Mit dem Freo Z10 haben wir heute einen Saug- und Wischroboters von Narwal im Test, welcher neben einer guten Reinigungsleistung auch mit einer gut ausgestatteten Absaugstation überzeugen möchte.

Welche Features in dem Freo Z10 stecken und wie sich der Saug- und Wischroboter von Narwal in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.
Technische Details:
| Abmessungen: | |
| Freo Z10: | 355 x 355 x 107 mm |
| Absaugstation: | 431 x 461,5 x 426,8 mm |
| Gewicht: | |
| Freo Z10: | 4,6 kg |
| Absaugstation: | 11,3 kg |
| Farbe: | Weiß |
| Wischfunktion: | |
| Mopp: | 2 x Reuleaux-Mopps |
| Rotationsgeschwindigkeit: | 180 U/min |
| Betriebsgeräusch: | 55 dB(A) |
| Anpressdruck: | 8 N |
| Einzughöhe: | 12 mm |
| Staubsaugfunktion: | |
| Saugkraft: | 15000 Pa |
| Überfahrhöhe: | 20 mm |
| Akku: | |
| Kapazität: | 5200 mAh |
| Maximale Reinigungszeit: | 2 – 4 Stunden |
| Lademethode: | Laden via Absaugstation |
| Ladegeschwindigkeit: | 40W |
| Navigation: | |
| Navigationsmethode: | LiDAR 4.0 Sensor |
| Hindernisvermeidung: | Infrarotsensoren, Drucksensoren |
| Absaugstation: | |
| Funktionen: | Lädt den Saug- & Wischrobotor Staubabsaugung Moppreninigung und Trocknung |
| Staubbeutelkapazität: | 2,5 Liter |
| Reinigungsflüssigkeit: |
580 ml |
Lieferumfang:
- Freo Z10 Saug- und Wischroboter
- Absaugstation
- Einlage für Absaugstation
- Auffahrrampe für Absaugstation
- 2 x Seitenbürste
- Anleitung
- 1 x Staubbeutel
- Reinigungslösung
- Stromkabel

Design und Verarbeitung:
Der Freo Z10 wird von Narwal in einer Verpackung geliefert, welche in einer weiß/violetten Farbgebung gehalten ist. Neben der Modellbezeichnung sowie einem Produktbild wurde die Verpackungsvorderseite auch mit einer Auflistung der wichtigsten Features bedruckt. Auf der linken Verpackungsseite findet man ein weiteres Produktbild vor, anhand dessen einem vier wichtige Elemente des Freo Z10 aufgezeigt werden.

Wo die rechte Verpackungsseite mit weiteren Featurebildern sowie einer entsprechenden Beschreibung bedruckt wurde, wurde auf der Verpackungsrückseite eine Auflistung des Lieferumfangs abgedruckt.

Entnimmt man den Freo Z10 aus seiner Verpackung, so hat man einen fast vollständig weißen Saug- und Wischroboter vor sich stehen, welcher optisch vielen aktuellen Saug- und Wischrobotern ähnelt. Der Freo Z10 hat dabei einen Durchmesser von 355 mm und eine Höhe von 107 mm.

Mit einem Blick auf die Vorderseite des Freo Z10 Saug- und Wischroboters findet man mittig einen mittig eingelassenen Infrarotsensor vor, welcher eines der Navigationsmittel des Roboters ist.

Das von schwarzem Kunststoff umgebene Sensormodul wurde hierbei vertieft hinter einer in den Frontbumper integrierte Aussparung untergebracht. Der aus weißem Kunststoff gefertigte Frontbumper verfügt an der unteren Kante über einen grau abgesetzten Bereich und erstreckt sich von der linken bis zur rechten Seite des Freo Z10.

Um Berührungen mit einem Gegenstand erkennen zu können, wurde der Frontbunker mittels Drucksensoren ausgestattet und an kleinen Dämpfern befestigt, welche es ermöglichen, dem Bumper einen Bewegungsspielraum von einem knappen Zentimeter zu geben. Am Übergang zum Bumper wurde die linke Gehäuseseite des Freo Z10 mit einem weiteren Infrarotsensor ausgestattet.
Mit einem Blick auf die Rückseite des Freo Z10 fallen einem zwei gräulich abgesetzte Bereiche auf. Wo in den oberen grauen Kunststoffsteg die Kontakte zum Aufladen des integrierten 5200 mAh starken Akkus eingearbeitet wurden, findet man im unteren grauen Kunststoffsteg zwei Luftauslässe vor.

Mit einem Blick auf die Oberseite des Freo Z10 Saug- und Wischroboters ist mittig ein feststehender Turm zu erkennen, in welchen das LiDAR (Light Detection and Ranging) untergebracht wurde. Mittels des LiDAR-Systems ist der Freo Z10 dazu in der Lage, seine Umgebung optisch abzutasten und Objekte zu erkennen, wodurch Kollisionen vermieden werden.

Auch wenn die meisten Saugroboter über ein solches LiDAR System verfügen, welches immer in einem aufgesetzten Turm untergebracht ist, gehört der Freo Z10 mit seinen 107 mm in der aktuellen Zeit nicht zu den flachsten Modellen seiner Art.
Direkt hinter dem LiDAR System wurde die Gehäuseoberseite des Freo Z10 mit zwei Bedienelementen ausgestattet. Im Auslieferungszustand wurde direkt neben den Bedienelementen zudem ein Aufkleber aufgeklebt, welcher einen Hinweis auf die Funktion der Bedienelemente bereithält.

Rund um den aufgesetzten Turm sowie die Bedienelemente hat Narwal den Freo Z10 mit einem abnehmbaren Deckel ausgestattet.

Unterhalb des Deckels findet man im vorderen Bereich einen herausnehmbaren Staubbehälter vor. Entnimmt man den Staubbehälter aus dem Freo Z10, so ist nicht nur ein gummierter Einlass zu erkennen, sondern auch der in den Boden eingelassene Auslass zur Staubabsaugung.

Betrachtet man den Freo Z10 Saug- und Wischroboter einmal von der Unterseite aus, so fallen einem gleich die unterschiedlichen Reinigungssysteme des seitens Narwals als DualFlow Tangle-Free-Systems auf. Den Anfang machen hierbei die zur linken und rechten Seite hin angeordnete Seitenbürsten. Im Gegensatz zu vielen anderen Staubsaugerrobotern kommen hierbei keine Seitenbürsten mit drei Armen zum Einsatz, sondern Narwal setzt an dieser Stelle auf Seitenbürsten mit zwei Armen.

Zudem wurde einer der beiden Borstenarme jeweils so ausgeführt, dass er sich durch die Rückwertsrotation automatisch nach hinten klappt. Hierdurch können aufgesammelte Haare besser von der mittig angeordneten Walze abgesaugt werden.

Die eingesetzte Walze wurde anders, als man es von vielen vergleichbaren Modellen her kennt konisch aufgebaut und verfügt nicht nur über Gummilamellen, sondern auch über integrierte Bürsten.

Durch die gewählte Bauform und der nur einseitigen Aufhängung können sich angesaugte Haare nicht am Ende der Walze verheddern, sondern werden direkt in die Absaugung geführt, wo sie mit einer Saugleistung von 15000 Pa angesaugt werden.
Bei der dritten Reinigungseinheit handelt es sich um zwei Reuleaux-Mopps. Um im Randbereich eine bestmögliche Reinigungsleistung erzielen zu können, wurden die beiden Mopps nicht nur in einer eher dreieckigen Form gehalten, sondern der rechte Mopp lässt sich zudem auch etwas ausfahren.

Die Mopps wurden seitens Narwal an aus Kunststoff gefertigten und mit einem Klettband ausgestatteten Trägerplatten befestigt, wodurch sie sich ganz einfach zur manuellen Reinigung abnehmen lassen.

Zur Fortbewegung wurde der Freo Z10 neben zwei einzeln ansteuerbaren und mit einer Gummierung versehenen Antriebsrädern

auch mit einem an der hinteren Kante angebrachten und frei drehbaren Laufrad ausgestattet. Zudem verfügt der Freo Z10 im vorderen Bereich über zwei sehr kleine Rollen, welche ein Aufsetzen beim Überfahren von kleinen Schwellen sowie bei der Einfahrt in die Absaugstation verhindern.

In direkter Nachbarschaft zu jedem Rad wurde der Freo Z10 auf seiner Unterseite mit jeweils zwei Sensoren zur Erkennung von Treppenstufen ausgestattet. Diese tasten den Abstand zum Boden ab und verhindern somit, dass der Freo Z10 eine Treppe herunterfällt.
Die mitgelieferte Absaugstation fällt mit seinen Abmessungen von 431 x 461,5 x 426,8 mm zwar vergleichsweise groß aus, dank der abgerundeten Kanten wirkt sie jedoch nicht ganz so wuchtig, wie sie es eigentlich ist.

Passend zum Design des Freo Z10 Saug- & Wischroboters wurde auch die Absaugstation in einer weißen Farbgebung gehalten. Mit einem Blick auf den unteren Bereich der Absaugstation wird einem schnell klar, weswegen die Absaugstation über eine solch hohe Bautiefe verfügt.

Anders, als man es von vielen anderen Absaugstationen her kennt, dockt der Freo Z10 nicht an der Vorderseite der Absaugstation an, sondern die Absaugstation ist so aufgebaut, dass der Saug- & Wischroboter in die Station hineinfährt. Im Inneren der Absaugstation wurde hierzu nicht nur ein geriffelter Fahrweg eingearbeitet, welcher dafür sorgt, dass die Antriebsräder des Roboters genügend Gripp aufbauen können, sondern Narwal hat die Absaugstation im Auslieferungszustand auch schon mit einer zur Reinigung herausnehmbaren Wanne ausgestattet.

Neben dieser schon vorinstallierten Wanne liegt dem Lieferumfang auch noch ein weiterer Einsatz sowie eine kleine Rampe bei.

Wo die Rampe dafür sorgt, dass der Roboter einfach in die Station einfahren kann, sorgt die zusätzliche Einlage dafür, dass der Freo Z10 seine beiden Mopps innerhalb der Station reinigen und das hierzu genutzte Wasser nicht aus der Station auslaufen kann.

Wo die Absaugstation zur Reinigung der Mopps im hinteren Bereich über Wasserdüsen verfügt, wurde zwischen den beiden Einfahrhilfen im vorderen Bereich auch eine Öffnung zur Staubabsaugung in den Boden der Absaugstation eingelassen.
Dank der gebotenen Abmessungen verschwindet der Freo Z10 während er in der Station steht fast vollständig, was im geparkten Zustand für eine optisch aufgeräumtes Umfeld sorgt.

Oberhalb des Andockbereichs für den Freo Z10 hat Narwal einen abnehmbaren Deckel angebracht, hinter welcher sich nicht nur der Raum für den vorinstallierten Staubbeutel und die hierzu benötigte Absaugung befindet, sondern auch noch ein vertiefter Bereich integriert wurde, in welchen sich der Behälter der mitgelieferten Reinigungsflüssigkeit einsetzen lässt.

Der eingesetzte Staubbeutel bietet ein Fassungsvermögen von 2,5 Liter und soll bei einem normalen Schmutzaufkommen für bis zu 120 Tage ausreichen. Im direkten Vergleich zu anderen Systemen ist dies im Verhältnis zur Staubbeutelgröße eine recht lange Zeit, welche die Basisstation ohne den Wechsel des Staubbeutels auskommen soll. Möglich macht dies eine automatische Komprimierung des Staubes. Diese kann dadurch erreicht werden, dass sich die Ansaugung an der unteren Kante der Absaugkammer befindet.
Um das Entweichen von Schmutz beim Wechsel des Staubbeutels zu vermeiden, ist der Staubbeutel mit einem automatischen Verschluss ausgestattet. Anders, als es bei manch anderem Staubbeutel der Fall ist, kommt an dieser Stelle jedoch keine Pappe, sondern fester und nicht so umweltfreundlicher Kunststoff zum Einsatz.
Ähnlich sieht es bei der Reinigungsflüssigkeit aus. Hier setzt Narwal nicht auf einen integrierten und nachfüllbaren Tank, sondern auf auswechselbare Behälter. Diese zwingen den Nutzer nicht nur dazu, immer die hauseigene und vergleichbar teure Reinigungsflüssigkeit zu kaufen, sondern es muss auch bei jedem Wechsel ein recht stabiler Kunststoffbehälter entsorgt werden.
Die Oberseite der Absaugstation ist durch einen klappbaren Deckel verschlossen, welcher im vorderen Bereich neben einem aufgedruckten Narwal Logo auch mit einem kleinen Designelement ausgestattet wurde.

Direkt vor dem eingearbeiteten Designelement, welches einem auch einen Hinweis darauf gibt, wo sich die Griffmulde befindet, hat Narwal die Absaugstation auch mit einem Touch-Bedienelement ausgestattet.

Durch das Öffnen des Deckels wird ein Zugriff auf die beiden eingesetzten Wasserbehälter möglich.

Neben einem violettfarbenen Frischwassertank wurde in die Absaugstation auch ein transluzenter Schmutzwassertank eingesetzt.

Wo die Außenseiten der Basisstation mit farblich abgesetzten Griffmulden ausgestattet wurden,

wurde in die Gehäuserückseite eine Vertiefung eingelassen, in deren Oberseite sich eine verdeckte Kaltgerätebuchse befindet.

Die Verarbeitung des Freo Z10 sowie der mitgelieferten Absaugstation wurde seitens Narwal sehr hochwertig, aber mit Hinblick auf die Verbrauchsmaterialien nicht mit dem besten Umweltgedanken ausgeführt.
Einrichtung und Inbetriebnahme:
Zur Konfiguration des Freo Z10 muss man sich im ersten Schritt die Narwal App aus dem entsprechenden App-Store herunterladen und installieren. Eine Konfiguration über eine Weboberfläche oder PC-Software ist hingegen nicht möglich.
Sobald man die Narwal App das erste Mal startet, muss man im ersten Schritt den Nutzungs- und Datenschutzrichtlinien zustimmen.

Bevor man mit der Einrichtung des Freo Z10 beginnen kann, muss man im nächsten Schritt entweder einen Narwal Account anlegen, oder sich in einen bestehenden Account einloggen. Erfreulich ist an dieser Stelle, dass man hierzu lediglich eine E-Mai-Aadresse angeben muss.
Nachdem man sich in die Narwal App eingeloggt hat, muss man der App eine Berechtigung erteilen, nach in der Nähe befindlichen Narwal Geräten suchen zu dürfen.

Hat man seine Zustimmung erteilt, so wird im unteren Bereich der Appstartseite eine Schaltfläche sichtbar, über welche man die Gerätekopplung starten kann.

Betätigt man diese Schaltfläche, so sucht die Narwal App automatisch nach der in der Nähe befindlichen Geräten. Damit der Freo Z10 wie in unserem Test innerhalb weniger Sekunden automatisch von der Narwal App erkannt wird, muss dieser in der Basisstation stehen und die Basisstation selbst muss an das Stromnetz angeschlossen sein.

Für den Fall, dass das genutzte Gerät nicht automatisch erkannt wird, kann man es über die im weiteren Verlauf zu findende Auflistung auswählen. Klickt man das gewünschte Gerät an, muss in der App im nächsten Schritt einen Zugriff auf den eigenen Standort gewähren.

Nach der erteilten Standortfreigabe sucht die Narwal App nach in der Umgebung befindlichen WiFi-Netzwerken. Zur Einrichtung des Freo Z10 muss man im nächsten Schritt das eigene WiFi-Netz auswählen und das dazugehörige Password eingeben.
Zum Abschluss der Einrichtung muss man nun noch der Datenschutzerklärung für IoT-Geräte zustimmen.

Nach dem Abschluss der Einrichtung wurden wir in unserem Test jedoch direkt von einem Pop-up-Fenster überrascht, welches uns darauf hinweist, dass der Staubbehälter über einen längeren Zeitraum verwendet wurde und man diesen rechtzeitig austauschen soll.

In Anbetracht daran, dass es sich bei unserem Testmuster um ein neues Gerät handelt, hat uns diese Meldung doch sehr verwundert.
Nachdem man den Austausch des Staubbehälters bestätigt hat, landet man auf der Übersichtsseite des Freo Z10, welcher sich zu diesem Zeitpunkt im Standby befindet. Bedingt dadurch, dass vom Freo Z10 noch keine Kartierung der eigenen vier Wände erstellt wurde, wird einem an dieser Stelle angezeigt, dass die Karte nicht abrufbar ist und man zum Aktualisieren der Karte auf das angezeigte Bild klicken soll.

Wir hätten es an dieser Stelle besser gefunden, wenn Narwal die Einrichtung um den Schritt der Kartierung erweitert hätte, anstelle dem Nutzer besagte “Fehlermeldung” anzuzeigen.
Um den Roboter zur Reinigung nutzen zu können, muss somit erst noch ein Mapping des zu reinigen Raumes, bzw. der zu reinigenden Räume durchführen. Bevor sich diese starten lässt, muss man in der Narwal App erst noch ein paar Fragen zum Haushalt beantworten, welche sich auf die Einstellungen des Freo Z10 auswirken.
Nachdem man das Schnellmapping startet, fährt der Freo Z10 die eigenen vier Wände ab und erkennt hierbei nicht nur Hindernisse wie Tische und Schränke, sondern auch eine Trennung der unterschiedlichen Räume. Unsere Testumgebung scannte der Freo Z10 innerhalb von rund 9 Minuten mittels der integrierten Ortungssysteme. Im Schnitt brauchte der Freo Z10, sobald er in einem Raum angekommen war, rund eine halbe Minute für 5 m².

Narwal erlaubt es einem an dieser Stelle gleich mehrere Karten erstellen zu können. Dies ist von Vorteil, wenn man den Freo Z10 auf mehreren Stockwerken oder räumlich getrennten Orten einsetzen möchte, welche der Roboter nicht selbst anfahren kann.
Für den Fall, dass der Freo Z10 bei der Reinigung nicht in jeden erkannten Raum fahren soll, oder bestimmte Bereiche auslassen soll, kann man virtuelle Wände oder Verbotszonen in der vom Saug- und Wischroboter erstellten Karte einzeichnen. Über diesen Weg lassen sich auch Zonen in einem Raum erstellen, welche vom Saugroboter getrennt angefahren und gereinigt werden. Ebenso ist es möglich, Möbel einzeichnen zu können
Der Reinigungsmodus sowie die Saugleistung lässt sich über eine im unteren App-Bereich befindlichen Schaltflächen mit einem Fingerdruck anpassen.
Die Reinigung der kompletten Wohnung oder einzelner Räume kann entweder manuell über die App, die Taste am Roboter bzw. der Absaugstation oder über eine in der App definierten Zeitplan erfolgen.

Bevor wir im Anschluss einen Blick in das Einstellungsmenü werfen konnten, wurden wir von der Narwal App aufgefordert, ein Firmwareupdate durchzuführen. Die benötigte Firmware wurde nach dem Bestätigen automatisch heruntergeladen und installiert. Trotz einer stabilen und sehr schnellen Internetleitung dauerte dieser Prozess in unserem Test knapp 18 Minuten.
Test:
Wir haben den Freo Z10 in unserem Test in das redaktionsinterne WiFi-Netzwerk eingebunden. Da dieses WiFi-Netzwerk wie auch heimische Netzwerke über einen Router mit dem Internet verbunden ist, konnten alle Einstellungen und Reinigungsbefehle nicht nur dann vorgenommen bzw. Übermittelt werden, wenn wir uns mit dem genutzten Smartphone im entsprechenden WLAN befanden, sondern auch von unterwegs aus, war ein Zugriff auf den Freo Z10 möglich.
Neben der Steuerungsmöglichkeit über die Narwal App ließ sich der Freo Z10 in unserem Test auch problemlos mit Amazon Alexa verbinden und anschließend per Sprache steuern.

Die Testumgebung, welche der Freo Z10 Saug- und Wischroboter in unserem Test reinigen musste, hat eine Größe von etwa 45 m² und verfügt neben Räumen mit leicht strukturierten Fliesen auch über Räume mit Laminatboden.
Um in den vollen Genuss der automatischen Reinigung zu kommen, haben wir in unserem Test einen Zeitplan erstellt, welcher den Roboter automatisch zu einem gewünschten Zeitpunkt zur Reinigung losschickt.
Da wir den Freo Z10 hierbei so eingestellt haben, dass er mit maximaler Leistung saugt, wurde der Reinigungszeitpunkt so gewählt, dass die Reinigung zu unserem Arbeitsbeginn abgeschlossen ist und niemand durch die Reinigung gestört wird.
Abseits eines Startzeitpunkts, zu welchem die Reinigung beginnen soll, kann man an dieser Stelle auch den Reinigungsmodus auswählen. Neben der Möglichkeit den Freo Modus zu wählen, in welchem der Freo Z10 anhand der erkannten Verschmutzung selbstständig die jeweilige Reinigungsleistung auswählt, lassen sich auch tiefgründigere Einstellungen auswählen.

Hierbei muss man im ersten Schritt auswählen ob der Saug- & Wischroboter zuerst saugen und dann wischen, oder erst wischen und dann saugen soll. In jedem Modus lässt sich neben der Anzahl der Zyklen auch die Saugkraft sowie die Feuchtigkeit, mit welcher gewischt werden soll, einstellen. Zudem besteht auch die Möglichkeit, den Sorgfältigkeitsgrad einstellen zu können.
Über das allgemeine Einstellungsmenü kann man zudem auch eine Nicht-Stören-Funktion einrichten, in welcher der Roboter nicht losfährt. Dies ist gerade dann von Vorteil, wenn die zu reinigende Fläche so groß ist, dass der Roboter dies nicht mittels einer Akkuleistung vollständig erledigen kann, denn in diesem Fall fährt der Roboter nach einer gewissen Ladezeit automatisch wieder los und reinigt die verbliebene Fläche.
Gerade dann, wenn man die Reinigung zu einem Zeitpunkt durchführt, zu dem man nicht in den eigenen vier Wänden ist, ist es von Vorteil, wenn der eingesetzte Staubsaugerroboter über eine gute Hinderniserkennung verfügt.
Der Freo Z10 wurde seitens Narwal neben einem LiDAR auch mit einem frontseitigen sowie einem zur rechten Seite hin ausgerichteten Infrarotsensor ausgestattet. Damit der Freo Z10 Treppenstufen erkennt und diese nicht herunterfällt, wurde dieser auch auf der Unterseite mit entsprechenden Sensoren ausgestattet.
Die auch von anderen Geräten bekannte LiDAR Navigation tastet die Umgebung mittels Laserstrahlen ab, wodurch größere Hindernisse auch aus einer größeren Entfernung heraus schon erkannt werden.
Zur Erkennung kleinerer Gegenstände setzt Narwal einen frontseitigen Sensor ein, welcher Hindernisse mit einer Höhe von über 5 mm erkennen soll.
In unserem Test erkannte der Freo Z10 neben im Weg stehenden Schuhen und liegengelassenen Kleidungsstücken auch zusammengewickelte Kabel. Sehr flache Gegenstände, wie eine Flach auf dem Boden liegende Socke sowie ein lose liegen gelassene Kabel wurde in unserem Test jedoch nicht immer erkannt und dann vom Freo Z10 während der Reinigung nicht umfahren, sondern verschoben.
Hat man einen sehr kleinen Gegenstand, wie einen Haargummi auf dem Fußboden liegen gelassen, so wird dieser von den integrierten Ortungssystemen nicht als Hindernis erkannt, sondern der in unserem Test mit Absicht liegen gelassene Haargummi wurde vom Freo Z10 einfach aufgesaugt.
Dank der schwebenden Walze verhedderte sich der Haargummi dabei jedoch nicht in der Walze.
Neben einem solch doch eher kleinen Hindernis erkannte der Freo Z10 auch die flachen und verchromten Stuhlbeinen im Frühstücksbereich der Testumgebung nicht immer richtig. In einem solchen Fall eckte der Roboter in unserem Test mittels des auf der Vorderseite verbauten Bumper an den Stuhlbeinen an und erkannte erst hierdurch, dass er gegen ein Hindernis gefahren ist. Dies bewegte den Roboter dann dazu, die Richtung zu ändern, womit er sich Stück für Stück um den Tisch bewegt. Bei normalen Lichtverhältnissen wurden diese Stuhlbeine jedoch problemlos als Hindernis erkannt und entsprechend umfahren.
Was die Reinigung angeht, musste der Freo Z10 in unserem Test nicht nur mittels des aktivierten Freo Modus, in welchem die Saugkraft, die Wischfeuchte sowie die Sorgfältigkeit automatisch angepasst wird, den täglich anfallenden Schmutz wie Staub, Krümel und Schmutz, welcher an Schuhen haftend in die Testumgebung getragen wurde, beseitigen.

Um die maximale Reinigungsleistung des Freo Z10 ermitteln zu können, haben wir während unseres Tests auch zwei 4 m² große Flächen präpariert, welche jeweils zu zwei Seiten hin offen sind und zu den beiden anderen Seiten hin an die Zimmerwand angrenzen.
Auf der ersten Testfläche, welche auf einem Laminatboden eingerichtet wurde, haben wir 100 g Müsli, Staub, Sand und Erde verteilt.
Die zweite Testfläche befindet sich in einem gefliesten Raum. Auf dieser Fläche haben wir neben Ketchup und Kaffee haben auch Saft und Matsch verteilt.
Anders, als bei der alltäglichen Reinigung, ließen wir den Freo Z10 in diesem Testabschnitt nicht im Freo Modus arbeiten, sondern mit der jeweils maximalen Saug- bzw. Wischleistung.
Der Freo Z10 sorgte nicht nur bei der Reinigung der Testwohnung für einen sauberen Boden, sondern konnte auch im Härtetest sehr gut abschneiden.
Dank der guten Saugleistung sammelte der Freo Z10 im Saugtest 97,6 g des verteilten Schmutzes auf. Der nicht aufgesammelte Anteil war in der einzigen Wandecke des Testbereiches zu finden. Mit einer ausfahrbaren Seitenbürste hätte der Freo Z10 auch diese Reste aufnehmen können.
Auch was den Wischtest angeht, konnte das Endergebnis überzeugen. Die beiden mit 180 U/min drehenden Reuleaux-Mopps, welche eine dreieckige Grundform haben, werden vom Freo Z10 mit einem Anpressdruck von 8 Newton auf den Boden gedrückt. Mit dieser Leistung konnte der Freo Z10 in unserem Test bei der ersten Putzfahrt zwar nicht den gesamten Schmutz aufwischen, jedoch hat Narwal für genau solche Situationen die DirtSense-Technologie in die Basisstation integriert. Diese analysiert den Verschmutzungsgrad des Abwassers, welches beim Auswaschen der Mopps anfällt. Sollte dieses wie in unserem Test zu schmutzig sein, so macht sich der Freo Z10 nach der Moppreinigung auf eine weitere Putzfahrt.
Die in die Basisstation integrierte DirtSense-Technologie sorgt jedoch nicht nur dafür, dass der Reinigungsvorgang ggf. erneut ausgeführt wird, sondern entsprechend des erkannten Verschmutzungsgrads wird auch die Wassertemperatur bei der Moppreinigung auf bis zu 75 °C angehoben.
Anders, als man es von Geräten mit integriertem Rollenmopp kennt, erfolgt die Moppreinigung beim Freo Z10 nicht während der eigentlichen Bodenreinigung, sondern während sich der Roboter in der Basisstation befindet. Die Mopps werden hierbei von der Unterseite aus mit Wasser besprüht und vom Roboter rotierend an die geriffelte Bodenschale der Basisstation gedrückt, sodass das Schmutzwasser ausgewrungen wird.
Die Moppreinigung erfolgt je nach Einstellung alle 8, 10 oder 12 m². Zudem besteht die Möglichkeit, eine zusätzliche Moppreinigung nach dem Abschluss einer Raumreinigung zu erzwingen.

Wo dieses Vorgehen im Gegensatz zu Modellen, welche über einen selbstreinigenden Rollenmopp verfügen, den Nachteil mitbringt, dass der Roboter mehrfach fahren muss und somit mehr Zeit für die Reinigung benötigt und ggf. ein Ladevorgang mitten in der Reinigung notwendig wird, erreichte der Freo Z10 in unserem Test auch die Ecke des Testraumes sehr gut. Dies gelingt dem Freo Z10 nicht nur dadurch, dass der rechte Mopp etwas zur Seite hin herausgefahren werden kann, sondern auch dadurch, dass der Roboter rückwärts in Ecken fährt.
Um Teppichböden nicht mit Reinigungsmittel zu verschmutzen, verfügt der Freo Z10 über einen Teppichmodus. Ist dieser Modus aktiv, so hebt der Freo Z10 die beiden Mopps automatisch beim befahren des Teppichbodens an, wodurch ein Freiraum von 12 mm geschaffen wird. Zudem wird nicht nur die Saugleistung erhöht, sondern der Teppich wird auch gleich aus zwei Richtungen gesaugt.
In unserem Test erkannte der Freo Z10 große sowie auch kleine Teppiche problemlos und erhöhte gleich die Saugleistung. Wo dies bei größeren und schwereren Teppichen von Vorteil bei der Reinigung ist, sorgt dies bei kleinen und leichteren Fußmatten jedoch dafür, dass diese ggf. angesaugt und mitgeschleift werden. Sollte sich im Reinigungsbereich ein solch kleiner Teppich bzw. eine Fußmatte befinden, so sollte man über diese eine No Go Zone legen.
Während der Reinigung fährt der Freo Z10 Saug- und Wischroboter erst die Randbereiche ab sowie um alle bekannten Hindernisse herum, bis er dann die großen Flächen in parallelen Bahnen abfährt.
Nachdem Abschluss der Reinigung, oder wenn der Roboter einen vollen Staubbehälter erkennt, bzw. die eingestellte Quadratmeterzahl während des Wischvorgangs erreicht ist, fährt der Freo Z10 von selbst an die Basisstation. Da Narwal bei dieser Basisstation auf eine All-in-One-Lösung setzt, werden zur Staubabsaugung sowie zum Befeuchten bzw. Reinigen der Wischmopps zwar keine zwei Stationen benötigt, jedoch fällt die Basisstation dafür deutlich größer aus als bei manch anderen Modellen.
Dafür kann die mitgelieferte Basisstation nicht nur den Staub automatisch aus dem Freo Z10 absaugen, sondern über die beiden von Hand entleer- bzw. befüllbaren Wasserbehältern werden neben den Wischmopps auch die Station selbst automatisch gereinigt.
Nachdem die Mopps nach dem letzten Wischvorgang das letzte Mal gereinigt wurden, wird die Station und auch die am Roboter befindlichen Mopps durch eine integrierte Heizung mit 40° C warmer Luft getrocknet.
Eine Möglichkeit, die Basisstation an die Frisch- und Brauchwasserleitung anschließen zu können und sich somit das manuelle Befüllen bzw. Entleeren der beiden Wassertanks sparen zu können, gibt es hingegen nicht.
Hat man den Freo Z10 richtig konfiguriert, sorgt er vollautomatisch dafür, dass der Fußboden in den eigenen vier Wänden stets sauber ist.

Damit dies auf Dauer möglich ist, benötigt jedoch auch der Freo Z10 Saug- und Wischroboter sowie die mitgelieferte Station von Zeit zu Zeit etwas Pflege.
Neben einer regelmäßigen Reinigung des Schmutzwasserbehälters sowie dem Nachfüllen des Frischwasserbehälters muss der 2,5 l fassende Staubbeutel der Absaugstation bei einem normalen Verschmutzungsgrad etwa alle 120 Tage getauscht werden.
Nicht nur zum Austausch des Staubbeutels fallen durch den vergleichbar geringen Lieferumfang und dem dadurch notwendigen Nachkauf passender Staubbeutel 🛒 direkt zusätzliche Kosten an, sondern auch dann, wenn es Zeit zum Nachfüllen der Reinigungsflüssigkeit wird. Anders, als wir es von vergleichbaren Modellen her kennen setzt Narwal an dieser Stelle nicht auf die Möglichkeit, einen internen Tank nachfüllen zu können, sondern auf einen Spezialbehälter, wodurch man auf den Kauf dieser speziellen Reinigungsflüssigkeit 🛒 angewiesen ist.
Zwar reinigt sich die Basisstation während der Moppreinigung auch selbst, jedoch bleiben hier und da gewisse Schmutzpartikel zurück, wodurch man die Kunststoffeinlagen der Basisstation von Zeit zu Zeit mit Wasser abwaschen sollte.
Zudem sollte man auch den Staubbehälter sowie den eingesetzten Staubfilter hin und wieder Reinigen. Gleiches gilt auch für die Walze sowie die beiden seitlichen Bürsten. Dank der konisch zulaufenden Walzenform sowie dem speziellen Aufbau der Seitenbürste, bei welchem ein Arm automatisch anklappt, verheddern sich diesen Elementen jedoch fast keine Haare.
Die beiden Mopps lassen sich abnehmen und in der Waschmaschine reinigen oder im Bedarfsfall einfach austauschen.
Wann welche Reinigungstätigkeit durchzuführen ist, bekommt man als kleinen Reminder auch von der Narwal App angezeigt.

Fazit:
Mit dem Freo Z10 hat Narwal einen Saug- und Wischroboter in seinem Sortiment, welcher mit einigen praktischen Features daher kommt. Mit der gebotenen Saugleistung saugte der Freo Z10 den Schmutz, welchen er in unserem Test physikalisch erreichen konnte, vollständig auf. Einzig in Zimmerecken kommt die nicht ausfahrbare Seitenbürste an ihre Grenzen, wodurch an solchen Stellen auch leichter Staub unangetastet liegen bleibt. Ähnlich gut hat auch die Wischfunktion des Freo Z10 abgeschnitten. Die von den sich kreisförmig bewegenden Mopps erreichten Stellen wurden in unserem Test am Ende gut gereinigt. Wie man es von solchen Wischsystemen her kennt, kann es jedoch dazu kommen, dass Anfangs etwas Schmutz verschmiert wird. Durch die in die Basisstation integrierte Schmutzerkennung wird der entsprechende Bereich jedoch automatisch erneut gereinigt, wodurch der Freo Z10 in einem solchen Fall zwar länger als ein mit einem selbstreinigenden Rollenmopp ausgestatteter Saug- und Wischroboter zur Reinigung benötigt, am Ende aber dennoch ein sauberes Ergebnis abliefert. Dank eines ausschwenkbaren Mopps wird zudem auch eine Reinigung bis an den Randbereich erzielt. Lediglich Verschmutzungen, welche ganz in einer Ecke oder ganz nah am Rand liegen, bekommt der Freo Z10 nicht ganz weggewischt. Die mitgelieferte Absaugstation fällt durch die Notwendigkeit, dass der Freo Z10 zur Moppreinigung vollständig in die Station fahren muss vergleichsweise tief aus. Die gebotenen Abmessungen bieten dafür jedoch genügend Platz für einen großen Frisch- und Brauchwasserbehälter sowie einen über 500 ml fassenden Reinigungsmittelbehälter. An dieser Stelle setzt Narwal jedoch leider auf eine Lösung, welche den Austausch des kompletten Behälters erforderlich macht. Eine Möglichkeit die Reinigungsflüssigkeit einfach nachfüllen und somit Kosten zu sparen und die Umwelt durch einen nicht überflüssig weggeworfenen Kunststofftank zu schonen, besteht leider nicht. Dafür kann die Absaugstation jedoch nicht nur mit einer guten Ladeleistung überzeugen, sondern auch die beiden Mopps werden in dieser gut gereinigt und getrocknet. Preislich liegt der sauber verarbeitete Freo Z10 Saug- & Wischroboter aktuell knapp 500 € 🛒.

Wir danken Narwal für die Bereitstellung des Testmusters.
Narwal - Freo Z10 Saug- und Wischroboter
Pro
- Einrichtung
- Guter Funktionsumfang
- Vollautonome Saug- und Wischfunktion (Wasserwechsel ausgenommen)
- Nassreinigung im Randbereich
Contra
- Renigungsflüssigkeit kann nicht in vorhandenen Tank nachgefüllt werden
- Vergleichsweise geringer Lieferumfang
- Ersteinrichtung könnte in der App noch optimiert werden




















