be quiet! – Dark Rock 5 Tower-Kühler im Test

Mit dem Dark Rock 5 haben wir heute das neuste Modell aus der Dark Rock Serie von be quiet! im Test, welches die 5. Generation der Dark Rock Serie zwar von der Größe her nach unten hin abrundet, im Gegensatz zum Dark Rock 4 aber dennoch mit einer optimierten Kühlleistung und Montage überzeugen möchte.

Wie sich die 5. Generation des bekannten Dark Rock Singel-Tower-Kühler von be quiet! in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Abmessungen (inkl. Lüfter): 101 x 136 x 161 mm (L x B x H)
Gewicht: 1003 g
Material: Aluminium (Kühlfinnen), Kupfer (Bodenplatte, Heatpipes)
TDP: 210 Watt
Geräuschlevel 50 / 75 / 100 % RPM: 11.9 / 23.2 / 29.8 dB(A)
Heatpipes: 6 x 6 mm
Kompatibilität: Intel: 1700 / 1200 / 1150 / 1151 / 1155
AMD: AM5 / AM4
Lüfter: 120 x 120 x 25 mm (Front)
Lüftergeschwindigkeit:
Max. 2100 RPM
Stromaufnahme: 0,20 A (Front)
Anschluss: 4-PIN-PWM
MTBF: 300.000 Stunden

 

Lieferumfang:

  • Dark Rock 5
  • 120 mm SilentWings 4 Lüfter
  • Montagematerial Intel / AMD
  • Schraubenschlüssel
  • Montageanleitung
  • 4 x Lüfterklammern

 

Design und Verarbeitung:

Der Dark Rock 5 wird von be quiet! in einer Verpackung geliefert, welche in einem schwarzen Grunddesign gehalten ist. Die Vorderseite wurde neben der Modellbezeichnung auch mit einem Produktbild des enthaltenen Kühlers bedruckt. Eine Auflistung der technischen Details findet man auf der linken Verpackungsseite.

Die Verpackungsrückseite wurde neben einer kurzen Beschreibung auch mit zwei Detailbildern bedruckt.

Entnimmt man den Dark Rock 5 aus seiner Verpackung, so hat man einen Tower-Kühler vor sich stehen, welcher in einem vollständig schwarzen Design gehalten ist und im direkten Vergleich zum Vorgängermodell deutlich schlichter ausfällt.

Wie wir es schon vom Dark Rock Pro 5 her kennen, erhält auch der schlankere Dark Rock 5 dieses schlichtere Design vor allem durch die aufgesetzte Abschlussblende.
Die schwarze Aluminiumblende wurde mit einer mittig eingearbeiteten Erhöhung versehen, auf welche ein silber glänzendes be quiet! Logo aufgebracht wurde. Links und rechts von diesem erhöhten Bereich wurde die Abschlussblende mit einem feinen und farblich passend zum Kühler lackierten Mesh-Gitter ausgestattet.

Die eingesetzte Blende lässt sich durch die gewählte Montageart, welche mittels eines Magneten realisiert wurde, zwar in zwei Richtungen montieren, eine Möglichkeit, dass be quiet! Logo bei einer nur um 90° gedrehten Kühlermontage richtig auszurichten, gibt es jedoch leider nicht.

Um die Abschlussblende auf dem Lamellenblock montieren zu können, hat be quiet! die oberste Kühlfinne neben einem mittig eingebrachten Kunststoffelement, welches den zur Montage notwendigen Magneten enthält, auch mit vier in den Ecken angebrachten Schaumstoffelementen ausgestattet, welche die aufgesetzte Blende abstützen und gleichzeitig auch entkoppeln.

Neben den besagten Montagepunkten kann man bei einem Blick unter die Abschlussblende auch die aus den obersten Kühlfinnen herausstehenden Enden der 6-mm-Heatpipes sowie eine Montagebohrung zur Durchführung des mitgelieferten Schraubenziehers erkennen.

Betrachtet man den asymmetrich über der Bodenplatte angeordneten Lamellenblock einmal von der Außenseite, so werden einem als ersten die unteren drei Kühlfinnen auffallen, welche für eine bessere Kompatibilität zu Speichern mit hohen Kühlkörpern nicht in der vollen Breite ausgeführt wurden. Alle weiteren Kühlfinnen wurden mit kleinen Vertiefungen ausgestattet, an denen sich die Lüfterklammern für den mitgelieferten 120-mm-Lüfter befestigen lassen.

Mit einem Blick Vorderseite des Lamellenturms ist zu erkennen, dass die in der vollen Tiefe ausgeführten Lamellen über einen abgestuften Aufbau verfügen, durch welchen in der Kühlermitte eine Vorkammer geschaffen wurde. Dieser spezielle Aufbau sorgt dafür, dass auch den sonst “tote” Bereich hinter der Lüfternarbe mit Luft durchströmt wird.

Wie wir es auch schon vom größeren Dark Rock Pro 5 her kennen, wurden die Kühlfinnen auf der Seite des Luftauslasses teilweise vertieft ausgeführt.

Der vollständig schwarz beschichtete Lamellenturm ist auf sechs ebenfalls schwarz beschichtete 6-mm-Kupferheatpipes aufgesteckt. Die Kupferheatpipes wurden hierbei passend zur schwarzen Ausführung des Kühlers ebenfalls mit einer schwarzen Keramikbeschichtung versehen und durchlaufen die Bodenplatte U-förmig gebogen.

Die vernickelte Unterseite der Kupferbodenplatte unseres Testmusters wurde sehr sauber und ohne jegliche Riefen verarbeitet.

Die Oberseite der Bodenplatte dient zugleich als Montageträger und wurde aus diesem Grund schon mit den benötigten Montageschrauben ausgestattet. Um einen Hotspot direkt über der Bodenplatte zu vermeiden, wurde die Bodenplatte zwischen den Montagepunkten zudem noch mit kleinen Kühlfinnen ausgestattet.

Als Lüfter kommen auf dem Dark Rock 5 ein 120-mm-Lüfter aus der SilentWings 4 Serie zum Einsatz. Der Lüfter verfügt über einen eckigen Lüfterrahmen, welcher im Gegensatz zu den einzeln erhältlichen Silent Wings 4 Modellen nicht über auswechselbare Montageelemente ausgestattet wurde.

Die fest mit dem Lüfterrahmen verbundenen Montagepunkte verfügen jedoch über die von den normalen Silent Wing 4 Lüfter bekannten Anti-Vibrations-Befestigungspunkte. Zudem wurden die Lüfter auch mit der gummierten Kante am Lufteinlass ausgestattet, wodurch die komplette Auflagefläche, welche den Lamellenblock berührt, entkoppelt ist.

Der verbaute Impeller verfügt über neun lang gezogene und bis auf einen Millimeter an den Lüfterrahmen herangeführte Lüfterblätter, welche an ihrer Ober- und Unterseite eine geriffelte Oberfläche aufweisen. Dieses luftstromoptimierte Lüfterblatt-Design reduziert die geräuschverursachenden Luftturbulenzen.

Befestigt ist der Impeller an vier Stegen, welche gegen die Rotationsrichtung gebogen sind.

Die Verarbeitung des Dark Rock 5 wurde hochwertig und zudem auch optisch ansprechend ausgeführt.

 

Montage:

Zur Montage auf einem Intel-Sockel liegt dem Lieferumfang eine entsprechende Backplate bei. Soll der Kühler auf einer AMD-CPU verbaut werden, so wird der Kühler an der Backplate befestigt, welche schon vom Mainboardhersteller vormontiert ist.
Wie ihr es aus unseren vergangenen Tests her kennt, beschreiben wir die Montage auch in diesem Kühler anhand eines Intel-Sockels. AMD Nutzer können somit einfach den Montageschritt der Backplate überspringen.

Die mitgelieferte Backplate wird von der Mainboardrückseite aus mit vier Gewindebolzen bestückt. Über diese werden auf der Vorderseite des Mainboards Abstandshalter geschraubt. Auf die gerade angebrachten Abstandshalter werden dann wiederum die Montageschienen gelegt und befestigt.
Im Anschluss kann der Kühler auf die zuvor mit Wärmeleitpaste bestrichene CPU aufgesetzt und verschraubt werden. Dank der abnehmbaren Abschlussblende sowie des im Lieferumfang enthaltenen Schraubenziehers sind die am Montageträger vorinstallierten Montageschrauben einfach und schnell zu erreichen.

Der mitgelieferte Lüfter wird mittels zwei Lüfterklammern am Lamellenblock befestigt. Dank der zusätzlichen Klammern aus dem Lieferumfang kann der Kühler auf Wunsch mit einem 2. Lüfter bestückt und im Push-Pull-Betrieb betrieben werden.

 

Testablauf:

Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 21 °C (zu Beginn der Testphase gemessen) entstanden. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller Performance-Cores während eines 30-minütigen Prime95 Stresstests.

Kommen bei einem getesteten Kühler Lüfter zum Einsatz, bei denen es sich um PWM-Lüfter handelt, welche ihre Geschwindigkeit selbst anpassen, so wird die PWM-Steuerung während des Tests deaktiviert.

Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC – MX-5 🛒 Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.

Bei den ermittelten Temperaturen handelt es sich um Messwerte, welche unter Extrembedingungen ermittelt wurden und so auch während langen Gaming-Sessions kaum erreicht werden.

Zudem ist zu beachten, dass die erreichten Temperaturen abhängig von dem genutzten System  sind und auch auf ähnlichen Systemen abweichen können. Da wir jedoch alle Kühler unter diesen Bedingungen testen, lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen.

Als Referenz dienen alle Kühler, welche wir bis jetzt auf diesen Systemen getestet haben. CPU-Wasserkühler werden in Kombination mit einem Alphacool NexXoS ST30 Full Copper 360mm Radiator getestet.

 

Testsysteme & Messergebnisse:

Um eine typische Wärmeentwicklung abbilden zu können, welche in etwa der Wärmeentwicklung der meisten Nutzer während des Spielens entspricht, setzen wir in unserem Test auf ein Mittelklasse-Gaming-System, welches aus folgenden Komponenten besteht:

 

Um auch Anwendern, welche auf der Suche nach einem Kühler für ein sehr leistungsstarkes System sind, einen Vergleich bieten zu können, wird jeder kompatible Kühler auch in einem Z690 System getestet, welches aus diesen Komponenten besteht:

 

Neben diesen beiden auf einer Intel-Plattform basierenden Testsystemen haben wir auch einen Test auf einem AM5 System durchgeführt. Dieses Testsystem besteht aus folgenden Komponenten:

Mit einem Blick auf die erzielten Testergebnisse wird man schnell feststellen, dass der neue Dark Rock 5 in unserem Test durchweg eine sehr gute Kühlleistung erzielen konnte. Lässt man einmal die im Testfeld befindlichen Wasserkühlungen außen vor, so ist zu erkennen, dass sich der neue Dark Rock 5 nicht nur vor Kühlern behaupten kann, welche mit zwei Lüftern bestückt sind, sondern mit der gebotenen Kühlleistung kommt der Kühler auch fast an die Leistung des ein oder anderen Twin-Tower-Kühlers heran.

 

Fazit:

Mit dem Dark Rock 5 hat be quiet! seine 5. Generation der Dark Rock Kühlerserie mit einem Single-Tower-Kühler nach unten hin abgerundet, welcher in unserem Test neben einem dezenten Design auch mit einer sehr guten Kühlleistung überzeugen konnte. Wie wir es schon vom größeren Dark Rock Pro 5 her kennen, wurde auch der neue Dark Rock 5 zum Erreichen dieser Eigenschaften mit einigen Optimierungen versehen. Den Anfang macht hierbei das moderne Design, welches sich durch seine Schlichtheit sehr gut in einen dezenten aber dennoch schicken Gaming-PC integrieren lässt. Neben abgerundeten Lamellenkanten, welche dem Kühler schon ein deutlich moderneres Design verpassen, hat be quiet! den Dark Rock 5 auch mit einem abnehmbaren Topcover ausgestattet. Dieses lässt sich durch die verbauten Magnete zwar sehr einfach um 180° gedreht montieren, jedoch gibt es trotz dieser Anpassbarkeit leider keine Möglichkeit, das auf der Blende befindliche Logo so auszurichten, dass es bei einem um 90° gedreht montierten Kühler richtig ausgerichtet ist. Abgesehen von dem ansprechenderen Design wurde der Dark Rock 5 auch mit einem Silent Wings 4 Lüfter ausgestattet, welcher neben einer gesteigerten Leistung auch mit einer noch besseren Laufruhe überzeugen kann. In Kombination mit dem asymmetrisch angeordneten und für einen Tower-Kühler recht breit ausgeführten Lamellenblock kann der Kühler nicht nur eine sehr gute Kühlleistung erzielen, sondern der Dark Rock 5 bietet einem auch eine gute Kompatibilität zu hohen Kühlkörpern auf Arbeitsspeichern und Spannungswandlern. Preislich liegt der sehr sauber verarbeitete und dezent designte Tower-Kühler zur Markteinführung bei 69,90 € 🛒.

Wir danken be quiet! sehr für die Bereitstellung des Testmusters.

be quiet! – Dark Rock 5 Tower-Kühler

9.2

Kühlleistung

9.0/10

Verarbeitung

9.5/10

Montage

9.5/10

Kompatibilität

10.0/10

Lautstärke

9.5/10

Design / Modding

7.0/10

Lieferumfang

10.0/10

Preis

9.0/10

Pro

  • Kompatibilität
  • Design
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Sehr gute Kühlleistung
  • Entkoppelte Lüftermontage
  • Optionaler Push-Pull-Betrieb möglich

Contra

  • (be quiet! Logo nicht in jeder Richtung ausrichtbar)