ADATA – XPG – SX8100 M.2 SSD im Test

Mit der SX8100 haben wir heute eine M.2 SSD von ADATAs Gaming Brand XPG im Test, welche neben einer für Gamer optimierten Leistung auch mit einer hochwertigen Verarbeitungsqualität überzeugen möchte.

Welche Details und Leistung in der SX8100 M.2 SSD von XPG stecken und wie sich das 1 TB Modell in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Kapazität: 256 GB / 512 GB / 1 TB / 2 TB / 4 TB
Formfaktor: M.2 2280
Nand Flash: 3D NAND
Abmessungen (L x B x H): 80 x 22 x 3,5 mm
Gewicht: 8 g
Schnittstelle: PCIe Gen3x4
Leistung (max.): Lesen von 3500 MB / s, Schreiben von 3000 MB / s
Maximal 4K zufällige Lese- / Schreib-IOPS: 300 KB / 240 KB IOPS
Betriebstemperatur: 0 ° C – 70 ° C.
Lagertemperatur: -40 ° C – 85 ° C.
Stoßfestigkeit: 1500 G / 0,5 ms
MTBF: 2.000.000 Stunden
Garantie:
5 Jahre eingeschränkte Garantie

 

Lieferumfang:

  • SX8100 M.2 SSD (mig gewählter Kapazität)
  • Kühlkörper

 

Design und Verarbeitung:

Die SX8100 M.2 SSD wird von ADATA in einer schlanken Verpackung geliefert, welche in einem schwarzen Grunddesign gehalten ist. Neben der Modellbezeichnung und den wichtigsten Features wurde die Verpackungsvorderseite auch mit einem Produktbild der enthaltenen SSD bedruckt.

Mit einem Blick auf die Verpackungsrückseite findet man eine Auflistung der wichtigsten Features vor.

Innerhalb der Verpackung ist die SSD in einer Kunststoffschale untergebracht.

Hat man die SX8100 aus seiner Verpackung entnommen, so hat man eine 80,15 mm lange und 22,15 mm breite SSD vor sich liegen, welche durch die beidseitige Bestückung eine Stärke von 3,5 mm hat.

Im Vergleich zu einer normalen SATA-SSD im 2,5″-Format befindet sich das PCB der SSD nicht in einem schützenden Gehäuse.

Mit einem Blick auf das PCB findet man im vorderen Bereich einen Realtek RTS5762 Controller vor. Der verbaute Controller ist mittels acht Kanälen an die vier im TLC-Modusarbeitenden 3D-NAND Chips angebunden.

Betrachtet man das PCB einmal etwas genauer, so kann man an der linken und rechten Kante jeweils vier Lötpunkte sowie passend dazu aufgedruckte Markierungen erkennen, welche einem einen Hinweis auf die Möglichkeit zum Einsatz von RGB-LEDs geben. ADATA hat somit nicht nur auf die gleichen 3D-NAND Chips, den gleichen Cache sowie den gleichen Controller wie bei der Spectrix S40G zurückgegriffen, sondern auch auf das gleiche PCB. ADATA hat hierbei jedoch auf die eingesetzten RGB-LEDs sowie den vorinstallierten Kühler verzichtet.

Um nicht gänzlich auf einen Kühler verzichten zu müssen, befindet sich im Lieferumfang der SSD ein kleiner Aluminiumkühler,

welcher auf seiner Unterseite schon mit einem selbstklebenden Wärmeleitpad versehen wurde.

Dank der Möglichkeit, selbst entscheiden zu können, ob man den mitgelieferten Kühler verbaut oder auch nicht, kann man die SSD auch ohne Umwege in einem kompakten Notebook oder unter einem am Mainboard befestigten Kühler verbauen.

Um die Schreibleistung zu steigern, hat ADATA neben dem auf der Rückseite verbauten DDR3 Cache auch einen dynamischen SLC-Cache verbaut. Dieser puffert Daten zunächst im SLC-Verfahren und schreibt diese im Anschluss in den TLC-Bereich des NANDs.

ADATA hat die SSD zusätzlich mit der LDCP-Fehlerkorrektur (Low Density Parity Check) ausgestattet, welche zur Erkennung und Behebung einer Vielzahl von Datenfehlern sorgen soll. Hierdurch wird eine zuverlässigere Datenübertragung und eine längere Produktlebensdauer erreicht.

Die SX8100 M.2 SSD ist mit der M.2 Schnittstelle ausgestattet, welche mit dem Z170 Chipsatz von Intel großflächig Einzug in den Consumer-PC-Markt gefunden hat und in der Zwischenzeit auf fast jedem aktuellen Mainboard zu finden ist.

Die Anbindung erfolgt mittels des NVMe 1.3 Protokolls und somit über PCI Express 3.0 x4, wodurch die SSD viel höhere Übertragungsraten erzielen kann, als es mit dem 2004 eingeführten AHCI Protokoll, welches eine Anbindung per SATA erfordert, möglich ist. Das NVMe Protokoll bringt jedoch einen kleinen Nachteil mit sich, welchem man jedoch erst bemerkt, wenn man nicht auf ein Windows 8.1 oder Windows 10 Betriebssystem setzt, denn erst ab Windows 8.1 wird das NVMe Protokoll nativ unterstützt. Für Windows 7 bietet Microsoft einen entsprechenden Hotfix an.

Als Käufer einer SX8100 M.2 SSD kann man nicht nur auf die von ADATA bekannte SSD ToolBox zurückgreifen, mittels welcher man sich einen Überblick über den Laufwerksstatus verschaffen und einen Security Erase durchführen kann, sondern man kann sich nach einer Registrierung auch eine kostenlose Version von Acronis True Image herunterladen, mittels welcher die Migration von einer vorhandenen Festplatte auf die neue SSD vereinfacht wird.

Die Verarbeitung wurde seitens ADATA sauber ausgeführt und gibt uns keinen Anlass zur Kritik.

 

Testablauf:

Das wichtigste Kaufargument ist bei einer SSD zweifelsohne nicht das Design, sondern die Leistung, welche erbracht werden kann.
Aus diesem Grund schicken wir die SSD nicht nur in verschiedene Benchmarks, sondern werden uns auch ein genaues Bild über die Geschwindigkeit in alltäglichen Bereichen machen.

Um die volle Leistung aus den von uns getesteten SSDs heraus zu holen, werden diese auf unserem Intel Core i7 System getestet.

Dieses besteht aus:

  • Prozessor: i7-6950X
  • Mainboard: Asrock X99 Extreme11
  • Grafikkarte: Zotac GTX 980Ti
  • Arbeitsspeicher: 16GB HyperX Savage (4 x 4GB DDR4 3000MHz)
  • Systemlaufwerk: OCZ – RevoDrive 3 (240GB)
  • Netzteil: Power & Cooling Silencer MK III 1200W
  • Betriebssystem: Windows 10 Pro 64Bit

Das Testlaufwerk ist dabei als sekundäres Laufwerk eingerichtet. Das Betriebssystem befindet sich somit auf dem verbauten RevoDrive 3. Dies gilt jedoch nur für die durchgeführten Benchmarks und nicht für die Softwaretests.

Getestet wurde die Gammix S5 M.2 SSD mittels dieser Benchmarks:

  • AS SSD Benchmark
  • AS SSD Kopierbenchmark
  • ATTO Disk Benchmark

AS SSD Benchmark

Der AS SSD Benchmark wurde, wie der Name vermuten lässt, speziell für SSDs entwickelt. Durch die Verwendung von inkompressiblen Daten stellt dieser Benchmark für komprimierende Controller praktisch ein Worst-Case-Szenario dar.

Mit einem Blick auf das erreichte Testergebnis ist zu erkennen, dass die SX8100 M.2 SSD beim sequenziellen Lesen als auch Schreiben mit sehr guten Werten überzeugen konnte.

 

AS SSD Kopierbenchmark

Neben diesem Performancetest beinhaltet der AS SSD Benchmark auch noch einen Kopierbenchmark, mittels welchem ermittelt werden kann, wie schnell Daten innerhalb des Laufwerkes kopiert werden können.
Die verwendeten Muster entsprechen typischen Szenarien: ISO (zwei große Dateien), Programm (viele kleine Dateien), Spiel (große und kleine Dateien gemischt).

Auch in diesem Test konnte die SX8100 M.2 SSD mit sehr guten Werten überzeugen.

 

ATTO Disk Benchmark

Der ATTO Disk Benchmark ermöglicht es einem die SSDs mit einer höheren Abfragetiefe zu beanspruchen. Wir haben die SSD somit mit einer Queue Depth von 10 getestet.

Vergleicht man einmal das Testergebnis der SX8100 M.2 SSD mit den anderen Modellen aus dem Testfeld, so spiegelt sich auch hier das Ergebnis der vorangegangenen Tests wieder. Auch wenn wir die seitens ADATA angegebenen Übertragungsraten nicht ganz erreichen konnten, konnte die SSD auch in diesem Test eine sehr gute Leistung erzielen, mittels welcher sie sich unter den besten drei von uns getesteten M.2 SSDs platzieren konnte.

Neben den Messungen mit diesen Benchmark-Tools wollen wir jedoch auch nicht die Geschwindigkeitsvorteile im alltäglichen Betrieb aus dem Auge verlieren, denn gerade auf diese kommt es im Endeffekt an, da die durch die Benchmarks aus dem Laufwerk gekitzelten Maximalwerte im Normalfall kaum erreicht werden.

Softwareinstallation

Wie die Überschrift schon verlauten lässt, werden wir in diesem Test anhand der Software PCMark 8, Acrobat Reader und OpenOffice die Zeit stoppen, in welcher die Software auf der SSD installiert werden konnte.

Softwaretest

In diesem Test werden wir die Geschwindigkeit messen, in welcher die SSD es schafft, eine WinRAR Datei von einem GB zu entpacken, einen vollständigen Systemscan mit AntiVir absolviert und wie lange ein auf der SSD installiertes Windows 7 benötigt, um zu booten.
Da sich in unserem Testsystem zu den Onboardkomponenten noch ein Hardware-Raidcontroller befindet, welche eine Weile braucht, um alle Festplatten zu initialisieren, werden wir die Zeit erst nach dem Verlassen des Bios stoppen.

Wie es in der Zwischenzeit auch von anderen M.2 SSDs bekannt ist, zeigte auch die SX8100 M.2 SSD in unserem Test unter einer dauerhaften Belastung eine gewisse Drosselung der Übertragungsgeschwindigkeit. Dieser Geschwindigkeitsabfall entsteht durch die Drosselung des verbauten Controllers ab einer bestimmten Temperaturschwelle. Je nach eingesetztem Mainboard gibt es direkt vom Mainboardhersteller entsprechende Kühlkörper, mittels welchen man diese Drosselung entgegenwirken kann. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, die SSD nicht direkt auf dem Mainboard zu betreiben, sondern auf einer speziellen Steckkarte, auf welcher dann ein entsprechender Kühlkörper verbaut werden kann. Für den Fall, dass die SSD in keinem der vorangegangenen Zustände verbaut wird, sollte man zur besseren Kühlung der SSD auf den mitgelieferten Kühler zurückgreifen. Dieser lässt sich innerhalb weniger Sekunden installieren und sorgt dafür, dass man die SSD über einen etwas längeren Zeitraum hinweg ohne Leistungseinbußen betreiben kann.

 

Fazit:

Mit der SX8100 M.2 SSD hat XPG sein Sortiment um eine M.2 SSD erweitert, welche einem nicht nur eine sehr hohe Kapazität von bis zu vier Terabyte bietet, sondern auch eine sehr gute Performance. Die gebotenen Lese- und Schreibgeschwindigkeit kann die SSD durch eine Kombination aus einem schnellen Controller und gleich vier 3D-TLC-Speicher erreichen. Neben einem dedizierten DDR3 Cache steht der SSD auch ein dynamischer Cache zur Verfügung, bei dem die Daten erst im schnelleren SLC-Modus geschrieben werden. Dank der gebotenen Leistung in Kombination mit den hohen Kapazitäten, welche einem die SX8100 M.2 SSD bietet, ist die SX8100 M.2 SSD-Modellreihe die richtige Wahl für jeden Gamer. Wie unser Test gezeigt hat, bietet XPG mit der Spectrix S40G eine von der technischen Seite her baugleiche SSD an, welche jedoch über eine integrierte RGB-Beleuchtung verfügt und somit etwas auffälliger gestaltet ist. Dank des schwarzen PCBs und des im Lieferumfang enthaltenen Kühlkörpers muss sich aber auch die SX8100 M.2 SSD nicht vor den Blicken anderer Gamer verstecken. Passend zum Design sowie dem seitens XPG angestrebten Einsatzgebiet wurde auch die Verarbeitung der SSD auf einem hochwertigen Level ausgeführt. Um eine schnelle Systemmigration zu ermöglichen, bietet einem XPG nach einer Registrierung der SSD auch eine kostenlose Acronis True Image Version an. Die von uns in diesem Test herangezogene 1 TB große SX8100 M.2 SSD gibt es aktuell für rund 130 € * zu kaufen. Preislich liegt die SSD somit etwas über dem Preis der genauso schnellen, jedoch beleuchteten Spectrix S40G M.2 SSD.

Ein besonderer Dank geht an ADATA für die Bereitstellung des Testmusters.

ADATA – XPG - SX8100 M.2 SSD

8.9

Verarbeitung

9.5/10

Kompatibilität

8.0/10

Geschwindigkeit

9.5/10

Lieferumfang

9.0/10

Preis

8.5/10

Pro

  • Hohe Geschwindigkeiten
  • Hohe Maximalkapazität von bis zu 4 TB
  • Verarbeitung
  • Kühler im Lieferumfang