be quiet! – Dark Power Pro 14 IO 1300W Netzteil im Test

Mit dem Dark Power Pro 14 IO 1300W haben wir ein Netzteil aus der neuen Dark Power Pro 14 IO Serie von be quiet! im Test, welches neben einer sehr hohen Leistung und Effizienz auch mit einer digitalen Schnittschnelle zur Steuerung überzeugen möchte.

Welche Details in dem Dark Power Pro 14 IO 1300W stecken und wie sich das 1300 Watt starke und somit “kleinste” Modell aus der neuen Dark Power Pro 14 IO Netzteilserie von be quiet! in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Abmessungen: 200 x 150 x 86 mm
Lüfter: 135 mm
Farbe: Schwarz
Effizienz: 80 PLUS Titanium
Formfaktor: ATX 3.1
Dauerleistung: 1300 W
+3,3V: 25 A
+5V: 25 A
+3,3V & +5V kombiniert: 150 w
+12V1: 35 A
+12V2: 35 A
+12V3: 40 A
+12V4: 40 A
+12V5: 55 A
+12V6: 55 A
-12V: 0,5 A
+5Vsb: 3,5 A
Schutzschaltungen: SCP (Kurzschlussschutz)
OVP (Überspannungsschutz)
UVP (Unterspannungsschutz)
OTP (Übertemperaturschutz)
OPP (Überlastschutz)
OCP (Überstromschutz)
Anschlüsse: 1 x 24-PIN ATX
1 x 4+4 PIN EPS
1 x 8 PIN EPS
6 x 6+2-PIN PCIe
2 x PCIe 5.1 (12V-2×6)
16 x SATA
5 x Molex

 

Lieferumfang:

  • Dark Power Pro 14 IO 1300W
  • Kabelset
  • Kabelkämme
  • USB-Kabel
  • Schraubenset (5 x Rändelschrauben, 5 x normale Schrauben)
  • Stromkabel
  • Handbuch
  • Kabelbinder
  • Klettkabelbinder

 

Design und Verarbeitung:

Das Dark Power Pro 14 IO 1300W wird von be quiet! in einer schwarzen Verpackung geliefert, welche auf der Vorderseite neben einem Produktbild mit der Modellbezeichnung bedruckt wurde. Eine auf die Verpackung aufgeschobene Banderole hält zudem nicht nur ein Produktbild bereit, sondern auch einen Hinweis auf die gebotene Effizienz.

Auf der Verpackungsrückseite wurden die aufgeschobene Banderole neben einem weiteren Hinweis auf die Effizienz auch mit den technischen Details bedruckt. Zudem findet man an dieser Stelle auch einen Hinweis auf die Kompatibilität zu Grafikkarten mit einem PCIe 5.1 Stromanschluss.

Entnimmt man das Dark Power Pro 14 IO 1300W aus seiner Verpackung, so hat man ein Netzteil vor sich liegen, dessen Design auf den ersten Blick identisch zu den Dark Power 14 Netzteilen ist.

Wie wir es von vielen Netzteilen aus dem Hause be quiet! her kennen, ist auch bei dem Dark Power Pro 14 IO 1300W das verbaute Lüftergitter eines der auffälligsten Designmerkmale. An dieser Stelle setzt be quiet! wie bei den Modellen aus vergangenen Dark Power Modellreihen auf ein feines Mesh-Gitter, welches fast die gesamte Gehäuseunterseite einnimmt. 

Hinter dem Mesh-Gitter hat be quiet! einen 135 mm großen Silent Wings Lüfter verbaut, welcher im Gegensatz zu den Dark Power Pro 13 Modellen jedoch nicht nur von einem trichterförmigen Lufteinlass umgeben ist, sondern von einem massiven Aluminiumkühler, welcher mit diversen Komponenten des Netzteils verbunden ist und somit den semi-passiven Betrieb unterstützen soll. 

Auf der Vorderseite des Netzteiles findet man neben dem obligatorischen Stromanschluss auch einen Powerschalter vor. Im direkten Vergleich zu den etwas kleineren Modellen aus der Dark Power 14 Netzteilserie kommt an dieser Stelle jedoch kein C13 Buchse, sondern eine C19 Buchse zum Einsatz, welche eine deutlich höhere Belastung unterstützt. Passend dazu wurde auch der Powerschalter fast doppelt so groß dimensioniert. Auf den Schalter zur Lüftersteuerung und der von den Dark Power Netzteilen bekannten OCK-Funktion hat be quiet! bei dem Dark Power Pro 14 IO verzichtet.

Schaut man sich den hier eingelassenen Luftauslass einmal genauer an, so ist ein mehrteiliger Aufbau zu erkennen. Unter einem Gitter aus breiten Langlöchern hat be quiet! auch noch ein schwarzes Mesh-Gitter verbaut.

Auf der linken Netzteilseite wurde nicht nur ein silber glänzendes be quiet! und Dark Power Pro 14 IO Logo angebracht, sondern auch eine Auflistung der wichtigsten Leistungsdaten aufgedruckt.

Auf der gegenüberliegenden Seite wurde neben einem weiteren glänzenden be quiet! Schriftzug auch noch ein großer und zur gebotenen Effizienz passend designter Dark Power Pro 14 IO Schriftzug angebracht.

Die Oberseite des Dark Power Pro 14 IO 1300W ist frei von Aufklebern gehalten.

Blickt man einmal auf die aus gebürstetem Aluminium gefertigte Rückseite des Netzteilgehäuses, so findet man einen vollmodularen Aufbau vor.

Neben fünf Anschlüssen für die SATA- und Molex-Anschlüsse sowie drei PCIe-Anschlüssen, über welche man sechs 6+2-PIN-PCIe-Anschlüsse aus dem Netzteil herausführen kann, hat be quiet! an dieser Stelle auch noch zwei Anschlüsse für das 24-PIN-ATX-Kabel sowie zwei Anschlüsse für die 4+4-Pin-EPS-Kabel verbaut.
Neben diesen Anschlüssen wurde das Dark Power Pro 14 IO 1300W auch noch mit zwei PCIe 5.1 12V-2×6-Stromanschluss ausgestattet, über welche man jeweils 600 Watt für aktuelle Grafikkarten aus dem Netzteil ziehen kann.
Im direkten Vergleich zu den Modellen aus der Dark Power 14 Serie, welche auf der Netzteilvorderseite noch über Schalter für die Lüftersteuerung und der OCK-Funktion verfügen, erfolgt die Steuerung des neuen Dark Power Pro 14 IO 1300W nicht mehr analog über solche Schalter, sondern digital über eine interne USB-Verbindung. Hierzu wurde das Netzteil oberhalb neben den modularen Anschlüssen auch noch mit einem USB-C-Anschluss ausgestattet.

Schaut man sich die Beschriftung der Anschlüsse einmal etwas genauer an, so wird einem schnell auffallen, dass be quiet! an dieser Stelle nicht nur eine Beschriftung für die jeweiligen Anschlüsse selbst auf das Netzteil aufgedruckt hat, sondern jeder Anschluss auch noch mit einem Hinweis auf die jeweilige 12V-Schiene beschriftet wurde.

Die modularen Kabel wurden bis auf die beiden PCIe 5.1 12V-2×6-Stromkabel mit einem sehr feinen und schwarzen Einzeladersleeving ausgestattet, welches wir in dieser Form auch schon anderen Netzteilen aus dem Hause be quiet! her kennen.

Die beiden PCIe 5.1 12V-2×6-Stromkabel verfügen lediglich über eine gummierte Ummantelung, welche für eine schickere Optik mit Einprägungen versehen wurden, welche der Optik eines Kabelsleevings nachempfunden sind.

Passend hierzu befinden sich im Lieferumfang auch eine ganze Reihe unterschiedlicher Kabelkämme, mittels welcher man das Kabelmanagement optimieren und auf ein optisch sehr hohes Niveau bringen kann.

 

Innerer Aufbau

Mit einem Blick in das Netzteilinnere, welcher durch das Öffnen des Gehäuses nicht nur einen Garantieverlust mit sich bringt, sondern durch stromführende Komponenten lebensgefährlich sein kann, kann man schnell erkennen, dass nicht nur äußerlich auf eine hochwertige Verarbeitung wert gelegt wurde, sondern auch im Inneren des Netzteiles.

Bei dem Dark Power Pro 14 IO 1300 Watt kommt eine Basis zum Einsatz, welche auf einer Full Bridge LLC + SR Topologie basiert.
Die 12V Spannung wird im Auslieferungszustand über sechs 12V-Schienen zur Verfügung gestellt. Dank der guten Beschriftung der modularen Anschlüsse lässt sich die Last hierbei gut auf die sechs  getrennten 12V-Schienen verteilen.
Nutzer, welche das Maximum an Leistung aus dem Netzteil herausholen wollen, können die sechs getrennten 12V-Schienen mittels der bereitgestellten IO Center Software auch zu einer massiven 12V-Schiene zusammenfassen.
Bei den Kondensatoren setzt be quiet! durchweg auf hochwertige 105°C-Kondensatoren. Die einzelnen Komponenten wurden nicht alle direkt auf dem eigentlichen PCB verbaut, sondern teilweise auf kleine Tochterplatinen verteilt. Durch ihre Anordnung sorgen diese kleinen PCBs nicht nur für ein aufgeräumtes Layout, sondern auch dafür, dass Abwärme schneller abgeführt werden kann. Unterstützt wird die Wärmeabfuhr zudem durch einen großen Kühler, in dessen Mitte der 135-mm-Lüfter untergebracht wird. Dank dieses Aufbaus ist ein semi-passiver Betrieb möglich.
Zudem wird durch die Aufteilung der Komponenten auf kleine Tochterplatinen auch eine Möglichkeit für eine höhere Qualitätskontrolle geschaffen, da die einzelnen PCBs separat produziert und kontrolliert werden können.
Um die Effizienz zusätzlich zu steigern, hat be quiet! die DC-Seite des Netzteils vollständig kabellos realisiert.
Eine große Neuerung, welche mit der ATX 3.0 Spezifikation in Netzteile ab einer Ausgangsleistung von 450 Watt Einzug erhalten hat und auch auf ATX 3.1 Netzteile zutrifft, ist ein neuer Stromanschluss für Grafikkarten. Obwohl dieser Anschluss deutlich kompakter gebaut ist, ist er dennoch in der Lage, eine Grafikkarte mit bis zu 600 Watt Leistung über einen einzelnen Stecker zu versorgen.
Der mit der ATX 3.1 Spezifikation noch einmal überarbeitet und nun als 12V-2×6 bezeichnete Anschluss besitzt 12 Leitungen für die Stromversorgung (6 x 12V und 6 x Masse) sowie vier Signalleitungen, die als Kommunikationsschnittstelle zwischen Netzteil und Grafikkarte dienen.
Über die 2 Signalleitungen SENSE0 und SENSE1 teilt das Netzteil der Grafikkarte mit, welche Leistung maximal über den 12V-2×6-Anschluss bereitgestellt werden kann. Die Leistung eines solchen 12V-2×6-Anschlusses kann dabei in 4 Stufen mit 150, 300, 450 und 600 Watt festgelegt werden.
Neben dem ab einer Ausgangsleistung von 450 Watt verpflichtenden 12-2×6-Anschluss sind auch die Sollwerte oberhalb der Nennleistung klar definiert. Diese besagen, dass die PCIe-Anschlüsse für die Grafikkarte Lastwechsel um das Dreifache der Leistungsaufnahme ermöglichen müssen. 
Im Falle des Dark Power Pro 14 IO 1300W bedeutet, dass das Netzteil dazu in der Lage sein muss, über einen Zeitraum von einer Millisekunde bis zu 3600 Watt für die Grafikkarte bereitstellen zu können.
Um zu jeder Zeit für einen bestmöglichen Kontakt zwischen den beiden Anschlüssen und der eingesetzten Grafikkarte sorgen zu können, hat be quiet! die 12V-2×6-Anschlüsse um 90° abgewinkelt.

Um eine hohe Betriebssicherheit zu gewährleisten, wurden seitens be quiet! eine ganze Reihe an Schutzschaltungen im Dark Power Pro 14 IO 1300W verbaut.

  • OCP (Überstromschutz)
  • OVP (Überspannungsschutz)
  • UVP (Unterspannungsschutz)
  • SCP (Kurzschlussschutz)
  • OTP (Überhitzschutz)
  • OPP (Überlastschutz)

Die Verarbeitung des uns für diesen Test zur Verfügung gestellte Dark Power Pro 14 IO Netzteil selbst wurde seitens be quiet! sauber und hochwertig ausgeführt. Dies gilt nicht nur für die von Außen ersichtlichen Komponenten, sondern auch alle Lötstellen wurden sauber verarbeitet. 

 

Software:

Grundlegend kann das neue Dark Power Pro 14 IO 1300W wie jedes andere ATX-Netzteil auch ohne die Installation einer speziellen Software bis an seine Leistungsgrenze heran genutzt werden. Möchte man jedoch zwischen den sechs einzelnen 12-V-Schienen und einer massiven 12-V-Schiene umswitchen können, oder den semi-passiven Betrieb aktivieren, so muss man bei dem Dark Power Pro 14 IO 1300W auf die seitens be quiet! bereitgestellte IO Center Software zurückgreifen oder das IO Center über den Chrome Browser öffnen.

Zusätzlich muss das Netzteil mittels des mitgelieferten USB-Kabels, welches trotz des nur einreihig belegten Pfostensteckers leider einen kompletten internen USB 2.0 Anschluss belegt, mit dem Mainboard verbinden. Für den Fall, dass man mehrere solcher Verbindungen anschließen will, kann man sich meist nur noch mit einem optional erhältlichen internen USB-Hub 🛒 weiterhelfen.

Öffnet man die IO Center Software, so hat man eine Software vor sich, welche in einem dunklen Design gehalten ist und neben einem linksseitig angeordneten Menü im rechten Bereich auch ein Bild des angeschlossenen Netzteils zeigt.

Im direkten Vergleich zu anderen be quiet! Produkten, welche sich ebenfalls über die IO Center Software steuern lassen, gibt es zur Konfiguration des Netzteils grundlegend einen Menüpunkt. Hat man in seinem System auch noch eine der kürzlich vorgestellten AiO-Wasserkühlungen aus der IO-Serie von be quiet! in seinem System verbaut, so wird einem in deren Einstellungsmenü die Option geboten, Live-Daten des Netzteils auf dem integrierten Display anzeigen zu lassen.

Über das Konfigurationsmenü des Netzteils wird einem nicht nur die Möglichkeit geboten, zwischen einem normalen- und semi-passiven Betrieb wechseln zu können, sondern man kann auch zwischen sechs einzelnen oder einer massiven 12-V-Schiene umschalten.

Zudem werden einem an dieser Stelle auch eine sehr detailreiche Übersicht über den aktuellen Betriebszustand des Netzteiles angezeigt.

 

Test:

Power Good Signal:

Im ersten Test überprüfen wir die PG-Time. Das Power Good Signal muss gemäß der ATX-Norm nach mindestens 100 und maximal 500 ms kommen. Das Signal signalisiert dem Mainboard, dass das Netzteil bereit ist, alle Spannungen passen und der Computer gestartet werden kann. Kommt das Signal nicht innerhalb dieses Zeitraums, ist das Netzteil defekt und muss getauscht werden.

Das Power Good Signal kam bei unserem Testkandidaten nach 160 ms und liegt damit zwar im unteren Drittel, aber noch voll und ganz im erlaubten Bereich.

 

Testsystem:

Das in diesem Test eingesetzte Testsystem besteht aus diesen Komponenten:

 

Das o. g. System inkl. Netzteil weist einen Strombedarf von etwa 170 Watt (IDLE) bis ca. 560 Watt (Volllast übertaktet) auf. Dieser kann jedoch je nach verwendetem Netzteil unterschiedlich sein. Unter Volllast wird besonders auf die Stabilität der Spannungen geachtet.
Um Netzteile auszulasten, welche mehr Leistung liefern, als unser Testsystem benötigt, stehen 26 Peltierelemente 🛒 zur Verfügung. Die Peltierelemente haben eine Leistungsaufnahme von je 50 W und können einzeln zugeschaltet werden. Die Stromversorgung wird über Adapter hergestellt, welche an die PCIe- sowie 12V-2×6-Anschlüsse angeschlossen werden.
Somit ist mit dieser Konfiguration eine maximale Leistungsaufnahme von ca. 1860 Watt möglich.
Ausgelesen werden die Spannungen mithilfe eines Multimeters (VOLTCRAFT VC830).
Um das System zu 100 % auszulasten, wird die Software Prime 95 und der Benchmark 3DMark 11 eingesetzt und wenn nötig entsprechende Peltierelemente zugeschaltet. Die Testprogramme werden parallel ausgeführt, damit CPU und Grafikkarte gleichzeitig unter Volllast laufen und so der maximale Stromverbrauch erreicht wird.

Um der Qualität des Netzteiles etwas genauer auf den Zahn fühlen zu können, werden wir das System 48 Stunden unter Volllast betreiben. Zusätzlich werden wir das Netzteil noch so weit wie möglich oberhalb seiner Spezifikationen zu betreiben.

 

Spannungen:

Die ATX-Norm gibt die Spannungstoleranzen für Netzteile detailliert vor:

  ATX-Toleranz min. max.
+12 V +5,00 bis -8,00 % 11,04 V 12,6 V
+5 V 5,00 % 4,75 V 5,25 V
+3,3 V 5,00 % 3,14 V 3,47 V
-12 V 10,00 % -10,8 V -13,2 V

 

Spannungstest:

Die Spannungen sollten nach Möglichkeiten auch bei einem Lastwechsel möglichst gleich bleiben und nicht nach oben oder unten ausbrechen.

Um die maximale Leistung aus dem Netzteil ziehen zu können, haben wir die sechs 12-V-Schienen in unserem Test zu einer massiven 12-V-Schiene zusammengeschaltet.

Aus diesem Grund haben wir den Lastwechsel in vier Stufen aufgeteilt.
Zum Darstellen der ersten Last läuft unser Testsystem mit dem verbauten Netzteil im Idle-Mode.
Die zweite Laststufe wird unter Volllast des Systems simuliert. Das System ist hierbei nicht übertaktet.
Die dritte Laststufe wird dann mittels eines übertakteten Testsystems erreicht.
Die vierte Laststufe wird dann mittels des übertakteten Testsystems und Zuschaltung der Peltierelemente erreicht. Es werden so viele Peltierelemente gleichzeitig zugeschaltet, dass das Netzteil bei etwa 100 % Auslastung arbeitet.

3,3 Volt

5 Volt

12 Volt

Mit einem Blick auf das erreichte Testergebnis ist zu erkennen, dass das Dark Power Pro 14 IO 1300 Watt Netzteil auf den sechs zu einer massiven 12-V-Schiene zusammengeschalteten 12-V-Schienen eine stabile Spannung ausgeben konnte.

Schaut man sich auch die anderen Spannungen einmal genauer an, so ist zu erkennen, dass auch diese in allen Testabschnitten recht stabil geblieben sind. Dies gilt auch für die vierte Laststufe, in welcher wir das Netzteil zusätzlich mit 15 auf einen Schlag hinzugeschalteten Peltierelementen belastet haben.
Der verbaute 135-mm-Lüfter konnte in Kombination mit dem eingesetzten Kühlkörper sowie dem klar strukturierten Innenraum auch bei einer hohen Ausgangsleistung mit einer angenehmen Geräuschkulisse überzeugen.
Dank des integrierten semi-passiven Modus lässt sich der verbaute Lüfter auch so einstellen, das dieser bis zu einer Netzteilauslastung von rund 50 % bzw. bis zu einer mittleren Erwärmung der verbauten Komponenten nicht anläuft, wodurch sich das Netzteil in diesem Zustand vollkommen lautlos betreiben lässt.

Unseren 48 h Dauertest mit sechs auf eine gebündelte 12V-Schiene aufgeschalteten Peltierelementen überlebte das Dark Power Pro 14 IO 1300W mit einer durchschnittlichen Last von 1296 Watt problemlos. Die durchschnittliche Last ist durch den Wechsel zwischen 2D- und 3D-Modus innerhalb des Benchmarks geringer als die Lastspitze von 1303 Watt.

Wir wollten es aber noch etwas genauer wissen und haben das Netzteil aus diesem Grund noch weiter über die Spezifikationen hinaus betrieben. Um dies zu bewerkstelligen, haben wir in einer weiteren Testrunde ein weiteres 50 Watt starkes Peltierelement hinzugeschaltet.

In der so gestarteten Testrunde zog das Netzteil bei Spannungsspitzen 1364 Watt aus der Steckdose. Auch der Start einer weiteren Testrunde, in welcher das Netzteil mit 17 hinzugeschalteten Peltierelementen betrieben haben, war möglich, jedoch schaltete sich das Netzteil hierbei nach wenigen Sekunden ab.

Das Netzteil zog unter Verwendung unserer Hardware diese Spannung aus der Steckdose:

 

Fazit:

Mit dem Dark Power Pro 14 IO 1300W hat be quiet! seine sehr gute Dark Power Netzteilserie in einer neuen Version aufgelegt, welche nun nicht nur mit einer semi-passiven Lüftersteuerung daher kommt und auch der ATX 3.1 Spezifikation entspricht, sondern auch die Möglichkeit, zur digitalen Steuerung bietet. Passend hierzu konnte das Dark Power Pro 14 IO 1300W in unserem Test nicht nur durch eine sehr hohe und besonders stabile Ausgangsleistung überzeugen, sondern auch durch eine sehr gute Ausstattung. Den Anfang machen dabei die hochwertigen Komponenten, welche für die hohe und stabile Ausgangsleistung sowie die hervorragende Betriebssicherheit des Netzteils verantwortlich sind. Passend zum sauberen Aufbau hat be quiet! das Netzteil auch mit einem dezenten und gleichzeitig schicken Design versehen und fast alle modularen Kabel mit einem schwarzen Einzeladersleeving ausgestattet. Wo die beiden 12VHPWR-Kabel lediglich über gummierte Einzeladern verfügen, liegen dem Lieferumfang jedoch Kabelkämme bei, welche ein sehr ordentliches und optisch ansprechendes Kabelmanagement ermöglichen. Dank des vollmodularen Aufbaus, bei welchen zudem eine sehr gute Beschriftung der einzelnen Anschlüsse vorgenommen wurde, wird nicht nur eine einfache Montage ermöglicht, sondern die angeschlossene Last lässt sich auch sehr gut auf die sechs 12V-Schienen aufteilen. Für den Fall, dass man dem Netzteil eine besonders hohe Last abverlangen will, kann man die sechs 12-Volt-Schienen über die IO Center Software zu einer massiven 12V-Schiene zusammenfassen. Für eine leise und effiziente Kühlung sorgt der 135 mm große Silent Wings Lüfter, welcher sich ebenfalls über die bereitgestellte Software in den semi-passiven Betrieb versetzen lässt, bei welchem der Lüfter erst ab einer Netzteilauslastung von rund 50 % anläuft. Im Gegensatz zu früheren Modellen wird dank der digitalen Steuermöglichkeit nicht nur die Lüftersteuerung sowie das Umschalten der 12-V-Schienen ohne einen Griff auf die Rückseite des PCs ermöglicht, sondern man kann sich auf die aktuellen Betriebszustände des Netzteils anzeigen lassen. Setzt man weitere Produkte aus der IO-Serie von be quiet! ein, so ist auch eine Kombination möglich, wodurch z. B. die aktuelle Leistungsaufnahme auf dem Display einer Wasserkühlung angezeigt werden kann. Preislich liegt das 1300 Watt starke Dark Power Pro 14 IO Netzteil zur Markteinführung bei knapp 440 € 🛒. Neben der von uns in diesem Test herangezogenen Version gibt es das Netzteil auch mit einer Ausgangsleistung von 1600 Watt.

Wir danken be quiet! für die Bereitstellung des Testmusters.

be quiet! – Dark Power Pro 14 IO 1300W Netzteil

9.8

Verarbeitung:

11.0/10

Leistung:

10.5/10

Spannungsstabilität:

10.0/10

Ausstattung:

10.5/10

Design / Modding:

8.5/10

Lieferumfang:

10.5/10

Preis:

7.5/10

Pro

  • Sehr gute Verarbeitung
  • Hohe Effizienz
  • Sehr stabile Spannungen
  • Vollmodularer Aufbau
  • Lieferumfang
  • Sehr gute Beschriftung der Anschlüsse
  • Wahlweise vier getrennte oder eine einzelne 12V-Schiene
  • 2 x 600W 12VHPWR-Anschluss
  • Digitale Steuerung

Contra

  • Sehr hoher Preis
  • 12VHPWR-Kabel ohne Einzeladersleeving