Mit dem RIG R5 SPEAR PRO HS haben wir heute ein noch recht neues und offiziell für die PlayStation® lizenziertes Gaming-Headset von Nacon im Test, welches sowohl mit einem guten Klangerlebnis als auch mit einem zum Einsatzgebiet passenden und modularem Design überzeugen möchte.

Welche Details in dem RIG R5 SPEAR PRO HS stecken und wie sich das noch recht neue Gaming-Headset von Nacon in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.
Technische Details:
| Typ: | Over-Ear Headset |
| Farbe: | Schwarz / Weiß |
| Material: | Metall, Kunststoff |
| Treiber: | 40 mm (Graphen-Beschichtung) |
| Frequenzgang Kopfhörer: | 20 Hz – 40 kHz |
| Schalldruckpegel: | 117,5 dB ±2 dB @ 1 kHz |
| Frequenzgang Mikrofon: | 50 Hz – 15 kHz |
| Bedienelemente: | Lautstärke Mikrofon-Mute (Flip-to-mute) |
| Anschluss: | Kabelgebunden (3,5-mm-Klinke) |
| Abmessungen: | 185 x 220 x 78 mm (B × H × T) |
| Gewicht: | 333 g |
| Kompatibilität: |
Playstation 4 / 5, PC |
Lieferumfang:
- RIG R5 SPEAR PRO HS Gaming-Headset
- 2 Seitenplatten
- Anleitung

Design und Verarbeitung:
Das RIG R5 SPEAR PRO HS Gaming-Headset wird von Nacon passend zur PlayStation® Lizenzierung in einer weiß/blauen Verpackung geliefert, welche auf der Vorderseite neben der Modellbezeichnung sowie einem Produktbild bedruckt wurde.

Auf der Verpackungsrückseite sowie den Seiten wurden Featurebilder inklusive der dazugehörigen Beschreibung abgedruckt.

Entnimmt man das RIG R5 SPEAR PRO HS zusammen mit den beiden an den Ohrmuscheln angebrachten Seitenplatten aus seiner Verpackung, so hat man ein Gaming-Headset vor sich liegen, welches einen recht schlichten ersten Eindruck hinterlässt.

Das für ein Gaming-Headset vergleichsweise schlichte Design erreicht Nacon durch einen Aufbau, bei welchem nicht nur die Ohrmuscheln, sondern auch der Kopfbügel sehr geradlinig und ohne besonders auffällige Designelemente ausgeführt wurden.
Schaut man sich die oval ausgeführten und Mod-Plates genannten auf die Ohrmuscheln aufgesteckten Seitenplatten aus schwarzem Kunststoff einmal etwas genauer an, so wird man schnell erkennen, dass diese auf den glatten Außenseiten lediglich mit einem weißen PlayStation® Logo versehen wurden. Die Seitenplatten decken bis auf notwendige Aussparungen nahezu die komplett darunter liegenden Ohrmuscheln ab.
Mit einem Blick auf die Unterseite der linken Ohrmuschel findet man mittig das 1,5 Meter lange 3,5-mm-Klinkekabel vor, mittels welchem man das Headset neben der PS4, PS5, dem PC sowie älteren Zuspielern mit passender Klinkebuchsen nutzen kann. Wo das Kabel für den Anschluss an den Controllern der PlayStation lang genug ist, kann es bei der Nutzung am PC je nach Standort des Gehäuses oder Audio-Interfaces mit der gebotenen Länge schnell etwas knapp werden.

Auf eine bei vielen Gamern beliebte Beleuchtung hat Nacon passend zum Gesamtbild verzichtet.
An der Unterseite der linken Ohrmuschel ist ebenfalls das anklappbarre Mikrofon befestigt. Dieses besitzt eine “Flip-to-mute”-Funktion, was bedeutet, dass das Mikrofon automatisch stummgeschalten wird, sobald es nach oben geklappt wird.
Das Mikrofon wird auf der Innen- sowie Außenseite mit kleinen Metallgittern abgedeckt, welche gleichzeitig als Popschutz dienen.


Neben der Klappfunktion verfügt das Mikrofon zudem auch über einen flexiblen Schwanenhals. So kann es ideal vor dem Mund des Nutzers positioniert werden.
In das 1,5 m lange Klinkekabel wurde ein Schiebe-Regler zur Lautstärkeregelung des Headsets eingearbeitet.

Auf den beiden Seitenplatten ist auch die Modellbezeichnung des Headsets abgedruckt.

Der Übergang zum Kopfbügel wird über ein geschwungenes Kunststoffelement hergestellt, welches wie die Außenseite der Ohrmuscheln aus weißem Kunststoff gefertigt wurde.
Der Übergang zwischen den Ohrmuscheln und den geschwungenen Kunststoffelementen wurde nicht starr ausgelegt, sondern mittels eines Gelenks realisiert, welches es ermöglicht, die Ohrmuscheln für einen besseren Tragekomfort etwas neigen zu können. Auch eine Möglichkeit, die Ohrmuscheln vollständig anklappen bzw. zur Seite drehen zu können ist gegeben.

Die geschwungene Ohrmuschelaufnahme dient zugleich auch der Größenverstellung. Im Gegensatz zu den meisten Gaming-Headsets am Markt setzt Nacon bei dem RIG R5 SPEAR PRO HS jedoch leider keine Metallverstärkung in der Größenverstellung ein.

Wie wir es schon vom oberen Bereich der Ohrmuschelaußenseite her kennen, wurde auch der Kopfbügel mit einer flachen und schlichten Bauform versehen. Auf der linken Seite des Kopfbügels ist zudem das Nacon Gaming Logo RIG sichtbar.

Auf der Unterseite wurde der Kopfbügel mit einer stellenweise recht flachen Polster ausgestattet, welche anders als bei vielen anderen Gaming-Headsets nicht mit einem Kunstleder, sondern mit einem Stoffbezug bezogen wurde.

Wie wir es schon von anderen Gaming-Headsets aus dem Hause Nacon kennen, setzt Nacon auch bei dem neuen RIG R5 SPEAR PRO HS bei der Polsterung der Ohrmuscheln auf einen zweiteiligen Aufbau. Bei den Polstern der Ohrmuscheln kommt der gleiche Stoffbezug wie beim Bügel zum Einsatz. Die Polster der Ohrmuscheln sind dabei wie die Außenkappen magnetisch an den Ohrmuscheln befestigt und lassen sich somit sehr einfach austauschen.
Die in den Ohrmuscheln verbauten 40-mm-Treiber befinden sich hinter einem Metallgitter, welches mit dem Gehäuse der Ohrmuscheln verschraubt wurde.
Durch die magnetische Befestigung der Ohrpolster sowie der Mod-Plates genannten Seitenplatten ist das Headset modular aufgebaut. Auf der Website von RIGgaming kann man Ersatz-Ohrpolster sowie einige Varianten der Mod-Plates bestellen. Zusätzlich bietet Nacon gratis das STL-Modell der Mod-Plates zum Download an. Damit kann man sich die Seitenplatten nach eigenen Wünschen gestalten und mit anschließend einem 3D-Drucker drucken. Beachten sollte man hierbei allerdings, dass man zusätzlich noch Magnete in passender Größe benötigt.

Die Verarbeitung des RIG R5 SPEAR PRO HS Gaming-Headsets wurde seitens Nacon sauber ausgeführt und gibt uns bis bisher keinen Anlass zur Kritik.
Testsystem:
Getestet wurden das RIG R5 SPEAR PRO HS Gaming-Headset an diesem Testsystem:
- Prozessor: AMD Ryzen 7 7700X 🛒
- Mainboard: NZXT – N7 B850 🛒
- Kühler: NZXT Kraken Elite 360 🛒
- Netzteil: NZXT C850 Gold ATX 3.1 🛒
- Gehäuse: NZXT H5 Flow 🛒
- Grafikkarte: Gainward – RTX 3070 Phantom GS 🛒
- Systemlaufwerk: ADATA – GAMMIX S70 1TB 🛒
- Arbeitsspeicher: ADATA – XPG SPECTRIX D60G RGB 16GB (2x8GB) DDR4 3600MHz 🛒
- Wärmeleitpaste: ARCTIC – MX-5 🛒
- Netzwerkkarte: Intel X520-DA2 🛒| 10GASE-T SFP+ 🛒 | TP-Link Archer TBE550E 🛒
Anschluss und Inbetriebnahme:
Der Anschluss und die Inbetriebnahme des RIG R5 SPEAR PRO HS gestaltet sich sehr einfach, denn das Headset kann nur über das mitgelieferte 3,5-mm-Klinkekabel angeschlossen werden. In unserem Test funktionierte das RIG R5 SPEAR PRO HS Gaming-Headset dabei problemlos in Verbindung mit Controllern, welche über eine entsprechende 3,5mm-Klinke-Buchse verfügen. Auch am PC sowie an kompatiblen mobilen Geräten war eine Nutzung möglich.
Ton und Klangqualität:
Das RIG R5 SPEAR PRO HS Gaming Headset haben wir in unserem Test in verschiedenen Lebenslagen getestet. Neben dem normalen Musikhören und führen von Gesprächen haben wir das Headset auch bei dem ein oder anderen Game sowie beim Betrachten von Filmen getestet.
Klanglich wartete das RIG R5 SPEAR PRO HS nicht wie viele anderen Gaming-Headstes mit einem dominierenden Tiefton auf, sondern das Headset lieferte bei einer normalen bis mittleren Lautstärke ein recht wohlklingend abgestimmten Klangbild. Auch bei höheren Lautstärken trat der Tiefton bei dem RIG R5 SPEAR PRO HS nicht in den Vordergrund.
Bei Explosionen hätte der Tiefton unserer Meinung nach jedoch etwas kräftiger wiedergegeben werden können. Andererseits kann man durch das runde Klangprofil nicht nur gewisse Details wie leise Schritte gut wahrnehmen, sondern auch Lieder, bei denen es auf Details und klare Höhen ankommt, werden wohlklingend wiedergegeben.
Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass das RIG R5 SPEAR PRO HS von der klanglichen Seite her gut und ausgewogen klingt und auch bei hohen Lautstärken nicht übersteuert oder klirrt.
Sprachqualität Mikrofon:
Natürlich haben wir bei unserem Test auch das Mikrofon nicht außen vor gelassen und haben das Headset somit in einigen Discord- und Teamspeaksitzungen getestet.
Mittels des sehr flexiblen Schwanenhalses lässt sich das Mikrofon gut vor dem Mund des Nutzers positionieren und legt damit den Grundstein für eine gute Sprachqualität. In Verbindung mit dem fest verbauten Popschutz konnte das mitgelieferte Mikrofon in unserem Test in normalen Gespräche eine recht gute Aufzeichnungsqualität liefern. Wurde es im Spiel allerdings etwas hektischer und damit die Sprache etwas lauter, hat die Sprachqualität nachgelassen.
Tragekomfort:
Mit einem Gewicht von 333 g gehört das RIG R5 SPEAR PRO HS zu den mittelschweren Gaming-Headsets auf dem Markt, womit das Headset mit einem Blick auf den Tragekomfort generell gut aufgestellt ist.
Nacon verlässt sich jedoch nicht nur darauf, dass man das Headset durch das ausgewogene Gewicht nicht so stark auf dem Kopf spürt, sondern man hat das Headset für einen bestmöglichen Tragekomfort auch mit einer entsprechenden Polsterung ausgestattet.
Wo die Polsterung an den Ohrmuscheln ausreichend dick ausfällt, hätte die Polsterung am Kopfbügel aus unserer Sicht etwas dicker ausfallen können. Dies betrifft vor allem die Randbereiche, in welche die Größenverstellung eingeschoben wird. In Kombination mit dem recht hohen Anpressdruck kann es je nach Kopfform zu unangenehmen Druckstellen kommen.
Die Polsterung am Kopfbügel sowie die abnehmbaren Ohrpolster hat Nacon mit einem Stoffbezug versehen. Durch diesen Aufbau wird gerade an warmen Sommertagen die Gefahr gemindert, dass man unter den Ohrmuscheln schnell anfängt zu schwitzen. Der Nachteil an diesem Aufbau liegt jedoch darin, dass störende Nebengeräusche nicht ganz so gut wie bei vollständig mit Kunstleder bezogenen Polstern absorbiert werden.
Fazit:
Mit dem RIG R5 SPEAR PRO HS hat Nacon seine Gaming-Headset-Serie um ein kabelgebundenes Modell erweitert, welches zwar grundlegend speziell für Nutzer einer PlayStation® entwickelt wurde und seitens Nacon auch entsprechend lizenziert wurde, sich aber auch problemlos an einem PC nutzen lässt. Aufseiten der Verarbeitung hat Nacon abseits der Ohrmuscheln zwar zum größten Teil auf Kunststoff zurückgegriffen, jedoch wurden die einzelnen Elemente sauber miteinander kombiniert und geben uns an dieser Stelle keinen Anlass zur Kritik. Etwas anders sieht es jedoch im Bereich der Polsterung aus. Hier hat uns die recht dünne Polsterung am Übergangs des Kopfbügels zur Größenverstellung nicht so gut gefallen. Auch wenn das Headset durch seine geradlinige Bauform grundlegend recht schlicht gestaltet wurde, spricht es PlayStation® Nutzer durch die zur PS4/5 passende Farbgebung sowie das aufgedruckte PlayStation® Logo jedoch besonders gut an. Passend zu diesem Konzept hat Nacon auch auf eine integrierte RGB-Beleuchtung verzichtet. Die Seitenplatten sowie die Ohrmuschelpolster sind magnetisch am Gehäuse der Ohrmuscheln befestigt und lassen sich innerhalb von Sekunden austauschen. Nacon bietet im hauseigenen Online-Shop passendes Zubehör an. Sehr gut hat uns gefallen, dass das 3D-Modell der Seitenplatten kostenfrei zum Download bereitsteht und das Headset somit weiter individualisiert werden kann. Passend zum angedachten Einsatzgebiet kann man das Headset ohne die Installation einer speziellen Software nutzen. Durch die Länge des fest verbauten Klinke-Kabels von 1,5 m kann es bei der Nutzung an einem PC allderings etwas knapp werden. Da Nacon auch die Kompatibilität mit dem PC angibt, hätte das Kabel unserer Meinung nach etwas länger sein dürfen. Von der klanglichen Seite her können die verbauten 40-mm-Treiber mit einem erfreulich angenehm abgestimmten Klangbild überzeugen. Was den gebotenen Tragekomfort angeht, ist das RIG R5 SPEAR PRO HS Gaming-Headset mit seinem angenehmen Gewicht sowie der angenehm weichen und zudem atmungsaktiven Polsterung an den Ohrmuscheln grundlegend gut aufgestellt. Hat man eine etwas breitere Kopfform, so kommt es durch die flache Polsterung im Bereich der Größenverstellung jedoch zu unangenehmen Druckstellen, wodurch der Tragekomfort gerade bei einer längeren Tragezeit deutlich verschlechtert wird. Preislich liegt das RIG R5 SPEAR PRO HS Gaming-Headset aktuell bei rund 70 € 🛒.

Wir danken Nacon für die Bereitstellung des Testmusters.






