NZXT – H9 Elite Midi-Tower-Gehäuse im Test

Mit dem H9 Elite haben wir heute passend zum Release ein neues ATX-Gehäuse von NZXT im Test, welches neben einem besonders schicken Design auch mit einem durchdachten Kühlkonzept sowie einem sehr guten Platzangebot überzeugen möchte.

Welche Details in dem neuen H9 Elite stecken und wie sich der von drei Seiten einsehbare Midi-Tower von NZXT in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Maße: 290 x 495 x 466 mm (B x H x T)
Material: SGCC-Stahl, gehärtetes Glas
Gewicht: 13,9 kg
Farbe: Schwarz / Weiß
Formfaktor: Mini-ITX, Micro-ATX, ATX
Lüfter insgesamt möglich: 3 x 120 mm (Seite)
1 x 120 mm (Rückseite)
3 x 120 mm / 2 x 140 mm (Deckel)
3 x 120 mm / 2 x 140 mm (Boden)
Lüfter vorinstalliert 3 x F120 RGB DUO Lüfter (Seite)

 

  • 500–1.800 U/min
  • 48,58 CFM
  • 2,42 mmH2O
  • 29 dB(A)
  • 4-polig

1 x F120Q (Rückseite)

  • 1200 ± 240 U/min
  • 62,18 CFM
  • 1,05 mmH2O
  • 25,1 dB(A)
  • 3-polig
Filter: Rechtes Seitenteil, Deckel, Boden
Radiator-Mountings: Bis zu 360 mm mit Push/Pull (Seite)
Bis zu 120 mm (Rückseite)
Bis zu 360 mm (Oberseite)
Bis zu 360 mm (Boden)
Laufwerksschächte: 4 + 2 x 2,5″
2 x 3,5″
Netzteil: ATX
Erweiterungsslots: 7 x vertikal
I/O-Panel: 2 x USB 3.2 Gen1 Typ-A
1 x USB 3.2 Gen 2 Typ-C
1 x Audio (vierpolige Combobuchse für Kopfhörer und Mikrofon)
Maximale CPU-Kühler Höhe: 165 mm
Maximale Grafikkartenlänge: 435 mm
Maximale Netzteillänge:
200 mm
Kabelmanagement:
91 mm
NZXT RGB & Fan Controller V2: Lüfterkanäle: 3
RGB-Kanäle: 6 (Bis zu 120 LEDs)
Garantie:
2 Jahre

 

Lieferumfang:

  • H9 Elite ATX-Gehäuse in gewählter Farbe
  • Montageanleitung
  • Montageschrauben
  • Kabelbinder
  • Durchsichtige Lüfterblende für 2 x 140 mm-Lüfter

 

Design und Verarbeitung:

Der H9 Elite Midi-Tower wird von NZXT in einer Verpackung geliefert, welche in einem weiß/violettfarbenen Grunddesign gehalten ist. Auf der Vorder- und Rückseite wurde die Verpackung neben einem großen Produktbild auch mit der Modellbezeichnung bedruckt.

Eine Auflistung der technischen Details sowie der wichtigsten Features findet man auf den beiden Außenseiten.

Innerhalb der OVP wird das Gehäuse durch zwei Styroporpolster geschützt und übersteht den Transport zum Käufer somit auch ohne eine weitere Umverpackung unbeschadet.

 

Äußeres Erscheinungsbild

Entnimmt man das H9 Elite aus seiner Verpackung, so hat man einen recht breiten Midi-Tower vor sich stehen, welcher zwar über ein geradliniges Design verfügt, durch die drei großflächigen Echtglaselemente jedoch schon auf den ersten Blick klar macht, dass es sich um ein speziell für Gamer und Streamer entwickeltes Gehäuse handelt.

NZXT hat das H9 Elite nicht nur auf der linken Gehäuseseite mit einer gehärteten und leicht getönten Echtglasscheibe ausgestattet, sondern auch an der Gehäusefront sowie auf der Gehäuseoberseite.

Im Gegensatz zum kleineren H7 und H5 Elite erstreckt sich die an der Gehäusefront verbaute Glasscheibe jedoch nicht über die gesamte Gehäusebreite, sondern nur über etwa dreiviertel der Gehäusebreite. Rechts von der verbauten Echtglasscheibe hat NZXT eine schwarz lackierte Stahlblende verbaut.

Um das relativ dezente Design, welches durch die geschlossene Gehäusefront erzielt wird, nicht zu stark zu beeinträchtigen, hat NZXT darauf geachtet, dass das im unteren Bereich aufgedruckte Logo sehr dezent ausfällt.

Das I/O-Panel wurde seitens NZXT in den vorderen Bereich des Gehäusedeckels verlegt. Neben dem obligatorischen Powerschalter wurden an dieser Stelle auch zwei USB 3.2 Gen1 Anschlüsse sowie ein USB 3.2 Gen2 Type C Anschluss verbaut. Zudem wurde hier auch eine vierpolige 3,5-mm-Klinkebuchse verbaut.

Wie wir es schon von der Gehäusefront her kennen, wurde auch der Gehäusedeckel in zwei unterschiedliche Bereiche unterteilt.
Durch die hier verbaute Glasscheibe ist ein freier Blick auf den an der Gehäuseoberseite zu findende Lüfter- bzw. Radiatormontageplatz möglich. Wo die an der Gehäusefront verbaute Metallblende vollständig geschlossen ist, hat NZXT die auf der Gehäuseoberseite verbaute Metallblende mit einem Lufteinlass ausgestattet.

Um den Lufteinlass vor eindringendem Staub zu schützen, wurde der abnehmbare Gehäusedeckel auf der Unterseite mit einem ebenfalls abnehmbaren Staubfilter ausgestattet.

Mit einem Blick auf den Lüftermontageplatz, an welchem man im Auslieferungszustand bis zu drei 120-mm-Lüfter montieren kann, wird man schnell feststellen, dass NZXT diesen nicht wie bei anderen Gehäuse vollständig aus Metall gefertigt hat.

NZXT hat das H9 Elite an dieser Stelle mit einem modular ausgelegten und aus transparentem Kunststoff gefertigten Montagerahmen ausgestattet, in welche die Montagebohrungen zur Lüftermontage mittels einer Metallblende eingearbeitet wurden.

Durch diesen Aufbau kann nicht nur die gesamte Blende aus dem Gehäuse entnommen und so ein noch besserer Blick in das Gehäuse erzielt werden,

sondern beim Einsatz beleuchteter Lüfter wird auch eine bessere Optik erzielt. Neben der vorinstallierten Blende befindet sich auch noch eine weitere Montageblende im Lieferumfang, mittels welcher die Montage von bis zu zwei 140-mm-Lüftern bzw. einem entsprechenden Radiator ermöglicht wird.

Wo man die Raumaufteilung in zwei getrennte Klimazonen von der Gehäusevorderseite sowie der Gehäuseoberseite aus nur erahnen konnte, wird dies mit einem Blick auf die Gehäuserückseite offensichtlich, denn der sonst entweder am Gehäuseboden oder der Gehäuseoberseite befindliche Montageplatz für das ATX-Netzteil wurde auf die Rückseite des Mainboards verlegt. Dank der vier Montagebohrungen, welche rund um den Montageplatz des Netzteils eingelassen wurden, kann das eingesetzte Netzteil in zwei Richtungen montiert werden.

Die Aussparung für das I/O-Shield sowie der daneben befindliche Luftauslass, an welchem NZXT bereits einen unbeleuchteten 120-mm-Lüfter vormontiert hat, wurde nicht direkt unterhalb des Gehäusedeckels eingearbeitet, sondern in einem Abstand von gut 8 cm, wodurch auch der Montage eines dicken Radiators nichts im Wege steht.

Im weiteren Verlauf sind sieben Erweiterungsslots zu finden, welche mit geschlossenen Slotblenden ausgestattet wurden. In Kombination mit einem optional erhältlichen Montagekit kann die eingesetzte Grafikkarte dank der fehlenden Trennbleche zwischen den einzelnen Slots auch vertikal verbaut werden.

Mit einem Blick auf die Gehäuseunterseite findet man nicht nur vier recht hohe und gummierte Standfüße vor, sondern auch einen abnehmbaren Staubfilter, welcher sich fast über die gesamte Gehäusetiefe erstreckt.

Wo das H9 Elite wie eingehend schon angesprochen auf der linken Seite mit einer gehärteten Echtglasscheibe ausgestattet wurde,

hat NZXT die auf der rechten Seite verbaute Seitenwand mit einem Lufteinlass ausgestattet, welcher sich fast über die gesamte Seitenwand erstreckt.

Um auch diesen Lufteinlass vor eindringendem Staub zu schützen, hat NZXT auch die rechte Seitenwand mit einem zur Reinigung abnehmbaren Staubfilter ausgestattet.

 

Blick ins Innere

Auch wenn man durch die verbauten Scheiben schon einen recht guten Blick in das Gehäuseinnere werfen kann, kann man alle Details erst dann erkennen, wenn man die beiden Seitenwände vom Gehäusekorpus abnimmt.
Sobald man einen Freien Blick auf das Gehäuseinnere hat, fallen einem ein paar Details auf, welche man in dieser Form schon von anderen Gehäusen aus dem Hause NZXT kennt.

Den Anfang macht hierbei eine schwarze Blende, welche neben dem Montageplatz für das ATX-Mainboard verbaut wurde und an der unteren Kante in eine Kabelführung übergeht. Im oberen Bereich wurde die Blende, welche genau über der Kabeldurchführung des Mainboardschlittens positioniert wurde, mit einem Langloch ausgestattet, an welchem sich auf Wunsch ein kompakter Ausgleichsbehälter befestigen lässt.

Im vorderen Bereich des Mainboardschlittens wurde das H9 Elite mit drei vorinstallierten F120 RGB DUO Lüftern ausgestattet, welche frische Luft durch die rechte Seitenwand ansaugen und durch die auf zwei Seiten verbaute RGB-Beleuchtung nicht nur das Gehäuseinnere beleuchten, sondern auch durch den Lufteinlass der rechten Seitenwand zu sehen sind.

Dank eines in die Kabelführung integrierten Spiegels werden die seitlich angeordneten Lüfter auch durch die an der Vorderseite verbauten Schreibe gut in Szene gesetzt.

Mit einem Blick auf den Mainboardschlitten sind neben einer großen Aussparung zur Kühlermontage auch die vorinstallierten Abstandhaltern zur Mainboardmontage zu erkennen.

Da das Gehäuse über zwei nebeneinander verbaute Klimazonen verfügt und das eingesetzte Netzteil durch diesen Aufbau nicht am Gehäuseboden, sondern hinter dem Mainboard verbaut wird, hat NZXT auf den in der Zwischenzeit von den meisten Gehäusen bekannten Netzteiltunnel verzichtet. Stattdessen wurde das H9 Elite am Gehäuseboden mit einem großen Lufteinlass ausgestattet, an welchem man bis zu drei 120-mm-Lüfter bzw. einen 360-mm-Radiator verbauen kann.

Mit einem Blick auf die Rückseite des Mainboardschlittens findet man einen Aufbau vor, welcher sich durch die Aufteilung in zwei nebeneinanderliegende Klimazonen deutlich vom Aufbau vieler anderer Gehäuse unterscheidet.

Neben den drei vorinstallierten RGB-Lüftern, welche direkt hinter der Gehäusefront positioniert wurden, hat NZXT eine klappbare Blende verbaut, welche sich über die gesamte Gehäusehöhe erstreckt und als Montagerahmen für bis zu vier 2,5″-Festplatten dient.

Hinter dieser Blende wurde die Rückseite des Mainboardschlittens mit mehreren Klettkabelbindern ausgestattet. Weitere Klettkabelbinder findet man oberhalb der Aussparung, welche zur einfacheren Kühlermontage in den Mainboardschlitten eingelassen wurde.

Direkt unterhalb dieser Aussparung hat NZXT eine Blende verbaut, welche das vertikal verbaute ATX-Netzteil abstützt und die in die Gehäuserückseite eingelassenen Montagepunkte somit entlastet.

Unterhalb der Netzteilstütze wurde das H9 Elite seitens NZXT mit einem modularen Festplattenrahmen ausgestattet, in welchem sich zwei wahlweise zwei 2,5″- oder 3,5″-Festplatten verbauen lassen.

Vor diesem modularen Festplattenrahmen findet man den NZXT RGB & Fan Controller V2 vor, welcher drei Lüfterkanäle und sechs RGB-Anschlüsse für insgesamt 120-ARGB-LEDs bereitstellt.

Neben den vorinstallierten RGB-Lüftern lassen sich somit noch weitere RGB-Komponenten an den eingesetzten Controller anschließen. Wie wir es von anderen RGB-Controllern aus dem Hause NZXT her kennen, lassen sich an den freien Anschlüssen nur RGB-Komponenten von NZXT anschließen. Der Anschluss des Controllers selbst erfolgt über einen internen USB-Anschluss, wodurch sich auch die im H9 Elite genutzten Lüfter und RGB-Komponenten über die von NZXT bekannte CAM-Software steuern lassen.

Das H9 Elite wurde seitens NZXT sehr sauber verarbeitet und mit einigen netten, aber auch praktischen Features ausgestattet, welche man sich auch in vielen anderen Gehäusen wünschen würde. Leider hat NZXT jedoch auf einige Features wie die Möglichkeit zur entkoppelten Laufwerksmontage oder zwei getrennte Audioanschlüsse am I/O-Panel verzichtet.

 

Montage:

Den ersten Arbeitsschritt kann man sich bei der Hardwaremontage sparen, denn NZXT hat die zur Mainboardmontage notwendigen Abstandshalter schon in den Mainboardschlitten eingedreht, wodurch man das Mainboard ohne weitere Vorbereitungen montieren kann.
Durch die in den Mainboardschlitten eingelassene Aussparung kann die Montage des gewünschten CPU-Kühlers auch im Nachhinein durchgeführt werden. Mit einem Platzangebot von 165 mm bekommt man in dem H9 Elite die meisten Tower-Kühler unter. Will man jedoch einen großen Twin-Tower-Kühler verbauen, so kann es trotz der großen Gehäusebreite schnell einmal zu eng in der Hauptkammer des Gehäuses zugehen.
Ganz anders sieht es aus, wenn man eine internene Wasserkühlung verbauen möchte. Hier bekommt man hinter der Gehäusefront, am Gehäusedeckel sowie am Gehäuseboden einen bis zu 360 mm großen Radiator unter. An der Gehäuserückseite kann zudem ein bis zu 120-mm-Radiator verbaut werden. Auf Wunsch lässt sich durch den wechesel der Montageblende auch ein 280-mm-Radiator an der Gehäuseoberseite verbauen.
Die eingesetzte Grafikkarte darf bis zu 435 mm lang sein. Die vertikale Grafikkartenmontage ist nur durch ein optionales Montagekit möglich, welches jedoch mit knapp 90€ zu Buche schlägt.
Die Montage von vier 2,5“-Festplatten kann auf der Rückseite des Mainboardschlittens erfolgen.
Im Festplattenkäfig, welcher sich unterhalb des Montageplatzes für das ATX-Netzteil befindet, lassen bis zu zwei 2,5″ oder 3,5“-Festplatten verbauen. Da NZXT an dieser Stelle nicht auf Montageschienen, sondern auf eine geschraubte Montage setzt, muss man den Festplattenkäfig vor der HDD-Montage jedoch erst aus dem Gehäuse ausbauen.

Das verwendete ATX-Netzteil kann in zwei Richtungen montiert werden. Eine entkoppelte Montage ist an dieser Stelle jedoch leider nicht vorgesehen.

Dank des sehr großzügigen Platzangebotes von bis zu 91 mm sowie den auf der Rückseite des Mainboardschlittens vorinstallierten Klettkabelbindern lassen sich überschüssige Kabel sehr einfach und sauber verstecken. Dies ermöglicht nicht nur eine saubere Montage, sondern auch eine bessere Luftführung. Durch den seitlichen Lufteinlass ist dies bei dem H9 Elite auch eine wichtige Grundlage für eine gute Kühlleistung.

Durch die Kombination aus den verbauten Echtglasseitenscheiben und den drei vorinstallierten RGB-DUO-Lüftern gibt einem NZXT mit dem H9 Elite eine gute Grundlage für den Aufbau eines besonders schicken und auffälligen Casemods in die Hand.

Um die vorinstallierten RGB-Lüfter steuern zu können, muss man die schon von anderen NZXT-Pordukten bekannte CAM-Software installieren.

Da NZXT all seine RGB-Komponenten, intelligenten Netzteile und Kühlungen über diese Software steuert, ist es möglich, verschiedene NZXT RGB-Komponenten miteinander kombinieren und synchronisieren zu können.

Im Gegensatz zu früheren Versionen der CAM-Software ist in der Zwischenzeit keine Registrierung mehr notwendig, wodurch man den vollen Softwareumfang auch ohne die Angabe von persönlichen Daten nutzen kann.

Auf der Startseite der CAM-Software findet man weiterhin einen Überblick über die wichtigsten Systemeigenschaften.

Wie wir es schon von den verschieden RGB-Komponenten aus dem Hause NZXT kennen, ist auch die Beleuchtungssteuerung der vorinstallierten RGB-Lüfter mittels weniger Klicks über die CAM-Software möglich.
Neben verschiedenen Beleuchtungseffekten kann man auch die Beleuchtungsfarbe an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Youtube

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Über den Softwareabschnitt „Kühlung” kann man die Lüftersteuerung vornehmen. Neben voreingestellten Lüfterkurven kann man hier auch individuelle Lüfterkurven erstellen.

Hat man auch eine kompatible AiO-Wasserkühlung von NZXT verbaut, so kann auch diese über diesen Menüpunkt gesteuert werden.

Um die Kommunikation zwischen der CAM-Software und der vorinstallierten Steuereinheit zu ermöglichen, muss der Controller über einen internen USB-Anschluss mit dem Mainboard verbunden werden. Leider setzt NZXT bei dieser USB-Verbindung trotz der einfachen Belegung auf einen zweireihigen USB-Stecker, wodurch eine PIN-Reihe des USB-Anschlusses auf dem Mainboard mit einem unbelegten Stecker blockiert wird und somit nicht anderweitig genutzt werden kann.

Dieser Umstand kann einem vor allem dann zum Verhängnis werden, wenn man mehrere Komponenten von NZXT in seinem System verbauen möchte. Je nach eingesetzten Mainboard kann man sich dann nur noch mit einem optional erhältlichen internen USB-Hub 🛒 weiterhelfen.

 

Messungen:

Neben der Verarbeitung sowie der Ausstattung kommt es bei einem Gehäuse auch auf eine bestmögliche Kühlung und somit auf einen guten Luftstrom an.

Das hierzu eingesetzte Testsystem besteht aus diesen Komponenten:

Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 21,0 °C (zu Beginn der Testphase gemessen) entstanden. Die eingesetzten Lüfter werden bei maximaler Drehzahl betrieben. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller CPU Cores nach einem 30 minütigen Prime95 Stresstest.

Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC MX-5 Wärmeleitpaste 🛒, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.

Die erreichten Temperaturen sind abhängig von dem genutzten System und können auch auf ähnlichen Systemen abweichen, vor allem dann, wenn andere oder weniger Lüfter in dem System verbaut werden. Da wir in alle Gehäusetests die gleiche Testplattform einsetzen, lassen sich die Messwerte jedoch gut miteinander vergleichen.

Im Vergleich zu einem Gehäuse, bei dem die Luft nicht umgelenkt ins Gehäuse geführt werden muss, ist die Luftführung bei dem H9 Elite nicht ganz so effizient, wodurch man zum erreichen der gleichen Kühlleistung eine etwas höhere Lüfterdrehzahl benötigt. Die seitens NZXT verbauten Lüfter bieten einem auf Wunsch eine Performance, mit welcher man auch ein potentes Gaming-System problemlos kühlen kann, jedoch gehören die Lüfter dann nicht mehr zu den leisesten ihrer Art. Trotz der komplett geschlossenen Gehäusefront und dem weitestgehend geschlossenen Gehäusedeckel kann man dank des großen Lufteinlasses auf der linken Gehäuseseite sowie am Gehäuseboden eine sehr gute Kühlleistung erzielen. In Kombination mit einer Wasserkühlung ist so auch ein sehr leiser Betrieb eines leistungsstarken Gaming-Systems möglich.
Nutzer, welche eine noch höhere Kühlleistung benötigen, sollten einen Blick auf das ebenfalls neue H9 Flow werfen, welches mit einem Mesh-Gitter an der Gehäuseoberseite ausgestattet ist und so einen besseren Luftfluss ermöglicht.

 

Fazit:

Mit dem H9 Elite hat NZXT einen großen Midi-Tower in seine neuen H9-Gehäuseserie aufgenommen, welcher in unserem Test nicht nur durch eine besonders schicke Optik, sondern auch durch eine sauber Verarbeitung sowie einer fast durchweg sehr guten Ausstattung überzeugen konnte. Von der optischen Seite her punktet das Gehäuse neben den drei großflächigen Glasscheiben auch durch gleich drei vorinstallierte 120-mm-RGB-DUO-Lüfter. Die Lüfter- sowie die Beleuchtungssteuerung wird hierbei von einem sehr potenten Controller übernommen, welcher in Kombination mit der bereitgestellten CAM-Software fast keine Wünsche offen lässt. Aufgrund des verwendeten Controllers kann man die vorinstallierten RGB-Lüfter jedoch leider nicht mit der Beleuchtung anderer Hersteller synchronisieren. Dies gilt leider auch für optionale RGB-Lüfter und RGB-Strips, wodurch man bei der Auswahl weiterer RGB-Komponenten auf das Portfolio von NZXT beschränkt ist. Auch wenn die Luftführung des neuen H9 Elite nicht so optimal wie bei einem Gehäuse ist, welches über eine großflächige Mesh-Front verfügt, können die vier vorinstallierten Lüfter eine gute Kühlleistung erzielen, mit welcher sich auch potente Hardware problemlos kühlen lässt. In Kombination mit weiteren Lüftern oder gar einer entsprechenden Wasserkühlung bekommt man in dem neuen H9 Elite auch die schnellste CPU und Grafikkarte auf angenehme Temperaturen herunter gekühlt. Mit diesen Eigenschaften ist das Gehäuse speziell für Gamer und Streamer designt und bietet einem passend hierzu auch ein gutes Platzangebot sowie ein sehr durchdachtes Kabelmanagement. Vermisst haben wir bei der sonst guten Ausstattung jedoch die Möglichkeit zur entkoppelten und werkzeuglosen Laufwerksmontage sowie getrennte Audioanschlüsse bzw. einen im Lieferumfang enthaltenen Adapter. Preislich liegt der sauber verarbeitete H9 Elite Midi-Tower zur Markteinführung bei knapp 290 € 🛒.
Neben der von uns in diesem Test herangezogen schwarzen Variante gibt es das Gehäuse auch noch in einer weißen Version. Zudem hat NZXT neben dem H9 Elite auch noch das H9 Flow neu in sein Sortiment aufgenommen, welches anstelle des Glaselements mit einem Mesh-Gitter auf der Gehäuseoberseite ausgestattet wurde.

Wir danken NZXT sehr für die Bereitstellung des Testmusters.

NZXT - H9 Elite Midi-Tower-Gehäuse

9.3

Verarbeitung

9.5/10

Kompatibilität:

9.5/10

Kühlmöglichkeiten

9.5/10

Ausstattung

9.0/10

Lieferumfang

9.5/10

Modding

10.0/10

Preis

8.0/10

Pro

  • Vier vorinstallierte 120-mm-Lüfter (davon 3 mit ARGB-Beleuchtung)
  • Design
  • Kühlmöglichkeiten
  • Integrierter ARGB- und Lüfter-Controller
  • In unterschiedlichen Versionen & Farben erhältlich

Contra

  • Keine entkoppelte 3,5"-Festplattenmontage
  • (Vierpoliger Klinkeanschluss)
  • Belegung des USB-Anschlusses für den Controller