DeepCool – AK400 Tower-Kühler im Test

Mit dem AK400 haben wir heute einen noch recht neuen Tower-Kühler von DeepCool im Test, welcher neben einer guten Kühlleistung auch mit einer guten Kompatibilität überzeugen möchte.

Welche Details in dem AK400 stecken und wie sich der schlanke Tower-Kühler von DeepCool in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Abmessungen: 127 x 97 x 155 mm
Gewicht: 661 g (inkl. Lüfter)
Heatpipes: 4 x 6 mm
Material: Kupfer (Bodenplatte / Heatpipes)
Aluminium (Kühlfinnen)
Lüfter:
120 mm
Drehzahl:  500 – 1850 ± 10% RPM
Luftstrom:
112,93 m³/h
Geräuschpegel:
28 dB(A)
Leistungsaufnahme:
1,56 Watt
Anschluss: 4 PIN PWM
TDP:
220 W
Kompatibilität: LGA 1150/​1151/​1155/​1156/​1200
AM4

 

Lieferumfang:

  • AK400 Tower-Kühler
  • FK120 Performance-Lüfter
  • Wärmeleitpaste (voraufgetragen)
  • Montagekit (Intel und AMD)
  • Montageanleitung
  • 2. Paar Lüfterklammern
  • Backplate

 

Design und Verarbeitung:

Der AK400 Tower-Kühler wird von DeepCool in einer weißen Verpackung geliefert, welche auf der Vorderseite neben der Modellbezeichnung auch mit einem Produktbild des enthaltenen Kühlers bedruckt wurde.

Eine Auflistung der technischen Daten findet man auf der Verpackungsrückseite.

Entnimmt man den AK400 aus seiner Verpackung, so hat man einen vormontierten Tower-Kühler vor sich stehen, bei welchem einem gleich die schlanke Bauform ins Auge fällt.

Um alle Details des Kühlers erkennen zu können, muss man im ersten Schritt den vorinstallierten 120-mm-Lüfter vom Kühlkörper abnehmen.

Der nun freigelegte Tower-Kühler zeigt sich mit einem symmetrischen Aufbau, was bedeutet, dass der Lamellenblock im Vergleich zu vielen anderen aktuellen Kühlern nicht versetzt zur Bodenplatte, sondern zentriert über der Bodenplatte angeordnet wurde.
Um die Luft innerhalb des Kühlturms zu beschleunigen und die Stabilität zu erhöhen, wurden die 54 Kühlfinnen auf den Außenseiten um 90° abgewinkelt.

Um bei diesem Aufbau Aufnahmepunkte für die Lüfterklammern zu schaffen, wurden die Kühlfinnen im mittleren Bereich nicht ganz so breit ausgeführt wie an den beiden Stirnseiten.

In die beiden Stirnseiten hat DeepCool die Kühlfinnen abwechselnd mit Vertiefungen und Erhebungen eingearbeitet, durch welche nicht nur die Fläche der Kühlfinnen erhöht wird, sondern es wurden durch diesen Aufbau auch kleine Vorkammern geschaffen.

Auf der Oberseite wurde der Lamellenblock für eine schickere Optik mit einer Kunststoffblende ausgestattet. DeepCool setzt hierbei auf einen grauen Kunststoffrahmen, in welchen eine schwarze und leicht strukturierte Kunststoffblende eingefasst wurde. Anders als man es von vielen anderen Kühlern her kennt, hat DeepCool an dieser Stelle auf ein sehr auffälliges Logo verzichtet und stattdessen ein kleines Kunststofflogo in die Kunststoffblende eingelassen.

Die verbauten Aluminiumfinnen sind auf vier vernickelte Kupferheatpipes gesteckt, welche einen Durchmesser von 6 mm haben und innerhalb des Lamellenblocks auf vier Reihen aufgeteilt sind.

DeepCool setzt bei der Bodenplatte nicht auf eine zweiteilige Bodenplatte, in welcher die Heatpipes eingefasst sind, sondern auf eine einteilige Aluminiumplatte.
Die Direct-Touch-Heatpipes wurden seitens DeepCool sehr sauber in die Bodenplatte eingefasst, wodurch zwischen den Heatpipes und der Bodenplatte nur hauch feine Riefen zu erkennen sind.

Um die Montage zu vereinfachen, hat DeepCool zudem schon die Wärmeleitpaste auf die Bodenplatte aufgetragen.
Auf der Oberseite hat DeepCool die Bodenplatte schon mit dem Montagesteg ausgestattet, mittels welchem der Kühler während der Montage am Montageträger befestigt wird.

Als Lüfter liefert DeepCool einen FK120 Performance-Lüfter mit, welchen wir uns kürzlich schon in einem separaten Test angeschaut haben.

Die FK120 Performance-Lüfter verfügen über einen vollständig schwarzen und sehr geradlinigen Aufbau.

Um eine bestmögliche Leistung erzielen zu können, wurden der aus hochwertigem Polybutylenterephthalat (PBT) so weit wie möglich an den Lüfterrahmen herangeführt.

Befestigt ist der Impeller der FK120 Performance-Lüfter an vier Stegen, welche gegen die Rotationsrichtung gebogen sind.

Dank der auf die Montagepunkte aufgezogenen Gummielemente lassen sich die FK120 Performance-Lüfter entkoppelt auf dem AK620 Twin-Tower-Kühler montieren.

Als Anschlusskabel kommt ein vieradriges Flachbandkabel zum Einsatz.

Auch wenn der AK400 Tower-Kühler nicht wie viele andere aktuelle Modelle mit einer schwarzen Beschichtung ausgestattet wurde, wurde die Verarbeitung des Kühlers sowie auch des mitgelieferten Lüfters sauber ausgeführt.

 

Montage:

Soll der Kühler auf einer AMD-CPU eingesetzt werden, so wird die werksseitig am Mainboard montierte Backplate in Kombination mit zusätzlichen Abstandshaltern und dem mitgelieferten Montageträger weiterverwendet.
Für die Montage auf einem Intel 1XXX-Sockel befindet sich eine entsprechende Backplate im Lieferumfang. Diese muss im ersten Schritt von der Rückseite aus an das Mainboard gehalten werden.
Ab diesem Zeitpunkt unterscheidet sich die Kühlermontage auf einem Intel-Sockel nicht mehr von der Montage auf einem AMD-Sockel, wodurch man die Backplate nun nur noch mittels Abstandshaltern bestücken muss, auf welche dann die mitgelieferte Montageschiene aufgelegen und verschrauben muss.
Im Anschluss kann der Kühler dank der schon voraufgetragenen Wärmeleitpaste direkt auf die CPU aufgesetzt und mit den Montageträgern verschraubt werden.
Etwas anders sieht es jedoch aus, wenn man den Kühler z. B. durch ein Systemwechsel neu montieren muss. Aufgrund der voraufgetragenen Wärmeleitpaste muss man in diesem Fall auf optionale Wärmeleitpaste* zurückgreifen.

Der mitgelieferte 120-mm-Lüfter kann genauso wie ein optionaler 120-mm-Lüfter ganz einfach mittels der im Lieferumfang enthaltenen Lüfterklammern am Kühlkörper befestigt werden.

Was die gebotene Kompatibilität angeht, steht der neue AK400 Tower-Kühler trotz seines symmetrischen Aufbaus sehr gut da. Denn dank der kompakten Abmessungen ragt der Kühler auch mit einem montierten Lüfter nicht in den Bereich des Arbeitsspeichers hinein. Mit der geringen Bauhöhe von nur 155 mm passt der Kühler zudem auch in viele schlanke Gehäuse.

 

Testablauf:

Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 21 °C (zu Beginn der Testphase gemessen) entstanden. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller Performance-Cores während eines 30-minütigen Prime95 Stresstests.

Kommen bei einem getesteten Kühler Lüfter zum Einsatz, bei denen es sich um PWM-Lüfter handelt, welche ihre Geschwindigkeit selbst anpassen, so wird die PWM-Steuerung während des Tests deaktiviert.

Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC – MX-5* Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.

Bei den ermittelten Temperaturen handelt es sich um Messwerte, welche unter Extrembedingungen ermittelt wurden und so auch während langen Gaming-Sessions kaum erreicht werden.

Zudem ist zu beachten, dass die erreichten Temperaturen abhängig von dem genutzten System  sind und auch auf ähnlichen Systemen abweichen können. Da wir jedoch alle Kühler unter diesen Bedingungen testen, lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen.

Als Referenz dienen alle Kühler, welche wir bis jetzt auf diesen Systemen getestet haben. CPU-Wasserkühler werden in Kombination mit einem Alphacool NexXoS ST30 Full Copper 360mm Radiator getestet.

 

Testsystem:

Um eine typische Wärmeentwicklung abbilden zu können, welche in etwa der Wärmeentwicklung der meisten Nutzer während des Spielens entspricht, setzen wir in unserem Test auf ein Mittelklasse-Gaming-System, welches aus folgenden Komponenten besteht:

 

 

Um auch Anwendern, welche auf der Suche nach einem Kühler für ein sehr leistungsstarkes System sind, einen Vergleich bieten zu können, wird jeder kompatible Kühler auch in einem Z690 System getestet, welches aus diesen Komponenten besteht:

 

Mit einem Blick auf die Testergebnisse ist zu erkennen, dass der AK400 in unseren Tests eine Kühlleistung erzielt hat, welche ausreichend hoch ist, um ein Mittelklasse-Gaming-System auch an warmen Sommertagen auf angenehmen Temperaturen kühlen zu können.
Bei dem Einsatz in einem solchen System bewegt sich die Geräuschkulisse des AK400 auf einem angenehmen Pegel.
Etwas anders sieht es hingegen aus, wenn dem Kühler von unserem Z690 Testsystem die maximale Leistung abverlangt wird. Denn um die in diesem System eingesetzte High-End-Gaming-CPU auf einer Temperatur halten zu können, mit der ein erfolgreicher Abschluss des Tests möglich war, muss der auf dem AK400 verbaute Lüfter mit seiner vollen Drehzahl von 1.850 U/min arbeiten, wodurch der Kühler auch aus dem geschlossenen Gehäuse heraus zu hören ist.

Für den Fall, dass einem die gebotene Kühlleistung bei eventuellen OC-Versuchen oder dem Einsatz einer entsprechenden CPU nicht ausreichend hoch sein sollte, kann man den Kühler problemlos mit einem zweiten Lüfter im Push-Pull-Betrieb betreiben.
In diesem Fall würde man sich die zusätzliche Leistung aber auch mit einer deutlich höheren Geräuschkulisse erkaufen, wodurch der Kühler dann nichts mehr für Silentliebhaber wäre.

 

Fazit:

Mit dem AK400 hat DeepCool einen schlanken und zugleich schlichten Tower-Kühler in sein Sortiment aufgenommen, welcher sich ohne viel Schnickschnack auf das wesentliche konzentriert. Trotz der schlanken Bauweise konnte der Kühler in unserem Test eine Kühlleistung erzielen, welche nicht nur für eine sehr gute Kühlung eines Mittelklasse-Gaming-Systems ausreicht, sondern auch die Kühlung einer High-End-Gaming-CPU ist mit dem AK400 bis zu einem gewissen Grad möglich. Etwas anders sieht es hingegen bei der Geräuschkulisse aus. Wo der Kühler in einem Mittelklasse-System mit einer angenehmen Geräuschkulisse agiert, dreht der verbaute Performance-Lüfter unter Volllast mit 1.850 U/min recht hoch und ist in diesem Zustand auch aus einem geschlossenen Gehäuse heraus deutlich wahrnehmbar. Von der optischen Seite her ist der neue AK400 durch die naturbelassenen Kühlfinnen in einem recht dezenten Design gehalten. Einzig die auf der Oberseite verbaute Kunststoffblende wertet den Kühler optisch etwas auf. Auch wenn der Kühler nicht mit einer farblichen Beschichtung versehen wurde, wurde die Verarbeitung des Kühlers sowie auch des vormontierten Lüfters seitens DeepCool sauber ausgeführt. Passend zum Einsatzgebiet, welches beim AK400 im Consumer-Bereich liegt, bietet der Kühler dank seiner kompakten Abmessungen nicht nur eine sehr gute Kompatibilität, sonder der Kühler wurde zur schnelleren und einfacheren Montage auch schon mit einer dünnen Schicht Wärmeleitpaste ausgestattet. Preislich liegt der neue AK400 Tower-Kühler aktuell bei knapp 35 €*.

Wir danken DeepCool für die Bereitstellung des Testmusters.

DeepCool - AK400 Tower-Kühler

7.9

Kühlleistung

8.0/10

Verarbeitung

8.0/10

Montage

9.5/10

Kompatibilität

10.0/10

Lautstärke

8.0/10

Modding

3.0/10

Lieferumfang

8.0/10

Preis

9.0/10

Pro

  • Kompatibilität
  • Verarbeitung
  • Einfach Erstmontage
  • Entkoppelte Lüftermontage
  • Optionaler Push-Pull-Betrieb möglich

Contra

  • Geräuschpegel bei maximaler Lüfterdrehzahl
  • Optionale Wärmeleitpaste bei Neumontage notwendig