BIOSTAR – Racing B660GTQ Micro-ATX-Mainboard im Test

Mit dem Racing B660GTQ haben wir heute ein Micro-ATX-Mainboard von BIOSTAR im Test, welches neben einem dezenten, aber zugleich schicken Design auch mit einer guten Ausstattung und einer soliden Leistung überzeugen möchte.

Welche Features einem das Racing B660GTQ bietet und wie sich das Micro-ATX-Mainboard mit einem Intel LGA 1700 Sockel von Biostar in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Mainboard-Format: µATX
CPU-Sockel: Sockel LGA 1700 für Intel® Core(TM) i9- / Core(TM) i7- / Core(TM) i5-Prozessoren der 12. & 13. Generation / Pentium Gold G7000 / Celeron G6000
Stromanschlüsse: 1 x 24-Pin ATX
1 x 8-Pin EPS12V
CPU-Phasen: 13 Stück (12+1) Dr.MOS
Chipsatz: Intel B660
Speicherbänke und Typ: 4 DIMM-Slots, Dual-Channel DDR4-Arbeitsspeicher
– Unterstützt DDR4 Non-ECC, ungepufferten Arbeitsspeicher bis zu 5000 MHz (OC)
– Unterstützt das Intel® Extreme Memory Profile (XMP) 2.0
Speicherausbau: max. 128 GB
PCI-Express-Slots 1 x PCIe 5.0 x16 (x16)
1 x PCIe 3.0 x16 (x4)
1 x PCIe 3.0 x1
1 x M.2 Socket (Key E)
SATA(e)-, SAS- und M.2/U.2-Schnittstellen: 4 x SATA 6GBit/s
1 x M.2 Type 2280 (PCIe Gen 4×4-Modus)
1 x M.2 Type 2242/2260/2280/22110 (PCIe Gen 4×4-Modus)
USB: 2 x USB 3.2 Type-C Gen2x2 (1 x extern, 1 x intern)
5 x USB 3.2 Gen2 (5 x extern)
2 x USB 3.2 Gen1 (2 x intern)
6 x USB 2.0 (2 x extern, 4 x intern)
Grafikschnittstellen: 1x HDMI 2.0 (iGPU)
1x DisplayPort 1.4 (iGPU)
1x DVI-D (iGPU)
WLAN / Bluetooth: Unterstützt WiFi 6 & 6E Modul (Keine WiFi-Karte enthalten)
LAN: 1 x Realtek RTL8125-B 2,5-GBit/s-LAN
Audio-Codec und Anschlüsse: 8-Channel Realtek ALC1220
3 x 3,5 mm Audio-Jacks
LED-Beleuchtung: 1x 4-Pin RGB (+12V/​G/​R/​B, max. 3A)
2x 3-Pin ARGB (+5V/​DATA/​GND, max. 3A)
FAN- und WaKü-Header: 1x CPU-Lüfter 4-Pin
1x CPU-Lüfter/​Pumpe 4-Pin
3x Lüfter 4-Pin
Onboard-Komfort: Status-LEDs
Clear-CMOS-Button
Besonderheiten:
1 x Thunderbolt 3 Header
1 x COM Port Header
1 x TPM Header
Garantie: 3 Jahre

 

Lieferumfang:

  • Racing B660GTQ Mainboard
  • 4 x SATA-Kabel
  • Kurzanleitung
  • Treiber-CD

 

Design und Verarbeitung:

Das Racing B660GTQ Micro-ATX-Mainboard wird von BIOSTAR in einer Verpackung geliefert, welche in einem schwarzen Grunddesign gehalten ist. Auf der Verpackungsvorderseite wurde neben der Modellbezeichnung auch ein skizzierter Motorblock abgedruckt, welcher einem zusammen mit dem Racing-Schriftzug einen Klaren Hinweis darauf gibt, aus welcher Serie das Mainboard entstammt.

Die Verpackungsrückseite wurde neben einer Auflistung der technischen Details auch mit vier Featurebildern sowie einer dazugehörigen Beschreibung bedruckt.

Innerhalb der Verpackung ist das Mainboard von einer antistatischen Tüte sowie einem schützenden Karton umgeben.

Entnimmt man das Racing B660GTQ aus seiner Verpackung, so hat man ein Micro-ATX-Mainboard vor sich liegen, welches in einem schwarz/türkisfarbenen Design gehalten ist.

BIOSTAR hat bei dem Racing B660GTQ jedoch nicht nur die eingesetzten Kühlkörper mit einem entsprechenden Aufdruck versehen, sondern auch das PCB selbst wurde mit türkisfarbenen sowie grauen Designelementen bedruckt.

Schaut man sich die eingesetzten Kühler einmal genauer an, so wird man schnell feststellen, dass zwei der fünf verbauten Kühler so ausgelegt sind, dass sie sich ganz einfach von der Vorderseite aus demontieren lassen.

Bei diesen beiden Kühlern handelt es sich um passive Kühlkörper, welche die auf dem Mainboard eingesetzten SSDs auf angenehmen Temperaturen halten. Um eine bessere Wärmeübertragung zu gewährleisten und eine Beschädigung der eingesetzten M.2 SSDs zu vermeiden, wurden die beiden Kühler mit ausreichend dicken Wärmeleitpads ausgestattet.

Die beiden auf dem Racing B660GTQ Mainboard verbauten M.2 Anschlüsse sind per PCIe 4.0 x4-Modus angebunden. Wo der obere M.2 Anschluss eine 80 mm lange NVMe SSD aufnimmt, kann man im unteren Anschluss auch eine kürzere oder gar 110 mm lange SSD verbauen.

Neben zwei M.2 SSDs kann man am Racing B660GTQ auch noch vier SATA Laufwerke anschließen. Hierzu hat BIOSTAR das Mainboard direkt neben dem Intel B660 Chipsatz mit vier zur rechten Mainboardseite hin abgewinkelten SATA 6G Anschlüsse ausgestattet.

Etwas über diesen Anschlüssen hat BIOSTAR das Mainboard neben einem internen USB 3.2 Gen1 Anschluss auch noch mit einem internen USB 3.2 Gen2 Anschluss für den Anschluss einen USB Type C Frontanschluss ausgestattet. Direkt neben diesen beiden USB-Anschlüssen ist der 24-PIN-ATX-Anschluss zu finden.

Die zuvor angesprochenen M.2 Anschlüsse wurden unmittelbar neben den PCIe-Anschlüssen untergebracht.
Zur Montage von Erweiterungskarten wurden das Racing B660GTQ Micro-ATX-Mainboard neben einem PCIe-3.0-x1-Slot auch mit zwei x16-Steckplätzen ausgestattet, welche erfreulicherweise beide mit einer Metallverstärkung versehen wurden.

Wo der obere PCIe-x16-Steckplatz im PCIe 5.0 x16-Modus betrieben wird, ist der untere x16-Steckplatz nur mit vier PCIe 3.0 Lanes angebunden.
Hinter dem PCIe x1-Steckplatz hat BIOSTAR das Mainboard auch noch mit einem M.2 Socket (Key E) ausgestattet, in welchem man eine WiFi 6E Karte verbauen kann.
Um die Montage einer solchen WiFi-Karte zu vereinfachen, hat BIOSTAR die hierzu notwendigen Antennenkabel, welche zur I/O-Blende führen, schon vorverlegt.

Für einen guten Sound soll der Realtek ALC1220 Chip sowie hochwertige Audio-Kondensatoren sorgen. Zwar handelt es sich bei dem eingesetzten Audio-Chip um einen hochwertigen Chip, jedoch gibt es mit dem ALC4080 in der Zwischenzeit schon einen entsprechenden Nachfolger, welchen wir auch schon von anderen Mainboards her kennen. Wie wir es in der Zwischenzeit von den meisten Mainboards her kennen, wurde der PCB-Bereich der Soundkarte zur Minimierung der Störgeräusche vom restlichen Mainboard entkoppelt.

Ausgegeben wird der Sound wahlweise über die Frontanschlüsse des Gehäuses oder die drei analogen Anschlüsse am I/O-Shield.

Das I/O-Shield wurde seitens BIOSTAR schon mit einer vorinstallierten I/O-Blende ausgestattet.
Neben den schon erwähnten Audioanschlüssen findet man hier auch eine ganze Reihe an USB-Anschlüsse vor. Im Detail hat BIOSTAR am I/O-Shield zwei USB 2.0 Anschlüssen, fünf USB 3.2 Gen2 Anschlüsse (Typ A) und einen USB 3.2 Gen2 (Typ C) Anschluss verbaut.
Neben diesen Anschlüssen hat BIOSTAR das I/O-Shield auch noch mit einem PS-2 Anschluss ausgestattet, an welchem sich wahlweise eine Maus oder Tastatur anschließen lässt.

Um die in den Sockel 1700 CPUs integrierten Intel® UHD 770 Grafikeinheit nutzen zu können, hat NZXT das Mainboard auch noch mit einem HDMI 2.0 Anschluss, einem DisplayPort 1.4 und einem DVI-D Anschluss ausgestattet. Der verbaute HDMI-Anschluss kann hierbei mit einer maximalen Auflösung von 4096×2160 Pixeln bei 60 Hz genutzt werden.

Für die Netzwerkanbindung steht einem ein 2,5 Gigabit schneller RJ45-Anschluss zur Verfügung. Die Anbindung des Anschlusses wird über einen Realtek RTL8125B Controller realisiert.
Wie wir es auch von anderen Mainboards aus dem Hause BIOSTAR kennen, wurde auch die Netzwerkkarte des Racing B660GTQ mit dem 2.5GUARD ausgestattet, welche das Mainboard vor Schäden, welche durch einen Blitzeinschlag entstehen können, schützt.

Um die externen Anschlüsse erweitern zu können, wurde das Racing B660GTQ Mainboard neben den schon genannten internen USB-Anschlüssen noch mit weiteren internen Headern ausgestattet. Mit einem Blick auf den unteren Rand des Mainboards findet man zwei USB 2.0 Header vor, über welche bis zu vier USB 2.0 Anschlüsse bereitgestellt werden.

In diesem PCB-Bereich findet man auch noch einen Anschluss für die Audioanschlüsse an der Gehäusefront sowie drei PWM-Lüfteranschlüsse vor. Zudem wurde das Mainboard an dieser Stelle auch noch mit einem Thunderbolt 3 Header und einem TMP-Header ausgestattet.

Mit einem Blick auf den oberen Rand des Mainboards sind weitere Anschlüsse auszumachen. Den Anfang machen an dieser Stelle die drei RGB-Anschlüsse, welche sich in zwei ARGB-Anschlüsse und einen 12V-RGB-Anschluss aufteilen. Neben diesen Anschlüssen findet man einen Anschluss für den eingesetzten CPU-Kühler sowie eine eventuell eingesetzte Wasserpumpe bzw. AiO-Wasserkühlung vor.

Um die Spannungsversorgung der eingesetzten Sockel 1700 CPU sicherzustellen, wurde neben dem schon angesprochenen 24-PIN-ATX-Stecker auch noch ein weiterer Stromanschluss verbaut. Der 8-PIN-EPS-Anschluss befindet sich oberhalb des Kühlkörpers für die Spannungswandler.

Mit einem Blick unter die VRM Kühler, findet man ein 12+1-Phasendesign mit der integrierten Dr.MOS Power-Stage-Lösung vor, welche optimal für synchrone Buck-Set-Down-Spannungsanwendungen ausgelegt ist und im Vergleich zu herkömmlichen diskreten MOSFETs auf intelligente Weise einen höheren Strom für jede Phase liefert. Hierdurch wird eine bessere thermische Eigenschaft sowie eine höhere Leistung erzielt.

Die verbauten VRM-Kühler sowie auch der eingesetzte Chipsatzkühler wurden aus schwarz eloxiertem Aluminium gefertigt. Für eine optimale Wärmeübertragung kommen nicht nur auf den Spannungswandlern, sondern auch auf dem Chipsatz Wärmeleitpads zum Einsatz.

Rechts vom Sockel wurden vier DDR4 DIMM-Sots verbaut, welche im Dual Channel agieren und bis zu 128GB DDR4 UDIMM Speicher aufnehmen können. Die maximale Geschwindigkeit ist seitens BIOSTAR mit DDR4-5000 OC angegeben.

Auch wenn BIOSTAR bei dem Racing B660GTQ auf den Intel-Chipsatz zurückgreift, welcher theoretisch DDR5 Speicher unterstützt, hat man sich bei der Kompatibilität im Bereich der Speicher dazu entschieden, noch nicht auf die mit dem größeren Z690 Chipsatz eingeführte DDR5 Generation zu wechseln.

Mit dem neuen LGA 1700 Sockel hat Intel auch den Abstand der Aufnahmepunkte zur Kühlermontage geändert, wodurch man nicht jeden Kühler, welcher noch auf einen älteren Intel-Sockel passt, auch auf dem neuen LAG 1700 Sockel verwenden kann.
Wurde der herangezogenen Kühler nicht mit einem passenden Montage-Kit ausgeliefert, so bleibt einem nur die Option, ein entsprechendes Upgrade-Kit beim jeweiligen Kühlerhersteller zu bestellen oder einen anderen Kühler heranzuziehen.

Betrachtet man das Mainboard einmal von der Rückseite aus, so wird der ein oder andere Leser an dieser Stelle so manches vermissen.

Gemeint sind hierbei die bei anderen Mainboards aus der Unterseite herausragenden Lötkontakte der PCIe X16 Steckplätze. Dank der SMT-Bauweise (Surface-mounted Device) verschwinden nicht nur die Lötpunkte des per Gen5 angebundenen x-16-Steckplatzes, sondern es soll auch eine bessere Signalqualität erreicht werden. Da bei dem Racing B660GTQ nicht alle PCIe Steckplätze in der aktuellen Generation ausgeführt wurden und zudem auch DDR4 Speicherbänke zum Einsatz kommen, welche noch nicht in der SMT-Bauweise verbaut werden, sind die Lötpunkte der DIMM-Slots sowie der mit vier oder einer Lane angebundenen PCIe-Steckplätze bei diesem Mainboard sichtbar. Bei einem Mainboard mit DDR5 Speicherbänken wären auch die Kontakte der DIMM-Slots innerhalb des PCBs verarbeitet worden.

Das Racing B660GTQ wurde seitens BIOSTAR sauber und optisch ansprechend verarbeitet. Zudem hat BIOSTAR das Mainboard mit einer guten Grundausstattung versehen. Einzig die Position der Bios-Batterie hat uns nicht so gut gefallen, da diese nur durch die Demontage einer Kunststoffblende erreichbar ist, an deren Montageschrauben man jedoch nur herankommt, wenn man das Mainboard aus dem Gehäuse ausbaut.

 

Testsystem:

Das gesamte Testsystem besteht aus diesen Komponenten:

 

Bios:

Das UEFI BIOS ist sauber strukturiert worden und bietet einem auf der Übersichtsseite direkten Zugriff auf alle wichtigen Einstellungen.
Neben der Einstellungsmöglichkeit der Bootorder kann man hier auch direkt das gewünschte XMP-Profil laden oder in die Lüftersteuerung eingreifen.
Zudem bekommt man an dieser Stelle auch noch alle wichtigen Systeminformationen angezeigt und kann die integrierte Beleuchtung aktivieren bzw. deaktivieren.

Ruft man den Advanced-Modus auf, so werden einem tiefgreifendere Einstellungsmöglichkeiten geboten. Dies bezieht sich nicht nur auf die Möglichkeit, bestimmte Onboard-Komponenten aktivieren oder deaktivieren zu können, sondern auch auf die OC-Funktion, welche trotz des eingesetzten B660 Chipsatz, welcher sich im direkten Vergleich zum Z690 Chipsatz nicht an Overclocker richtet und seitens Intel auch nicht dafür vorgesehen ist, recht ordentlich ausfallen.

Durch die gut dimensionierte Spannungsversorgung, welche zudem über hochwertige Komponenten verfügt, steht einem, was die Übertaktungsmöglichkeiten angeht, grundsätzlich nichts im Wege.

 

Test:

Neben der gebotenen Ausstattung sind die wichtigsten Eigenschaften eines Mainboards in der gebotenen Performance zu finden, weswegen wir das in unserem Testsystem verbaute Mainboard in verschiedenen Benchmarks und Games getestet haben.

 

Cinebench R20 CPU

 

Spiele Benchmarks

 

Übertragungsgeschwindigkeiten

 

Im Zeitalter von GreenIT und der immer weiter steigenden Stromkosten kommt es auch auf den Stromverbrauch an, weswegen wir auch auf diesen einen Blick geworfen haben. Gemessen wurde hierbei die Stromaufnahme des gesamten Testsystems im Idle sowie auch unter voller Auslastung.

Schaut man sich einmal die erreichten Testergebnisse an, so ist schnell zu erkennen, dass es für den Aufbau eines schnellen Gaming-Systems nicht immer ein Mainboard mit dem größten und schnellsten Chipsatz sein muss.
Das Racing B660GTQ Mainboard hat unsere Tests mit einer durchweg guten Performance gemeistert. Trotz des kleineren Chipsatzes erreicht das Racing B660GTQ eine Leistung, welche in etwa gleich auf mit Z690-Mainboards liegt. Durch den Einsatz von langsamerem DDR4 Speicher kann das Racing B660GTQ jedoch in den durchgeführten Spieletests nicht ganz die Leistung erzielen, welche die mit DDR5 Speicher bestückten Mainboards in unseren Tests erzielen konnten.

Wo der Betrieb des 4800 MHz schnellen ADATA-Speicherkits auf dem Racing B660GTQ noch problemlos möglich war, konnten wir mit der eingesetzten Wasserkühlung und den gebotenen OC-Möglichkeiten nur einen fest eingestellten Takt von 5 GHz auf den Performance-Kernen erzielen. Eine Übertaktung der Effizienz-Kerne war nicht möglich.
Auch wenn die Leistungssteigerung recht gering ausfällt, erkauft man sich diese durch die erhöhte Spannung mit einem entsprechenden Mehrverbrauch, wodurch wir im Fall unseres Testmusters eher zu einem Stock-Betrieb raten würden.

Mit einem Blick auf die gebotene Ausstattung punktet das Racing B660GTQ Mainboard mit fast allem, was man als Gamer oder Office-Anwender benötigt. Speziell für Gamer hat BIOSTAR das Mainboard neben einem 4-PIN 12V-RGB-Anschluss auch mit zwei 3-PIN 5V-ARGB-Anschlüssen ausgestattet. Die hier angeschlossene Beleuchtung lässt sich über die Vivid-LED-Software steuern.

Wo BIOSTAR die maximal mögliche Anzahl von SATA-Anschlüssen auf dem Mainboard verbaut hat, hat man leider vollständig auf USB 3.2 Gen2x2 Anschlüsse, welche eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 20 Gbps erzielen, verzichtet. Dafür wurde das Mainboard neben sechs externen USB 3.2 Gen2 Anschlüssen, welche bis zu 10 Gbps schnell sind, auch noch mit zwei internen USB 3.2 Gen2 Anschlüssen ausgestattet, über welche sich einen weiteren USB Type C und zwei zusätzliche USB Type A Anschlüsse realisieren kann. Vermisst haben wir beim Racing B660GTQ jedoch vor allem die externen Antennen, welche sich auf die vorinstallierten Antennenanschlüsse aufschrauben lassen. Will man das Mainboard mit einer WLAN-Karte aufrüsten, so muss man durch den geringen Lieferumfang somit nicht nur die WLAN-Karte selbst kaufen, sondern auch noch passende Antennen*.

 

Fazit:

Mit dem Racing B660GTQ hat BIOSTAR ein Micro-ATX-Mainboard mit einem B660 Chipsatz in seinem Sortiment, welches neben einer guten Performance auch eine gute Ausstattung mitbringt. Was die gebotene Leistung angeht, konnte das Racing B660GTQ Mainboard in unserem Test mit einer soliden Leistung punkten, welche nicht nur für alle Officeanwender ausreichend hoch ist, sondern auch für anspruchsvolle Gamer ausreicht. Aus diesem Gesichtspunkt macht sich sogar ein Umstieg von einer hochwertigen Z590 Plattform positiv bemerkbar. Gerade für solche Nutzer wird der Umstieg dank der eingesetzten DDR4 DIMM-Slots nicht ganz so teuer. Aufgrund der geringeren Speicherperformance kann man mit dem Racing B660GTQ jedoch nicht das volle Potenzial des B660 Chipsatzes ausschöpfen. Wo das Mainboard in unseren Test stellenweise genauso schnell wie ein Z690 Mainboard mit DDR5 Speicher unterwegs war, wird man jedoch spätestens bei OC-Versuchen schnell ausgebremst. Zwar hat BIOSTAR das Bios mit entsprechenden Funktionen ausgestattet, jedoch ist der verbaute Chipsatz durch die seitens Intel eingeführte Begrenzung nicht wirklich auf OC ausgelegt. Dafür punktet das Racing B660GTQ jedoch mit einem von Haus aus geringeren Stromverbrauch und bietet einem somit im Stock-Betrieb eine bessere Effizienz, als man sie von den größeren Z690-Mainbaords her kennt. Was die gebotene Optik angeht, kommt das Mainboard zwar mit einer recht seltenen Farbkombination daher, jedoch wurden die Designelemente so ausgeführt, dass ein schickes uns stimmiges Gesamtbild entsteht, welches sich durch die integrierte Beleuchtung abrunden lässt. Passend hierzu wurde das Mainboard auch mit gleich drei RGB-Anschlüssen ausgestattet, von denen zwei Anschlüsse den Anschluss von ARGB-Komponenten ermöglichen. Auch bei der übrigen Ausstattung hat sich BIOSTAR bis auf die fehlenden USB 3.2 Gen2x2 Anschlüsse nicht lumpen lassen. Nicht so gut gefallen hat uns hingegen der geringe Lieferumfang, welcher bei einer etwaigen Aufrüstung mit einer WiFi-Karte auch den Kauf von Antennen erzwingt. Preislich liegt das sauber verarbeitete Racing B660GTQ Mainboard aktuell bei knapp unter 200 €*.

Wir danken Biostar für die Bereitstellung des Testmusters.

BIOSTAR - Racing B660GTQ Micro-ATX-Mainboard

8.8

Lieferumfanag

7.5/10

Verarbeitung

9.5/10

Ausstattung

9.0/10

Leistung

9.0/10

Effizienz

9.5/10

Optik / Modding

8.5/10

Preis

8.5/10

Pro

  • 2,5-GBit/s-LAN
  • Gute Effizienz
  • Gute Leistung
  • Gute Ausstattung

Contra

  • Keine Antennen im Lieferumfang
  • Geringes OC-Potenzial