Scythe – Fuma 2 Twin-Tower-Kühler

Mit dem Fuma 2 haben wir heute die zweite Version des bekannten Twin-Tower-Kühlers von Scythe im Test, welcher neben einer hohen Kühlleistung auch mit einer geringen Geräuschkulisse überzeugen möchte.

Welche Details in dem Fuma 2 stecken und wie sich der neue Twin-Tower-Kühler von Scythe in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

 

Modellnummer: SCFM-2000
Abmessungen (inkl. Lüfter): 137 x 131 x 154,5 mm
Gewicht: 1000 g
Material: Kupfer (Bodenplatte / Heatpipes)
Aluminium (Kühlfinnen)
Lüfter: Kaze Flex 120 Slim PWM (Lüfter 1)
Kaze Flex 120 PWM (Lüfter 2)
Lüftermaße: 120 x 120 x 17 mm
120 x 120 x 27 mm
Geräuschpegel: 2,7 ~ 23,9 dBA
4,0 ~ 24,9 dBA
Luftdurchsatz: 8,28 ~ 33,86 CFM – 18,40 ~   75,24 m³/h
16,6 ~ 51,17 CFM – 36,89 ~ 113,71 m³/h
Lüfterdrehzahl: 300 (±300 upm) ~ 1.200 upm (±10%) (PWM-gesteuert)
Statischer Druck: 2,26 ~ 8,83 Pa / 0,23   ~ 0,9  mmH²O
0,75 ~ 10,3 Pa / 0,762 ~ 1,05 mmH²O
Lagertyp: Sealed Precision FDB
Max. Leistungsaufnahme: 2,16 W
1,56 W
Spannung: 12 V
Stromstärke: 0,18 A
0,13 A
Kompatibilität:
Intel: LGA 775/1150/1151/1155/1156/1366/2011/2011-v3/2066
AMD: AM2/AM2+/AM3/AM3+/AM4/FM1/FM2/FM2+

 

Lieferumfang:

  • Montagematerial für Intel™- und AMD™-Sockel
  • 2 x 120-mm-Lüfter
  • Wärmeleitpaste
  • 6 x Lüfterklemmen
  • Einbauanleitung
  • Y-PWM Adapter
  • Schraubendreher

 

Design und Verarbeitung:

Der neue Fuma 2 Twin-Tower-Kühler wird in einer Verpackung geliefert, welche in einem schwarzen Grunddesign gehalten wurde. Auf der Verpackungsvorderseite wurde neben den kompatiblen Sockeln und dem Fuma 2 Schriftzug auch ein großes Produktbild des enthaltenen Kühlers abgedruckt.

Die technischen Details sind auf der linken Verpackungsseite zu finden.
Auf der rechten Verpackungsseite findet man weitere Informationen über die wichtigsten Features des Fuma 2.

Entnimmt man den Fuma 2 aus seiner Verpackung, so hat man einen mächtigen Twin-Tower-Kühler vor sich stehen, welcher zwar über das Finnendesign seines Vorgängers, verfügt jedoch nun mit einem asymmetrischen Aufbau sowie einer aufgepeppten Optik.

Betrachtet man die Finnen einmal etwas genauer, so wird man erkennen, dass diese nicht wie man es von fast allen anderen Kühlern kennt, vollständig waagerecht angeordnet sind, sondern so angeordnet wurden, dass sie zu den beiden Stirnseiten des Kühlers im Wechsel abfallen bzw. aufsteigen.
In die Außenseiten der Aluminiumfinnen wurden auf beiden Seiten kleine Kerben eingelassen, welche zur Aufnahme der Lüfterklammern dienen.

Mit einem seitlichen Blick auf den Kühler kann man nicht nur die spezielle Anordnung der einzelnen Kühlfinnen erkennen, sondern auch, dass Scythe die aus jeweils 50 Aluminiumfinnen bestehenden Lamellenblöcke unterschiedlich dick ausgeführt hat. Um die Kompatibilität zu Speichern mit hohen Kühlkörpern weiter zu steigern, wurden die unteren sechs Lamellen des hinteren Lamellenturms nicht in der vollen Tiefe ausgeführt.

Betrachtet man den Kühler einmal von einer der beiden Stirnseiten aus, so ist zu erkennen, dass die nach oben ansteigenden Aluminiumfinnen über ein gezacktes Design verfügen. Durch diesen Aufbau wird nicht nur die Oberfläche erhöht, auf welche die Luft trifft, sondern die hier eingelassenen Vertiefungen verringern auch die hier entstehenden Luftverwirbelungen und somit auch den Geräuschpegel.

Die verbauten Aluminiumfinnen sind auf sechs vernickelte Kupferheatpipes gesteckt, welche die Lamellen parallel zueinander durchlaufen und einen Durchmesser von 6 mm haben.

Die einzelnen Aluminiumfinnen sind auf den Stirnseiten zudem im äußeren Bereich etwas breiter ausgeführt, wodurch mittig eine Art Vorkammer für die verbauten Lüfter entsteht, wodurch es möglich ist, dass die Aluminiumfinnen auch direkt hinter der Rotornarbe mit Luft durchströmt werden.

Die verbauten Abschlusslamellen wurden für eine schickere Optik schwarz eloxiert und mittig mit einem eingeprägten Scythe Logo versehen.

Mit einem Blick auf die Unterseite des Kühlers ist zu erkennen, dass die sechs verbauten Heatpipes die zweiteilige Bodenplatte u-förmig gebogen durchlaufen.

Um eine bestmögliche Wärmeübertragung von der Bodenplatte zu den eingefassten Heatpipes zu gewährleisten, wurde die zweiteilige Bodenplatte nicht nur auf der Unterseite aus hochwertigem Kupfer gefertigt,

sondern auch die mit kleinen Kühlfinnen ausgestattete Oberseite wurde aus vernickeltem Kupfer gefertigt.

Mittig wurde in die Oberseite der Bodenplatte eine Aussparung eingelassen, in welcher bereits der Montagesteg vorinstalliert wurde.

Als Lüfter liefert Scythe bei dem Fuma 2 zwei unterschiedliche Kaze Flex 120-mm-Lüfter mit.
Bei dem Lüfter, welcher auf der Vorderseite des Kühlers montiert wird, handelt es sich um den nur 17 mm schlanken Kaze Flex 120 Slim.
Bei dem in der Kühlermitte montierten Lüfter handelt es sich um einen Kaze Flex 120 PWM.

Die Lüfterrahmen beider Lüfter wurden, wie man es von den meisten 120-mm-Lüftern her kennt, mit einer quadratischen Bauform versehen und ist aus schwarzem Kunststoff gefertigt. Auf der Vorder- und auch Rückseite wurde die Lüfterrahmen jeweils mit vier grauen Gummientkopplern ausgestattet.
Diese sind einfach auf den Lüfterrahmen aufgesteckt und können bei Bedarf ganz einfach von dem Lüfterrahmen abgenommen werden.

Die verbauten Impeller sind passend zu den verbauten Entkopplern aus grauem Kunststoff gefertigt. Wo der Impeller des Kaze Flex 120 PWM über 11 Lüfterblätter verfügt, welche bis auf den recht steilen Anstellwinkel keine Besonderheiten aufweisen,

kommt der schlankere Kaze Flex 120 Slim mit einem Impeller daher, welcher nur mit neun Lüfterblätter ausgestattet wurde. Der größte Unterschied der beiden Lüfter ist jedoch in der Rotationsrichtung zu finden, denn wo der Kaze Flex 120 Slim nach links rotiert, dreht sich der Impeller des Kaze Flex 120 PWM nach rechts.

Dies erzeugt einen höheren statischen Druck sowie einen gesteigerten und beständigen Luftdurchfluss und soll die Kühleigenschaften somit positiv beeinflussen.

Mit einem Blick auf die Rückseite der beiden Lüfter ist zu erkennen, dass die Impeller jeweils an vier Stegen befestigt ist, welche gegen die Rotationsrichtung gebogen sind. Einer der verbauten Stege ist hierbei etwas breiter ausgeführt und dient als Kabelführung.

Die Anschlusskabel beider Lüfter wurden mit einem schwarzen, blickdichten Sleeving überzogen und fügen sich somit gut in das Gesamtdesign ein.

Der gesamte Kühler als auch die beiden Lüfter wurden sauber verarbeitet und geben uns keinen Grund zur Beanstandung.

 

Montage:

Die Montage des Scythe Fuma 2 ist recht simpel aufgebaut. Im ersten Schritt muss je nach vorhandenem Sockel eine Backplane am Mainboard befestigt werden. Dies geschieht über Abstandshalter, welche von der Vorderseite aus mit der Backplane verschraubt werden. Ist schon eine passende Backplane vorhanden, so werden die Abstandshalter direkt mit der vorhandenen Backplane verschraubt. Auf diese Abstandshalter werden wiederum die Montageschienen geschraubt. Anschließend kann der Kühler auf die mit Wärmeleitpaste bestrichene CPU aufgesetzt werden und mit dem Montagesteg an den beiden zuvor montierten Montageschienen verschraubt werden.
Nun müssen nur noch die Lüfter an dem Kühlkörper befestigt werden. Dies geschieht jeweils mittels zwei Metallklammern, welche an den Seiten des Kühlkörpers eingehakt werden.
Durch den recht geringen Abstand zwischen den beiden Kühltürmen muss man bei der Montage des mittleren Lüfters etwas aufpassen, dass man nicht versehentlich die ein oder andere Kühlfinne verbiegt.

Für den Fall, dass eine höhere Kühlleistung benötigt wird, befindet sich noch ein drittes Paar Lüfterklammern im Lieferumfang. Hierdurch kann man entweder den schlanken Lüfter auf der Stirnseite durch einen 25 mm dicken Lüfter ersetzen, oder den Kühler auf der Rückseite mit einem dritten Lüfter ausstatten.

 

Testsystem:

Als Testsystem kommt neben einem Sockel 1151 Testsystem auch ein aktuelles AM4 Testsystem zum Einsatz, wodurch Nutzer von AMD als auch Intel Systemen einen Überblick über die Leistung auf den jeweiligen Sockeln erhalten. Beide Systeme werden im nicht übertakteten Zustand betrieben.

Das Intel-Testsystem besteht aus diesen Komponenten:

  • ASRock – Z170 Extreme3
  • HyperX – Savage 16 GB Kit 3000 MHz
  • Intel® – Core i7-6700K
  • Zotac – GTX 780 TI AMP Edition

Das AMD-Testsystem besteht aus diesen Komponenten;

  • AMD – Ryzen 1600
  • ASUS – Crosshair VI Hero
  • 2 x 8 GB Corsair Vengeance LPX Black 2666 MHz
  • Zotac – GTX 780 TI AMP Edition

 

Testablauf:

Da es sich bei dem verwendeten Lüfter um einen PWM-Lüfter handelt, welcher seine Geschwindigkeit selbst anpasst, haben wir die PWM-Steuerung während des Tests deaktiviert.

Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 21,2 °C (zu beginn der Testphase gemessen) entstanden. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller CPU Cores nach einem 30 minütigen Prime95 Stresstest, welchem zum aufwärmen eine Idle time von 45 Minuten voraus ging.

Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC MX-2 Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.

Die erreichten Temperaturen sind abhängig von dem genutzten System und können auch auf ähnlichen Systemen abweichen, vor allem, wenn noch eine zusätzliche GPU in dem System verbaut wird. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da alle die gleiche Testgrundlage haben.

Mit einem Blick auf das erreichte Testergebnis ist zu erkennen, dass der Fuma 2 eine sehr gute Platzierung in den Top-5 unserer Lüftercharts erreichen konnte. Die erreichte Kühlleistung wurde dank der hochwertigen Lüfter und der guten Entkopplung zudem bei einer angenehmen Geräuschkulisse erzielt werden.

 

Fazit:

Mit dem Fuma 2 hat Scythe einen neuen Twin-Tower-Kühler in sein Sortiment aufgenommen, welcher in unserem Test nicht nur durch eine saubere Verarbeitung überzeugen konnte, sondern auch durch eine sehr gute Kühlleistung. Auf Seiten der Verarbeitung punktet der Kühler neben den schwarzen Abschlusslamellen auch mit einer guten Entkopplung der beiden Lüfter und einer einfachen sowie sicheren Montage. Dank der großen Kühlfläche und der beiden im Lieferumfang enthaltenen Lüfter kann der Kühler eine sehr gute Kühlleistung erzielen, welche auch problemlos zur Kühlung übertakteter CPUs ausreicht. Sollte einem die gebotene Kühlleistung dennoch einmal nicht ausreichen, kann man den Kühler durch den guten Lieferumfang mit einem dritten Lüfter bestücken. Dank des asymmetrischen Aufbaus sowie der auf der Kühlerrückseite eingearbeiteten Aussparung in den unteren Kühlfinnen bietet der Kühler trotz seiner großen Abmessungen eine besonders hohe Kompatibilität zu Speichern mit hohen Kühlkörpern. Preislich liegt der Fuma 2 Twin-Tower-Kühler aktuell bei knapp 55 €*.

 

Wir danken Scythe sehr für die Bereitstellung des Testmusters.

Scythe - Fuma 2

9.1

Kühlleistung

10.0/10

Verarbeitung

10.0/10

Montage

9.5/10

Kompatibilität

9.5/10

Lautstärke

9.0/10

Modding

5.0/10

Lieferumfang

10.0/10

Preis

9.5/10

Pro

  • Verarbeitung
  • Sehr gute Kühlleistung
  • Lieferumfang
  • Kompatibilität