SONOFF – TRV Gen2 ZigBee Heizkörperthermostat im Test

Mit dem TRV Gen2 haben wir heute ein Heizkörperthermostat von SONOFF im Test, welches durch seine geringen Abmessungen ein großes Einsatzgebiet abdecken und so an kalten Wintertagen für eine effiziente Steuerung der Heizung sorgen soll.

Welche Funktionen einem das ZigBee 3.0 und Bluetooth fähige Heizkörperthermostat von SONOFF bietet und wie sich das smarte Heizkörperthermostat in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Modellnummer: TRV-ZBT
Typ: Aktor, Sensor
Standard: ZigBee 3.0
BLE
Funktion: Heizungssteuerung
Thermostat
Temperatur
Topologie: Vermascht
Stern
Abmessungen: 50 x 50 x 83 mm
Display: IPS
Stromversorgung: 3V (2 × 1.5V AA, alkaline)
Kompatibilität: Google Home
SmartThings
eWeLink
Apple Home
Einstellbarer Temperaturbereich: 5 – 30 °C
Anschluss: M30 x 1,5
Arbeitsbereich: -10 °C – 50 °C

 

Lieferumfang:

  • TRV Gen2 Thermostat
  • Anleitung
  • 2 x AA-Batterie
  • Anschlussadapter (CAL/​GIA/​M28/​RA/​RAV/​RAVL) 

 

Design und Verarbeitung:

Das TRV Gen2 Heizkörperthermostat wird von SONOFF in einer kompakten Verpackung geliefert, welche in einem weißen Grunddesign gehalten ist und auf der Vorderseite neben der Modellbezeichnung und einem Produktbild auch mit einem Hinweis auf die gebotene Kompatibilität bedruckt wurde

Wo man auf der linken Verpackungsseite einige Featurebilder findet, wurde die Verpackungsrückseite neben einer Auflistung der wichtigsten Spezifikationen auch mit einem weiteren Produktbild bedruckt, welches das Heizkörperthermostat im montierten Zustand zeigt.

Entnimmt man das TRV Gen2 Heizkörperthermostat  aus seiner Verpackung, so hat man ein vergleichsweise kompaktes Heizkörperthermostat vor sich, welches fast durchweg in einer weißen Farbgebung gehalten ist.

Im Gegensatz zu vielen anderen smarten Heizkörperthermostaten, welche meist einen Durchmesser von knapp 60 Millimeter haben, hat SONOFF das TRV Gen2 Heizkörperthermostat vergleichsweise kompakt ausgeführt. Das runde Thermostat hat einen Durchmesser von lediglich 50 mm und fällt auch mit einer Länge von 83 mm kompakter als viele vergleichbaren Thermostate aus.

Um die manuelle Steuerung so einfach wie möglich und auch so ähnlich wie bei einem manuellen Heizkörperthermostat zu gestalten, wurde das Kunststoffgehäuse im vorderen Bereich mit einem sauber in das Gehäusedesign integrierte Drehknopf ausgestattet.

Neben diesem Bedienelement verfügt das Heizkörperthermostat auf seiner Stirnseite zudem noch über einen großflächigen Taster, welcher mit dem SONOFF Logo bedruckt wurde.

Mit einem Blick auf die runde Außenseite des Kunststoffgehäuses findet man auf der Vorderseite ein schwarz abgesetztes IPS Display vor.

Auf der gegenüberliegenden Seite wurde das Heizkörperthermostat mit drei kleinen Öffnungen für den dahinter liegenden Temperatursensor ausgestattet.

Auf der Rückseite ist der Anschluss zu finden, mittels welchem das Heizkörperthermostat am Heizkörperventil verbaut wird. SONOFF setzt hier auf eine stabile Metallmutter, wodurch auch langfristig auf eine sicher und stabile Montage gesetzt werden kann.

Die eingesetzte Metallmutter hat ein M30 x 1,5 mm Gewinde und kann somit ohne Umwege auf den gängigsten Heizkörperventilen verbaut werden.
Um die Kompatibilität zu steigern, liefert SONOFF Adapter für folgende Danfoss Ventile bei: RACAL/​GIA/​M28/​RA/​RAV/​RAVL
Es gibt jedoch auch einige andere Ventile, welche nicht von Haus aus zu diesem Gewinde bzw. den mitgelieferten Adapter kompatibel sind, wodurch man eventuell auf entsprechende Adapter aus dem Zubehör zurückgreifen muss.

Rund um die Montageaufnahme herum wurde das Heizkörperthermostat nicht nur mit der Modellbezeichnung bedruckt, sondern auch mit einem Hinweis darauf, dass man das Gehäuse durch eine leichte Drehbewegung entriegeln und anschließen öffnen kann.

Nimmt man das Heizkörperthermostat von der Montageplatte ab, so wird nicht nur ein Blick auf das mittels eines Metallbügels verschlossenen Batteriefachs sowie den zur einfacheren und sicheren Kopplung aufgedruckten Barcode vor, sondern man kann auch einen zentriert positionierten Kunststoffbolzen erkennen, mittels welchem das Heizkörperthermostat das Ventil steuert.

Die Verarbeitung des TRV Gen2 Heizkörperthermostats wurde seitens SONOFF sauber ausgeführt und gibt uns keinen Anlass zur Kritik.

 

 

Inbetriebnahme und Montage:

Dank der Zigbee 3.0 sowie BLE Unterstützung ist man zur Nutzung des TRV Gen2 Heizkörperthermostat nicht zwingend auf die Nutzung eines SONOFF Dongles bzw. SONOFF Gateways angewiesen, sondern das Thermostat lässt sich auch mit Smart Home Zentralen anderer Hersteller verbinden und nutzen, weswegen wir das Thermostat in unserem Test in Kombination mit einer SmartThings Zentrale getestet haben.

Bevor man nun mit der Kopplung des Heizkörperthermostates beginnt, ist die physikalische Montage des Thermostats notwendig.
Hierzu muss man im ersten Schritt das vorhandene Heizkörperthermostat demontieren. Je nachdem, wie fest dieses verschraubt ist, muss man hierzu eine Wasserpumpenzange zur Hand nehmen. Sollte dies der Fall sein, so sollte man Vorsicht walten lassen, um das Ventil nicht zu beschädigen.
Das TRV Gen2 Heizkörperthermostat wird anschließend einfach auf das Heizungsventil gesteckt und verschraubt. Die M30 x 1,5 mm Schraube kann hierzu einfach mit der Hand angezogen werden. Ein festziehen mit der Wasserpumpenzange ist nicht notwendig. Je nach verbautem Heizkörperventil muss man eventuell auf einen der mitgelieferten oder einen optionalen Adapter zurückgreifen.
Über diesen Weg lässt sich das TRV Gen2 Heizkörperthermostat mit den gebotenen Abmessungen in der Theorie überall dort verbauen, wo ein herkömmliches Heizkörperthermostat Platz findet. Dank der kompakten Abmessungen und der Art und Weise, wie sich das Thermostat von der Montageplatte demontieren lässt, ist auch dann ein einfacher Batteriewechsel möglich, wenn man das Thermostat an einer Heizung montiert hat, welche sich in einer Nische befindet. Sollte es in einem solchen Fall dennoch nicht genügend Platz für das Thermostat gibt, lässt sich die Montage mittels eines optional erhältlichen Winkeladapters 🛒 montieren.

Sobald man das Thermostat am Heizkörper montiert und die Schutzlasche für die Stromversorgung entfernt hat, führt das Thermostat eine Kalibrierfahrt durch.
Im Anschluss kann man durch einen zwei Sekunden langen Tastendruck auf die Einstelltaste des Thermostats den Kopplungsmodus starten.

In der genutzten SmartThings App kann die Kopplung über das Plussymbol in der oberen rechten Ecke erfolgen. Anschließen kann man die SmartThings App entweder automatisch nach einem im Kopplungsmodus befindliche Gerät suchen lassen, oder man wählt das Thermostat über die kompatiblen Partnergeräte aus und koppelt das Gerät über diesen Weg.

Sobald man die Kopplung über diesen Weg gestartet hat, wird das Heizkörperthermostat nach wenigen Sekunden auf der Appoberfläche angezeigt und die Kopplung ist somit schon abgeschlossen. Abschließend muss man dem TRV Gen2 Heizkörperthermostat nur noch einen Namen geben und das Thermostat einem Raum zuweisen.

Im Anschluss wird einem das Thermostat im virtuellen Raum angezeigt und kann zum Tätigen der gewünschten Einstellungen aufgerufen werden.

 

 

Test:

Die Steuerung des Heizkörperthermostats kann entweder manuell direkt am Thermostat oder über die App der jeweils genutzten Smart Home Zentrale erfolgen.
Im Gegensatz zu vielen anderen Smart Home fähigen Heizkörperthermostaten bietet das TRV Gen2 über die integrierte Bluetooth-Schnittstelle jedoch auch die Möglichkeit, eine direkte Verbindung zum eigene Smartphone aufbauen kann, um dann mittels der eWeLink App konfiguriert zu werden. Neben dem Umstand, dass man sich hierzu im direkten Umfeld des Heizkörperthermostats befinden muss, muss man auch jedes Mal eine neue Verbindung aufbauen und hierzu die Bluetooth-Kopplung des Heizkörperthermostats aktivieren.

Dies ist entweder über die genutzte Smart Home Zentrale, oder bei einem ausgeschalteten Heizkörperthermostat auch durch ein zweisekündiges Drücken der Einstellungstaste möglich.

Nimmt man über diesen Weg eine Konfiguration von bis zu drei Heizplänen mit bis zu 12 Zeitperioden vor, so werden diese Einstellungen lokal auf dem Heizkörperthermostat gespeichert und dann zur jeweiligen Uhrzeit eingestellt. Eine Anpassung von Unterwegs ist in diesem Fall nicht mehr möglich.

Um in diesen Komfort zu kommen, muss man das Heizkörperthermostat wie in unserem Test mit einer ZigBee fähigen Smart Home Zentrale nutzen.

Das im TRV Gen2 integrierte Display zeigt einem egal, ob die Steuerung manuell am Thermostat, einem direkt gekoppelten Smartphone oder über eine Smart Home Zentrale vorgenommen wurde, nicht nur die eingestellte Temperatur an, sondern im Gegensatz zu vielen anderen elektronischen Heizkörperthermostaten wird einem auch die aktuell ermittelte Temperatur angezeigt.

Damit man diese Anzeige stets gut lesen kann, lässt sich die Ausrichtung mittels viermaligem Drücken der Einstelltaste um jeweils 90° drehen, sodass es keine Rolle spielt, wie das Thermostat an der Heizung montiert ist.

Innerhalb der SmartThings App lässt sich die gewünschte Temperatur durch das Aufrufen des Thermostats einstellen.

Zudem kann man an dieser Stelle auch den gewünschten Thermostat-Modus auswählen. Neben einem manuellen Modus, bei welchem die Heiztemperatur manuell nachgeregelt werden muss, besteht hier auch die Möglichkeit einen automatischen Modus zu aktivieren, in welchem das Thermostat z. B. auf schnell abfallende Temperaturen reagiert, welche auf ein geöffnetes Fenster hinweisen.

Zudem kann man das Thermostat über diese Schnellwahlfunktion auch einfach ausschalten, was während den warmen Tagen für einen reduzierten Stromverbrauch sorgt.

Im unteren Bereich der Übersichtsseite des TRV Gen2 Thermostates wird einem in der SmartThings App zudem noch der Verbindungspfad angezeigt, welcher einem einen Hinweis darauf gibt, ob das Thermostat direkt mit der Zentrale oder zum Überbrücken einer größeren Strecke über ein anderes ZigBee Gerät erfolgt.

Neben der Möglichkeit, die Temperatur manuell einstellen zu können, kann man in der SmartThings App über den Abschnitt Routinen auch eine Programmierung vornehmen, durch welche die eingesetzte Smart Home Zentrale das TRV Gen2 Heizkörperthermostat steuert.

Die hierzu angelegten Regeln sind nach dem Wenn … Wann … Prinzip aufgebaut.

Neben der Möglichkeit zu einer bestimmten Uhrzeit, eine bestimmte Heiztemperatur einstellen zu können, kann man diese Regeln auch mit anderen Smart Home Geräten, wie einem Fenstersensor oder einen Raumthermostat kombinieren. Auf diesen Weg kann man nicht nur sicherstellen, dass die Heizung nur aufgedreht wird, wenn alle im Raum befindlichen Fenster geschlossen sind, sondern man kann auch ein optionales Raumthermostat als Quelle für die ermittelte Tastatur nehmen, damit die gewünschte Wohlfühltemperatur im direkten Umfeld des Nutzers und nicht über das Thermostat selbst direkt neben der Heizung ermittelt wird.

Diese Regeln können auf Wunsch wiederkehrend eingestellt werden und lassen sich auf der Übersichtsseite der Routinen aktivieren und deaktivieren.

Auch während einer automatischen Steuerung des verbundenen Heizkörperthermostats wird es einem durch die App bzw. des Einstellrads an dem Heizkörperthermostat erlaubt, in die Temperatursteuerung einzugreifen.
Die Temperaturregelung kann im automatischen sowie auch im manuellen Modus in Stufen von 0,5 °C vorgenommen werden.

In Kombination mit einer entsprechenden Smart Home Zentrale ist die Heizungssteuerung auch von Unterwegs aus möglich. Auch wird einem die Möglichkeit geboten, einen Abwesenheitsmodus einzurichten, in welchem die Temperatur automatisch beim Verlassen eines eingestellten Bereiches abgesenkt und bei der Rückkehr wieder angehoben wird.

Die manuell in der App vorgenommen oder automatisch getätigten Einstellungen wurden in unserem Test innerhalb weniger Sekunden an das genutzte Thermostate übermittelt, welches dann wiederum gleich das Heizungsventil geöffnet oder geschlossen bzw. den Durchfluss erhöht oder gemindert hat.
Im Vergleich zu manch anderem elektronischen Thermostaten, welche wir schon im Test hatten, gelingt dies dem TRV Gen2 Heizkörperthermostat vergleichsweise leise, was gerade dann von Vorteil ist, wenn man ein solches Thermostat im Schlafzimmer einsetzt.

Im direkten Vergleich zu einem manuellen Thermostat bringt das smarte Heizkörperthermostat von SONOFF auch den Vorteil mit sich, dass es über eine Fenster-Auf-Erkennung verfügt. Mittels dieser Funktion wird während des Heizens kontinuierlich überwacht, ob ein schneller Temperaturabfall gemessen wird, welcher auf ein geöffnetes Fenster hindeutet. Wird ein solcher Temperaturabfall erkannt, so wird das Thermostat ca. fünf Minuten später automatisch geschlossen und der Heizvorgang somit unterbrochen. Nach einer knappen halten Stunde wird die zuvor eingestellte Temperatur wieder eingestellt und die Heizung heizt wieder auf. Eine Überwachung, ob das Fenster zu diesem Zeitpunkt wieder geschlossen ist, findet ohne zusätzliche Hardware jedoch nicht statt.

Kombiniert man das TRV Gen2 hingegen wie in unserem Test mit einem optional erhältlichen Tür- und Fensterkontakten 🛒, so kann man in der App eine Regel erstellen, welche dafür sorgt, das ein geöffnetes Fenster sofort an die eingesetzte Zentrale übermittelt wird, wodurch die eingesetzte Smart Home Zentrale die im selben Raum befindlichen Heizkörperthermostate automatisch schließt. In Kombination mit einem solchen Tür- und Fensterkontakt lässt sich die eingestellte Regel auch so realisieren, dass die Heizkörper beim Schließen des Fensters wieder aufgedreht werden. 

Zwar fallen für solche Tür- und Fensterkontakte zusätzliche Kosten an, jedoch erfolgt die Regelung der Heizkörperthermostate deutlich schneller, wodurch sich die Mehrkosten recht schnell amortisieren.

Hatte man zuvor noch keine elektronische Heizkörperthermostate im Einsatz, so bedarf es einer gewissen Zeit, bis man die für die jeweiligen Räume richtigen Schaltzeitpunkte eingestellt hat. Auch kann es sein, dass man ein gewisses Offset im Heizkörperthermostat einstellen muss, damit die eingestellte Temperatur an dem Ort erreicht wird, an welchem man sich in der Regel im Raum aufhält.
Möchte man sich diese manuelle Einstellung, zu welcher es gerade in großen Räumen mit hoher Wahrscheinlichkeit kommt, sparen, so kann man wie schon kurz erwähnt auch auf einen optional erhältlichen Temperatursensor 🛒 zurückgreifen. 

Hat man die richtigen Schaltzeiten herausgefunden und konfiguriert, verrichtet das smarte Heizkörperthermostat seine Arbeit vollautomatisch und ohne das man sich über die Steuerung noch groß Gedanken machen muss.

Neben diesem Feature verfügt das smarte Heizkörperthermostat auch über einen Anti-Frost-Schutz.
Ist das Thermostat ausgeschaltet, so dreht das Heizkörperthermostat bei einer gemessenen Temperatur von unter 5 °C automatisch das Heizkörperventil auf. Der Heizvorgang hat in unserem Test so lange angehalten, bis eine Temperatur von 10 °C gemessen wurde. Anschließend wird das Heizkörperventil wieder automatisch vom smarten Heizkörperthermostat geschlossen.

Mittels der integrierten Entkalkungsfunktion wird das Heizkörperventil durch das TRV Gen2 Heizkörperthermostat zudem in regelmäßigen Abständen vollständig geöffnet und anschließend wieder geschlossen. Hierdurch wird verhindert, dass sich das Ventil durch anhaftenden Kalk festsetzen kann.

Wie man es in der Zwischenzeit von vielen Smart Home Komponenten her kennt, kann auch das mit der SmartThings Zentrale verbundene TRV Gen2 Heizkörperthermostat mittels verschiedenen smarten Lautsprechern steuern. 

Abschließend lässt sich sagen, dass die Temperatursteuerung in unserem Test recht genau war. Wird das Heizkörperthermostat in einem kleinen bis mittelgroßen Raum eingesetzt, so pendelt sich die Temperatur auch an einer etwas weiter vom Heizkörper entfernten Stelle in etwa zu dem Zeitpunkt auf der gewünschten Temperatur ein, wie sie auch vom Thermostat ermittelt wird. Etwas anders sieht es hingegen dann aus, wenn das Thermostat an einem Heizkörper montiert ist, welcher für einen recht großen Raum zuständig ist. Hier kann es schon einmal vorkommen, dass der Heizvorgang schon unterbrochen wird, obwohl in der Raummitte noch nicht die eingestellte Temperatur erreicht ist. In einem solchen Fall kann man entweder etwas mit den Einstellungen herumexperimentieren und eine etwas höhere Temperatur einstellen oder aber auf ein zusätzliches Raumthermostat oder eine Offset-Einstellung zurückgreifen. Eine weitere Möglichkeit, durch welche sich die Wärme noch besser und auch effizienter im Raum verteilen lässt, wäre der Einsatz eines optionalen Heizkörperlüfters 🛒.

Das TRV Gen2 Heizkörperthermostat hat in unserem Test nicht sehr schnell auf geänderte Temperatureinstellungen reagiert, sondern es erfolgte auch bei durch automatisierte Regeln gestartete Heizvorgängen sehr schnell ein Abgleich mit der aktuellen Isttemperatur, wodurch ein schon warmer Raum nicht weiter aufgeheizt wurde.

Wie ein Log aus unserem Test zeigt, wurde die Heizung um 14:28 automatisch eingeschaltet und auf eine Heiztemperatur von 15 °C eingestellt. Da die Isttemperatur oberhalb der Solltemperatur lag, wurde die Heizung nur eine Minute später wieder ausgeschaltet. Das in dieser Zeit durch die Heizung geflossene warme Wasser reichte jedoch schon aus, um den Bereich rund um das Ventil und somit auch die ermittelte Isttemperatur um 0,6 °C anzuheben. Fällt die Temperatur in einem solchen Fall wieder unter die Solltemperatur, so wird das Heizkörperventil automatisch wieder etwas geöffnet und der Raum wird wie gewünscht aufgeheizt.

Wie unsere Erfahrung auch schon mit anderen smarten Heizkörperthermostaten in der Vergangenheit gezeigt hat, werden Nutzer, welche von normalen Heizkörperthermostaten auf ein smartes Thermostat wie das TRV Gen2 umsteigen, einen deutlichen Unterschied bei den Heizkosten spüren, denn neben der genauen Temperaturmessung und den programmierbaren Zeiten, zu welchen die Heizung aktiv sein soll, sorgt man nach einmaliger Einstellung schon dafür, dass die Heizung zu bestimmten Zeiten, in denen man nie zu Hause ist, die Wohnung nicht unnötig aufheizt.
Klar kann man auch vor dem Verlassen der Wohnung jedes Mal von Hand die manuellen Heizkörperthermostate zudrehen, jedoch wird man dies sicherlich das ein oder andere Mal vergessen. Wo das Abdrehen der Heizung somit in den meisten Fällen noch klappen kann, können manuelle Heizkörperthermostate jedoch nicht dafür sorgen, dass die Wohnung schon warm ist, wenn man nach Hause kommt.

Ein weiterer Vorteil liegt in der automatischen Erkennung eines geöffneten Fensters. Zwar lässt sich diese Funktion durch optional erhältliche Tür- und Fensterkontakte 🛒 noch deutlich verbessern, aber auch ohne diese zusätzliche Technik wird schon dafür gesorgt, dass man die Außenwelt nicht so viel heizt, denn auch beim Öffnen eines Fensters hat man das manuelle Zudrehen der Heizkörperthermostate schnell einmal vergessen.

 

 

Fazit:

Mit dem TRV Gen2 hat SONOFF ein smartes Heizkörperthermostat in seinem Sortiment, welches in unserem Test vor allem durch seine kompakte Bauform, die einfache Montage und die sehr gute Kompatibilität überzeugen konnte. Dank ZigBee 3.0 und Bluetooth lässt sich das Thermostat flexibel in unterschiedliche Smart-Home-Systeme integrieren. In unserem Test funktionierte die Einbindung in SmartThings problemlos und auch die anschließende Steuerung reagierte zuverlässig und schnell. Neben der manuellen Temperaturregelung bietet das TRV Gen2 umfangreiche Möglichkeiten zur Automatisierung. So lassen sich Heizpläne erstellen und das Thermostat mit weiteren Smart-Home-Komponenten wie Tür- und Fensterkontakten oder externen Temperatursensoren kombinieren. Auch die integrierte Fenster-Auf-Erkennung, der Frostschutz und die Entkalkungsfunktion sorgen für einen komfortablen und weitestgehend automatisierten Betrieb. Positiv fiel uns zudem die vergleichsweise leise Arbeitsweise sowie die in kleinen und mittelgroßen Räumen gute Temperaturregelung auf. In größeren Räumen kann es aufgrund der Position des Thermostats am Heizkörper jedoch zu Abweichungen kommen. Hier kann man mit einem Temperatur-Offset oder einem optionalen Raumthermostat nachhelfen. Alles in allem konnte uns das SONOFF TRV Gen2 in unserem Test überzeugen. Das kompakte und sauber verarbeitete Heizkörperthermostat bietet eine umfangreiche Ausstattung, es arbeitet zuverlässig und lässt sich flexibel in bestehende Smart-Home-Systeme integrieren. Wer seine Heizung smart und automatisiert steuern möchte, bekommt mit dem TRV Gen2 ein vielseitig einsetzbares Heizkörperthermostat. Preislich liegt das kompakte TRV Gen2 Heizkörperthermostat von SONOFF aktuell bei knapp 35 € 🛒.

Wir danken SONOFF für die Bereitstellung des Testmusters.

SONOFF - TRV Gen2 ZigBee Heizkörperthermostat

9.5

Verarbeitung

9.5/10

Funktionsumfang

9.5/10

INBETRIEBNAHME / KONFIGURATION / BEDIENUNG

9.5/10

Kompatibilität

9.5/10

Temperaturregelung

10.0/10

Preis

9.0/10

Pro

  • Sehr kompakte Bauweise
  • Kompatibilität
  • Einfache Einrichtung
  • Genaue Temperaturreglung
  • Sehr leiser Antrieb
  • Guter Funktionsumfang

Contra

  • Keine direkte Matter-Kompatibilität