Deepcool – ASSASSIN III

Mit dem ASSASSIN III haben wir heute einen mächtigen Twin-Tower-Kühler von Deepcool im Test, welcher neben einer besonders guten Kühlleistung auch mit einer geringen Geräuschkulisse überzeugen möchte.

Welche Details in dem neuen ASSASSIN III stecken und wie sich der mächtige Twin-Tower-Kühler von Deepcool in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Produktgrößes: 161×140×165 mm
  • Lüfter Größe: 140×140×25 mm
  • Nettogewicht: 1464 g
  • Heatpipe: Ø6 mm×7 Stück
  • Lüfter Geschwindigkeit: 400~1400 RPM
  • Fan Airflow : 90.37 CFM
  • Lüfter Luftdruck: 1.79 mmAq
  • Fan Geräusch: Max. 34.2 dB(A)
  • Lüfter Geschwindigkeit (mit Low-Noise-Adapter): 450~1000 RPM
  • Fan Airflow (mit Low-Noise-Adapter): 64.33 CFM
  • Lüfter Luftdruck (mit Low-Noise-Adapter): 0.81 mmAq
  • Fan Geräusch (mit Low-Noise-Adapter): Max. 26.8 dB(A)
  • Lüfter Anschluss: 4-pin PWM
  • Lagertyp: Fluid Dynamic Bearing
  • Lüfter Nennspannung: 12 VDC
  • Lüfter Nennstrom: 0.21 A
  • Lüfter Stromverbrauch: 2.52 W
  • Kompatibilität:
    Intel: 1366, 115x, 2011, 2011-V3, 2066
    AMD: AM4, AM3+, AM3, AM2+, AM2, FM2+, FM2, FM1

Lieferumfang:

  • ASSASSIN III Kühlkörper
  • 2 x 140-mm-Lüfter
  • Montagematerial (AMD und Intel)
  • Montageanleitung
  • 2 x Low-Noise-Adapter
  • PXW Y-Adapter
  • Wärmeleitpaste
  • GamerStorm Aufkleber und Casebadge

Design und Verarbeitung:

Der neue ASSASSIN III wird von Deepcool in einer Verpackung geliefert, welche in einem grau/grünen Grunddesign gehalten ist und auf der Verpackungsvorderseite neben einem großen Produktbild auch mit der Modellbezeichnung bedruckt wurde.

Die technischen Details wurden zusammen mit einer kurzen Beschreibung auf der Verpackungsrückseite abgedruckt.

Entnimmt man den ASSASSIN III aus seiner Verpackung, so hat man einen mächtigen Twin-Tower-Kühler vor sich stehen, welcher in einem fast vollständig silberglänzenden Design daher kommt.

Bei dem ASSASSIN III handelt es sich wie bei seinem Vorgänger um einen Twin-Tower-Kühler, welcher somit auf zwei Kühltürme setzt. Die beiden Kühltürme wurden auf den sieben 6-mm-Heatpipes aufgebaut. Diese Kupferheatpipes sind U-förmig gebogen und wurden mit einer glänzenden Nickelschicht versehen. Die Heatpipes durchlaufen die zweiteilige Bodenplatte parallel zueinander.

Die aus hochwertigem Kupfer gefertigte Bodenplatte wurde passend zum Design der Heatpipes ebenfalls mit einer schützenden Nickelschicht versehen. Die Unterseite der Bodenplatte wurde sehr sauber und passend zu den aktuellen CPUs leicht konvex gefertigt.

Auf der Oberseite wurde die Bodenplatte mit einem kleinen Passivkühler versehen, welcher einen Hotspot direkt über der CPU vermeiden soll und zudem als Aufnahmepunkt für den Montageträger dient.

Jedem Lamellenturm stehen 44 vernickelte Aluminiumfinnen zur Verfügung. Bei einem seitlichen Blick auf den Kühler fällt einem schnell auf, das die unteren drei Finnen nur zur Innenseite des Twin-Tower-Kühlers zeigen.

Durch die in beide Kühltürme eingearbeiteten Aussparungen entsteht eine Freifläche von 54 mm von der Unterseite der Bodenplatte bis zu ersten Aluminiumfinne. Durch diese Freifläche und die variable Lüftermontage kann eine Montage von Speichern mit hohen Kühlkörpern gewährleistet werden.
Alle 44 Aluminiumfinnen wurden an ihren Außenseiten bis auf kleine Nasen nach unten gebogen, wodurch eine fast komplett geschlossene Außenseite hergestellt wurde. Durch diese geschlossenen Außenseiten kann ein Unterdruck erzeugt werden, welcher die geförderte Luft zusätzlich beschleunigt und die Kühlleistung zusätzlich erhöht.
Die nach außen abstehenden Nasen an den einzelnen Aluminiumfinnen dienen als Haltepunkte für die Befestigungsklammern der beiden mitgelieferten Lüfter.

Mit einem Blick auf die beiden Stirnseiten wird man schnell feststellen, dass Deepcool hier keinerlei Aussparungen oder Verzahnungen in die Finnen eingearbeitet hat, welche die Finnenoberfläche vergrößert hätten.

Um das Design abzurunden und auch einen gezielten Luftfluss über die Abschlusslamelle zu gewährleisten, wurden die beiden Kühltürme mit einem Spoiler ausgestattet.

Hierbei handelt es sich um eine schwarze Kunststoffblende, welche an der unteren Kühlfinne verschraubt ist und dann durch die beiden Stirnseiten bis auf die Oberseite der Lamellenblöcke geführt wird.

Bei den beiden mitgelieferten 140-mm-Lüftern handelt es sich um TF 140S Lüfter von Deepcool, welche mit dem patentierten zweischichtigen Flügeldesign ausgestattet sind.

Die neun Lüfterblätter wurden hierbei an der hinteren Kante mit einem aufgesetzten Spoiler ausgestattet, welcher zu einer deutlich stärkeren Förderleistung beitragen soll.

Der abgerundete Lüfterrahmen wurde im Bereich der Montagebohrungen auf beiden Seiten mit großzügigen Entkopplern ausgestattet.

Befestigt ist der Impeller an vier Stegen, welche gegen die Rotationsrichtung gebogen sind.

Der neue ASSASSIN III Kühler sowie auch die beiden mitgelieferten Lüfter wurden sauber und durch die aufgebrachte Nickelschicht auch optisch ansprechend verarbeitet.

Montage:

Zur Montage kommt eine Multi-Sockel-Backplate zu Einsatz, weswegen es auch bei der Montage auf einem AMD-Mainboard notwendig ist, diese zu verwenden und somit die original Backplate vor der eigentlichen Montage zu entfernen.
Die mitgelieferte Backplate wird von der Rückseite aus an das Mainboard gehalten und mit vier Montagebolzen bestückt. Auf diese werden von der Vorderseite aus Abstandshalter geschraubt, auf welche dann wiederum die Montageträger befestigt werden.
Anschließend kann der Kühler auf die mit Wärmeleitpaste bestrichene CPU aufsetzen und mit den Montageträgern verschrauben.
Auf einem Intel-Mainboard ist die Montage des Kühlers in vier Richtungen möglich. Auf einem AMD-Mainboard ist man bei der Montage hingegen etwas eingeschränkt, wodurch man den Kühler nur in zwei Richtungen montieren kann.
Ist der Kühler montiert, kann man die beiden Lüfter mittels der mitgelieferten Lüfterklammern am Kühlkörper befestigen.

Testsystem:

Als Testsystem kommt neben einem Sockel 1151 Testsystem auch ein aktuelles AM4 Testsystem zum Einsatz, wodurch Nutzer von AMD als auch Intel Systemen einen Überblick über die Leistung auf den jeweiligen Sockeln erhalten. Beide Systeme werden im nicht übertakteten Zustand betrieben.

Das Intel-Testsystem besteht aus diesen Komponenten:

  • ASRock – Z170 Extreme3
  • HyperX – Savage 16 GB Kit 3000 MHz
  • Intel® – Core i7-6700K
  • Zotac – GTX 780 TI AMP Edition

Das AMD-Testsystem besteht aus diesen Komponenten;

  • AMD – Ryzen 1600
  • ASUS – Crosshair VI Hero
  • 2 x 8 GB Corsair Vengeance LPX Black 2666 MHz
  • Zotac – GTX 780 TI AMP Edition

Testablauf:

Da es sich bei dem verwendeten Lüfter um einen PWM-Lüfter handelt, welcher seine Geschwindigkeit selbst anpasst, haben wir die PWM-Steuerung während des Tests deaktiviert.

Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 21,2 °C (zu beginn der Testphase gemessen) entstanden. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller CPU Cores nach einem 30 minütigen Prime95 Stresstest, welchem zum aufwärmen eine Idle time von 45 Minuten voraus ging.

Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC MX-2 Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.

Die erreichten Temperaturen sind abhängig von dem genutzten System und können auch auf ähnlichen Systemen abweichen, vor allem, wenn noch eine zusätzliche GPU in dem System verbaut wird. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da alle die gleiche Testgrundlage haben.

Mit einem Blick auf das Testergebnis wird man schnell feststellen, dass sich der neue ASSASSIN III dank seiner sehr guten Kühlleistung an der Spitze unseres Testfeldes platzieren konnte. Im Gegensatz zum bisherigen Spitzenreiter unserer CPU-Kühler-Charts arbeiten die beiden eingesetzten Lüfter jedoch unter Volllast bei einer etwas höheren Lautstärke.

Fazit:

Mit dem ASSASSIN III hat Deepcool einen neuen CPU-Kühler in sein Sortiment aufgenommen, welcher sich durch seine Kühlleistung vor allem an Overclocker und Enthusiasten richtet. Dank der riesigen Kühlfläche und der beiden leistungsstarken Lüfter konnte der ASSASSIN III zwar eine sehr gute Kühlleistung erzielen, agiert dabei unter Volllast jedoch nicht ganz so leise wie seine direkten Konkurrenten. Dank der Möglichkeit, die beiden Lüfter über einen PWM-Anschluss steuern zu können, kann man ein High-End-System im nicht übertakteten Zustand jedoch auch bei einer geringen Geräuschkulisse auf einer angenehmen Temperatur betreiben. Bei der Konstruktion und Verarbeitung des Kühlers wurde nicht nur auf eine saubere Verarbeitung wertgelegt. Deepcool hat bei der Konstruktion auch darauf geachtet, dass der Kühler trotz seiner großen Abmessungen eine hohe Kompatibilität aufweist. Der neue ASSASSIN III positioniert sich jedoch nicht nur bei der gebotenen Kühlleistung auf einer Spitzenposition, sondern auch bei dem veranschlagten Verkaufspreis, welcher bei knapp 105€* liegt.

Wir danken Deepcool für die Bereitstellung des Testmusters.

Deepcool - ASSASSIN III

8.3

Kühlleistung

10.0/10

Verarbeitung

9.0/10

Montage

8.0/10

Kompatibilität

9.0/10

Lautstärke

8.0/10

Modding

4.0/10

Lieferumfang

10.0/10

Preis

8.0/10

Pro

  • Sehr gute Kühlleistung
  • Verarbeitung
  • Lieferumfang

Contra

  • Preis