IFA 2026: ANTHBOT R7 soll das Rasenmähen auf ein neues Level heben

Ein Mähroboter, der nur die freie Rasenfläche zuverlässig bearbeitet, nimmt Gartenbesitzern zwar einen großen Teil der Arbeit ab, lässt aber häufig eine letzte Aufgabe übrig: die Rasenkanten. Genau hier setzt ANTHBOT mit seiner neuen R7-Serie an, die auf der IFA 2026 vorgestellt wird.

Das Besondere ist der integrierte EdgeEase™ Trimming Robot Arm. Er soll die Rasenkanten automatisch und ohne manuelles Nacharbeiten trimmen. Damit möchte ANTHBOT einen der letzten Arbeitsschritte beseitigen, die trotz moderner Mähroboter bislang häufig noch von Hand erledigt werden müssen.

EdgeEase™ soll Schluss mit Nacharbeiten machen

Der EdgeEase™-Trimmarm ist das zentrale Merkmal der R7-Serie. Das System arbeitet mit einem Fadenschneider, der automatisch dem Verlauf der Rasenkante folgen kann.

Dabei soll sich der Trimmarm auch an unregelmäßige Grundstücksgrenzen anpassen. Ziel ist ein möglichst lückenloser Schnitt bis an die Rasenkante, ohne dass anschließend noch mit einem klassischen Rasentrimmer nachgearbeitet werden muss.

Eine zusätzliche Kamera unterstützt die Erkennung des Randbereichs und soll dazu beitragen, dass der Trimmvorgang sicher durchgeführt werden kann.

Damit verfolgt ANTHBOT einen etwas anderen Ansatz als viele bisherige Mähroboter: Statt lediglich das Mähen zu automatisieren, soll möglichst die komplette Rasenpflege autonom erfolgen.

Sechs Motoren sorgen für Allradantrieb

Auch beim Antrieb geht ANTHBOT einen ungewöhnlichen Weg. Die R7-Serie verfügt über ein 6-Motoren-AWD-System.

Vier Motoren übernehmen den Antrieb, während zwei weitere Motoren für die unabhängige Lenkung zuständig sind. Dadurch soll der Roboter auch auf schwierigem Untergrund ausreichend Traktion besitzen und sich gleichzeitig präzise manövrieren lassen.

Steigungen von bis zu 40 Grad beziehungsweise 84 Prozent soll die R7-Serie bewältigen können. Hindernisse mit einer Höhe von bis zu 7 Zentimetern sollen ebenfalls überwunden werden.

Das ist insbesondere für größere und weniger gleichmäßige Grundstücke interessant, auf denen klassische Mähroboter aufgrund von Gefällen, Unebenheiten oder Hindernissen schnell an ihre Grenzen kommen.

R730 schafft bis zu 4.000 Quadratmeter am Tag

ANTHBOT bietet die R7-Serie zunächst in zwei Varianten an. Das Topmodell R730 ist für eine reguläre Mähfläche von bis zu 3.000 Quadratmetern ausgelegt. Innerhalb von zwölf Stunden soll es bis zu 4.000 Quadratmeter bearbeiten können.

Der R720 richtet sich mit einer empfohlenen Mähfläche von bis zu 2.000 Quadratmetern an etwas kleinere Grundstücke. Innerhalb von zwölf Stunden sollen hier bis zu 3.000 Quadratmeter möglich sein.

Das R730 verfügt über einen 270-Wh-Akku und soll bis zu 600 Quadratmeter pro Ladung mähen können. Die Schnellladezeit beträgt rund 60 Minuten. Beim R720 kommt ein 180-Wh-Akku zum Einsatz.

Zwei Mähscheiben für unebene Flächen

Für den eigentlichen Grasschnitt setzt ANTHBOT auf ein System mit zwei schwimmend gelagerten Mähscheiben. Diese können sich an Unebenheiten des Bodens anpassen und sollen dadurch auch auf nicht vollständig ebenen Rasenflächen für ein gleichmäßiges Schnittbild sorgen.

Die Schnittbreite liegt bei 32 Zentimetern, die Schnitthöhe kann zwischen 3 und 7 Zentimetern eingestellt werden. Die Anpassung erfolgt über die App.

Beim R730 gehört der EdgeEase™-Trimmer bereits zum Mähsystem. Beim R720 kann die Kantenpflege optional ergänzt werden.

HoloSense™ Fusion: mehrere Sensoren für die Navigation

Damit der Mähroboter auch in komplexen Gärten zuverlässig navigieren kann, kombiniert ANTHBOT mehrere Positionierungs- und Sensorsysteme.

Unter dem Namen HoloSense™ Fusion werden 360-Grad-LiDAR, fest installierter LiDAR, PPP-RTK und drei KI-Kameras miteinander kombiniert.

Der Ansatz soll dafür sorgen, dass sich der Roboter auch dort zuverlässig orientieren kann, wo einzelne Navigationsverfahren Schwierigkeiten bekommen. Durch die Kombination verschiedener Sensoren sollen außerdem blinde Bereiche reduziert werden.

Das System unterstützt auch die Verwaltung mehrerer Rasenflächen. Beim R730 sind dabei unbegrenzte Zonen vorgesehen.

KI erkennt Hindernisse und Tiere

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Sicherheit. Die R7-Serie kombiniert KI-basierte Bilderkennung mit LiDAR. Beim R730 kommt zusätzlich ein Infrarotsensor hinzu.

Dieser kann Wärmesignaturen erkennen und soll dadurch auch Tiere erfassen können, die sich beispielsweise im hohen Gras verstecken. Gerade kleine Tiere wie Igel können für autonome Mähroboter eine Herausforderung darstellen.

Die Kombination aus Kamera, LiDAR und Infrarot soll dazu beitragen, Hindernisse und Tiere frühzeitig zu erkennen und den Mähroboter entsprechend reagieren zu lassen.

Auch Wetter und Bodenbedingungen werden berücksichtigt

Die R7-Serie soll nicht ausschließlich nach einem starren Zeitplan arbeiten. Ein Regen-Sensor sowie ein Temperatur- und Feuchtigkeitssensor liefern zusätzliche Informationen über die aktuellen Bedingungen.

Damit können Nutzer die Rasenpflege besser an die jeweilige Wettersituation anpassen. Eine integrierte LED-Beleuchtung ermöglicht außerdem den Betrieb bei schlechteren Lichtverhältnissen.

Die Geräte sind nach IPX6 gegen Wasser geschützt und können damit auch mit feuchteren Bedingungen im Garten umgehen.

Steuerung per App und Sprache

Die Steuerung erfolgt über die ANTHBOT App. Dort lassen sich unter anderem Mähzonen, Schnitthöhe und Routinen verwalten.

Neben WLAN mit 2,4 und 5 GHz stehen auch 4G und Bluetooth für die Konnektivität zur Verfügung. Zusätzlich unterstützt die R7-Serie Sprachsteuerung.

Damit soll sich der Mähroboter auch aus der Ferne kontrollieren und an unterschiedliche Anforderungen anpassen lassen.