Alienware wird 30 Jahre alt – und nimmt das Jubiläum zum Anlass, seine Monitor-Palette kräftig auszubauen. Auf der Computex präsentierte der Gaming-Spezialist gleich vier neue Displays, die sich sowohl an ambitionierte Gamer als auch an Nutzer richten, die ein leistungsfähiges und großes Panel für ihren Schreibtisch suchen.
Im Mittelpunkt steht dabei ein außergewöhnliches Modell: der Alienware AW3926QW. Der 39 Zoll große Gaming-Monitor kombiniert ein 5K-Ultrawide-Display mit moderner OLED-Technik und soll damit eine neue Leistungsklasse innerhalb der Alienware-Monitorfamilie eröffnen.

39 Zoll OLED mit 5K-Auflösung
Der AW3926QW verfügt über eine Auflösung von 5120 × 2160 Pixeln und ein Seitenverhältnis von 21:9. Das gebogene Display setzt auf eine RGB-Stripe-Tandem-OLED-Technologie und erreicht eine Bildwiederholrate von bis zu 165 Hz bei voller 5K-Auflösung.
Für Spieler, denen maximale Geschwindigkeit wichtiger ist als die native Auflösung, bietet der Monitor einen speziellen Dual-Mode. Bei 1080p sind bis zu 330 Hz möglich. Damit möchte Alienware sowohl anspruchsvolle Singleplayer-Spiele mit hoher Bildqualität als auch schnelle kompetitive Titel abdecken.
Die Reaktionszeit liegt bei lediglich 0,03 Millisekunden. Hinzu kommen HDR-Unterstützung, Dolby Vision sowie Unterstützung für variable Bildwiederholraten.
Auch bei den Anschlüssen zeigt sich der AW3926QW auf der Höhe der Zeit. DisplayPort 2.1 und HDMI 2.1 gehören ebenso zur Ausstattung wie USB-C mit bis zu 90 Watt Ladeleistung. Ein integrierter KVM-Switch ermöglicht zudem die Nutzung mehrerer Rechner mit einer gemeinsamen Tastatur und Maus.
Neuer 34-Zoll-OLED für schnelle Ultrawide-Gaming-Sessions
Neben dem großen Flaggschiff bringt Alienware mit dem AW3426DW eine neue Generation seines 34-Zoll-Ultrawide-Monitors auf den Markt.
Das Display arbeitet mit einer Auflösung von 3440 × 1440 Pixeln und erreicht eine Bildwiederholrate von 280 Hz. Zum Einsatz kommt eine weiterentwickelte Penta-Tandem-QD-OLED-Technologie, die unter anderem eine höhere Helligkeit und eine verbesserte Darstellung ermöglichen soll.
Auch hier beträgt die Reaktionszeit nur 0,03 Millisekunden. HDR, Dolby Vision sowie die Unterstützung von AMD FreeSync Premium Pro und NVIDIA G-SYNC sollen für eine möglichst flüssige und kontrastreiche Darstellung sorgen.
Eine überarbeitete Entspiegelung soll außerdem Reflexionen reduzieren, ohne die für OLED typische Darstellung tiefer Schwarztöne zu stark zu beeinträchtigen.
Zwei günstigere Modelle mit 240 Hz
Wer nicht unbedingt OLED benötigt, bekommt mit dem AW3426DWM und dem AW3226DM zwei deutlich günstigere Alternativen.
Der AW3426DWM setzt auf ein 34 Zoll großes Ultrawide-Panel mit 3440 × 1440 Pixeln. Die Bildwiederholrate beträgt 240 Hz, während die Reaktionszeit bei 1 Millisekunde liegt. Damit richtet sich das Modell an Spieler, die ein großes Ultrawide-Display mit hoher Geschwindigkeit suchen, ohne den Aufpreis für OLED bezahlen zu wollen.
Der AW3226DM ist mit 32 Zoll etwas kompakter und verwendet ein QHD-Panel mit 2560 × 1440 Pixeln. Auch hier sind 240 Hz möglich. Eine Reaktionszeit von 1 Millisekunde, AMD FreeSync Premium und HDR-Unterstützung gehören ebenfalls zur Ausstattung.
Preislich positioniert Alienware die beiden Modelle deutlich unterhalb der OLED-Varianten. Der 34-Zoll-Monitor soll rund 400 US-Dollar, der 32-Zoll-Monitor rund 300 US-Dollar kosten.
Alienware deckt damit mehrere Zielgruppen ab
Mit der neuen Monitor-Generation verfolgt Alienware eine klare Strategie. Während der AW3926QW vor allem Enthusiasten mit entsprechend leistungsfähiger Hardware ansprechen dürfte, richtet sich der AW3426DW an Nutzer, die ein schnelles und hochwertiges OLED-Ultrawide suchen.
Die beiden VA-Modelle AW3426DWM und AW3226DM sollen dagegen einen preislich leichter zugänglichen Einstieg ermöglichen. Trotz des niedrigeren Preises müssen Käufer dabei nicht auf hohe Bildwiederholraten verzichten.
Besonders der 39-Zoll-OLED fällt aus der Reihe. Die Kombination aus 5K-Auflösung, 21:9-Format, 165 Hz und OLED-Technik macht ihn zu einem ungewöhnlichen Gaming-Monitor. Gleichzeitig dürfte die erforderliche Rechenleistung für aktuelle Spiele bei voller Auflösung dafür sorgen, dass die 330-Hz-Funktion im niedrigeren Auflösungsmodus für bestimmte Nutzer durchaus interessant bleibt.
