Lioncast – LX60 Gaming Headset

Mit dem LX60 haben wir heute das neuste Gaming Headset der deutschen Gamingschmiede Lioncast im Test, welches durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der vergangenen Gaming Headsets nicht nur durch eine schicke Optik, sondern auch einen sehr guten Klang gepaart mit einem ausgezeichneten Tragekomfort punkten möchte.

Welche Features in dem noch recht neuen LX60 stecken und wie sich das größte Gaming Headset von Lioncast in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Gewicht (ohne Kabel): 335 g
  • Farbe: Schwarz, Rot
  • Kopfhörer:
    Bauweise: geschlossen
    Treiber-Größe: 60 mm
    Frequenzgang: 20 – 20.000 Hz
    Impedanz: 45 Ohm
    Empfindlichkeit: 97 dB
  • Mikrofon:
    Frequenzbereich: 100Hz – 10kHz
    Empfindlichkeit: -54 dB
  • Anschluss:
    Audiokabel (3,5-mm-Klinke)
    USB-Kabel (mit Fernbedienung)
  • Kompatibilität: PC, Playstation 4 (Pro), Xbox One (S und X), Smartphone/Tablet

Lieferumfang:

  • LX60 Gaming Headset
  • 3,5-mm-Klinkekabel
  • USB-Kabel
  • Modulares Mikrofon
  • Kurzanleitung

Design und Verarbeitung:

Das LX60 Gaming Headset wird von Lioncast in einer Verpackung geliefert, welche in einem weiß/roten Design gehalten ist. Auf der Verpackungsvorderseite wurde neben der Modellbezeichnung sowie einem Produktbild auch eine kurze Beschreibung abgedruckt.

Die technischen Details wurden in mehreren Sprachen auf der Verpackungsrückseite abgedruckt.

Entnimmt man das Headset aus seiner Verpackung, so hat man ein mächtig wirkendes Headset vor sich, welches in einer überwiegend schwarzen Farbgebung gehalten ist.

Im Gegensatz zu seinen kleineren Modellen setzt Lioncast bei dem neuen LX60 auf ein deutlich aggressiveres Design, welches durch die Formgebung der Ohrmuscheln und dem aus Metall gefertigten Kopfbügel entsteht.
Wie wir es von den meisten Gaming Headsets kennen, verfügen auch die Ohrmuscheln des LX60 über einem ovalen Aufbau. Für das auffällige Design ist das in die Außenseite eingearbeitete Mesh-Gitter verantwortlich, welches mittels eines verschraubten Kunststoffringes an den Ohrmuscheln befestigt wurde.
Schaut man sich das Mesh-Gitter einmal etwas genauer an, so kann man hinter diesem ein leicht transparentes Lioncast Logo erkennen, welches sich mittels integrierter RGB-LEDs von der Rückseite aus in einer beliebigen Farbe beleuchten lässt.

Neben einer einzelnen Farbe lässt sich über die bereitgestellte Software auch ein automatischer Farbverlauf durch das gesamte RGB-Spektrum oder ein pulsierender Effekt einstellen.

Innerhalb der beiden Ohrmuscheln hat Lioncast 60-mm-Treiber verbaut, welche für einen kraftvollen und sehr präzisen Klang sorgen sollen. Diese befinden sich, wie es bei Gaming Headsets üblich ist, hinter einem Stoffbezug. Der eingesetzte Stoffbezug fällt vergleichsweise dick aus und ist in einem kontrastreichen rot gehalten und wurde zusätzlich noch mit dem Lioncast Schriftzug bedruckt.

Für einen angenehmen Tragekomfort sind die beiden Ohrmuscheln zudem noch mit großzügigen Schaumstoffpolstern ausgestattet, welche mit einem Kunstlederbezug versehen wurden.

Mit einem Blick auf die Unterseite der linken Ohrmuschel findet man nicht nur das fest mit der Ohrmuschel verbundene und mit einem Gewebesleeving versehene Anschlusskabel vor, sondern auch eine vertieft eingearbeitete 3,5-mm-Klinkebuchste, welche zum Anschluss des abnehmbaren Mikrofons dient.

Das mitgelieferte Mikrofon ist an einem schwarzen Schwanenhals befestigt und wurde auf der Vorderseite mit einer kleinen Status-LED ausgestattet, welche einem einen Hinweis darauf gibt, ob das Mikrofon aktiviert oder deaktiviert ist.

Im Gegensatz zu den bisherigen Headsets hat Lioncast den Kopfbügel des LX60 mit einem festen Stahlbügel ausgestattet, welcher nicht mit einem Polster ausgestattet wurde. Die beiden Ohrmuscheln sind flexibel an dem Kopfbügel befestigt, wodurch sie sich leicht anklappen lassen.

Um einen bequemen Tragekomfort zu erreichen, wurde zwischen den beiden Ohrmuscheln noch ein flexibler und dick gepolsterter Kopfbügel gespannt. Das hier verbaute Polster wurde wie auch die Polster an den Ohrmuscheln mit einem schwarzen Kunstlederbezug ausgestattet, welcher mit einer roten Naht abgesetzt wurde und auf der Oberseite über einen eingeprägten Lioncast Schriftzug verfügt.

Das fest mit dem Headset verbundene Anschlusskabel hat inkl. der daran befestigten Steuereinheit eine Länge von ca 45 cm.

Auf der Oberseite wurde in diese Steuereinheit nicht nur der Lioncast Schriftzug eingelassen, sondern auch ein Schalter verbaut, über welchen man die integrierte Beleuchtung ein- und ausschalten kann.

Um die Lautstärke regulieren zu können, wurde die Steuereinheit auf einer Außenseite mit einem Einstellrad ausgestattet. Auf der gegenüberliegenden Seite ist zudem noch ein Schalter zu finden, über welchen man das Mikrofon aktivieren bzw. deaktivieren kann.

Betrachtet man die Steuereinheit einmal von der Vorderseite aus, so wird einem schnell bewusst, warum diese so groß ausfällt, denn Lioncast hat die Steuereinheit an dieser Stelle neben einem 3,5-mm-Klinkeanschluss auch mit einem Micro-USB-Anschluss verbaut.

Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Gaming Headset hat man durch die in der Steuereinheit integrierte USB-Soundkarte die Möglichkeit, das Headset wahlweise über einen Klinkeanschluss oder einen USB-Anschluss anschließen zu können.

Die Verarbeitung des LX60 wurde seitens Lioncast sehr sauber und mit einem ansprechenden Design ausgeführt.

Installation:

Zum Anschluss des LX60 muss man nicht viel sagen. Soll das Headset an einem Smartphone, Tablet oder einem Controller einer Spielekonsole verwendet werden, so kann man das Headset direkt mittels des vierpoligen 3,5-mm-Klinkekabels anschließen. Will man das Headset jedoch an einem Notebook oder PC verwenden, so kann man die Verbindung über das mitgelieferte USB-Kabel herstellen und somit auf die integrierte USB-Soundkarte zurückgreifen. Verwendet man die in der Steuereinheit integrierte USB-Soundkarte, so kann man nicht nur die in den Ohrmuscheln integrierte RGB-Beleuchtung nutzen und an die eigenen Bedürfnisse anpassen, sondern auch einen virtuellen 7.1 Sound genießen.

Um diese zusätzlichen Features nutzen zu können, bedarf es jedoch nicht nur dem Anschluss per USB, sondern auch der Installation der bereitgestellten Software, welche sehr strukturiert und übersichtlich aufgebaut ist.

Ton und Klangqualität:

Nachdem uns die Verarbeitungsqualität überzeugen konnte, waren wir sehr auf die Klangqualität gespannt. Unseren Testkandidaten haben wir daher in verschiedenen Lebenslagen getestet. Neben dem normalen Musikhören am PC haben wir das Headset auch bei dem ein oder anderen Game sowie auch beim Betrachten von Filmen getestet.
In diesen Tests konnte uns das Lioncast – LX60 auf ganzer Linie überzeugen. Die verbauten 60-mm-Treiber sorgten in unserem Test für einen sehr breiten Klangbereich mit einem anständigen Bass sowie kristallklare Höhen. Auch der kritische, mittlere Bereich wird von dem LX60 sehr gut gemeistert. Das Klangbild war während unseres Tests in allen Lebenslagen durchweg sehr ausgeglichen. Im Vergleich zu vielen anderen Headsets sind die Soundeigenschaften des LX60 nicht ganz so basslastig abgestimmt, wodurch die Höhen und der kritische Mitteltonbereich etwas in den Vordergrund gerückt wurden. Dank der umfangreichen Software kann man jedoch nicht nur in die Klangeigenschaften des LX 60 eingreifen und so auch für einen noch kräftigeren Tieftonbereich sorgen, sondern auch einen virtuellen 7.1 Klang aktivieren. Dieser kann ebenfalls über die bereitgestellte Software angepasst werden und sorgt nicht nur beim Betrachten eines Films für einen besseren Klang, sondern kann einem auch im Spiel einen kleinen Vorteil bringen, da sich die Richtung, aus welcher der jeweilige Ton gerade kommt, etwas besser zuordnen lässt. Durch die geschlossenen Ohrmuscheln werden störende Nebengeräusche zwar nicht komplett eliminiert, jedoch werden diese sehr gut gedämpft.

Sprachqualität Mikrofon:

Natürlich haben wir bei unserem Test das Mikrofon nicht außen vor gelassen und haben das Headset somit in einigen Skype- und Teamspeak-Sitzungen getestet. Auch die Sprachqualität konnte uns in unserem Test überzeugen. Auch wenn das Mikrofon nicht mit einem Poppschutz ausgestattet ist, kommt es nur in seltenen Fällen zu störenden Windgeräuschen oder Pop-Lauten.
Lioncast hat das Mikrofon in der Spitze mit einer kleinen Status-LED ausgestattet, welche einen darauf hinweisen soll, ob das Mikrofon gerade stummgeschaltet ist oder nicht. Leider ist die Leuchtkraft der hier verbauten LED jedoch so schwach, sodass man sie erst in einer dunkleren Umgebung richtig erkennen kann.

Tragekomfort:

Mit einem Gewicht von 335 g ist das wuchtige LX6ß Gaming Headset sogar noch etwas leichter, als das ein oder andere Headtset von Lioncast, gehört aber dennoch nicht zu den Fliegengewichten unter den Gaming Headsets.
Um einen sehr angenehmen Tragekomfort erzielen zu können, wurde das LX60 nicht nur mit einem flexibel aufgehängten Kopfbügel ausgestattet, sondern auch mit großzügigen Polstern, welche zudem noch mit Kunstlederbezügen versehen wurden. Durch die großzügigen Polster sitzt das Headset sehr angenehm und leicht auf dem Kopf. Auch einem langen Tragen steht aufgrund des angenehmen Anpressdrucks nichts im Wege. Leider fällt der Lieferumfang im Gegensatz zum LX50 geringer aus, wodurch man austauschbare Velourpolster vergeblich in der Verpackung sucht.

Fazit:

Mit dem LX60 hat Lioncast sein Sortiment um ein mächtiges Gaming Headset erweitert, welches in unserem Test in vielen Bereichen sehr gut abgeschnitten hat. Das Headset legte in unserem Test durch seinen überwiegend mattschwarzen Aufbau in Kombination mit den großen Ohrmuscheln einen sehr wuchtigen Auftritt hin, welcher einen mit einem Blick auf den Tragekomfort erst einmal abschrecken kann. Das Headset ist jedoch nicht nur leichter, als man es auf den ersten Blick erwarten würde, sondern es kann dank der eingesetzten Polsterungen in Kombination mit dem flexiblen Kopfbügel auch über mehrere Stunden hinweg ohne störende Druckstellen getragen werden. Die Klangeigenschaften liegen dank der eingesetzten 60-mm-Treiber durchweg auf einem sehr hohen Level. Das Klangbild kann durch die bereitgestellte Software zudem noch recht einfach an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Des Weiteren wird einem bei der Nutzung der integrierten USB-Soundkarte auch ein virtueller 7.1 Sound geboten. Die Verarbeitung wurde durchweg sehr sauber ausgeführt und kann somit genauso wie auch die Anschlussvielfalt überzeugen. Das Headset lässt sich hierbei icht nur am PC und Smartphone nutzen, sondern auch an aktuellen Spielekonsolen. Ein kleiner Nachteil der robusten Verarbeitung ist leider in dem aus Metall gefertigten Kopfbügel zu finden. Denn dieser fungiert wie ein Klangkörper, wodurch es bei etwas kräftigeren Berührungen zu unschönen Nebengeräuschen kommen kann. Preislich liegt das LX60 aktuell bei knapp 100 €*.

Ein besonderer Dank geht an Lioncast für die Bereitstellung des Testmusters.

Lioncast - LX60 Gaming Headset

0.0
8.7

Tragekomfort

9.0/10

Tonqualität Wiedergabe

9.0/10

Tonqualität Mikrofon

9.0/10

Verarbeitung

8.0/10

Kompatibilität

9.0/10

Preis

8.0/10

Pro

  • Hoher Tragekomfort
  • Gute Klangqualität
  • Verstellbares und abnehmbares Mikrofon
  • Ansprechendes Design
  • Sehr hohe Kompatibilität

Contra

  • Störende Nebengeräusche bei falscher Berührung des Kopfbügels
  • Status LED am Mikrofon sehr dunkel