Mit der Combat Liquid 240 SE haben wir heute eine 240-mm-AiO-Wasserkühlung von Levelplay im Test, welche neben einer guten Kühlleistung sowie einer schicken Optik auch mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen möchte.

Welche Details in der Combat Liquid 240 SE stecken und wie sich die 240-mm-AiO-Wasserkühlung von Levelplay in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Test.
Technische Details:
| Maße: | Radiator: 277 x 120 x 27 mm (B x H x T) Pumpe: 85 x 70 x 47.5 mm |
| Materialien: | Aluminium (Radiator) Kupfer, Kunststoff (Pumpeneinheit) |
| Pumpengeschwindigkeit: | 800 – 3000 U/Min |
| Spannung (Pumpe): | 12 V |
| Anschluss (Pumpe): | 1x 4-Pin PWM 1x 5V RGB |
| Beleuchtung (Pumpe): | ARGB |
| Schlauchlänge: | 30 cm |
| Lüftergröße: | 240 x 120 x 25.5 mm |
| Drehzahl: | 800 – 2000 RPM |
| Lautstärke: | max. 35 dBA |
| Anschluss: |
1x 4-Pin PWM-Lüfter
1x 5V RGB |
| Beleuchtung (Lüfter): |
ARGB
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| Kompatibilität: |
|
Lieferumfang:
- Combat Liquid 240 SE
- ARGB-Lüfter (240 x 120 mm)
- Montagematerial (AMD und Intel Sockel)
- Backplate
- 8 x Befestigungsschrauben
- Montageanleitung
- Schlauchklammern
- Wärmeleitpaste

Design und Verarbeitung:
Die Combat Liquid 240 SE wird von Levelplay in einer Verpackung geliefert, welche in einem schwarz/orangefarbenen Grunddesign gehalten ist und auf der Vorderseite neben der Modellbezeichnung sowie einem Produktbild der enthaltenen AiO-Wasserkühlung auch mit einem Hinweis auf die integrierte ARGB-Beleuchtung bedruckt wurde.

Wo die linke Verpackungsseite mit einer Auflistung der technischen Details bedruckt wurde, findet man auf der Verpackungsrückseite mehrere Produktbilder vor, welche einem neben den wichtigsten Details auch einen Eindruck darüber vermitteln, wie sich die AiO-Wasserkühlung in ein System eingliedern kann.

Entnimmt man die Combat Liquid 240 SE aus ihrer Verpackung, so hat man einen 240 mm große AiO-Wasserkühlung vor sich liegen, bei welcher der enthaltenen Lüfter schon am Radiator montiert wurden.

Die Combat Liquid 240 SE AiO-Wasserkühlung wurde mit einer Pumpeneinheit ausgestattet, welche mit einer Bauhöhe von 41 mm relativ flach ausfällt, optisch jedoch nicht gerade unauffällig daher kommt. Das zylinderförmige Gehäuse der Pumpeneinheit wurde in der unteren Hälfte aus schwarzem Kunststoff gefertigt.

Bei der oberen Hälfte setzt Levelplay hingegen auf ein leicht transluzentes Kunststoffelement, welches an dieser Stelle als Diffusorelement für die dahinter verbauten ARGB-LEDs dient.

Auf der Oberseite wurde die Pumpeneinheit zudem noch mit einem schwarz eloxierten und gebürsteten Aluminiumelement ausgestattet, welches mit dem Levelplay Logo bedruckt wurde.
Damit man das aufgedruckte Logo trotz der vier möglichen Montagerichtungen der Pumpeneinheit stets gut lesen kann, lässt sich die obere Gehäusehälfte der Pumpeneinheit frei drehen.
Die auf die fest mit dem Pumpengehäuse verbundenen Anschlüsse gepressten Schläuche fallen mit einer Länge von 300 mm vergleichsweise kurt aus, wurden jedoch für eine schickere Optik sowie eine höhere Robustheit mit einem blickdichten Sleeving überzogen. Wie man es von den meisten AiO-Waküs in der Zwischenzeit kennt, lassen sich auch die bei der Combat Liquid 240 SE eingesetzten Anschlüsse leicht drehen. Im Gegensatz zu anderen AiO-Waküs sitzen diese jedoch recht straff, wodurch ein hoher Kraftaufwand zum Drehen der Anschlüsse notwendig ist.

Mit einem Blick auf die Unterseite des Pumpengehäuses findet man eine naturbelassene und sauber verarbeitete Bodenplatte vor, welche fast die gesamte Unterseite des Kühlergehäuses einnimmt.

Rund um die Bodenplatte herum wurde eine Montagevorrichtung in die Pumpeneinheit integriert, auf welche sich die beiden im Lieferumfang enthaltenen Montageträger aufdrehen lassen.
Im Inneren des Pumpengehäuses hat Levelplay eine PWM gesteuerte Pumpe verbaut, welche mit maximal 3.000 U/min arbeiten kann.
Wirft man einmal einen ersten Blick auf den aus matt schwarz lackiertem Aluminium gefertigten Radiator, so ist schnell zu erkennen, dass die verwendeten Schläuche nicht nur fest mit dem Pumpengehäuse verbunden sind, sondern auch auf die feststehenden Anschlüsse des Radiators gepresst wurden.

Auf der linken Seite wurde die Vorkammer zudem mit einem Verschluss ausgestattet, welcher es in der Theorie ermöglicht, das System nachfüllen zu können. Anders, als man es von vielen anderen aktuellen AiO-Wasserkühlungen her kennt, hat Levelplay diesen Verschluss jedoch mit einem Garantiesiegel versehen, wodurch eine Wartung durch den Nutzer zu einem Garantieverlust führen würde.
Auf der gegenüberliegenden Radiatorseite wurde eine schlanke Endkammer verbaut, welche im gleichen Design wie die rechteckige Vorkammer gehalten ist.

Betrachtet man die Kühlfinnen einmal etwas genauer, so ist zu erkennen, dass Levelplay den Radiator zwischen den beiden Außenwänden mit 12 Kanälen ausgestattet hat.

Die eingesetzten Lamellen wurden sauber mit den Kanälen und Außenseiten verlötet und weisen eine durchgehende Lackierung auf.

Zur Lüfter- sowie auch der Radiatormontage selbst wurde der Radiator auf der Ober- und Unterseite mit M3-Montagegewinden ausgestattet. Einen Lamellenschutz, welcher die unter den Montagebohrungen befindlichen Kühlfinnen vor zu tief eingedrehte Schrauben schützt, sucht man an dieser Stelle jedoch leider vergebens.

Solange man auf die mitgelieferten Schrauben zurückgreift, fällt dies nicht weiter ins Gewicht. Nutzt man jedoch optionale Schrauben, welche über ein durchgehendes Gewinde verfügen, so kann es eventuell vorkommen, dass diese zu lang sind bzw. zu tief eingedreht werden und es somit zu Beschädigungen an den unterhalb der Montagebohrungen befindlichen Kühlfinnen kommen kann.
Als Lüfter liefert Leveplay bei seiner Combat Liquid 240 SE AiO-Wasserkühlung anders als viele anderen Hersteller keine zwei getrennten 120-mm-Lüfter mit, sondern einen Einzelrahmenlüfter, welcher zwei 120-mm-ARGB-Lüfter in einem einzelnen Rahmen vereint.

Obwohl dieser Aufbau es grundlegend ermöglicht, eine geringere Anzahl an Schrauben zur Montage nutzen zu können, wurde der Lüfter seitens Levelplay mit acht Schrauben am Radiator vormontiert.
Wo auf der Vorderseite des Lüfterrahmens im Bereich der Montagebohrungen auf vorinstallierte Entkoppler verzichtet wurde,

wurde der Lüfterrahmen auf der Rückseite mit Moosgummientkopplern ausgestattet. Diese wurden jedoch so flach und weich ausgeführt, dass sie durch die Montage des Lüfters vollständig zusammengedrückt wurden und der Lüfterrahmen somit ohne eine wirksame Entkopplung auf dem Radiator aufliegt.

Um den Lüfter bestmöglich an das Design der AiO-Wasserkühlung anzupassen, wurden die beiden mit neun Lüfterblättern ausgestatteten Impeller aus leicht transluzenten Kunststoff gefertigt.

Durch den gewählten Aufbau dienen die Impeller zudem als Diffusor für die in die Lüfternarbe integrierten ARGB-LEDs.
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Befestigt sind die Impeller jeweils an vier Stegen, welche leicht gegen die Rotationsrichtung gebogen sind.

Als Anschlusskabel kommen bei dem Lüfter sowie auch der Pumpeneinheit schwarze Flachbandkabel zum Einsatz.
Die Verarbeitung der Combat Liquid 240 SE AiO-Wasserkühlung wurde seitens Levelplay ordentlich, aber nicht perfekt ausgeführt. Neben der mangelhaften Lüfterentkopplung und der hohen Anzahl an Schrauben, mit welchen der Lüfter trotz seines Aufbaus am Radiator befestigt ist, hat uns auch die geringe Schlauchlänge sowie die Schwergängigkeit der drehbaren Anschlüsse an der Pumpeneinheit nicht so gut gefallen.
Montage:
Egal, ob man die AiO-Wasserkühlung auf einer Intel- oder AMD-CPU einsetzen möchte, muss man im ersten Schritt die jeweilige Montageplatte an der Pumpeneinheit befestigen.
Zur Montage auf einer aktuellen Intel-CPU (ältere 11xx Sockel werden nicht unterstützt) muss man im Nachgang die mitgelieferte Backplate montieren. Diese wird hierzu mit Montagebolzen bestückt und von der Rückseite aus auf das Mainboard gesteckt.
Erfolgt die Montage auf einem AMD-Sockel, so kann die vorinstallierten Backplate zum Eindrehen der benötigten Abstandshalter weiterverwendet werden.
Sobald diese Vorbereitung abgeschlossen ist, kann man den Wasserkühler auf die mit Wärmeleitpaste bestrichene CPU aufsetzen und mit den Montageschienen verschrauben.
Der mitgelieferte Lüfter ist werksseitig schon mittels acht Schrauben an dem Radiator befestigt. Die Montage des Radiators selbst erfolgt mittels acht kleiner M3-Schrauben.

Mit der gebotenen Schlauchlänge von 300 mm kann die Combat Liquid 240 SE je nach eingesetzten Gehäuse nicht an jeder beliebigen Position erfolgen. Gerade dann, wenn man ein etwas größeres Gehäuse sein Eigen nennt, kann es schnell dazu kommen, dass die Schlauchlänge nicht ausreicht, um die AiO-Wasserkühlung an der Gehäusefront montieren zu können. Um die Schläuche jedoch parallel zueinander verlegen zu können, liegen dem Lieferumfang zwei Schlauchklammern bei, welche sich einfach auf die beiden Schläuche aufstecken lassen.
Testablauf:
Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 21 °C (zu Beginn der Testphase gemessen) entstanden. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller Performance-Cores während eines 30-minütigen Prime95 Stresstests.
Kommen bei einem getesteten Kühler Lüfter zum Einsatz, bei denen es sich um PWM-Lüfter handelt, welche ihre Geschwindigkeit selbst anpassen, so wird die PWM-Steuerung während des Tests deaktiviert.
Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC – MX-5 🛒 Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.
Bei den ermittelten Temperaturen handelt es sich um Messwerte, welche unter Extrembedingungen ermittelt wurden und so auch während langen Gaming-Sessions kaum erreicht werden.
Zudem ist zu beachten, dass die erreichten Temperaturen abhängig von dem genutzten System sind und auch auf ähnlichen Systemen abweichen können. Da wir jedoch alle Kühler unter diesen Bedingungen testen, lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen.
Als Referenz dienen alle Kühler, welche wir bis jetzt auf diesen Systemen getestet haben. CPU-Wasserkühler werden in Kombination mit einem Alphacool NexXoS ST30 Full Copper 360mm Radiator 🛒 getestet.
Testsystem:
Um eine typische Wärmeentwicklung abbilden zu können, welche in etwa der Wärmeentwicklung der meisten Nutzer während des Spielens entspricht, setzen wir in unserem Test auf ein Mittelklasse-Gaming-System, welches aus folgenden Komponenten besteht:
- Prozessor: Intel – Core i5 11600K @ 4,5 GHz 🛒
- Mainboard: NZXT – N7 Z590 🛒
- Speicher: ADATA – XPG – GAMMIX D45 16 GB 🛒
- Grafikkarte: Gainward – RTX 3070 Phantom GS 🛒
- Systemlaufwerk: ADATA – GAMMIX S70 1TB 🛒
- Netzteil: NZXT C1000 Gold ATX 3.1 🛒
- Wärmeleitpaste: ARCTIC – MX-5 🛒
- Gehäuse: NZXT H6 Flow RGB 🛒
Um auch Anwendern, welche auf der Suche nach einem Kühler für ein sehr leistungsstarkes System sind, einen Vergleich bieten zu können, wird jeder kompatible Kühler auch in einem Z890 System getestet, welches aus diesen Komponenten besteht:
- Prozessor: Intel Core Ultra 9 285K 🛒
- Mainboard: NZXT N9 Z890 White 🛒
- Arbeitsspeicher: Kingstion FURY Renegade RGB 48GB Kit (2x24GB) DDR5 8400MT/s CL40 CUDIMM 🛒
- Grafikkarte: Gainward – RTX 3070 Phantom GS 🛒
- Systemlaufwerk: Kingston FURY Renegade G5 SSD 2TB 🛒
- Netzteil: NZXT C1000 Gold ATX 3.1 🛒
- Wärmeleitpaste: ARCTIC – MX-5 🛒
- Gehäuse: NZXT H6 Flow RGB 🛒
Neben diesem auf einer Intel-Plattform basierenden Testsystem haben wir auch einen Test auf einem AM5 System durchgeführt. Dieses Testsystem besteht aus folgenden Komponenten:
- Prozessor: AMD Ryzen 7 7700X 🛒
- Arbeitsspeicher: 2 x 16 GB ADATA – XPG – Lancer DDR5 5200 🛒
- Mainboard: NZXT N9 X870E 🛒
- Systemlaufwerk: Seagate – FireCuda 520 NVMe SSD 1TB 🛒
- Grafikkarte: ASUS GeForce Dual RTX 3060 12GB V2 OC Edition 🛒
- Netzteil: NZXT C1000 Gold ATX 3.1 🛒
- Wärmeleitpaste: ARCTIC – MX-5 🛒
- Gehäuse: NZXT H6 Flow RGB 🛒
Mit einem Blick auf die erreichten Testergebnisse ist zu erkennen, dass sich die Combat Liquid 240 SE AiO-Wasserkühlung im hinteren Bereich der von uns getesteten 240-mm-AiO-Wasserkühlungen platziert hat. Mit der gebotenen Kühlleistung ist die Wasserkühlung auf eine gute Kühlung eines Mittelklasse-Gaming-Systems ausgelegt. Im direkten Vergleich zu etwa gleich starken Modellen im Testfeld geht der auf der Combat Liquid 240 SE AiO-Wasserkühlung eingesetzte Lüfter jedoch mit einer merklich höheren Geräuschkulisse ans Werk. Der Lüfter ist hierbei nicht nur bei seiner Minimaldrehzahl lauter als vergleichbare Modelle, sondern vor allem bei maximaler Lüftergeschwindigkeit gehört die Combat Liquid 240 SE zu den lautesten Modellen im Testfeld.
Fazit:
Mit der Combat Liquid 240 SE hat Levelplay eine 240-mm-AiO-Wasserkühlung in seinem Sortiment, welche in unserem Test neben einem schon vormontierten Einzelrahmenlüfter auch mit einer ansprechenden Optik überzeugen konnte. Was die gebotene Leistung angeht, bringt die 240 mm große AiO-Wasserkühlung eine Kühlleistung mit, welche ausreichend ist, um ein Mitteklasse-Gaming-System auch an warmen Sommertagen problemlos kühlen zu können. Die gebotene Leistung erkauft sich die AiO-Wakü jedoch mit einer recht hohen Geräuschkulisse. Wo die eingesetzte Pumpe auf einem angenehmen Geräuschlevel arbeitet, gehört der vorinstallierte Lüfter zu den lauteren Modellen seiner Art. Zudem ist die seitens Levelplay am Lüfter angebrachte Moosgummientkopplung so dünn ausgeführt, dass die vorinstallierten Entkoppler soweit zusammengepresst werden, dass sie wirkungslos sind und der Lüfter ohne eine Entkopplung auf dem Radiator aufliegt. Das Einsatzgebiet der AiO-Wasserkühlung wird jedoch nicht nur durch die gebotene Kühlleistung begrenzt, sondern auch durch die gebotene Schlauchlänge, denn diese lässt keine Montage an der Gehäusefront eines größeren Gehäuses zu. Mit einem Blick auf die Optik überzeugt die Combat Liquid 240 SE AiO-Wasserkühlung nicht nur durch einen beleuchteten Einzelrahmenlüfter sowie die ebenfalls beleuchtete Pumpeneinheit, sondern auch durch die Möglichkeit, das auf der Pumpeneinheit angebrachte Diffusorelement und somit auch das darauf befindliche Levelplay Logo beliebig ausrichten zu können. Neben der von uns in diesem Test herangezogenen, schwarzen Version, bietet Levelplay die Combat Liquid 240 SE auch in einer weißen Variante an. Preislich liegt die von uns getestete Combat Liquid 240 SE aktuell bei knapp 70 € 🛒.

Wir danken Levelplay sehr für die Bereitstellung des Testmusters.


