IFA 2026: Belkin setzt auf neue Akku-Technik für kompaktere Powerbanks

Bei Powerbanks geht es längst nicht mehr nur um möglichst viele Milliamperestunden. Belkin nutzt die IFA 2026, um mit der neuen UltraCharge-Pro-Serie eine andere Entwicklung in den Mittelpunkt zu rücken: Semi-Solid-State-Akkus sollen mobile Energiespeicher kompakter, langlebiger und thermisch stabiler machen.

Die neuen Powerbanks gehören zu den ersten Belkin-Produkten, in denen die sogenannte BoostSolid-Cell-Technologie zum Einsatz kommt. Dabei wird die klassische Zellarchitektur um eine gelartige Schicht neben dem flüssigen Elektrolyten ergänzt. Dadurch sollen sich besonders schlanke Bauformen realisieren lassen, ohne bei der Alltagstauglichkeit Abstriche machen zu müssen.

Bis zu dreimal längere Lebensdauer

Ein wesentlicher Unterschied zu herkömmlichen Powerbanks liegt laut Belkin bei der Lebensdauer. Die UltraCharge-Pro-Modelle sollen bis zu dreimal länger durchhalten. Nach 1.000 Ladezyklen sollen noch bis zu 80 Prozent der ursprünglichen Kapazität zur Verfügung stehen.

Auch die thermische Überwachung wurde aufwendig ausgelegt. Analoge und digitale Temperatursensoren überprüfen die Batterie alle 250 Millisekunden. Werden definierte Betriebsgrenzen überschritten, kann die Stromzufuhr automatisch unterbrochen werden.

Belkin verspricht eine stabile Ladeleistung bei Temperaturen zwischen 0 und 40 Grad Celsius. Die Akkus wurden zudem unter anderem auf Stürze, Vibrationen, hohe und niedrige Temperaturen sowie Nageldurchstich getestet.

5.000 mAh im besonders flachen Gehäuse

Das kompaktere Modell der Serie ist die UltraCharge Pro 5K. Die magnetische Powerbank ist lediglich 8,8 Millimeter dick und bietet eine Kapazität von 5.000 mAh.

Für kabelloses Laden kommt Qi2 mit bis zu 15 Watt zum Einsatz. Über USB-C lassen sich angeschlossene Geräte ebenfalls mit Energie versorgen. Pass-Through Charging ermöglicht zudem, Powerbank und angeschlossenes Gerät gleichzeitig zu laden.

Belkin setzt bei dem Modell auf ein Metallgehäuse mit Soft-Touch-Oberfläche. Ein LED-Indikator informiert über den Ladezustand. Die UltraCharge Pro 5K ist in Schwarz und Sand erhältlich und kostet 69,99 US-Dollar.

10.000 mAh und bis zu 60 Watt

Für Nutzer mit höherem Energiebedarf ist die UltraCharge Pro 10K vorgesehen. Sie bietet 10.000 mAh und soll dank der neuen Zelltechnik rund 27 Prozent kompakter ausfallen als vergleichbare Powerbanks.

Besonders interessant ist die Ladeleistung: Über USB-C sind bis zu 60 Watt Power Delivery möglich. Damit eignet sich die Powerbank nicht nur für Smartphones und Tablets, sondern auch für zahlreiche USB-C-Notebooks.

Zwei USB-C-Anschlüsse stehen zur Verfügung. Wird nur einer genutzt, sind bis zu 60 Watt möglich; bei paralleler Nutzung werden bis zu 30 Watt verteilt. Ein zusätzlicher USB-A-Port liefert bis zu 22,5 Watt.

Ein integriertes Display zeigt nicht nur den Akkustand, sondern auch Ladeleistung und thermische Informationen an. Für die Wiederaufladung stehen bis zu 40 Watt zur Verfügung.

Für unterwegs und auf Reisen

Beide Modelle sind für die Mitnahme im Flugzeug nach den entsprechenden Vorgaben ausgelegt. Belkin betont zudem die Sicherheitsausstattung der neuen Zellarchitektur.

Auch beim Verpackungskonzept will der Hersteller einen Schritt weitergehen: Die UltraCharge-Pro-Powerbanks werden in 100 Prozent plastikfreier Verpackung ausgeliefert.

Premiere auf der IFA 2026

Die UltraCharge-Pro-Serie feiert auf der IFA 2026 in Berlin ihre Premiere. Beide Modelle sind laut Belkin bereits über den eigenen Online-Shop bestellbar; der Verkauf über Amazon soll ab dem 8. September starten. Die US-Preise liegen bei 69,99 US-Dollar für die 5K und 89,99 US-Dollar für die 10K.

Mit der neuen Serie bringt Belkin damit eine Akkutechnologie auf die IFA, die langfristig auch bei vielen weiteren mobilen Geräten interessant werden könnte. Der entscheidende Punkt ist dabei nicht allein die höhere Kapazität, sondern die Kombination aus kompakter Bauweise, längerer Lebensdauer und verbessertem Temperaturmanagement.