Fractal Design – Focus 2 RGB Black TG Clear Tint – ATX-Gehäuse im Test

Mit dem Focus 2 RGB Black TG Clear Tint haben wir heute die neu aufgelegte Version des Focus Midi-Towers von Fractal Design im Test, welche neben einem guten Airflow auch mit einer guten Kompatibilität überzeugen möchte.

Welche Details in dem Focus 2 stecken und wie sich das neue ATX-Gehäuse von Fractal Design in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Maße: 471,5 x 215 x 450,5 mm (T x B x H)
Material: Stahl, Kunststoff, Tempered Glass
Farbe: Schwarz
Formfaktor: ATX / mATX / Mini-ITX
Lüfter insgesamt möglich: 3x 120 / 2x 140 mm (Vorderseite)
2x 120/140 mm (Deckel)
1x 120 mm (Rückseite)
Davon vorinstalliert: 2x 140 mm (Front, Aspect 14 RGB FAN)
Staubfilter: Vorderseite, Boden, Deckel
Radiator-Mountings (bei teilweisem Verzicht auf ODD-/HDD-Käfig): 1x max. 360 mm (Vorderseite)
1x max. 240 mm (Deckel)
1x max. 120 mm (Rückseite)
Laufwerksschächte: 2x 3,5/2,5″ (Multi-Brackets)
2x 2,5″
2x 5,25″
Netzteil: 1x Standard ATX (optional)
Erweiterungsslots: 7
I/O-Panel: 2x USB 3.0
2x 3,5 mm Klinke (Audio-In/Out)
RGB-Taster
Maximale CPU-Kühler-Höhe: 170 mm
Maximale Grafikkartenlänge: 405 mm
Maximale Netzteillänge: 250 mm

 

Lieferumfang:

  • 1x Focus 2 (in gewählter Farbe)
  • 1x Schraubenset
  • HDD-Entkoppler
  • Kabelbinder
  • 1x Bedienungsanleitung

 

Design und Verarbeitung:

Auch bei dem neuen Focus 2 verwendet Fractal Design eine neutrale Verpackung.
Auf der Vorderseite ist neben einer Beschreibung auch eine Skizze des enthaltenen Gehäuses zu finden.

Auf der Verpackungsrückseite wurde eine weitere Skizze inkl. einer kurzen Beschreibung abgedruckt, welche einem die einzelnen Elemente des Gehäuses näher bringen.

Innerhalb der OVP wird das Gehäuse durch zwei Schaumstoffpolster geschützt und übersteht den Transport zum Käufer somit auch ohne eine weitere Umverpackung unbeschadet.

Äußeres Erscheinungsbild

Entnimmt man den Focus 2 Midi-Tower aus seiner Verpackung, so hat man ein ATX-Gehäuse vor sich stehen, bei welchem man schon einige Gemeinsamkeiten zur ersten Version der Focus-Generation erkennen kann.

Wie wir es auch schon von der ersten Generation der Focus Gehäuse von Fractal Design her kennen, wurde auch das neue Focus 2 mit einer durchgehenden Mesh-Front ausgestattet.

Das verbaute Mesh-Gitter wurde seitens Fractal Design im unteren Bereich mit einem eingeprägten Fractal Design Logo ausgestattet und ist in einen mattschwarzen Kunststoffrahmen eingefasst.

Hinter dem großflächigen Lufteinlass, dessen Aufbau zugleich auch als Staubfilter fungiert, wurden seitens Fractal Design schon zwei 120 mm Aspect 14 ARGB-Lüfter vorinstalliert.

Anstelle der vorinstallierten 140-mm-ARGB-Lüfter kann man hinter der Gehäusefront auch bis zu drei 120-mm-Lüfter installieren. Um die Lüftermontage zu vereinfachen, kann man die Frontblende ganz einfach vom Gehäusekorpus abziehen.

Das I/O-Panel wurde an der rechten Kante des Gehäusedeckels untergebracht. Neben der Powertaste wurden hier auch die obligatorischen Audioanschlüsse untergebracht. Zudem wurde das I/O-Panel auch noch mit zwei USB 3.0 Anschlüssen sowie einem Taster für die Steuerung der integrierten ARGB-Komponenten ausgestattet.

Auf einen vorinstallierten USB Type C Anschluss hat Fractal Design an dieser Stelle jedoch leider verzichtet. Einen solchen Anschluss können Nutzer, welche ihn dringen benötigen, jedoch durch die schon getroffenen Vorbereitungen und der entsprechenden Verfügbarkeit im Zubehörkatalog recht einfach nachrüsten.
Im I/O-Panel versteckt sich jedoch auch eine kleine Besonderheit des Gehäuses, denn der verbaute Powerschalter wurde mit einer integrierten ARGB-LED ausgestattet, welche bei der Nutzung des integrierten ARGB-Controllers synchron zu den vorinstallierten Lüftern beleuchtet wird.

Hinter dem I/O-Panel wurde der Gehäusedeckel mit einem Luftauslass ausgestattet.
Wie wir es auch schon von dem Lufteinlass von der Gehäusefront her kennen, wurde auch der hier verbaute Luftauslass mit einem schwarzen Mesh-Gitter ausgestattet.

Der aus vielen kleinen Dreiecken gefertigten Luftauslass kann mit bis zu zwei 120-mm-Lüftern bzw. einem entsprechenden Radiator bestückt werden.

Mit einem Blick auf die Gehäuserückseite findet man neben dem Ausschnitt für die I/O-Blende einen weiteren Luftauslass vor, an welchem sich ebenfalls ein 120-mm-Lüfter installieren lässt.

Im weiteren Verlauf sind sieben gelochte Slotblenden zu finden. Der Einbauplatz für das ATX-Netzteil befindet sich am Gehäuseboden und wurde mit acht Montagebohrungen versehen, welche es erlauben, das eingesetzte Netzteil in zwei Richtungen montieren zu können.

Auf der Gehäuseunterseite hat Fractal Design das Focus 2 neben vier kleinen gummierten Standfüßen auch mit einem abnehmbaren Staubfilter ausgestattet, welcher den Lufteinlass des Netzteils vor eindringendem Staub schützt.

Wo die rechte Seitenwand noch komplett schlicht daher kommt,

wurde bei unserem Testmuster auf der linken Gehäuseseite eine Seitenwand aus gehärtetem Echtglas verbaut.

Blick ins Innere

Auch wenn man durch die verbaute Echtglasseitenwand schon ein paar Details des Innenraums erkennen kann, werden alle Details erst dann sichtbar, wenn man die beiden Seitenwände vom Gehäuse abnimmt.

Eine erste Besonderheit des Focus 2 fällt einem hierbei schon beim Abnehmen der gehärteten Glasscheibe auf, denn Fractal Design hat diese im unteren Bereich mit einer zur Gehäuseinnenseite hin abstehenden Metallblende ausgestattet.

Da das Focus 2 im Vergleich zu vielen anderen aktuellen Gehäusen nicht mit einem Netzteiltunnel ausgestattet wurde, dient die an der Glasscheibe verbaute Blende als kleiner Sichtschutz für am Gehäuseboden verlegte Kabel sowie das an dieser Stelle verbaute Netzteil.

Durch den fehlenden Netzteiltunnel fehlt nicht nur die Unterteilung in unterschiedliche Klimazonen, sondern im Gegensatz zu den meisten anderen aktuellen Gehäusen ist beim Focus 2 auch von der linken Seite aus ein direkter Blick auf den Gehäuseboden möglich.

Im Montagebereich des Netzteiltunnels wurde der Gehäuseboden mit vier gummierten Erhebungen ausgestattet, welche eine entkoppelte Netzteilmontage ermöglichen. Im vorderen Bereich hat Fractal Design zudem vier Langlöcher in den Gehäuseboden eingearbeitet, an welche man einen optional erhältlichen Festplattenkäfig oder Komponenten einer Wasserkühlung befestigen kann.

Mit einem Blick auf den Mainboardschlitten findet man neben den schon vorinstallierten Abstandhaltern für die Mainboardmontage sowie der in der Zwischenzeit üblichen Aussparung zur Kühlermontage auch zwei schmale Kabeldurchführungen vor.

Mit einem Blick auf den verlängerten Bereich des Mainboardschlittens Montagebohrungen zur Montage von zwei 3,5″-Festplatten zu erkennen, welche sich auf der Rückseite des Mainboardschlittens montieren lassen.

Mit einem Blick auf die Rückseite des Mainboardschlittens findet man neben verschiedenen Befestigungspunkten für Kabelbinder auch noch einen Montageplatz vor, welcher die Montage von zwei 2,5″-Laufwerken erlaubt.

Die an diesem Montageplatz verbauten Montagebolzen erlauben hierbei eine werkzeuglose Montage der eingesetzten 2,5″-Laufwerke.

Auch wenn Fractal Design beim Focus 2 auf den Einsatz eines Netzteiltunnels verzichtet hat, wurde die Verarbeitung des Focus 2 sauber ausgeführt. Einzig im Bereich der Ausstattung hätten wir uns einen vorinstallierten USB Type C Anschluss am I/O-Panel gewünscht.

 

Montage:

Wie wir es in der Zwischenzeit von den Gehäusen aus dem Hause Fractal Design kennen, setzt man in bestimmten Bereichen lieber auf eine feste Montage der Komponenten als auf eine weitestgehend werkzeuglose Montage. Dies hat den Vorteil, das die verbaute Hardware vor allem bei einem häufigen Transport des Systems immer fest an Ort und Stelle sitzt.
Bei der Mainboardmontage kann man sich den ersten Montageschritt sparen, denn die zur Montage notwendigen Abstandshalter wurden schon seitens Fractal Design in den Mainboardschlitten eingedreht. Hierdurch kann man das Mainboard ganz einfach auf den Abstandhaltern positionieren und mit diesen verschrauben.
Durch das Platzangebot von 170 mm kann man in dem Focus 2 fast alle gängigen Tower-Kühler verbauen. Auch der Einsatz des ein oder anderen Twin-Tower-Kühlers ist mit diesem Platzangebot möglich.
Die Montage einer internen Wasserkühlung ist auf Wunsch ebenso möglich. Für den Fall, dass man eine solche Wasserkühlung verbauen möchte, kann man hinter der Gehäusefront einen 360-mm-Radiator und am Gehäusedeckel einen bis zu 240 mm großen Radiator montieren. Sollte einem die so erreichte Kühlleistung noch nicht ausreichen, so kann man an der Gehäuserückseite noch einen bis zu 120 mm großen Radiator verbauen. Die Montage eines Ausgleichsbehälters oder einer Wasserpumpe kann ganz einfach am Gehäuseboden erfolgen.
Die eingesetzten Erweiterungskarten können durch die verbauten Rändelschrauben ohne entsprechendes Werkzeug befestigt werden und dürfen eine Länge von bis zu 405 mm haben.
Die entkoppelte Montage von zwei 3,5″-Festplatten ist auf der Rückseite des verlängerten Bereich des Mainboardschlittens möglich.
Zwei 2,5″-Festplatten lassen sich werkzeuglos auf der Rückseite des Mainboardschlittens verbauen.
Das verwendete ATX-Netzteil kann vom Gehäuseboden entkoppelt und in zwei Richtungen montiert werden.

Da das Focus 2 ATX-Gehäuse nicht über einen Netzteiltunnel verfügt, in welchem man überschüssige Kabel schnell und einfach verstecken kann, ist man für ein sauberes Kabelmanagement auf den recht begrenzten Platz auf der Rückseite des Mainboardschlittens angewiesen. Fractal Design hat hierzu zwar ein paar Montagepunkte für Kabelbinder in den Mainboardschlitten eingearbeitet, jedoch muss man sich für eine saubere Verkabelung dennoch deutlich mehr Zeit als bei anderen Gehäusen nehmen.

Durch den fehlenden Netzteiltunnel findet auch keine räumliche Unterteilung in verschiedene Klimazonen statt, was nicht nur dazu führt, dass ein Teil der am Netzteil entstehenden Abwärme zur verbauten Grafikkarte aufsteigt, sondern es muss auch ein größerer Raum mit Luft durchströmt werden, was eine gezielte Luftführung etwas erschwert.

Dank der beiden vorinstallierten ARGB-Lüfter, welche sich wahlweise über den ebenfalls vorinstallierten ARGB-Controller oder ein kompatibles Mainboard steuern lassen, ist das Focus 2 ATX-Gehäuse dennoch eine gute Grundlage für den Aufbau schicken Gaming-Systems.

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Messungen:

Neben der Verarbeitung sowie der Ausstattung kommt es bei einem Gehäuse auch auf eine bestmögliche Kühlung und somit auf einen guten Luftstrom an.

Das hierzu eingesetzte Testsystem besteht aus diesen Komponenten:

Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 21,0 °C (zu Beginn der Testphase gemessen) entstanden. Die eingesetzten Lüfter werden bei maximaler Drehzahl betrieben. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller CPU Cores nach einem 30 minütigen Prime95 Stresstest.

Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC MX-5 Wärmeleitpaste*, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.

Die erreichten Temperaturen sind abhängig von dem genutzten System und können auch auf ähnlichen Systemen abweichen, vor allem dann, wenn andere oder weniger Lüfter in dem System verbaut werden. Da wir in alle Gehäusetests die gleiche Testplattform einsetzen, lassen sich die Messwerte jedoch gut miteinander vergleichen.

Mit einem Blick auf das erreichte Testergebnis ist zu erkennen, dass die beiden vorinstallierten 140-mm-ARGB-Lüfter in Kombination mit dem großflächigen Lufteinlass für eine gute Belüftung des Gehäuses sorgen konnten, wodurch sich das Gehäuse im guten Mittelfeld unseres Testfeldes platzieren konnte. In Kombination mit zusätzlichen Lüftern lässt sich die Kühlleistung noch deutlich steigern, wodurch sich das Gehäuse auch zum Aufbau eines leistungsstarken Gaming-Systems eignet.

 

Fazit:

Mit dem Focus 2 hat Fractal Design seine Focus-Reihe in einer neuen Generation aufgelegt, welche sich vor allem an Gamer richtet, die neben einer einfach und schnellen Montage auch eine bestmögliche Kühlung der eingesetzten Komponenten erreichen wollen. Um dies zu ermöglichen, hat Fractal Design auch die Focus 2 Modelle mit einer großflächigen Mesh-Front sowie entsprechenden Luftauslässen ausgestattet. Um im Auslieferungszustand schon für eine gute Belüftung sorgen zu können, wurde das Gehäuse schon mit zwei ARGB beleuchteten 140-mm-Lüftern ausgestattet, welche jedoch leider nicht als PWM-Lüfter ausgeführt wurden. Dafür legen die beiden Lüfter in Kombination mit dem vorinstallierten ARGB-Controller sowie der verbauten Echtglasscheibe einen guten Grundstein für den Aufbau eines schicken Casemods. Abgerundet wird das Design durch den ebenfalls mit einer ARGB-LED ausgestatteten Powerschalter. Am I/O-Panel ist aus unserer Sicht jedoch auch das größte Manko des Gehäuses zu finden, denn im Gegensatz zu vielen anderen aktuellen Gehäusen setzt Fractal Design bei dem neuen Focus 2 nicht auf einen vorinstallierten USB Type C Anschluss, sondern bittet Nutzer, welche einen solchen Anschluss benötigen, mit dem optional erhältlichen Anschluss zusätzlich zur Kasse. Wo sich der weggefallene Netzteiltunnel negativ auf ein sauberes Kabelmanagement auswirkt, bietet das Gehäuse durch den gewählten Innenraum deutlich mehr Platz für den Einsatz leistungsstarker Hardware sowie einer entsprechenden Wasserkühlung. Preislich liegt das sauber verarbeitete Focus 2 ATX Gehäuse in der von uns in diesem Test herangezogenen TG RGB Version bei knapp 80 €*. Neben der von uns in diesem Test herangezogenen Version gibt es das Gehäuse auch noch in einer TG Version mit unbeleuchteten Lüfter sowie in einer Version mit zwei geschlossenen Seitenwänden. Die beiden TG-Versionen gibt es zudem auch noch in einer weißen Farbe.

Wir danken Fractal Design für die Bereitstellung des Testmusters.

Fractal Design - Focus 2 RGB Black TG Clear Tint

8.8

Verarbeitung

9.0/10

Kompatibilität

9.0/10

Kühlmöglichkeiten

9.0/10

Ausstattung

8.0/10

Lieferumfang

9.0/10

Modding

8.0/10

Preis

9.5/10

Pro

  • Ansprechendes Design
  • In unterschiedliche Farben erhältlich
  • Abnahmbare Staubfilter an allen Lufteinlässen
  • Gute Kühleigenschaften
  • Platzangebot für potente Hardware
  • Entkoppelte Netzteil- & 3,5"-HDD-Montage
  • Werkzeuglose 2,5"-Festplattenmontage

Contra

  • Type C Anschluss fürs I/O-Panel muss nachgekauft werden
  • (Keine werkzeuglose 3,5"-Festplattenmontage)