WINMAU – Blade X Dartboard im Test

Mit dem Blade X haben wir heute das fortschrittlichste Dartboard von WINMAU im Test, welches für Spitzenleistungen entwickelt wurde und so nicht nur im Hobby- und Vereinssport für eine gute Spielbarkeit sorgen soll, sondern auch weltweit auf PDC-Events zum Einsatz kommt.

Welche Details in dem Blade X Dartboard stecken und ob sich dieses Profi-Dartboard von WINMAU auch für den heimischen Einsatz lohnt, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Spezifikationen:

Durchmesser:
45,0 cm (Turniermaß)
Stärke:
4,2 cm
Sisalfasern:
Premium–Qualität aus Afrika, über 5,5 Mio. Fasern je Board
Ringtechnik: Drehbarer, lasergravierte Stahl–Nummernring, Schutzumrandung aus Polymer
Drahtsetup: Ultra–slim 60° Winkel, patentiert, minimiert Bounce–Outs

 

Lieferumfang:

  • Blade X Dartboard
  • Blade X Befestigungsset
  • Blade X Checkout-Karte
  • Fusion Flights im Blade X Design (Short)
  • Fusion Flightcase im Blade X Design
  • Wasserwaage
  • WINMAU Klammern zur Befestigung magnetischer Zubehörteile

 

Design und Verarbeitung:

Das Blade X Dartboard wird von WINMAU in einer Verpackung geliefert, welche in einem schwarzen Grunddesign gehalten ist und auf der Vorderseite nicht nur mit einem WINMAU Logo sowie einem angedeuteten “X” bedruckt wurde, sondern auch mittels eines Siegels verschlossen wurde.

Die Verpackungsrückseite wurde neben einer Grafik, welche einem die einzelnen Schichten des Dartboards aufweisen, auch mit einer Auflistung der wichtigsten Features bedruckt.

Auf der Innenseite wurde die Verpackung hinter dem eingelegten Blade X Dartboard mit einer kurzen Montageanleitung bedruckt.

Entnimmt man das Blade X aus seiner Verpackung, so hat man ein Dartboard vor sich liegen, welches nicht nur ein ordentliches Gewicht auf die Waage bringt, sondern mit einem Durchmesser von 45,0 cm auch im Turniermaß gehalten ist.

Wie es sich für den Einsatz im Profibereich gehört, setzte WINMAU bei seiner noch recht neuen Blade X Dartscheibe auf einen Kern aus Sisalfasern, welche für eine lange Haltbarkeit des Dartboards sorgen sollen. Im Detail kommt hierbei die Pro Core Technologie der nächsten Generation zum Einsatz. Das Board wurde dabei mit über fünf Millionen kenianischen Sisalfasern gefertigt, welche für eine reaktionsschnelle und gleichmäßige Spielfläche sorgen sollen. 

Im Gegensatz zu vergangenen Modellen konnte die Länge der eingesetzten Sisalfasern durch den Einsatz eines mehrschichtigen Hartholz-Backboards mit Carbonfaser-Verstärkung um 13 % verlängert werden, was für eine optimierte Stoßabsorption sorgen soll.

Im Gegensatz zu günstigeren und meist im Heimbereich zu findenden Dartboards, welche auf einer Papierbasis basieren, bietet das Blade X durch die eingesetzten Sisalfasern selbstheilende Eigenschaften. Diese Eigenschaften führen dazu, dass sich die durch eindringenden Darts entstehenden Löcher mit der Zeit wieder etwas verschließen, was zu einer längeren Haltbarkeit des Dartboards führt.

Mit einem Blick auf den Randbereich des Blade X findet man einen aufgesetzten Kunststoffrahmen vor, welcher auf seiner Außenseite mit dezent ausgeführten WINMAU Logos bedruckt wurde.

Um optionales Zubehör, wie z. B. eine magnetische Beleuchtung an dem aus Kunststoff gefertigten Rahmen befestigen zu können, befinden sich im Lieferumfang vier Metallklammern im Lieferumfang, welche sich auf den Rahmen aufstecken lassen.

Der auf das Dartboard aufgesetzte Rahmen dient jedoch nicht nur als sauberer Abschluss sowie zur Befestigung von Zubehör, sondern auf der Vorderseite verbirgt sich unter dem Rahmen auch ein mittels Laser ausgeschnittener Stahl-Zahlenring.

Dank der Möglichkeit den Zahlenring frei zur linken und rechten Seite drehen zu können, kann man diesen immer entgegen der Drehrichtung des Dartboards drehen. Dies ermöglicht es das Dartboard von Zeit zu Zeit neu ausrichten zu können und so den Verschleiß bestimmter Felder zu minimieren.

Die einzelnen Segmente sind in den für viele Dartscheiben üblichen Farben Schwarz, Grün und Rot eingefärbt, bzw. in der natürlichen Farbe der Sisalfasern belassen. Rund um die Segmente herum wurde neben der Modellbezeichnung und dem PRO Core Schriftzug auch das WINMAU Logo in die Vorderseite des Dartboards eingearbeitet.

Die Abgrenzung der einzelnen Segmente erfolgt jedoch nicht nur durch den farblichen Unterschied, sondern WINMAU hat an dieser Stelle ein überarbeitetes Verdrahtungssystem verbaut, welches Darts durch seinen 60-Grad-Winkel gezielt in die Scoring-Felder führt.

Dieser Drahtaufbau soll abprallende Darts “Bounce-Outs” drastisch reduzieren. Neben dem steilen Winkel wurde das Drahtgestell zudem um 60 Prozent dünner als bei früheren Modellen ausgeführt, wodurch die einzelnen Segmente mehr Platz für Treffer bieten.

Den Draht, welcher das stark beanspruchte Bullseye umgibt, hat WINMAU beim Blade X mit einer in Faserrichtung verlaufenden Dreibein ausgestattet, welche es ermöglicht, dass sich die umliegenden Fasern frei bewegen können und somit bei einem Treffer nicht gestaucht werden.

Mit einem Blick auf die Rückseite des Blade X ist nicht nur eine vollflächig aufgeklebte Folie in Carbonoptik zu erkennen, sondern auch ein aufgeklebtes Label, welches die Seriennummer des Dartboards bereithält.

Abseits dieser Aufkleber findet man mit einem Blick auf die Rückseite des Dartboards auch noch vier eingelassene Gewinde vor. Neben einem zentrierten Gewinde, welches zum Aufhängen des Dartboards dient, wurden auf den Randbereich drei weitere Gewinde eingelassen, in welche sich die mitgelieferten Abstandshalter einschrauben lassen.

Abseits des Montagematerials liegt dem Lieferumfang ein Dreierset Blade X Fusion Short inkl. passendem Case bei. Auf die Beigabe eines kompletten Darts-Sets hat WINMAU an dieser Stelle leider verzichtet.

Die Verarbeitung des Blade X wurde seitens WINMAU sauber und optisch ansprechend gestaltet und gibt uns an dieser Stelle keinen Anlass zur Kritik. Auch wenn sich das Blade X hauptsächlich an professionelle Dartspieler richtet, hätte es uns gefallen, wenn WINMAU ein passendes Darts-Set beigelegt hätte.

 

Montage:

Die Montage des Blade X gestaltet sich recht einfach. Im ersten Schritt muss man die mitgelieferte Halterung an der gewünschten Stelle montieren. Bei der Positionierung dieser Halterung ist darauf zu achten, dass sich diese später zentriert hinter dem Dartboard befindet. Zur Montage dieser Halterung liegen dem Lieferumfang zwei Schrauben bei, mittels welcher sich die Halterung einfach an einer Holzunterkonstruktion befestigen lässt. Soll die Montage an einer gemauerten Wand erfolgen, so muss man auf optionale Dübel 🛒 zurückgreifen.
Sobald die Wandhalterung montiert ist, muss man das Dartboard mit dem Montagebolzen sowie den drei Abstandhaltern bestücken. 
Im Anschluss kann man das Dartboard mittels des Montagebolzens in die Wandhalterung einhängen. Fass das Dartboard im Anschluss etwas zu kippeln neigt, lässt sich diese Schiefstellung mittels der Abstandshalter eliminieren.

 

Test:

Da unser Redaktionsteam nicht aus erfahren Dart-Profis besteht, haben wir das Blade X in unserem Test nicht direkt an einer Wand in den Redaktionsräumen montiert, sondern wir haben die Wand rund um das Dartboard herum mit einem optional erhältlichen Filzschutz ausgestattet, sodass die Wand bei Fehlwürfen nicht gleich diverse kleine Löcher aufweist.

Da WINMAU keine passenden Darts beilegt, haben wir in unserem Test auf RED DRAGON Darts – AMP Serie 🛒zurückgegriffen, welche sich auf Wunsch auch mit den mitgelieferten Blade X Fusion Flights kombinieren lassen.

Das Blade X ließ sich mit den verwendeten Darts gut bespielen und sorgte in unserem Test für viel Spielfreude unter den Redakteuren, sodass die Scheibe auch nach Redaktionsschluss noch gerne genutzt wurde.
Landeten die Pfeile in den Segmenten oder im äußeren Bereich der Scheibe, so bleiben diese fest in der Scheibe Stecken. Bounce-Outs konnten wir in diesem Fall nicht verzeichnen.
Trift man hingegen ungewollt das Drahtgestell, so kann es unter Umständen zu Bounce-Outs kommen. Dank des steilen Winkels werden die Darts am Drahtgestell teilweise aber auch so abgeleitet, dass sie direkt neben dem Drahtgestell im Segment stecken bleiben.

Die auf das Dartboard geworfenen Darts lassen sich im Nachgang einfach und ohne, dass man das Gefühl hat, das Dartboard auch nur Ansatzweise von der Wand zu reißen oder auch nur in der Halterung zu verdrehen.

Da man während des Spielens zum Erreichen der höchsten Punktzahl die meisten Würfe auf die tripple 20 setzt, handelt es sich bei diesem sowie den benachbarten Segmenten um die am meisten bespielten Segmente, welche daher schnell entsprechende Spuren aufweisen.

Die im Blade X eingesetzten Sisalfasern weisen eine so hohe Dichte auf, dass sie sich nach einer gewissen Zeit von selbst wieder etwas ausdehnen und sich die durch die Darts entstandenen Löcher zum Teil wieder verschließen.

In unserem Test zeigte sich, dass sich Löcher in den kleineren Segmenten schneller wieder verschlossen haben, als in größeren Segmenten.


Direkt nach dem Entfernen der Darts.


24 Stunden nach dem Entfernen der Darts.

Um lange etwas von der Scheibe zu haben, kann diese in der Halterung einfach gedreht werden. Der Zahlenkranz lässt sich entsprechend zur Drehung der Scheiben drehen, sodass die 20 immer oben ist.

 

Fazit:

Mit der Blade X hat WINMAU ein Dartboard in seinem Sortiment, bei welchem man die besten Eigenschaften vergangener Modelle noch weiter optimiert hat. Dank dieser stetigen Weiterentwicklung hat WINMAU mit dem Blade X ein Dartboard entwickelt, welches nicht nur in unserem Test für viel Spielfreude sorgte, sondern auch mit einer hochwertigen Verarbeitungsqualität überzeugen konnte. Mit der sehr hohen Sisalfaserdichte sowie der verwendeten Hartholzplatte nimmt das Board geworfene Darts gut auf und es kommt nur selten zu Bounce-Outs. Verstärkt werden diese Eigenschaften durch den sehr dünnen und im 60° Winkel geformten Draht, welcher die einzelnen Segmente voneinander trennt. Um lange Spielfreude mit dem Blade X haben zu können, verschließen sich die durch geworfene Darts entstanden Löcher nicht nur zum Teil von selbst, sondern das Dartboard sowie auch der Zahlenring können auch einfach gedreht werden, wodurch man die eigentlich am meisten bespielten Segmente einfach aus der Schussbahn drehen kann. Mit den gebotenen Eigenschaften eignet sich das Blade X nicht nur für den Einsatz im Hobbykeller oder der Kneipe, sondern das Dartboard kommt auch weltweit auf PDC-Events zum Einsatz. Entsprechend der gebotenen Ausstattung und Verarbeitungsqualität sortiert sich das Blade X mit einem Preis von knapp 150 € 🛒 jedoch auch im oberen Preissegment ein, wodurch man sich gerade dann, wenn man nur gelegentlich mal ein paar Pfeile werfen möchte, genau überlegen sollte, ob es hierzu ein Dartboard aus dem Profibereich sein muss.

Wir danken WINMAU für die Bereitstellung des Testmusters.

Winmau - Blade X Dartboard

9.1

Verarbeitung

9.5/10

Lieferumfang

9.0/10

Montage

9.0/10

Spielbarkeit

9.5/10

Preis

8.5/10

Pro

  • Sehr gute Spielbarkeit
  • Einfache Montage
  • Dehbares Board + Zahlenring
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Lieferumfang

Contra

  • (Zubehör befestigung nur mittels mitgelieferter Halter)
  • Hoher Verkaufspreis