INNO3D – GeForce RTX 3080 iCHILL X4 Grafikkarte im Test

Mit der GeForce RTX 3080 iCHILL X4 haben wir heute eine GeForce RTX 3080 von INNO3D im Test, welche im Vergleich zum Referenzmodell nicht nur mit einer Leistungssteigerung, sondern auch mit einer besonders auffälligen Optik versehen wurde.

Welche Details in der GeForce RTX 3080 iCHILL X4 stecken und wie sich die mächtige RTX 3080 von INNO3Din unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Produkt: GeForce RTX 3080 iCHILL X4
P/N: C30804-106XX-1810VA36H
Chip GeForce RTX 3080
GA102-202-KD-A1 “Ampere”, 68SM, 628mm²
Chiptakt: 1440MHz, Boost: 1770MHz
Speicher: 10GB GDDR6X, 1188MHz, 19Gbps (19008MHz effektiv), 320bit, 760GB/​s
Shader-Einheiten/TMUs/ROPs: 8704/​272/​96
TDP: 320W (NVIDIA), 340W (INNO3D)
Externe Stromversorgung: 2x 8-Pin PCIe
Kühlung: 4x Axial-Lüfter (3x 90mm + 1x 45mm)
Gesamthöhe: Triple-Slot
Abmessungen: 300 x 135 mm
Schnittstelle: PCIe 4.0 x16
Rechenleistung: 30.81 TFLOPS (FP32), 481 GFLOPS (FP64)
DirectX: 12 Ultimate (12_2)
OpenGL: 4.6
OpenCL: 3.0
Vulkan: 1.2
Shader Modell: 6.6
Herstellergarantie: Drei Jahre
Besonderheiten: Echtzeit-Raytracing
Raytracing Cores (68)
Tensor Cores (272)
NVIDIA G-Sync
NVIDIA VR-Ready
AV1 Decode
HDCP 2.3
Backplate
LED-Beleuchtung (RGB)
Boost-Takt übertaktet (+60MHz)
LHR:
Diese GeForce RTX 3080-Grafikkarte mit LHR (lite hash rate) liefert 43 MH/s ETH-Hash-Rate (est.)

 

Lieferumfang:

  • GeForce RTX 3080 iCHILL X4
  • 2 x RGB-Sync-Kabel
  • Stromadapter
  • Grafikkartenhalter (vorinstalliert)
  • Inbusschlüssel
  • Kurzanleitung
  • Flyer

 

Design und Verarbeitung:

Die GeForce RTX 3080 iCHILL X4 wird von INNO3D in einer Verpackung geliefert, welche wie die Verpackungen der meisten NVIDIA Grafikkarten in einem schwarz/grünen Design gehalten ist.
Auf der Verpackungsvorderseite wurde neben der Modellbezeichnung und einem Produktbild auch ein Hinweis auf die wichtigsten Features abgedruckt.

Auf der Verpackungsrückseite findet man eine kurze Produktbeschreibung sowie eine Auflistung der Systemanforderungen.

Entnimmt man die GeForce RTX 3080 iCHILL X4 aus ihrer Verpackung, so hat man eine mächtige GeForce RTX™ 3080 vor sich liegen, welche auf den ersten Blick keine Gemeinsamkeiten mehr mit der NVIDIA GeForce RTX 3080 Founders Edition hat.

Wo NVIDIA seine RTX 3080 FE mit einem Dual-Slot-Kühler ausgestattet, welcher mit zwei Lüftern bestückt ist, hat INNO3D bei der GeForce RTX 3080 iCHILL X4 einen mächtigen Heatpipe-Kühler verbaut, welcher mit insgesamt vier Lüftern ausgestattet wurde und eine Höhe von 3 Slots hat.

Bei den drei auf der Unterseite verbauten Lüftern handelt es sich um 90 mm große Axiallüfter, welche mit dem Scythe Lüfterblattdesign ausgestattet wurden. Bei diesem Lüfterblattdesign wurde jeder Lüfter mit gleich 11 Lüfterblättern ausgestattet. Diese sollen durch ihre lang gezogene Bauform auch bei einer geringen Lüfterdrehzahl für einen optimalen Luftstrom sorgen.

Eingefasst sind die Lüfter von einem schwarzen Kunststoffrahmen, welcher nicht nur selbst über einen recht kantigen Aufbau verfügt, sonder mit anthrazitfarbenen Metallblenden versehen wurden, welche den aggressiven Look der Kühlerblende abrunden.

Mit einem seitlichen Blick auf die verbaute Kühlerblende kann man einige weitere Besonderheiten der GeForce RTX 3080 iCHILL X4 erkennen.
Die erste Besonderheit ist in dem kleinen 45 mm Axiallüfter zu finden, welcher im hinteren Bereich der Grafikkarte in eine augenscheinlich schwarze Kunststoffblende eingelassen wurde.

Dieser für die VRM Kühlung verbaute Lüfter ist zugleich für die Namensgebung der GeForce RTX 3080 iCHILL X4 verantwortlich und macht den großen Unterschied zur GeForce RTX 3080 iCHILL X3 aus, welche ohne diesen vierten Lüfter daher kommt.
Schaut man sich die Kunststoffblende, welches den VRM-Lüfter umgibt, einmal etwas genauer an, so wird man schnell feststellen, dass INNO3D an dieser Stelle nur eine schwarze Beschichtung auf einen leicht transparenten Kunststoffkörper aufgebracht hat.
Aus dieser Beschichtung wurden neben dem iCHILL Schriftzug auch weitere Designelemente ausgespart, welche sich durch die integrierten RGB-LEDs beleuchten lassen.

Eine weitere Besonderheit der GeForce RTX 3080 iCHILL X4 liegt in dem vorinstallierten Grafikkartenhalter. INNO3D hat die GeForce RTX 3080 iCHILL X4 im vorderen Bereich mit einer t-förmigen Metallkonstruktion ausgestattet, welche sich bis vor die beiden 8-PIN-Stromanschlüsse erstreckt und mit der massiven Backplate verschraubt ist.

Innerhalb des Gehäuses wird der Grafikkartenhalter zusammen mit der Grafikkarte an den Montagebohrungen der Slotblenden montiert.

Anstatt des mit den RTX 3000er Modellen angekündigten 12-Pin-Stromsteckers hat INNO3D wie schon kurz angesprochen zwei 8-Pin-Anschlüsse verbaut. Somit kann die GeForce RTX 3080 iCHILL X4 ohne einen optionalen Adapter an jedem Netzteil in der benötigten Leistungsklasse genutzt werden. Mittels der beiden Anschlüsse ist in Kombination mit dem PCIe-Anschluss eine theoretische Leistungsaufnahme von bis zu 375 W möglich. INNO3D gibt eine maximale Leistungsaufnahme von 340 Watt an.

Wo das eigentliche PCB der GeForce RTX 3080 iCHILL X4 einen knappen Zentimeter hinter dem hinteren Stromanschluss endet, ragt der mit acht Heatpipes ausgestattete Kühler gut 8 cm über das PCB hinaus.

Zur optimalen Kühlung trägt auch die auf der Rückseite verbaute Backplate bei. INNO3D hat die GeForce RTX 3080 iCHILL X4 an dieser stelle mit einer schwarz eloxierten Aluminiumbackplate ausgestattet, welche nicht nur etwas dicker ausfällt als die Backplate so manch anderer Grafikkarte, sondern die Backplate wurde zudem auch rund um die GPU sowie im Bereich hinter dem PCB mit vielen kleinen Erhebungen ausgestattet, welche die Wärmeabfuhr verbessern sollen.

Etwa 2 cm hinter dem Ende des PCBs hat INNO3D zudem mehrere Aussparungen in die Backplate eingelassen, wodurch ein Teil der Abwärme mittels des hinteren Lüfters durch den Kühler und die Backplate aus der Oberseite der Grafikkarte abgeführt werden kann.

Einen ähnlich strukturierten Metallrahmen findet man auch an der Rückseite der Grafikkarte vor.

Schaut man sich diesen Bereich einmal etwas genauer an, so werden einem neben dem Metallrahmen, welcher als Kühlerabschluss fungiert, zwei kleine Anschlüsse auffallen.

Bei diesen Anschlüssen handelt es sich um einen RGB- und ARGB-Anschluss. Mittels der mitgelieferten Anschlusskabel kann man die Grafikkarte in sein bestehendes Beleuchtungskonzept integrieren und die Beleuchtung synchron zu weiteren RGB- oder ARGB-Komponenten betreiben.

Die Dual-Slotblende stellt einen HDMI-2.0-Ausgang sowie drei DisplayPort-1.4-Schnittstellen zur Verfügung. Alle Anschlüsse befinden sich hierbei auf der unteren Hälfte der Slotblende. Der obere Bereich wurde zur besseren Wärmeabfuhr mit einem Luftauslass ausgestattet.

Unter dem mächtigen Kühler setzt INNO3D auf ein PCB, welches weitestgehend dem Referenzdesign entspricht.

Um die GA102-GPU herum wurden 10 GB GDDR6-Speicher verbaut. Dieser kann mit seiner Taktung von 1.188 MHz und dem 320 Bit breiten Interface eine theoretische Bandbreite von 760,3 GB/s erreichen. Die Stromversorgung wird über ein 13+3 Phasendesign sichergestellt.
Der Boost-Takt der GeForce RTX 3080 iCHILL X4 liegt mit 1.770 MHz 60 MHz über der Vorgabe von NVIDIA.
Zur Verfügung stehen der GeForce RTX 3080 iCHILL X4 68 Streaming-Multiprozessoren mit jeweils 128 FP32- und 64 INT32-Recheneinheiten, mittels welcher der GA102-GPU insgesamt 8.704 FP32- und 4.352 INT32-Recheneinheiten zur Verfügung stehen. Jeder dieser Streaming-Multiprozessoren bringt auch einen RT-Core der zweiten Generation sowie vier Tensor-Cores der dritten Generation mit sich und sorgt somit für eine entsprechende Raytracing-Performance.

Die Verarbeitung der GeForce RTX 3080 iCHILL X4 wurde seitens INNO3D sauber ausgeführt. Für Casemodder und designbewusste Gamer hätten wir uns jedoch gewünscht, dass auch der seitliche RTX Schriftzug beleuchtet wäre.

 

Testsystem:

Als Testsystem kommt in diesem Test ein Z690 System zum Einsatz, welches aus diesen Komponenten besteht:

Um Limitierungen durch den Prozessor weitestgehend zu vermeiden, wurden die Performance-Kerne auf 5,4 GHz und die Effizeinz-Kerne auf 4,1 GHz übertaktet.

 

Temperaturen, Stromverbrauch und Lautstärke:

Die Temperaturen wurden einmal im Idle Mode und während eines Furmark Testlaufes bei 100 % GPU Load ausgelesen.

 

Wirft man einmal einen Blick auf die erreichten Temperaturen, so ist zu erkennen, dass die GeForce RTX 3080 iCHILL X4 im Idle eine Temperatur erreicht, welche trotz der Lüfterabschaltung deutlich unter den Temperaturen der RTX 3070 Karte liegt. Unter Volllast liegt die Temperatur der GeForce RTX 3080 iCHILL X4 trotz der vier sehr schnell drehenden Lüfter bei 69 °C. Dies ist zwar für die Hardware noch unbedenklich, jedoch mit einem Blick auf eine eventuell geplante Übertaktung nicht von Vorteil. Dank der Lüfterabschaltung arbeitet die GeForce RTX 3080 iCHILL X4 im 2D-Betrieb vollkommen lautlos. Während des Gamings machen die verbauten Lüfter jedoch sehr deutlich auf sich aufmerksam und übertönten alle anderen in unserem Testsystem verbauten Komponenten.

Bei einem Blick auf den Stromverbrauch zeigt sich, dass die GeForce RTX 3080 iCHILL X4 nicht ganz so sparsam arbeitet. Dies fällt vor allem bei einem Blick auf den Idle Strombedarf auf, was jedoch auf die Anzahl der verbauten RGB-LEDs zurückzuführen ist.

 

Benchmarks:

  • UL 3D Mark Fire Strike
  • Battlefiled V
  • F1 2020
  • Control
  • Shadow of the Tomb Raider

 

 

Mit einem Blick auf die einzelnen Benchmarks wird man sehr schnell erkennen, dass die INNO3D – GeForce RTX 3080 iCHILL X4 in allen Benchmarks eine sehr gute Leistung erzielen konnte. Die gebotene Leistung ist ausreichend hoch, um alle aktuellen Spiele auch auf einer 4K-Auflösung mit dem höchsten Detailgrad spielen zu können. Dies ist auch dann noch der Fall, wenn in die von uns herangezogenen Titel mit aktiviertem Raytracing spielt.
Da die GeForce RTX 3080 iCHILL X4 mit einem mächtigen Kühler sowie einer guten Stromversorgung ausgestattet wurde, haben wir die Grafikkarte natürlich auch einer Übertaktung unterzogen. Da das Power-Limit seitens INNO3D schon auf 100 % eingestellt ist und sich nicht weiter erhöhen lässt, haben wir hierzu lediglich das Temperatur-Limit auf 90 °C eingestellt.

Mittels dieser Einstellungen konnten wir einen stabilen Betrieb mit einem GPU-Takt von 1850 MHz und einen um 210 MHz erhöhten Speichertakt ermöglichen.
Durch diese Übertaktung konnten in den unterschiedlichen Benchmarks ein Leistungsplus von bis zu 3,1 % erzielt werden. Die GPU-Temperatur stieg hierbei jedoch auf 85 °C und der Strombedarf erhöhte sich um 37,6 Watt.

Über die seitens INNO3D bereitgestellte TuneIT Software lassen sich neben dem Temperatur-Limit, dem GPU- und Speicher-Takt sowie den Lüftereinstellungen auch die Einstellungen für die integrierte RGB-Beleuchtung vornehmen.

Hierbei kann man wahlweise aus vordefinierten Beleuchtungseffekten wählen,

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oder aber einen ARGB- bzw. RGB-Sync mit einem kompatiblen Mainboard bzw. einem entsprechenden Controller aktivieren.

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Fazit:

Mit der GeForce RTX 3080 iCHILL X4 hat INNO3D eine Grafikkarte der GeForce RTX™ 3080 Serie in seinem Sortiment, welche sich nicht nur optisch deutlich von der Founders Edition unterscheidet. Wie wir es von vielen anderen Custom-Modellen her kennen, setzt auch INNO3D bei der GeForce RTX 3080 iCHILL X4 auf ein geändertes Kühldesign, durch welches die Karte nicht nur größer und schwerer wird als eine RTX 3080 im Referenzdesign, sondern auch leiser und kühler zugleich agieren soll. INNO3D hat die GeForce RTX 3080 iCHILL X4 hierzu neben einem mächtigen Heatpipe-Kühler auch mit gleich vier Lüftern ausgestattet. Zwar gehören die verbauten Lüfter zu den lauteren Modellen ihrer Art, jedoch konnte die Grafikkarte durch den massiven Kühler auch unter einer hohen Auslastung noch auf angenehmen Temperaturen betrieben werden. Neben der hohen Kühlleistung punktet der verbaute Kühler auch mit einem Blick auf das Design der Grafikkarte. Neben einem kantigen Aufbau wurde der Kühler auch mit einer Vielzahl an RGB-LEDs ausgestattet, welche sich nicht nur über die bereitgestellte Software, sondern dank des verbauten RGB- und ARGB-Anschlusses auch über einen externen RGB- bzw. ARGB-Controller oder in Kombination mit einem kompatiblen Mainboard einstellen lassen. Auch wenn das unter dem mächtigen Kühler verbaute PCB weitestgehend dem Referenz-Design entspricht, hat INNO3D schon werksseitig an den Taktschrauben gedreht und schickt die Grafikkarte mit einem leicht erhöhten Boost-Takt ins Rennen. Das dies noch nicht die maximale Leistung des verbauten Grafikchips ist, hat unser Test gezeigt, denn auch ohne die Möglichkeit, das Power-Limit noch weiter erhöhen zu können, war noch eine gewisse Übertaktung möglich. Diese Leistungssteigerung erkauft man sich neben einem deutlich erhöhten Stromverbrauch auch mit einer gesteigerten Abwärme, wodurch die verbauten Lüfter früher in einen Drehzahlbereich gelangen, in welchem man sie auch aus einem geschlossenen Gehäuse heraus deutlich hören kann. Preislich liegt die INNO3D – GeForce RTX 3080 iCHILL X4 aktuell bei knapp über 1600€*, was aufgrund der aktuellen Lage leider deutlich über der UVP der RTX 3080 Karten liegt.

INNO3D - GeForce RTX 3080 iCHILL X4 Grafikkarte

8.1

Leistung

9.5/10

OC-POTENZIAL

4.5/10

Verarbeitung

10.0/10

Ausstattung

9.0/10

Lautstärke (Idle)

10.0/10

Lautstärke (Load)

6.0/10

Lieferumfang

9.5/10

Preis

6.0/10

Pro

  • Hohe Leistung
  • Lautlos im 2D-Modus (semi-passiver Betrieb)
  • Design
  • RGB-Beleuchtung mit Sync-Funktion
  • Integrierter Grafikkartenhalter

Contra

  • Gringes OC-Potenzial
  • Hohe Lautstärke unter Volllast
  • (Preis)