Amazfit – T-Rex 2 – Robuste Outdoor-GPS-Smartwatch im Test

Mit der T-Rex 2 haben wir heute eine robuste Outdoor-GPS-Smartwatch von Amazfit im Test, welche nicht nur durch einen sehr robusten Aufbau überzeugen möchte, sondern auch durch eine einfache Handhabung sowie einen guten Funktionsumfang.

Welche Details in der T-Rex 2 stecken und wie sich die Outdoor-GPS-Smartwatch von Amazfit in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Design
 
Farben:
Astroschwarz & Gold
Ember Black
Wild Green
Desert Khaki
Betriebssystem:
Zepp-Operation-System (Zepp-OS)
:
47,1 x 47,1 x 13,65 mm
66,5g
Gehäusematerial:
Polymerlegierung
Tasten:
4
Wasserbeständigkeit:
10 ATM (10 Bar / 100m)
Display
 
Material:
AMOLED
Größe:
1,39 Zoll
Auflösung:
454 x 454
Pixel:
326
Touchscreen:
Glasmaterial
Akku
 
Akkukapazität:
500 mAh (Nennwert)
Magnetischer 2-poliger Pogo-Stift
Ca. 2 Stunden
Akkulaufzeit:
 
Durchschnittliche Nutzung:
Bis zu 24 Tage
Energiesparmodus:
Bis zu 45 Tage
Starke Nutzung:
Bis zu 10 Tage
Durchgehende GPS-Positionierung:
Bis zu 26 Stunden
Ausgeglichene GPS-Positionierung:
Bis zu 50 Stunden
Energiesparende GPS-Positionierung:
Bis zu 58 Stunden
Extrem niedrige Temperaturen
(GPS ein):
Bis zu 10 Stunden
Extrem niedrige Temperaturen
(GPS aus):
Bis zu 9 Tage
Armband
 
Materialien:
Silikon
Breite:
22 mm
Minimaler/Maximaler Handgelenksumfang:
140 – 205 mm
Verschluss:
Klassische Dornschließe (Kunststoff)
Sensoren
 
Gesundheit:
Biometrische Sensor BioTrackerTM 3.0 PPG (Unterstützt Blutsauerstoff, 6 Fotodioden)
Bewegung:
Geschwindigkeitssensor
Gyroskopsensor
Kompass
Höhenmesser
Umgebungslichtsensor
Ortung:
Dual-Band & 5-fache Satellitenortung
Verbindung:
Bluetooth 5.0 BLE
Gesundheitsfunktionen
 
24 Std. Monitoring:
Herzfrequenz
Sauerstoffsättigung
Stressniveau
Manuelle Messung:
Herzfrequenz
Sauerstoffsättigung
Stressniveau
One-Tap-Messung
Überwachung der Schlafqualität:
Schlafphasen (einschließlich REM)
Mittagsschlaf
Atemqualität im Schlaf
Schlafbewertung
System zur Bewertung des Gesundheitszustands:
PAI
Atemübungen:
Support
Tracking des Menstruationszyklus:
Support
Gesundheitserinnerungen:
Abnormal hohe & niedrige Herzfrequenz
Niedriger Blutsauerstoffgehalt
Hohes Stressniveau
Sportfunktionen
 
Sportprogramme:
158+
:
Outdoor-Laufen, Laufband, Gehen, Traillauf, Indoor-Gehen, Gehen (Sport), Bahnlauf
Radfahren:
Outdoor-Radfahren, Spinning, Mountainbiking, BMX
Schwimmen:
Beckenschwimmen, Freiwasserschwimmen, Flossenschwimmen, Synchronschwimmen
:
Klettern, Wandern, Orientierungslauf, Felsklettern, Angeln, Jagen, Skateboarden, Inlineskaten, Parkour, ATV, Geländemotorrad
:
Crosstrainer, Rudergerät, Stufenlaufband, Stepper, Spinning, Indoor-Fitness, Mixed Aerobic, Cross-Training, Aerobic, Gruppen-Calisthenics, Bodycombat, Krafttraining, Step-Training, Core-Training, Beweglichkeitstraining, Freies Training, HIIT, Yoga, Pilates, Gymnastik, Reck, Barren, Battle Rope, Dehnen
Tanzen:
Square Dance, Turniertanz, Bauchtanz, Ballett, Street Dance, Zumba, Lateinamerikanischer Tanz, Jazztanz, Hip-Hop-Tanz, Poledance, Breakdance, Folk-Tanz, Tanzen, Moderner Tanz, Disco, Stepptanz
Kampfsport:
Boxen, Ringen, Kampfkunst, Tai Chi, Muay Thai, Judo, Taekwondo, Karate, Kickboxen, Fechten, Jiu-Jitsu, Kendo
Ballsport:
Fußball, Strandfußball, Basketball, Volleyball, Beachvolleyball, Baseball, Softball, Rugby, Hockey, Tischtennis, Badminton, Tennis, Squash, Gateball, Cricket, Handball, Bowling, Polo, Racquetball, Billiard, Sepak Takraw, Dodgeball, Wasserball, Eishockey, Shuttlecock, Indoor-Fußball, Footbag, Boccia, Pelota, Floorball, Golf
Wassersport:
Outdoor-Bootfahren, Segeln, Kajak, Rudern, Drachenboot, Stand-Up-Paddling, Indoor-Surfen, Tubing, Wasserskilaufen, Schnorcheln, Kite-Surfen, Surfen
:
Skilaufen, Snowboarden, Skiabfahrtslauf, Skilanglauf, Ski-Orientierungslauf, Biathlon, Outdoor-Skating, Curling, Bobsport, Rodeln, Schneemobil, Schneeschuhwandern
:
Schach, Dame, Go, Bridge, Brettspiel
Sonstige:
Seilspringen, Bogenschießen, Reitsport, Fahren, Treppensteigen, Triathlon
Intelligente Erkennung:
15 Krafttrainingsbewegungen
8 Sportbewegungen
Triningsplan:
Trainingsvorlagen (über die Zepp-App)
Intervalltraining (über die Uhr)
Bahnlauf-Modus
Intelligente Bahnkorrektur
Virtueller Schrittzähler
Trainingsauswertung:
PeakBeats™

 

Lieferumfang:

  • T-Rex 2 Smartwatch (einschließlich Standardarmband)
  • Magnetische Ladestation
  • Bedienungsanleitung
 
 

Design und Verarbeitung:

Die noch recht neue T-Rex 2 Smartwatch wird von Amazfit in einer Verpackung geliefert, welche in einem dunklen Grunddesign gehalten ist. Auf der Verpackungsvorderseite wurden neben der Modellbezeichnung und einem Produktbild der enthaltenen Smartwatch auch die wichtigsten Features abgedruckt.

Auf der Verpackungsrückseite findet man Infos über die enthaltene Farbvariante sowie die Systemvoraussetzungen.

Entnimmt man die T-Rex 2 aus ihrer Verpackung, so hat man eine Smartwatch vor sich liegen, welche einen sehr mächtigen und robusten ersten Eindruck hinterlässt.

Dieses robuste Design erlangt die T-Rex 2 Smartwatch durch das recht klobige und zugleich kantige Gehäusedesign.

Amazfit hat unserem Testmuster der T-Rex 2 eine anthrazitfarbene und metallbeschichtete Lünette spendiert, welche neben der Beschriftung für die verbauten Tasten auch mit drei roten Markierungen bedruckt wurde. Um diese Aufdrucke besser vor äußeren Einflüssen zu schützen, wurde die Beschriftung zudem vertieft in die Lünette eingearbeitet.

Die Lünette umgibt ein rundes 1,39″ AMOLED-Touch-Display, welches eine Auflösung von 454 x 454 Pixel und einer Punktdichte von 326 Pixel bietet. Dank der sehr guten Helligkeit von 1000 Nits lässt sich das Display auch in einer hellen Umgebung noch sehr gut ablesen.

Verschlossen wird das Gehäuse durch vier 3-Loch-Sicherheitsschrauben.

Mit solchen Schrauben ist auch das aus Silikon gefertigte Armband an der T-Rex 2 befestigt, wodurch der Austausch nur mittels einen speziellen Schraubenzieher möglich ist.

Das eingesetzte Armband ist am Übergang zur Uhr mit einem geriffelten Bereich ausgestattet, welcher sich gut in das Design der Uhr eingliedert.

Über die in das Armband eingelassenen 18 Einstelllöcher lässt sich das Armband an einen Handgelenkumfang von 140 – 205 mm anpassen.

Zum Verschluss des Armbands kommt eine aus schwarzem Kunststoff gefertigte Dornschließe zum Einsatz. Auch wenn die T-Rex 2 ganze 15 nach Militärstandard 810G ausgeführte Tests überstanden hat, hätten wir uns gerade für das Einsatzgebiet, für welches die Smartwatch ausgelegt ist, eine aus Metall gefertigte Schließe gewünscht.

Schaut man sich die Smatwatch einmal von der linken Seite aus an, so ist zu erkennen, dass das runde Uhrgehäuse mittig mit zwei Erhebungen ausgestattet wurde, welche auf dieser Uhrseite für einen kantigen und robusten Aufbau sorgen.

Passend zu diesem Aufbau wurden auch die beiden auf der linken Seite befindlichen Bedienelemente nicht nur aus Metall gefertigt, sondern auch mit einer geriffelten Oberfläche ausgestattet, welche einem eine bessere Haptik bietet.

Mit einem Blick auf die rechte Gehäuseseite findet man einen recht ähnlichen Aufbau vor. Wo sich auf der linken Außenseite die beiden Erhebungen befinden, hat Amazfit die T-Rex 2 auf der rechten Seite jedoch mit einer Vertiefung ausgestattet, in welcher sich ein kleiner Lautsprecher befindet.
Zum Schutz wurde oberhalb des Lautsprechers eine mit dem Amazfit Schriftzug bedruckte Aluminiumblende angebracht.

Um die Handhabung gerade dann, wenn man sich in einer feuchten Umgebung oder gar im Wasser befindet, zu vereinfachen, wurde die Smartwatch auch auf der rechten Seite mit zwei Bedienelementen ausgestattet.

Mit einem Blick auf die Unterseite des aus schwarzem Kunststoff gefertigten Uhrgehäuses findet man mittig eine kleine Erhebung vor, in welcher neben zwei Pogo-Pins, über welche der im Inneren der Uhr verbaute Akku aufgeladen wird, auch die Sensoren zur Messung der Herzfrequenz und Co. verbaut wurden.

Der im Lieferumfang enthaltene Charger wird über einen USB Type A Anschluss angeschlossen und wurde neben einer zur Uhr passenden Bauform auch mit einem integrierten Magneten ausgestattet, wodurch der Charger während des Ladevorgangs fest an der Uhr haftet und eine Verpolung nicht möglich ist.

Als Akku kommt im Inneren der T-Rex 2 ein 500 mAh starker Akku zum Einsatz, welcher abhängig von der Nutzung eine Betriebszeit von bis zu 24 Tagen erzielen soll. Die Ladezeit des Akkus selbst beträgt ca. zwei Stunden. Da die T-Rex 2 nicht nur für Outdoor-Anwender, sondern auch für Sportler und Anwender entwickelt wurde, welche einfach eine alles könnende Wollmilchsau am Handgelenk tragen, hat Amazfit die T-Rex 2 mit einer ganzen Reihe an Sensoren ausgestattet.
Für die Ermittlung der Gesundheitsdaten wurde in der Uhrunterseite ein BioTrackerTM 3.0 PPG Sensor verbaut, welche über sechs Fotodioden verfügt und auch die Ermittlung des Blutsauerstoffgehalts unterstützt.
Zur Ermittlung der getätigten Bewegungen oder aber auch einfach nur zur Anpassung der Bildschirmhelligkeit wurden die T-Rex 2 mit fünf zusätzlichen Sensoren ausgestattet. Hierbei handelt es sich um einen Geschwindigkeitssensor, einen Gyroskopsensor, einen Kompass, einen Höhenmesser und einen Umgebungslichtsensor.
Zur Ortung und einer Echtzeitnavigation wurde die T-Rex 2 zudem mit einem Dual-Band GPS ausgestattet.

Die Verarbeitung der T-Rex 2 wurde seitens Amazfit nicht nur sehr sauber, sondern auch sehr robust ausgeführt. Um den besonders robusten Aufbau abzurunden, hätten wir uns jedoch eine aus Metall gefertigte Schließe gewünscht.

 

Einrichtung:

Auch wenn man die erste Inbetriebnahme der T-Rex 2 sicherlich kaum abwarten kann, sollte man die vorgeladene Smartwatch vor der ersten Nutzung vollständig aufladen.

Hierzu muss der im Lieferumfang enthaltene Charger einfach an ein USB-Ladegerät oder einen freien USB-Port am Notebook bzw. PC anschließen und die Smartwatch auf den Charger auflegen. Je nach Ladezustand nimmt der Ladevorgang bis zu zwei Stunden in Anspruch.

Ist die Smartwatch vollständig aufgeladen, so kann man mit der Kopplung und Einrichtung beginnen. Hierzu steht im jeweiligen App-Store die Zepp-App zum kostenlosen Download bereit.

Nachdem man die Zepp-App das erste Mal gestartet hat, wird man dazu aufgefordert, sich mit einem bestehenden Zepp-Account anzumelden bzw. einen Account anzulegen. Für den Fall, dass man noch nicht über einen Zepp-Account verfügt, kann man sich z. B. auch mittels eines bestehenden Facebook- oder Google-Kontos anmelden.

Sobald man sich eingeloggt hat, muss man im nächsten Schritt die Nutzungsbedingungen bestätigen und die gewünschte Sprache auswählen.

Damit die App die von der Smartwatch ermittelten Daten richtig verarbeiten kann, ist im nächsten Schritt noch die Eingabe persönlicher Daten notwendig.

Da die Zepp-App nicht nur mit unterschiedlichen Uhren kompatibel ist, sondern auch mit Waagen, Kopfhörern und Laufbändern, muss man zur eigentlichen Einrichtung der T-Rex 2 im nächsten Schritt auf die Schaltfläche “Uhr” klicken.

Um die Zepp-App im Anschluss mit der T-Rex 2 koppeln zu können, muss man nun die Smartwatch einschalten und in der App auswählen, dass man eine Uhr hat, welche einem einen QR-Code anzeigt.
Einschalten lässt sich die T-Rex 2 über das rot markierte Bedienelement auf der rechten Gehäuseseite, welche auf der Lünette mit “SEL” beschriftet ist.

Sobald man den auf der Smartwatch angezeigten Barcode mit seinem Smartphone abgescannt hat, muss man den Verbindungsaufbau noch auf der T-Rex 2 bestätigen.

Im Anschluss ist die T-Rex 2 im Grunde schon vollkommen einsatzbereit.
Um die Bedienung jedoch gerade am Anfang etwas zu vereinfachen, wird man in der App im nächsten Schritt durch eine kurze Bedienungsanleitung geführt.

Nachdem diese Grundeinrichtung abgeschlossen wurde, kann man noch die Firmware der Smartwatch aktualisieren.
Eine Aktualisierung der Firmware sorgt nicht nur dafür, dass eventuelle Fehler behoben werden, sondern ein Firmwareupdate kann auch den Funktionsumfang der Smartwatch erweitern.

Nachdem das Firmwareupdate abgeschlossen ist, landet man im Einstellungsmenü der T-Rex 2, womit man gleich die wichtigsten Grundeinstellungen vornehmen kann.

Über den Menüpunkt “Gesundheitsüberwachung” kann man alle Einstellungen der für die Gesundheitsüberwachung notwendigen Sensoren vornehmen.
Wir haben die T-Rex 2 in unserem Test so eingestellt, dass die Herzfrequenz automatisch alle 10 Minuten ermittelt, jedoch keine Alarmierung bei einer zu niedrigen oder zu hohen Herzfrequenz erfolgen soll.

Ebenfalls ohne eine automatische Alarmierung aktiviert haben wir die Ermittlung des Schlafwertes sowie den Stressmonitor und die Messung des Blutsauerstoffgehaltes.

Über die Benachrichtigungseinstellungen kann man einstellen, kann man einstellen, wann sich die Uhr durch ein Vibrieren oder auch einen Ton bemerkbar machen soll.

Neben der Möglichkeit, dass die Uhr auf eingehende Anrufe oder SMS reagiert,

kann man die T-Rex 2 auch auf Aktionen bestimmter Apps reagieren lassen. Ruft man z. B. mit seinem Smartphone auch E-Mails ab, so kann man sich diese auch auf der Uhr anzeigen lassen.

Die Möglichkeit, mit einem beliebigen Text auf Nachrichten antworten zu können, bietet einem die T-Rex 2 jedoch leider nicht. Auch auf eine eingehende SMS oder Whatsapp-Nachricht kann man lediglich mit ein paar vorgegebenen Antworten reagieren.

Zwar sind auf der T-Rex 2 schon ein paar unterschiedliche Zifferblätter vorinstalliert,

über den Menüpunkt “Ziffernblatt-Theke” gelangt man jedoch in einen kleinen Store, in welchem man neben vielen kostenpflichtigen Ziffernblätter auch kostenlose Watchfaces herunterladen kann.

Um den Funktionsumfang der T-Rex 2 erweitern zu können, beinhaltet die Zepp-App auch einen eigenen App-Store. Im direkten Vergleich zu anderen Anbietern wie Samsung und Apple fällt die Auswahl der hier angebotenen Apps jedoch noch sehr begrenzt aus.

Über den Menüpunkt “Uhreinstellungen” gelangt man in ein Untermenü, in welchem man alle Einstellungen vornehmen kann, welche die Uhr direkt betreffen.

An oberster Stelle ist hier der Punkt ” Display und Helligkeit” zu finden, über welchen man nicht nur die Displayhelligkeit sowie die Zeit bis zum automatischen Abschalten des Displays einstellen kann, sondern es lässt sich auch ein Zeitplan für die Einstellung des Always-On-Displays hinterlegen.

Über den Menüpunkt “Klang und Vibration” kann man, wie der Name schon vermuten lässt, die Lautstärke des integrierten Lautsprechers einstellen sowie die integrierte Vibrationsfunktion aktivieren bzw. deaktivieren.

Unter dem Punkt “Training” kann eine automatische Trainingserkennung sowie die GPS-Genauigkeit eingestellt werden.

Über das Untermenü “DND” kann ein Zeitraum festgelegt werden, in welchem die Uhr weder auf Apps eingehende Nachrichten oder Anrufe reagiert. Im aktivierten Zeitraum gibt die Uhr zudem auch bei einer automatischen Trainingserkennung keinen Ton von sich.

Für den Fall, dass man die Uhr sperren möchte, wenn man sie von Handgelenk abnimmt, kann man über den Menüpunkt ” Sperren und Passwort bei Abnahme vom Handgelenk” einen PIN-Code hinterlegen, welcher zur erneuten Nutzung der Uhr eingegeben werden muss.

Über die weiteren Menüpunkte kann man einstellen, welche Funktion auf der Schnellstarttaste (obere Taste auf der rechten Uhrseite) liegen soll, sowie welche Funktionen im Kontrollzentrum, welches sich über ein nach unten Wischen auf dem Display aufrufen lässt, angezeigt wird.

Neben diesen Einstellungsmöglichkeiten kann man über die Grundeinstellungen auch die Sichtbarkeit sowie das teilen des gemessenen Puls bei Aktivität aktivieren.

Im Laborbereich hat Amazfit zudem eine Funktion in die Software integriert, welche es ermöglicht, die im gekoppelten Smartphone verbaute Kamera auszulösen. Dies kann gerade dann von Vorteil sein, wenn man ein Gruppenfoto aufnehmen und dabei selbst auf dem Foto sein möchte.

Sobald man die Einrichtung abgeschlossen hat, steht der Nutzung der T-Rex 2 nichts mehr im Wege.

 

Bedienung:

Die Steuerung der T-Rex 2 kann wahlweise über den verbauten Touchscreen oder die vier auf den Außenseiten verbauten Druckknöpfe erfolgen.

 Ab Werk sieht die Belegung wie folgt aus:

  • Aufrufen der Trainings:
    Unteres rechtes Bedienelement oder nach links wischen

  • Übersicht der Sportprofile: Oberes rechtes Bedienelement

  • Übersicht der Gesundheitsdaten und Widgets: Unteres linkes Bedienelement oder nach rechts wischen.


  • Aufrufen der Schnellstart-Funktionen: Oberes linkes Bedienelement oder nach oben Wischen
  • Anzeigen der Benachrichtigungen: Nach links wischen

Während des Trainings oder der Navigation Uhr-Funktionen übernehmen die vier Bedienelemente diese Funktionen:

  • oben rechts: Auswahltaste
  • unten rechts: Zurück-Taste
  • oben links: nach oben scrollen
  • unten links: nach unten scrollen

Dank dieser Bedienelemente ist man nicht zwingend auf die Bedienung über das Touch-Display angewiesen, wodurch auch während Tauchvorgängen oder beim einfachen Schwimmen keine versehentlichen Eingaben vorgenommen werden.
Im Gegensatz zu vielen anderem Smartwatches, welche man auch unter der Dusche oder beim Schwimmen nutzen kann, muss man bei der T-Rex 2 keine Bildschirmsperre aktivieren oder die Berührungsintensität ändern. Erfolgen unter fließendem oder stehendem Wasser keine Eingaben auf dem Touch-Display, so zeigt sich die T-Rex 2 erfreulicherweise vollkommen unbeeindruckt vom Element Wasser.

 

Test:

In unserem Test musste sich die noch recht neue T-Rex 2 nicht nur im Alltag sowie bei sportlichen Aktivitäten beweisen, sondern sie wurde auch härteren Bedingungen getestet.

Dank des verwendeten Silikonarmbands vermittelte die T-Rex 2 während unserer Testzeit sowohl im Alltag als auch beim Sport sowie während des Schlafens ein angenehmes Tragegefühl. Einzig während des Schlafens kann das recht dicke Gehäuse unter Umständen als etwas störend empfunden werden.

Um die recht mächtige Smartwatch im Alltag vergleichsweise unauffällig zu nutzen, lässt sich die Smartwatch mit unterschiedlichen Ziffernblättern versehen, welche sich nicht nur auf den reinen Outdoor-Bereich konzentrieren, sondern es stehen auch sehr schichte Ziffernblätter zur Auswahl, welche einem auf Wunsch aber dennoch eine Vielzahl an Informationen preisgeben können.

In den meisten Fällen wird hierbei zumindest die aktuell zurückgelegte Schrittzahl sowie die aktuelle Herzfrequenz angezeigt.

Neben der Möglichkeit, aus über 150 unterschiedlichen Sportarten zu wählen und ein entsprechendes Training zu starten, kann die T-Rex 2 anhand von Bewegungsmustern auch automatisch verschiedene Aktivitäten erkennen und ein entsprechendes Training starten.
Im Details werden Gehen, Indoor-Gehen, Outdoor-Laufen, Laufband, Outdoor-Radfahren, Beckenschwimmen, Crosstrainer und Rudergerät automatisch von der Smartwatch erkannt.

Diese automatische Erkennung meldete sich auch in unserem Test spätestens dann, wenn man einmal mehrere Minuten am Tag durchs Office läuft oder schnell einmal in der Mittagspause zum nahe gelegenen Bäcker geht. Wird ein solches Training erkannt, kann man natürlich aus dem vollen Funktionsumfang der Uhr schöpfen und auch ein Tracking der zurückgelegten Strecke aufzeichnen. Alle aufgezeichneten Daten werden hierbei wahlweise beim Öffnen der Zepp-App oder durchgehend mit der Zepp-App synchronisiert und können dort noch genauer als auf der Uhr selbst ausgewertet werden.

Hierzu ist die T-Rex 2 mit einer Dual-Band-GPS–Navigation ausgestattet, welche die Unterstützung von fünf Satellitenortungssystemen bietet.
Im Detail werden stromsparendes GPS, Standard-GPS, Beidou (BDS), GLONASS und Galileo unterstützt. Die gewünschte Genauigkeit kann hierbei in den Uhreinstellungen vorgenommen werden.
Für den Fall, dass man einmal auf dem schnellsten Weg zurück an den Ausgangspunkt gelangen möchte, kann man sich direkt über die Uhr zum Startpunkt navigieren lassen.

Wird ein Training manuell oder automatisch gestartet, so wechselt die Uhr in den Trainingsmodus, in welchem die Grundfunktion der Uhr (Anzeige von Datum und Uhrzeit) deutlich eingeschränkt, wodurch die Uhrzeit und die Akkuanzeige der Uhr nur noch klein am oberen Rand angezeigt wird.
Anstelle dieser Funktionen rückt das jeweilige Training selbst in den Fokus. So bekommt man je nach Training z. B. die Trainingszeit, Distanz, Geschwindigkeit und Herzfrequenz oder aber auch der aufgezeichneten Strecke angezeigt.

Dank des geänderten Designs sind alle wichtigen Daten während eines Trainings schnell und einfach ablesbar.

Neben der Nutzung im Alltag sowie auch bei sportlichen Aktivitäten ist unser Testmuster der T-Rex 2 in unserem Testzeitraum nicht nur mehrfach in der Dusche oder Badewanne baden gegangen, sondern hat auch mehrere Tage unter verschärften Bedingungen mitmachen müssen.
Neben Besuchen in Freizeitparks, in welchen die Uhr Kräften von bis zu 4,6 G und ordentlich Spritzwasser und somit auch schnellen Temperaturwechseln von weit über 30 °C auf knapp 13 °C überstehen musste,

wurde die T-Rex 2 von uns auch in offenen Gewässern sowie in Schwimm- und Spaßbädern inkl. Saunabesuchen getestet, wodurch die Uhr nicht nur mit Wellengängen und einem Strömungskanal zurechtkommen musste, sondern mittels einer Freifallrutsche auch mit einer Geschwindigkeit von knapp 50 km/h ins Wasser eingetaucht wurde und anschließend gleich Temperaturen von gut 90 °C ausgesetzt war.

Die T-Rex 2 reagierte in allen Testszenarien problemlos auf die getätigten Eingaben und zeichnete auch unter erschwerten Bedingungen alle Gesundheitsdaten auf.

Die aufgezeichneten Gesundheitsdaten lassen sich hierbei nicht nur über die Uhr selbst, sondern auch über die gekoppelte Zepp-App auswerten.

Die ermittelten Daten werden zudem dazu genutzt, einen PAI-Wert zu ermitteln, welcher im besten Fall täglich bei 100 liegen soll. Liegt der PAI-Wert dauerhaft bei über 100, so ist laut Forschungsergebnissen der HUT Fitness Study an der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technologie das Risiko geringer, dass man an einer Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems sterben wird. Zudem soll auch die eigene Lebenserwartung steigen, wenn man seinen PAI-Wert bei einem Wert von über 100 hält.

Während unseres Testzeitraums haben wir die von der T-Rex 2 ermittelte Herzfrequenz mit einem Garmin HRM-Run Herzfrequenz-Brustgurt* abgeglichen. Die von der T-Rex 2 ermittelten Messergebnisse stimmten hierbei zu 98 % mit denen des Brustgurts überein. Die größten Abweichungen sind während des Schwimmens zu verzeichnen gewesen.

In Bezug auf die Ermittlung der Gesundheitsdaten muss man wie bei jeder anderen Smartwatch auch bei der T-Rex 2 erwähnen, dass eine Smartwatch kein medizinisches Gerät ist. Sollten einem jedoch Unregelmäßigkeiten bei der Herzfrequenz oder z. B. der während des Schlafs aufgezeichneten Atmung auffallen, so kann man dies zum Anlass für den Besuch bei einem Facharzt nehmen, welcher dann eine genauere Untersuchung vornehmen kann.

All die gebotenen Funktionen wirken sich, sobald sie aktiviert werden, natürlich negativ auf die Akkulaufzeit der Smartwatch aus. In unserem Test hatten wir das Always-On-Display durchgehend aktiviert und alle 10 Minuten die Herzfrequenz messen lassen. Ebenfalls ermittelt wurde durchweg der Stresslevel sowie der Blutsauerstoffgehalt. Zudem wurde die Smartwatch während der Nacht als Schlaftracker genutzt und auch die Atmungsqualität im Schlaf wurde ermittelt.
Nachdem wir in den ersten Tagen sehr viele Funktionen ausprobiert und das Display der Uhr dadurch öfter als normal eingeschaltet hatten, hatte die T-Rex 2 “nur” knapp vier Tage durchgehalten.

Nachdem wir in den folgenden Testtagen keine großen Änderungen mehr vorgenommen haben, konnten wir trotz mehrerer Trainings, bei welcher die GPS-Aufzeichnung aktiv war, eine Akkulaufzeit von 8 Tagen erzielen, womit sich die Smartwatch von den meisten anderen Modellen am Markt absetzt. Ein vollständiger Ladevorgang hat in unserem Test etwa 1,5 Stunden in Anspruch genommen.

Die größten Akkufresser waren in unserem Test neben der GPS-Aufzeichnung das Always-On-Display. Deaktiviert man diese beiden Funktionen, so kann man die Akkulaufzeit der T-Rex 2 auf bis zu 24 Tage verlängern.

 

Fazit:

Mit der T-Rex 2 hat Amazfit eine sehr robuste Smartwatch in seinem Sortiment, welche sich in unserem Test nicht nur durch eine einfache Handhabung, sondern vor allem durch einen sehr umfangreichen Funktionsumfang sowie eine sehr hohe Akkulaufzeit überzeugen konnte. Was die Verarbeitung angeht, sieht die T-Rex 2 durch das wuchtige und kantige Gehäuse nicht nur robust aus, sondern die Smartwatch hat sich in unseren Tests, welche neben starken Temperaturschwankungen auch hohen Wasserdruck und Kräften von bis zu 4,6 G beinhaltete, sehr gut geschlagen und keinerlei Aussetzer gezeigt. Dank der vier verbauten Tasten ist man bei der Bedienung zudem nicht nur auf das helle und sehr klare AMOLED-Touch-Display angewiesen, sondern die Bedienung ist über diesen Weg auch während eines Tauchvorgangs oder beim normalen Schwimmen problemlos möglich. Passend zum Einsatzgebiet im Outdoor-Bereich wurde die T-Rex 2 auch mit einer sehr genauen GPS-Ortung ausgestattet, welche zwar leider ohne vorinstalliertes topografisches Kartenmaterial daher kommt, einem aber dennoch immer die Möglichkeit bietet, auf direktem Wege zum Startpunkt des Trainings zurückzukehren. Mit den über 150 unterstützten Aktivitätsprofilen, welche sich zum Teil auch automatisiert starten lassen, ist man, was die Trainingsaufzeichnung angeht, mit der T-Rex 2 bestens aufgestellt. In unserem Test wurde während allen sportlichen Aktivitäten eine sehr genaue Aufzeichnung der Gesundheitsdaten durchgeführt. Einzig wenn man die Uhr während des Schwimmens zur Aufzeichnung der Gesundheitsdaten nutzt, kann es zu geringen Abweichungen kommen. Mit der Zepp-App lassen sich alle aufgezeichneten Daten schnell und einfach kontrollieren. Zudem bietet die App mit der PAI-Funktion auch eine Möglichkeit zur Langzeitkontrolle. Einen Kritikpunkt muss sich die T-Rex 2 bzw. die Zepp-App dennoch gefallen lassen. Dieser ist im App-Store zu finden, welcher einem nur eine sehr begrenzte Auswahl an zusätzlichen Apps bereitstellt, wodurch die T-Rex 2 mit einem Blick auf den erweiterbaren Funktionsumfang zum aktuellen Zeitpunkt noch deutlich hinter den Modellen anderer Hersteller hinterherhinkt. Preislich liegt die noch recht neue T-Rex 2, welche es in vier unterschiedlichen Farben gibt, aktuell bei knapp über 220€*.

Wir danken Amazfit für die Bereitstellung des Testmusters.

Amazfit - T-Rex 2 - Robuste Outdoor-GPS-Smartwatch

9.3

Verarbeitung

10.0/10

Lieferumfang

9.0/10

Funktionsumfang

9.5/10

Bedienfreundlichkeit

9.5/10

Software

8.5/10

Akkulaufzeit

9.5/10

Preis

9.0/10

Pro

  • Robuste und gute Verarbeitung
  • Präzises GPS-Tracking
  • Sehr gut ablesbares Display
  • Bedienung über Display und / oder Tasten möglich
  • Wasserdicht (10 ATM)
  • Hohe Akkulaufzeit

Contra

  • Armband nur mit Spezialwerkzeug wechselbar
  • Geringe Anzahl zusätzlicher Apps im App-Store
  • (Keine Metallschließe am Armband)