Mit dem H6 RGB+ haben wir heute passend zum Release die überarbeitete Version des bekannten Dual-Chamber Gehäuse von NZXT im Test, welches neben einer überarbeiteten Optik auch mit einer besseren Ausstattung überzeugen möchte.

Welche Details in dem neuen H6 RGB+ stecken und wie sich das von zwei Seiten einsehbare Dual-Chamber Gehäuse von NZXT in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.
Technische Details:
| Maße: | 292 x 448 x 420 mm (B x H x T) |
| Material: | SGCC-Stahl, gehärtetes Glas |
| Gewicht: | 9,3 kg |
| Farbe: | Schwarz / Weiß |
| Formfaktor: | Mini-ITX, Micro-ATX, ATX |
| Lüfter insgesamt möglich: | 3 x 120 mm (Front) 1 x 120 mm (Rückseite) 3 x 120 mm (Deckel) 3 x 120 mm (Boden) |
| Lüfter vorinstalliert | 1 x F120 RGB Lüfter (Rückseite) 2 x F360 RGB Reverse (Boden, Front) |
| Radiator-Mountings: | Bis zu 120 mm (Rückseite) Bis zu 360 mm (Oberseite) |
| Laufwerksschächte: | 2 x 2,5″ 1 x 3,5″ |
| Netzteil: | ATX |
| Erweiterungsslots: | 7 x vertikal |
| I/O-Panel: | 2 x USB 3.2 Gen1 Typ-A 1 x USB 3.2 Gen 2 Typ-C 1 x Audio (vierpolige Combobuchse für Kopfhörer und Mikrofon) |
| Maximale CPU-Kühler Höhe: | 165 mm |
| Maximale Grafikkartenlänge: | 390 mm |
| Maximale Netzteillänge: |
200 mm |
| Kabelmanagement: |
90 mm |
| Garantie: |
2 Jahre |
Lieferumfang:
- H6 RGB+ Gehäuse in gewählter Farbe
- Montageanleitung
- Montageschrauben
- Lüfterhalter
- Kabelbinder

Design und Verarbeitung:
Das H6 RGB+ wird von NZXT in einer neutralen Verpackung geliefert, welche auf der Vorderseite lediglich mit einem NZXT Logo bedruckt wurde. Aufschluss über das enthaltene Gehäuse gibt einem an dieser Stelle ein Aufkleber, welcher neben der Modellbezeichnung auch mit einem Bild des enthaltenen Gehäuses bedruckt wurde.

Wo man eine Auflistung der technischen Details auf der Verpackung vergeblich sucht, wurden die drei anderen Außenseite neben der Modellbezeichnung auch noch mit einer kurzen Beschreibung des enthaltenen Gehäuses bedruckt.

Innerhalb der OVP wird das Gehäuse durch zwei Styroporpolster geschützt und übersteht den Transport zum Käufer somit auch ohne eine weitere Umverpackung unbeschadet.
Äußeres Erscheinungsbild:
Entnimmt man das H6 RGB+ aus seiner Verpackung, so hat man einen von der Höhe her recht kompakten Midi-Tower vor sich stehen, welcher durch eine abgeschrägte Gehäusefront sowie ein großes Echtglaselement, welches sich über zwei Seiten erstreckt schon auf den ersten Blick klarmacht, dass es sich um ein speziell für Gamer und Streamer entwickeltes Gehäuse handelt.

NZXT hat das H6 RGB+ wie auch das schon von uns getestete H6 Flow RGB nicht nur auf der linken Gehäuseseite mit einer gehärteten Echtglasscheibe ausgestattet, sondern auch an der Gehäusefront. Im Gegensatz zum H6 Flow RGB setzt NZXT an dieser Stelle jedoch nicht auf zwei getrennte Glaselemente, sondern auf eine durchgehende Scheibe, welche sich von der Gehäusefront aus bis auf die linke Gehäuseseite erstreckt.

Wie wir es ebenfalls schon vom H6 Flow RGB her kennen, hat NZXT auch die Gehäusefront des H6 RGB+ mit einem zweiteiligen Aufbau versehen. Wo die beiden linken Drittel der Gehäusebreite mit einer Glasscheibe ausgestattet wurden, hat NZXT den rechten Drittel der Gehäusefront im 45° Winkel nach hinten abgeschrägt.
Um das geschlossene Design der Gehäusefront so wenig wie möglich unterbrechen zu müssen, wurde das I/O-Panel in die untere Kante der Gehäusefront integriert.

Neben dem obligatorischen Powerschalter wurden an dieser Stelle auch zwei USB 3.2 Gen1 Anschlüsse sowie ein USB 3.2 Gen2 Type C Anschluss verbaut. Zudem findet man an hier auch eine vierpolige 3,5-mm-Klinkebuchse vor.
Im Gegensatz zu den meisten Gehäusen am Markt verfügt das H6 RGB+ somit nicht über getrennte Audioanschlüsse für Kopfhörer und Mikrofon, sondern nur über einen vierpoligen Klinkeanschluss. Da sich kein passender Adapter im Lieferumfang befindet, kann man jedoch nicht jedes Headset ohne zusätzliche Kosten für einen optionalen Klinkeadapter 🛒 mit dem I/O-Panel des Gehäuses verbinden.
Der abgeschrägte Bereich der Gehäusefront dient als Lufteinlass und wurde hierzu mit einem sehr feinen und mit eingeprägten Vertiefungen versehenen Mesh-Gitter ausgestattet, hinter welchem NZXT schon einen seiner ebenfalls auf der Computex 2026 neu vorgestellten F360 RGB Reverse Lüfter vorinstalliert hat.

Mit einem genaueren Blick auf dieses Mesh-Gitter wird man schnell erkennen, dass auch die rechte Seitenwand bei dem neuen H6 RGB+ aus einem Guss besteht und sich bis auf die Vorderseite des Gehäuses erstreckt. Um eine bestmögliche Belüftung der hinteren Klimazone zu ermöglichen, wurde das im abgeschrägten Bereich der Gehäusefront beginnende Mesh-Gitter bis an die hintere Kante der rechten Seitenwand geführt. Für eine schicke Optik wurde das Mesh-Gitter zudem nicht nur mit einer geriffelten Prägung versehen, sondern am Übergang zur Gehäusefront wurde auch noch das NZXT Logo in das Mesh-Gitter eingeprägt.

Mit einem Blick auf die Gehäuseoberseite findet man einen zur linken Gehäuseseite hin ausgerichteten Luftauslass vor, welcher wie auch der Lufteinlass an der Gehäusefront mittels eines feinen Mesh-Gitters realisiert wurde.

Zwar sind die verbauten Mesh-Gitter so fein ausgelegt, dass sie das Gehäuseinnere sehr gut vor eindringendem Staub schützen, jedoch lassen sich solche Mesh-Gitter deutlich schlechter reinigen als abnehmbare Staubfilter.
Der Bereich neben dem in der Gehäuseoberseite eingearbeiteten Lufteinlass wurde vollständig geschlossen gehalten und hätte so gesehen wie beim schon länger erhältlichen H9 Elite ausreichend Platz für die Unterbringung des I/O-Panels geboten.
Unterhalb des abnehmbaren Gehäusedeckels kann man bis zu drei 120-mm-Lüfter bzw. zwei 140-mm-Lüfter montieren. Auch die Montage eines bis zu 360 mm großen Radiators ist an dieser Stelle möglich.

Dank der eingelassenen Langlöcher kann man die Lüfter- oder Radiatormontage je nach Bedarf etwas weiter vorne oder hinten vornehmen.
Mit einem Blick auf die Gehäuserückseite findet man einen Aufbau vor, welchen man so nur von wenigen Gehäusen am Markt kennt. Anders als man es von den meisten Gehäusen her kennt, verfügt das H6 RGB+ über einen Zweikammeraufbau, bei welchem das Gehäuse vertikal in zwei unterschiedliche Bereiche unterteilt wurde.

Durch diesen speziellen Aufbau findet man den Montageplatz des Netzteils nicht an der oberen oder unteren Gehäusekante vor, sondern NZXT hat diesen in die hintere Kammer verlagert, wo er sich auf der Höhe des I/O-Shieldbefindet. Auf der anderen Seite des I/O-Shield hat NZXT einen weiteren Luftauslass in das Gehäuse eingearbeitet, an welchem schon ein 120-mm-RGB-Lüfter vorinstalliert wurde.
Im weiteren Verlauf der Gehäuserückseite sind auf der Seite, auf welcher das Mainboard montiert wird, sieben gelochte sowie mit einem ausgestanzten NZXT Logo versehene Slotblenden zu finden.
Mit einem Blick auf die Gehäuseunterseite findet man einen großflächigen Lufteinlass vor, welcher mit einem abnehmbaren Staubfilter ausgestattet wurde.

Wo hinter dem Staubfilter schon ein beleuchteter 360 mm Reverse Lüfter verbaut wurde, welcher durch die großen und gummierten Standfüße auch den Bereich unterhalb des Gehäuses beleuchtet, wurde am Übergang von der Gehäuseunterseite zu den beiden Außenseiten hin jeweils ein silberfarbenes Designelement verbaut. Auf der linken Gehäuseseite wurde dieses Designelement zudem mit einem ausgesparten NZXT Logo versehen, welches durch den am Gehäuseboden verbauten Lüfter mit beleuchtet wird.

Blick ins Innere:
Auch wenn man durch die große Glasscheibe, welche sich über zwei Seiten hinweg erstreckt schon einen guten Blick ins Innere des H6 RGB+ werfen kann, kann man alle Details erst nach dem Abnehmen der beiden Seitenwände erkennen.

Durch den speziellen Aufbau der beiden auf das Gehäuse aufgesteckten Seitenwände sollte man zur Demontage der linken Seitenwand im ersten Schritt den Gehäusedeckel vom Gehäusekorpus abnehmen. Anschließend kann man die Seitenwand leicht zu sich klappen und dann vom Gehäuse abnehmen.

Mit einem Blick auf den Mainboardschlitten findet man neben einem großen Ausschnitt zur Kühlermontage auch mehrere kleinere Aussparungen vor, welche nicht nur als Kabeldurchführungen dienen, sondern auch die Montage eines mit zur Rückseite hin ausgerichteten Anschlüssen ist dank dieser Aussparungen möglich.

Der Übergang von dem aus weiß lackiertem Stahlblech gefertigten Mainboardschlitten zu dem schon vorinstallierten 360-mm-RGB-Reverse-Lüfter an der abgeschrägten Gehäusefront wurde mittels einer geschwungenen Blende realisiert.

Im unteren Bereich des geschwungenen und mit einem eingeprägten NZXT Logo versehenden Übergang wurde das neue H6 RGB+ mit einem in der Höhe variabel einstellbaren Grafikkartenhalter ausgestattet.

Auch wenn NZXT das H6 RGB+ an der Gehäusefront mit einem 360-mm-Reverse-Lüfter ausgestattet hat, lässt sich an dieser Stelle aufgrund des fehlenden Platzangebots unter- und oberhalb des Lüfters sowie im Bereich des abgerundeten Übergangs zum Mainboardschlitten kein Radiator verbauen.
Durch das getrennte Zweikammerdesign des H6 RGB+ sucht man zudem den sonst häufig am Gehäuseboden zu findenden Netzteiltunnel vergeblich. Anstelle des Netzteiltunnels blickt man am Gehäuseboden auf einen vertieft in den Gehäuseboden eingelassenen 360-mm-Reverse-Lüfter.

Auch wenn der vorinstallierte Lüfter durch diesen Aufbau bündig mit dem Gehäuseboden abschließt, ist an dieser Stelle bedingt durch den Platzbedarf um den Lüfter herum keine Radiatormontage möglich.
Mit einem Blick auf die Rückseite des Mainboardschlittens findet man auf der Höhe der zur Kühlermontage eingelassenen Aussparung eine waagerecht verbaute Blende vor, welche als Stütze für das eingesetzte ATX-Netzteil fungiert.

Direkt unterhalb dieser Metallblende hat NZXT das H6 RGB+ mit einem modularen Festplattenrahmen ausgestattet. Neben einer 3,5″-Festplatte kann man an diesem Rahmen auch zwei 2,5″-Festplatten verbauen. Eine werkzeuglose oder gar entkoppelte Montage ist jedoch nicht möglich.

Hinter dem modularen Festplattenrahmen wurde da H6 RGB+ mit dem zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht einzeln erhältlichen Control Hub Lite ausgestattet, welcher im Gegensatz zum schon erhältlichen Control Hub nur mit drei anstelle der fünf 8-PIN-Anschlüsse ausgestattet wurde.

Um ein sauberes Kabelmanagement zu ermöglichen, wurde der Mainboardschlitten nicht nur mit mehreren Aufnahmepunkten für Kabelbinder ausgestattet, sondern NZXT hat auch im vorderen und oberen Bereich schon mehrere Klettkabelbinder vorinstalliert.
Der H6 RGB+ Midi-Tower wurde seitens NZXT sehr sauber verarbeitet und mit einem durchdachten Aufbau versehen. Leider hat NZXT jedoch auf einige in der Zwischenzeit gängige Features wie die Möglichkeit zur entkoppelten HDD-Montage sowie zwei getrennte Audioanschlüsse am I/O-Panel verzichtet.
Montage:
Den ersten Montageschritt kann man sich bei der Mainboardmontage sparen, denn NZXT hat die hierzu notwendigen Abstandshalter schon in den Mainboardschlitten eingedreht.
Durch die in den Mainboardschlitten eingelassene Aussparungen kann nicht nur die Montage des gewünschten CPU-Kühlers auch im Nachhinein durchgeführt werden, sondern es können auch Mainboards mit nach hinten ausgerichteten Anschlüssen in dem neuen H6 RGB+ verbaut werden.
Mit einem Platzangebot von 165 mm bekommt man in dem H6 RGB+ problemlos die meisten am Markt befindlichen Tower-Kühler unter. Will man einen Twin-Tower-Kühler in dem Gehäuse verbauen, so sieht dies jedoch schnell anders aus, denn die meisten Kühler dieser Art sind knapp 170 mm hoch und passen somit nicht in das Gehäuse.
Die Montage einer internen Wasserkühlung ist auf Wunsch ebenfalls möglich. Für den Fall, dass man eine solche Wasserkühlung verbauen möchte, kann man am Gehäusedeckel einen bis zu 360 mm großen Radiator verbauen. An der Gehäuserückseite kann zudem ein 120 mm großer Radiator verbaut werden. Auch wenn NZXT das Gehäuse an der Front sowie am Boden mit 360 mm großen Singleframe-Lüftern ausgestattet hat, ist bedingt durch das Platzangebot rund um diese Lüfter herum keine Montage eines entsprechenden Radiators möglich.
Die eingesetzte Grafikkarte darf bis zu 390 mm lang sein und lässt sich dank des am Gehäuseboden vorinstallierten Lüfters schon im Auslieferungszustand sehr gut kühlen. Schwere Erweiterungskarten lassen sich zudem mittels des vorinstallierten Grafikkartenhalters abstützen.
Die Montage einer 3,5″- und zwei 2,5″-Festplatten ist im modularen Festplattenkäfig, welcher unterhalb des Netzteilmontageplatzes in der hinteren Klimazone untergebracht ist, möglich.

Eine Möglichkeit zur entkoppelten und werkzeuglosen Montage bekommt man an dieser Stelle jedoch leider nicht geboten.
Das verwendete ATX-Netzteil darf bis zu 200 mm lang sein und kann nur in einer Richtung verbaut werden, sodass sichergestellt ist, dass das Netzteil stets frische Luft durch die Seitenwand ansaugen kann.
Dank des großzügigen Platzangebotes sowie den auf der Rückseite des Mainboardschlittens vorinstallierten Klettkabelbinder lassen sich überschüssige Kabel einfach und sauber verstecken. Dies ermöglicht nicht nur eine saubere Montage, sondern auch eine bessere Luftführung.

Durch die Kombination aus der seitenübergreifenden Echtglasseitenscheibe sowie den drei vorinstallierten ARGB-Lüftern gibt einem NZXT mit dem H6 RGB+ eine sehr gute Grundlage für den Aufbau eines schicken und leistungsstarken Gaming-Systems in die Hand.

Um die vorinstallierten RGB-Lüfter steuern zu können, muss man die schon von anderen NZXT-Produkten bekannte CAM-Software installieren.
Da NZXT all seine RGB-Komponenten, intelligenten Netzteile und Kühlungen über diese Software steuert, ist es möglich, verschiedene NZXT RGB-Komponenten miteinander kombinieren und synchronisieren zu können.
Im Gegensatz zu früheren Versionen der CAM-Software ist in der Zwischenzeit keine Registrierung mehr notwendig, wodurch man den vollen Softwareumfang auch ohne die Angabe von persönlichen Daten nutzen kann.
Auf der Startseite der CAM-Software findet man weiterhin einen Überblick über die wichtigsten Systemeigenschaften.

Wie wir es schon von den verschiedenen RGB-Komponenten aus dem Hause NZXT kennen, ist auch die Beleuchtungssteuerung der vorinstallierten RGB-Lüfter mittels weniger Klicks über die CAM-Software möglich.
Neben verschiedenen Beleuchtungseffekten kann man auch die Beleuchtungsfarbe an die eigenen Bedürfnisse anpassen.


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Über den Softwareabschnitt „Kühlung” kann man die Lüftersteuerung vornehmen. Neben voreingestellten Lüfterkurven kann man hier auch individuelle Lüfterkurven erstellen.

Hat man auch eine kompatible AiO-Wasserkühlung von NZXT verbaut, so kann auch diese über diesen Menüpunkt gesteuert werden.
Um die Kommunikation zwischen der CAM-Software und der vorinstallierten Steuereinheit zu ermöglichen, muss der Controller über einen internen USB-Anschluss mit dem Mainboard verbunden werden. Leider setzt NZXT bei dieser USB-Verbindung trotz der einfachen Belegung auf einen zweireihigen USB-Stecker, wodurch eine PIN-Reihe des USB-Anschlusses auf dem Mainboard mit einem unbelegten Stecker blockiert wird und somit nicht anderweitig genutzt werden kann.

Dieser Umstand kann einem vor allem dann zum Verhängnis werden, wenn man mehrere Komponenten von NZXT in seinem System verbauen möchte. Je nach eingesetzten Mainboard kann man sich dann nur noch mit einem optional erhältlichen internen USB-Hub 🛒 weiterhelfen.
Messungen:
Neben der Verarbeitung sowie der Ausstattung kommt es bei einem Gehäuse auch auf eine bestmögliche Kühlung und somit auf einen guten Luftstrom an.
Das hierzu eingesetzte Testsystem besteht aus diesen Komponenten:
- Mainboard: MSI – Z270 Gaming Pro Carbon 🛒
- Prozessor: Intel – Core i7 6700K 🛒
- Speicher: Crucial – 16GB Kit (2 x 8GB) DDR4-2666 🛒
- Grafikkarte: ATI-Radeon 5970
- Systemlaufwerk: FireCuda 530R SSD 2 TB mit Heatsink 🛒
- Kühler: NZXT T120 RGB Air Cooler 🛒
- Netzteil: NZXT C850 Gold ATX 3.1 🛒
- Wärmeleitpaste: ARCTIC – MX-5 🛒
Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 21,0 °C (zu Beginn der Testphase gemessen) entstanden. Die eingesetzten Lüfter werden bei maximaler Drehzahl betrieben. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller CPU Cores nach einem 30 minütigen Prime95 Stresstest.
Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC MX-5 Wärmeleitpaste 🛒, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.
Die erreichten Temperaturen sind abhängig von dem genutzten System und können auch auf ähnlichen Systemen abweichen, vor allem dann, wenn andere oder weniger Lüfter in dem System verbaut werden. Da wir in alle Gehäusetests die gleiche Testplattform einsetzen, lassen sich die Messwerte jedoch gut miteinander vergleichen.
Mit einem Blick auf das Messergebnis ist zu erkennen, dass die drei vorinstallierten Lüfter in Kombination mit ihrer Positionierung und dem gewählten Gehäuseaufbau für eine sehr gute Luftzirkulation und somit für eine gute Kühlung der verbauten Komponenten sorgen können.
Fazit:
Mit dem H6 RGB+ hat NZXT seine H6 Gehäuseserie um ein überarbeitetes Modell erweitert, welches in unserem Test nicht nur durch eine hochwertigere und schönere Optik, sondern auch durch eine sehr gute Kühlleistung überzeugen konnte. Von der optischen Seite her punktet das Gehäuse neben einer großflächigen Echtglasscheibe, welche sich von der linken Gehäuseseite bis auf die Gehäusefront erstreckt auch durch die drei vorinstallierten ARGB-Lüfter. Zwar sorgen die vorinstallierten Lüfter in Kombination mit dem gewählten Aufbau für eine gute Luftzirkulation im Gehäuseinneren, jedoch wird man aufgrund des gewählten Gehäuseaufbaus gerade dann, wenn man in dem Gehäuse eine Wasserkühlung verbauen will etwas eingeschränkt. An dieser Stelle hätte es dem Gehäuse sehr gutgetan, wenn es einfach ein paar Zentimeter höher und tiefer wäre, wodurch dann genügend Platz für einen an der Front bzw. dem Boden installierbaren Radiator schaffen würde. Durch die Aufteilung in zwei unterschiedliche Klimazonen bietet einem das H6 RGB+ jedoch nicht nur einen sehr cleanen Innenraum, sondern auch ein gutes Platzangebot für ein sauberes Kabelmanagement in der hinteren Klimazone. Was die Verarbeitung angeht, hat NZXT wie bei seinen vergangenen Modellen wieder saubere Arbeit abgeliefert. Leider haben wir jedoch auch bei diesem Gehäuse mit einem Blick auf die Ausstattung eine Möglichkeit zur entkoppelten und werkzeuglosen Montage sowie getrennte Audioanschlüsse bzw. einen im Lieferumfang enthaltenen Adapter vermisst. Preislich liegt der neue H6 RGB+ Dual-Chamber Midi-Tower zur Markteinführung bei knapp 200 € 🛒. Neben der von uns getesteten Version gibt es das H6 RGB+ auch in einer schwarzen Variante. Beide Farbvarianten sind zudem auch ohne vorinstallierte RGB-Lüfter und Control Hub Lite erhältlich.

Wir danken NZXT sehr für die Bereitstellung des Testmusters.

