Mouse: P.I. for hire im Game-Check

Mit Mouse: P.I. for hire haben wir heute einen Singleplayer Shooter im Stil von klassischen Cartoons der 1930er Jahre und gleichzeitig das Erstlingswerk des Entwicklers Fumi Games im Game-Check.

Welchen Eindruck die PC-Version des für alle aktuellen Plattformen erhältlichen Mouse: P.I. for hire Spiels bei uns hinterlassen hat, lest ihr in diesem Game-Check.

 

 

Hauptmenü:

Während das Spiel lädt, werden anfangs die Logos des Publishers sowie des Entwicklers angezeigt. Startet man das Spiel zum ersten Mal, folgt eine Reihe von Einstellungen, bevor man ins Hauptmenü gelangt.

Besondere Liebe zum Detail haben die Entwickler in die unterschiedlichen Einstellmöglichkeiten von Video- und Soundausgabe gesteckt. Hier kann man vom modernen scharfen Bild bzw. klaren Sound die Qualität wahlweise “verschlechtern” und an das Setting des Spiels in den 30er Jahren anpassen.

Wir haben uns für eine zeitgemäße Einstellung entschieden. Nach abschließenden Videoeinstellungen und dem üblichen Hinweis auf die Auto-Save-Funktion des Spiels kann es dann gleich loslegen.

Anschließend sehen wir im Hauptmenü einen Schreibtisch mit der typischen Ausrüstung eines Privatdetektivs aus den 30er Jahren.

Das Hauptmenü selbst ist sehr übersichtlich und klar strukturiert und wird auf der linken Seite angezeigt. Öffnet man die Einstellungen kann man die eingangs getroffenen Einstellungen, inklusive der “Verschlechterung” von Grafik und Sound auch im Nachhinein anpassen.

Im Untermenü für die Steuerung könnt ihr die generelle Steuerung inklusive Eingabegerät und Tastenbelegung einstellen.

Natürlich könnt ihr im Hauptmenü auch ein neues Spiel starten bzw. einen Spielstand fortsetzen. 

 

Erste Schritte im Spiel:

Legt ihr einen neuen Spielstand an, so könnt ihr aus einem von insgesamt drei Schwierigkeitsgraden wählen.

Für einigermaßen erfahrene Shooter-Spieler ist “Detektiv” mit Sicherheit eine gute Wahl. Möchtet ihr einfach die Story genießen nehmt ihr am besten “Neuling”, für die Spieler mit dem Wunsch nach knackigem Shooter-Gameplay steht “Superschnüffler” zur Auswahl.

Habt ihr euren Schwierigkeitsgrad ausgewählt, folgt ein kurzes und liebevoll gestaltetes Ladebild.

Das erste Level beinhaltet, welch Überraschung, ein kleines Tutorial. Hier werden euch die grundlegende Steuerung sowie Spielmechaniken erklärt. Dabei werden euch die Spielmechaniken in Form von Plakaten präsentiert.

Die Speicherpunkte in Form einer Schreibmaschine sind in allen Levels sinnvoll platziert. Sobald ihr eine solche im Spiel seht, so solltet ihr sie auch nutzen.

Mouse: P.I. for hire nimmt sich selbst nicht allzu ernst und hat sich von einigen Serien und Spielen inspirieren lassen. Kleine Hinweise auf das, was dem Spieler bevorsteht, sind ebenfalls auf den Plakaten zu entdecken.

Auch das Minigame, mit dem sich manche Schlösser und die versteckten Tresore öffnen lassen, wird am Anfang des Spiels erklärt.

Zum Abschluss des ersten Levels habt ihr die ersten Mäuse ins Reich der Käseträume geschickt. Zur Belohnung gibt es eine Cutscene.

 

Grafik & Sound:

Die Entwickler von Fumi Games haben bei der Gestaltung von Mouse: P.I. for hire wirklich viel Liebe zum Detail gezeigt.

Dies zeigt sich nicht nur beim Spielinhalt, sondern auch bei der Grafik von Mouse: P.I. for hire. Das Spiel ist ein klassischer Singleplayer Shooter mit handgezeichneten Rubberhouse-Animationen im Stil von klassischen Cartoons der 1930er Jahre. Schon in der ersten Cutszene ist zum Beispiel ein kleines Easter Egg auf eine der vielen Inspirationsquellen versteckt.

Das Spiel ist nur auf Englisch vertont, aber die Sprecher haben sich dabei viel Mühe gegeben. Wahlweise kann man die Sequenzen mit deutschen Untertiteln mitlesen.

Die Soundeffekte sind passend und knackig zum Spielgeschehen. Zu keinem Zeitpunkt hat uns die Musik im Spiel gestört. Das Gegenteil ist der Fall, sie trägt mit ihrem Big Band Jazz zur stimmigen Atmosphäre bei und könnte so auch in einem Speak Easy der 1930er Jahre laufen. Passend zum Spielgeschehen wird sie auf flotter und dramatischer. Dadurch ist es schon fast zu schade, die Musik im Menü leiser zu stellen. 

 

Gameplay:

Auch wenn das Spiel Mouse: P.I. for hire heißt, solltet ihr keine detaillierte Simulation des Arbeitsalltags eines Privatschnüfflers erwarten. Manche Hinweise sind leicht zu entdecken. Einige Hinweise muss man allerdings auch beachten und fotografieren. Verpasst man diese, fehlt ein kleines Puzzlestück der Story.

Nebenbei sind im Spiel auch etliche Geheimnisse wie die bereits erwähnten Tresore, Figuren, Comics und Baseballkarten mehr oder weniger gut versteckt.

In eurem Büro könnt ihr an der Ermittlungswand die gesammelten Hinweise anbringen und damit neue Spielabschnitte freischalten, um so die Story voranzutreiben. 

Das Spiel sortiert die Hinweise automatisch an der Pinwand und nachdem ihr alle Hinweise bearbeitet habt, könnt ihr anschließend in euer Auto steigen und zum nächsten Level fahren. Vor eurem Büro könnt ihr zudem noch mit unterschiedlichen NPCs sprechen. In den Gesprächen wird die Story ebenfalls vorangebracht und ihr könnt euch über diesen Weg auch zusätzliche Nebenaufgaben freischalten.

In den Levels könnt ihr außerdem Zeitungen finden, welche weitere Details der Story preisgeben.

Das Spiel möchte in erster Linie ein Singleplayer Shooter sein. Und das gelingt ihm definitiv gut. Aber aller Anfang ist schwer, die ersten Gegner müsst ihr mit einer Pistole bewältigen.

Die gute Nachricht ist, dass die Auswahl eures Arsenals im Spielverlauf stark anwächst. Dabei darf natürlich auch die Tommy-Gun nicht fehlen. Aber auch ausgefallenere Stücke finden sich in der Sammlung. 

All eure Waffen könnt ihr obendrein mit gefundenen Bauplänen aufrüsten, um beispielsweise die Magazinkapazität zu vergrößern oder die Genauigkeit zu erhöhen. 

Obwohl das Spiel ein knackiger Shooter ist, nimmt es sich dabei nicht allzu ernst. Neben den allgegenwärtigen Käse-Witzen gibt es auch eine gute Portion Action im Stil der Looney Tunes. So könnt ihr den Gegnern mit euren Waffen aber auch mit Tritten zu Leibe rücken.

Mit mancher Waffe gibt es obendrauf eine ordentliche Prise Cartoon-Violence, Itchy & Scratchy lassen an dieser Stelle grüßen. 

Knackiger als die normalen Gegner sind Boss-Fights, die euch am Ende eines Levels erwarten. Hier gilt es nicht nur blind aus allen Rohren auf die Gegner zu schießen, sondern man muss sich die Abläufe der Bewegungen sowie Attacken merken und zudem teilweise noch Rätsel lösen, um die Bosse verwundbar zu machen. Die Boss-Fights sind fordernd, aber fair gestaltet.

Sollte es euch doch mal erwischen werdet ihr in den Mäuse-Himmel befördert.

Im Verlauf des Spiels, dürft ihr neben dem klassischen schwarz-weißen Look auch ein Level teilweise in Farbe spielen.

 

Fazit:

Mouse: P.I. For Hire ist eines jener seltenen Spiele, das von der ersten bis zur letzten Minute weiß, was es sein will – und diesen Anspruch mit Bravour einlöst. Als liebevolle Hommage an die klassischen Cartoons der 1930er Jahre atmet jede Szene den Geist einer längst vergangenen Zeichentrickära: die federnden „Rubber Hose”-Animationen, die ausdrucksstarken Charaktere und die schwarz-weiße Optik lassen Erinnerungen an die Pioniere des Animationsfilms aufleben. Die Präsentation besticht dabei nicht nur durch wunderschön animierte Figuren und diese unverkennbare Schwarz-Weiß-Ästhetik, sondern es wird auch durch fantastische Sprachausgabe, viel Liebe zum Detail geschaffen und ein Jazz-Soundtrack untermalt dies dahin gehend, dass man eben diese Klassiker erinnert wird.
Doch Mouse: P.I. For Hire ist weit mehr als nur ein hübsches Aushängeschild. Auch die Kämpfe sind großartig, mit einer ordentlichen Auswahl an Waffen, flüssigen Bewegungen und spannenden Duellen, die den Spieler bis zum Schluss in Atem halten. Die teilweise übertriebene Cartoon-Gewalt erinnert dabei bisweilen herrlich an Itchy & Scratchy – jenes berüchtigte Duo aus den Simpsons, das Gewalt seit jeher mit einem Augenzwinkern zelebriert. Der Wechsel zwischen knackigen Schussgefechten und kurzen atmosphärischen Ermittlungselementen sowie die vielen versteckten Geheimnisse in den Levels sorgen zudem für eine angenehme Abwechslung im Spielfluss.
Unterm Strich liefert Mouse: P.I. For Hire ein für seinen Preis von aktuell 29,90 € 🛒 recht umfangreiches und abwechslungsreiches Abenteuer, das Genre-Fans wie Neulinge gleichermaßen begeistern dürfte. Wer einen frischen, mutigen Shooter mit unverkennbarem Charakter sucht, ist hier goldrichtig.

Wir danken den Entwicklern von Fumi Games und dem Publisher PlaySide für die Bereitstellung des Testmusters.

Mouse: P.I. for hire

0.00
9.6

Grafik

9.5/10

Sound

9.5/10

Steuerung

9.5/10

Story / Inhalt

9.5/10

Preis

10.0/10