account erstellen.

Neben der Möglichkeit, einen komplett neuen Account zu erstellen und somit alle Daten einzeln einzugeben, kann man sich auch mittels eines Google Accounts bei Reolink anmelden.

Ist die Anmeldung abgeschlossen, so kann man über das Plussymbol in der oberen rechten Ecke der Übersichtsseite die Kopplung eines neuen Geräts starten.

Im Anschluss wurde die per Netzwerkkabel mit dem eigenen Netzwerk verbundene Kamera automatisch erkannt und wies uns in der Reolink App darauf hin, dass die Firmware der Kamera aktualisiert werden muss.

Sobald die Firmware aktualisiert wurde, muss man Logindaten für die genutzte Kamera anlegen und der Kamera im Nachgang eine Bezeichnung zuweisen.

Bevor man die Installation abschließen kann, wird man von der App gefragt, ob man sich für eine zusätzliche 6-monatige Garantie registrieren möchte.

Ist dieser Schritt abgeschlossen, ist zugleich auch schon die Grundeinrichtung abgeschlossen. Auf der anschließend angezeigten Übersichtsseite bekommt man neben einem entsprechenden Hinweis auch noch einen QR-Code angezeigt, über welchen man die gerade gekoppelte Kamera im Nachgang teilen, erneut hinzufügen oder verwalten kann.

Über die Übersichtsseite, auf welcher man bei aktiver Verbindung im oberen Bereich nun jede Minute ein neues Standbild der Kamera angezeigt bekommt, lässt sich nicht nur mit einem Klick live auf die Kamera schauen, sondern es können auch weitere Kameras hinzugefügt werden.

Am unteren Displayrand findet man ein Menü vor, über welches man nicht nur zurück zur Startseite kommt, sondern auch auf Automatisierungen zugreifen, Neuigkeiten von Reolink entdecken, das eigene Profil aufrufen, oder über die Bibliothek auch auf den kostenpflichtigen Cloudspeicher von Reolink zugreifen kann.

Sobald man die Kamera aufgerufen hat, wird einem ein Live-Bild angezeigt, in welchem man auf Wunsch auf eine beliebige Stelle heranzoomen kann. Ebenso ist es an dieser Stelle möglich, die Dome-Kamera in eine beliebige Richtung zu schwenken bzw. nach unten oder oben zu neigen.

Über die geöffnete Live-Anschicht gelangt man über das in der oberen rechten Ecke befindliche Zahnrad in die tiefgründigeren Einstellungen.

Ruft man den Menüpunkt “Display” auf, so wird einem an oberster Stelle das aktuelle Live-Bild angezeigt.

Neben der Möglichkeit, eine Markierung, welche einem rund um sich bewegende Objekte angezeigt wird, aktivieren zu können, sowie die Anzeige des Kameranamens und des Datums zu aktivieren und an der gewünschten Stelle positionieren zu können, kann man über weitere Unterpunkte auch noch tiefer in die Bildeinstellungen eingreifen.

Über den Untermenüpunkt “Stream” lassen sich so die Einstellungen für die Bildqualität der beiden aufgenommenen Bilder einstellen.

Über den Menüpunkt “Tag und Nacht” kann ein kleines Pop-up-Menü geöffnet werden, in welchem man einstellen kann, ob eine farbige oder schwarz/weiße Aufzeichnung erfolgen soll. Wir haben in unserem Test den automatischen Wechsel aktiviert, welcher bei einer zu geringen Helligkeit in den schwarz/weißen Nachtmodus wechselt.

Über die “Privatsphärenmaske” kann man für beide Objektive bis zu vier Bereiche aktivieren, welche nicht von der Kamera erfasst werden, bzw. wenn sie sich im Bildausschnitt befinden, geschwärzt werden.

Leider gibt es hier keine Möglichkeit schräge oder runde Kanten zu zeichnen, wodurch man ggf. mit versetzten Quadraten bzw. Rechtecken arbeiten muss.

Die OMVI 3i PoE kann jedoch nicht nur Videos aufzeichnen, sondern bietet einem auch die Möglichkeit den Ton mit aufzunehmen. Diese Möglichkeit lässt sich über den Menüpunkt “Audio” im eigentlichen Einstellungsmenü aktivieren und deaktivieren. An dieser Stelle besteht auch die Möglichkeit, die Rauschunterdrückung sowie die Lautstärke der Alarmfunktion und der Zwei-Wege-Audiofunktion anzupassen.

Für eine bestmögliche Nachtsicht verfügt die OMVI 3i PoE neben Infrarot-LEDs auch über LED-Spots. Die beiden Beleuchtungsoptionen lassen sich über den Menüpunkt “Licht” aktivieren und einstellen.

Über den Menüpunkt “Bewegungsalarm” kann man alle Einstellungen vornehmen, welche die für die Erkennung von Objekten wie Personen, Fahrzeugen und Tieren notwendig sind.

Neben der Möglichkeit, einen bestimmten Bildbereich, in welchem auf Bewegungen reagiert wird, festlegen zu können, kann man hier auch die Empfindlichkeit sowie die Objektgröße einstellen.

Reolink bietet einem an dieser Stelle auch eine integrierte und rein in der Kamera arbeitende KI-Funktion, mit welcher vorgegebene Zogen überwachen kann. So kann man sich z. B. mittels dieser Unterstützung informieren lassen, wenn Gegenstände in einer bestimmten Zone liegen oder entfernt werden, bzw. wenn sich Personen in einer bestimmten Zone aufhalten oder diese verlassen und/oder betreten.

 

Über den Menüpunkt “Aufzeichnungseinstellungen” lässt sich einstellen, ob und in welchem Zeitraum eine Aufnahme auf die eingelegte Speicherkarte erfolgen soll.

Über den Abschnitt “Benachritigungen-Einstellung” lässt sich neben einer Push-Benachrichtigung auch eine Benachrichtigung per E-Mail aktivieren. In beiden Fällen wird man bei einer erkannten Bewegung benachrichtigt und kann gleich auf die aufgenommene Aufzeichnung zugreifen.

Zudem bekommt man an dieser Stelle noch die Möglichkeit geboten, eine FTP-Verbindung einzurichten, welche es ermöglicht, die Videoaufnahmen z. B. auf einem eigenen NAS, einem am Router angeschlossenen USB-Speicher oder einem externen Server speichern zu können.
Ebenfalls über diesen Menüabschnitt möglich, ist die Einstellung einer Sirene, welche bei einer Alarmerkennung lautstark auf sich aufmerksam macht.

Neben diesen Einstellungsmöglichkeiten kann man mit der OMVI 3i PoE Kamera auch noch Zeitrafferaufnahmen anfertigen. In dem dafür vorgesehenen Softwareabschnitt lassen sich unterschiedliche Szenarien wie Sonnenaufgang, Sonnenuntergang, Baustelle etc. einrichten.

Ein wichtiges neues Feature, welches die OMVI 3i PoE mit an Bord hat, ist die SyncTrack-Funktion.

Mit dieser Funktion kann die in der OMVI 3i PoE integrierte Dome-Kamera automatisch auf ein sich bewegendes Objekt zoomen und dieses verfolgen.

Möchte man die einzelnen Einstellungen nicht alle über ein Smartphone oder Tablet vornehmen, so kann man die Einrichtung sowie alle Einstellungen, auch auf die seitens Reolink bereitgestellte Windows- oder MAC-Software zurückgreifen.

Sobald man alle Einstellungen vorgenommen hat, ist die Kamera einsatzbereit und arbeitet autark.

 

Test:

Wir haben die OMVI 3i PoE Kamera während unseres Tests in verschiedenen Einastszenarien getestet. Um alle Einstellungen und Funktionen der OMVI 3i PoE Kamera besser und schneller auf die eigenen Bedürfnisse anpassen zu können, wurde die OMVI 3i PoE Kamera in der ersten Testwoche innerhalb des Redaktionsgebäudes getestet.
Während des weiteren Testzeitraumes wurde die Kamera im häuslichen Umfeld unterhalb eines Balkons installiert, wo sie einen Garten überwachen sollte und aufgrund des Aufstellungsortes wechselhaften Wetter und Temperaturen von 7 °C bis 34 °C ausgesetzt war.

Die Strom- und Datenverbindung wurde hierbei über das zur Kamera geführte Netzwerkkabel hergestellt. Angeschlossen wurde die Kamera hierbei über ein Cat7 Kabel an einen QNAP – QSW-M2116P-2T2S PoE-Switch 🛒.

Um bei einer Bewegung, welche im 180° Blickwinkel der Kamera stattfindet, automatisch aufzeichnen zu können, muss der integrierte Bewegungsalarm aktiviert werden.
Im Gegensatz zu vielen günstigeren Modellen, kommt an dieser Stelle kein PIR (Infrarot-Bewegungsmelder) zum Einsatz, sondern es erfolgt im integrierten Prozessor ein Pixelabgleich. Dies hat nicht nur den Vorteil, dass die Objektgröße, ab welcher ein Bewegungsalarm behandelt und somit die Aufzeichnung gestartet wird, einstellbar ist, sondern es werden auch Bewegungen erkannt, welche hinter einer Glasscheibe stattfinden.
Je nach gewähltem Einsatzgebiet empfiehlt es sich, neben der Objektgröße auch die Empfindlichkeit einzustellen. Hierbei besteht die Möglichkeit, für unterschiedliche Tageszeiten unterschiedliche Settings zu wählen, wodurch man die Kamera gerade zu Nachtstunden schneller zum Aufzeichnen erkannter Bewegungen bewegen kann.

Während unseres Tests hat die OMVI 3i PoE Kamera alle Bewegungen sehr gut erkannt. In der intensivsten Einstellung wurden sogar schnell vorbeifliegende Vögel sowie nah an der Kamera vorbeifliegenden Insekten erkannt und eine Aufnahme gestartet.
Dank einer integrierten Voraufzeichnung wird bei einer erkannten Bewegung die Aufnahme nicht erst ab dem Zeitpunkt gespeichert, ab welcher die Kamera die Bewegung erkennt, sondern der gespeicherte Clip startet schon wenige Sekunden vor der erkannten Bewegung. Je nach Einstellung kann die automatische Aufzeichnung bis zu einer Minute nach dem Ende der Bewegung erfolgen.
Neben der Möglichkeit nur bei einer erkannten Bewegung aufzuzeichnen, bietet einem die OMVI 3i PoE Kamera auch die Möglichkeit, zu bestimmten Zeiträumen eine dauerhafte Aufzeichnung oder gar eine 24/7 Aufzeichnung auszuführen.
Was die Speicherung der Aufnahme angeht, stehen einem bei der OMVI 3i PoE Kamera gleich mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Neben der Möglichkeit, Aufnahmen auf einer eingelegten Speicherkarte zu speichern, besteht auch die Möglichkeit, die Kamera mit einem NVR-Rekorder von Reolink 🛒 zu nutzen. Auch viele moderne NAS-Systeme bieten eine solche integrierte Funktion. Sollte man ein NAS oder einen Router mit NAS-Funktion verwenden, welcher keine integrierte Unterstützung zur Aufzeichnung von IP-Kameras bietet, kann man die getätigten Aufzeichnungen auch ganz einfach per FTP-Protokoll von der Kamera auf das NAS laden lassen. Hierdurch verliert man zwar den Komfort beim Betrachten der Aufzeichnungen, jedoch erfolgt die Datenspeicherung komplett im eigenen Netzwerk.

Neben der Möglichkeit, die Aufnahmen auch auf einem externen FTP-Server ablegen zu können, bietet Reolink auch einen eigenen, jedoch kostenpflichtigen Cloudspeicher an, welcher einem beim Betrachten der Aufnahmen den gleichen Bedienkomfort wie beim Betrachten der Aufnahmen von einer eingelegten Speicherkarte bietet.

Für den Fall, dass man gleich wissen will, wenn sich im Blickfeld der Kamera etwas bewegt, bietet die Reolink App eine Push-Funktion, welche einem auf dem genutzten Smartphone oder Tablet benachrichtigt. Zudem besteht in einem solchen Fall auch die Möglichkeit, sich automatisch per E-Mail benachrichtigen zu lassen. In beiden Fällen kann man dann durch einen einfachen Klick einen Blick auf das aktuelle Livebild werfen. Auch ein Playback oder Download der aufgezeichneten Videosequenz ist möglich.

Zeitgleich mit dem Start der Videoaufzeichnung kann man auch einen Alarmton aus der Kamera ertönen lassen. Auch eine Kommunikation über den in der Kamera verbauten Lautsprecher ist auf Wunsch möglich.

Neben der Art und Weise, wie schnell und wie sicher im Bedarfsfall Videos aufgezeichnet werden, kommt es bei einer Überwachungskamera auch auf die Bildqualität der Aufzeichnung an. Der in der OMVI 3i PoE Kamera verbauten Sensoren zeigten sich in unserem Test von einer recht guten Seite. Wo die obere Kamera eine Auflösung 5120 x 1920 (10,0 Megapixels) liefert, wird von der an der Dome-Kamera eine 4K Auflösung (3840 x 2160 (8,0 Megapixels)) erreicht. Auch wenn die getätigten Aufnahmen sowohl bei gutem Tageslicht als auch während der Dämmerung sehr scharf und detailgetreu waren, hätte es uns sehr gefreut, wenn die OMVI 3i PoE die Aufzeichnung nicht nur mit 20 fps, sondern mit 25 fps und somit vollkommen ruckelfrei realisieren würde.

Youtube

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In unserem Test konnte die Kamera bei normalen Witterungsverhältnissen auch Nachts eine ordentliche Bildqualität bei starren Objekten erzielen.
Regnet es jedoch einmal etwas stärker, so hat man ein merkliches Rauschen im Bild, welches gerade Details im Bild schnell einmal überlagern kann.
Um den dunklen Nachthimmel aufzuhellen, wurde die OMVI 3i PoE Kamera mit IR-LEDs ausgestattet, welche laut Reolink eine Reichweite von maximal 30 Metern erreichen sollen.
Wird die Kamera innerhalb eines Raumes eingesetzt, so lassen sich mittels dieser Nachtsichtfunktion auch große Räume sehr gut überwachen. Soll jedoch ein Außenbereich überwacht werden, wird das Bild nach rund 20 m merklich dunkeler.
Gerade für den Einsatz auf kürzeren Distanzen hat Reolink die OMVI 3i PoE Kamera zudem mit LED-Spots ausgestattet, welche die Nacht auf kurzer Distanz zum Tag machen und somit auch bei totaler Finsternis eine vergleichsweise gute Farbbildqualität erzielen.
Da OMVI 3i PoE Kamera Videos nicht mit 25, sondern nur mit 20 fps aufzeichnen kann, werden sich sehr schnell an der Kamera vorbei bewegende Objekte auch dann, wenn sie so groß wie ein Mensch sind, leicht verschwommen oder in den Nachtstunden gar mit einer gewissen Transparenz von der 180-Grad-Kamera aufgezeichnet. Sich bei farbiger Nachtsicht vor der Kamera bewegende Personen werden von der Dome-Kamera hingegen recht gut erkennbar aufgezeichnet.
In unserem Test mussten wir auch bei Nachtaufnahmen eine gewisse Schlierenbildung feststellen. Die gebotene Bildqualität ist ausreichend, um größere Elemente und Objekte gut erkennen zu können. Über einen Abstand von mehr als 5 Meter hinweg wird jedoch die Gesichtserkennung für eventuelle Strafanzeigen deutlich schwerer. Hat man die integrierten Spots so eingestellt, dass diese automatisch bei einer Bewegungserkennung eingeschaltet werden, hat dies zwar einen positiven Einfluss auf die Bildqualität und die Erkennbarkeit von Gesichtern, jedoch wird einem durch die Überblendung kurzzeitig nur ein schwarzes Bild angezeigt.

Mit der integrierten SyncTrack-Funktion sorgt die Kamera stets dafür, dass das sich bewegende Objekt zu jeder Zeit verfolgt und durch den integrierten digitalen Zoom auch vergrößert aufgezeichnet wird. Wie man es von anderen Kameras und auch Smartphones mit digitalem Zoom her kennt, leidet die Bildqualität jedoch unter der Zoom-Funktion merklich. Dennoch ist diese Funktion ein überzeugendes Feature, denn auch hier sind gerade in der Live-Ansicht Details zu erkennen, welche man sonst nicht so schnell im Blick hätte.

Wo die Live-Ansicht sowie die Einrichtung über die App problemlos möglich ist, sollte man gerade beim Download der Aufzeichnungen die unterschiedlichen Auflösungen beachten. Lädt man die auf der SD-Karte gespeicherten Videos über die Reolink App herunter, so werden diese nicht in einer 4K Auflösung, sondern nur in einer sehr reduzierten Auflösung gespeichert. Ganz anders sieht es hingegen aus, wenn man über die Weboberfläche oder die PC-Software auf die Kamera zugreift. In diesem Fall kann man die Videos in voller Auflösung herunterladen.

 

Fazit:

Mit der OMVI 3i PoE bietet Reolink eine außergewöhnliche Überwachungskamera, die vor allem durch die Kombination aus 180°-Panoramaeinheit und schwenk- sowie neigbarer 4K-Dome-Kamera überzeugen kann. Dadurch lässt sich mit nur einer Kamera ein besonders großer Bereich überwachen. Die integrierte SyncTrack-Funktion, mit welcher erkannte Objekte automatisch verfolgt und bei Bedarf digital vergrößert werden können, stellt dabei ein echtes Highlight dar. Auch die weitere Ausstattung kann überzeugen. Neben der zuverlässigen KI-gestützten Erkennung von Personen, Fahrzeugen und Tieren bietet die Kamera zahlreiche Möglichkeiten zur Speicherung der Aufnahmen, Push- und E-Mail-Benachrichtigungen sowie eine flexible Einbindung per PoE. Die hochwertige Verarbeitung und die IP66-Zertifizierung machen sie zudem für den geschützten Außeneinsatz interessant. Bei der Bildqualität liefert die OMVI 3i PoE sowohl bei Tag als auch bei Nacht gute Ergebnisse. Allerdings sorgen die auf 20 fps begrenzte Bildrate und die bei größeren Entfernungen nachlassende Nachtsicht für kleinere Schwächen. Auch der digitale Zoom kann bei stärkeren Vergrößerungen nicht ohne Qualitätsverlust auskommen. Etwas schade ist zudem, dass Aufnahmen über die Smartphone-App nicht in voller Auflösung heruntergeladen werden können. Insgesamt überzeugt die Reolink OMVI 3i PoE mit einem großen Erfassungsbereich, guter Bildqualität, umfangreichen Funktionen sowie einer gelungenen Objektverfolgung. Trotz kleinerer Schwächen bietet sie ein starkes Gesamtpaket und ist damit insbesondere für die Überwachung größerer Grundstücke, Höfe, Gärten oder Einfahrten eine klare Empfehlung. Mit einem Verkaufspreis von 269,16 € 🛒 ist die OMVI 3i PoE zwar kein günstiges Modell, angesichts der umfangreichen Ausstattung und der Kombination aus zwei Kameras in einem Gehäuse ist der Preis jedoch nachvollziehbar. Besonders bei der Überwachung größerer Bereiche kann die Kamera gegenüber mehreren Einzelkameras einen deutlichen Vorteil bieten.

Wir danken Reolink sehr für die Bereitstellung des Testmusters.

Reolink - OMVI 3i PoE - All-in-One Dreifachobjektiv 180° Panoramakamera mit KI

9.3

Bildqualität (Tag)

9.5/10

Bildqualität (Nacht)

8.5/10

Kompatibilität

8.5/10

Software

9.5/10

Funktionsumfang

10.0/10

Lieferumfang

9.5/10

Verarbeitung

9.5/10

Preis

9.0/10

Pro

  • Sehr gute Verarbeitung
  • Bildqualität am Tag
  • SyncTrack-Funktion
  • Steuerung per App und PC-Software
  • Unterschiedliche Aufzeichnungsmöglichkeiten

Contra

  • Unterschiedliche Aufzeichnungsmöglichkeiten
  • Aufzeichnung mit nur 20 FPS