AOC – Q27G4ZDR 26,5″ QD-OLED Gaming Monitor im Test

Mit dem Q27G4ZDR haben wir heute den einen der neuen QD-OLED Gaming-Monitor mit 240 Hz von AOC im Test, welcher nicht nur durch eine sehr hohe Performance, sondern auch durch eine ausgezeichnete Bildqualität überzeugen möchte.

Welche Details in dem Q27G4ZDR stecken und wie sich der 26,5″ große QD-OLED Gaming-Monitor von AOC in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

 

Technische Details:

Display-Größe: 26,5″ / 67,3 cm
Auflösung: 2.560 x 1.440 Pixel
Bildschirmaktualisierungsrate: max. 240 Hz
Panel-Typ:
QD-OLED
Bildschirmoberfläche: Antireflex
Bildformat: 16:9
Helligkeit: 400 cd/m² 
Kontrastverhältnis: 1500000:1
Bildschirmfarben: 1.07 Milliarden / 8 Bit
Betrachtungswinkel: H: 178° / V: 178°
Pixelabstand: 0,2292 mm (H) x 0,2292 mm (V)
Pixel pro Zoll: 110,84
Reaktionszeit: 0,03 ms (G/G)
Anschlüsse: 1x DisplayPort 1.4 (HDCP 2.2, 500Hz@2560×1440)
2x HDMI 2.1 (HDCP 2.2), 1x USB-B 3.0 (Upstream, 5Gb/​s)
2x USB-A 3.0 (Downstream, 5Gb/​s)
1x 3,5 mm Klinke Line-Out
1x AC-In Kaltgerätebuchse (Netzanschluss)
Integrierte Lautsprecher: nein
Farbe: Schwarz / Rot
Abmessung (mit Standfuß): 609,3 x 537,4 x 207,7 mm
Abmessung (ohne Standfuß): 609,3 x 355,3 x 57,0 mm
Neigungswinkel: ~ ‑3,0º /~21,50º
Schwenkwinkel: -30º / 30º
Drehwinkel: -90º / 90º
Höhenverstellung: 130 mm
VESA-Aufhängung: 100 x 100 mm
Gewicht: 5,5 kg (mit Standfuß) / 
4,1 kg (ohne Standfuß)
Energieverbrauch: 21 kWh / 1000 h
Standby-Verbrauch: ≤ 0,3 W
Leistungsaufnahme: 90 W (maximal)
63 W (typisch)
Energieeffizienzklasse: E
Garantie: 3 Jahre
Features:
  • Adaptive Sync

  • G-Sync kompatibel
  • HDR10

 

Lieferumfang:

  • Q27G4ZDR
  • Standfuß
  • 1,8m Stromkabel
  • 1,8m HDMI-Kabel
  • 1,8m DP-Kabel
  • 1,8m USB-Kabel
  • Anleitung

 

Design und Verarbeitung:

Der Q27G4ZDR wird von AOC in einer Verpackung gehalten, welche in einem orange/schwarzen Design gehalten ist. Neben einem Produktbild, welches in das Gaming-Design der Verpackung integriert wurde, wurde die Vorder- als auch die Rückseite mit den wichtigsten Features des Monitors bedruckt.

Innerhalb der Verpackung wurde der Monitor im demontierten Zustand in einem stabilen Inlay aus Pappe untergebracht, wodurch der Monitor auch während eines Transports gut geschützt wird.

Entnimmt man den Q27G4ZDR aus seiner Verpackung, so hat man einen zerlegten 26,5″ QD-OLED (Quantum Dot Organic Light-Emitting Diode) Gaming-Monitor vor sich liegen, welcher in einem sehr schlichten Design gehalten ist.

Der schwarze Rahmen, welcher das Antireflex QD-OLED-Panel umgibt, wurde auf den Seiten sowie der Oberseite nur wenige Millimeter breit ausgeführt und ist somit von der Theorie her bestens für den Aufbau eines Multimonitor-Setup ausgelegt.

Dadurch, dass das verbaute Panel jedoch nicht bis ganz an den Rahmen herangeführt wurde, ergibt sich gerade auf den beiden Außenseiten ein vergleichsweise breiter Bereich, welcher bei einem Multimonitor-Setup leicht störend auf ein zusammenhängendes Bild auswirkt.

Schaut man sich den unteren Rahmenbereich einmal etwas genauer an, so wird man schnell feststellen, dass AOC an dieser Stelle nicht nur das aufgedruckte AOC Logo sehr dezent ausgeführt hat.

Auf der rechten Seite des unteren Rahmenbereichs kann man aufgedruckte Hinweise für die Bedienelemente, welche an der Unterseite angebracht sind, gut erkennen.

Betrachtet man die Rückseite des Q27G4ZDR erkennt man die Schnellaufnahme für den Standfuß. Ebenso sind die Schrauben der 100 x 100 mm VESA-Aufnahme in der Aufnahme zur Montage des Standfußes zu sehen.

Die Gehäuserückseite wurde passend zum Design der Gehäusefront auf den ersten Blick sehr dezent ausgeführt. AOC setzt an dieser Stelle wie auch beim Frontrahmen auf schwarzen und leicht strukturierten Kunststoff. Ein auffälliges Designelement ist der rote Ring rund um die Aufnahme des Standfußes.

Auf der rechten Hälfte der Gehäuseunterseite sind die Signaleingänge untergebracht. Der Q27G4ZDR verfügt an dieser Stelle neben einem DisplayPort 1.4 und zwei HDMI 2.1 Anschlüssen auch über einen integrierten USB 3.0 Hub mit zwei Anschlüssen. Wo man integrierte Lautsprecher beim Q27G4ZDR vergeblich sucht, lässt sich der per HDMI oder DisplayPort an den Monitor übertragene Ton über einen integrierten 3,5-mm-Klinkeanschluss ausgeben.

Vermisst haben wir bei der Ausstattung des Q27G4ZDR jedoch nicht nur integrierte Lautsprecher, sondern auch die Möglichkeit, den Monitor per USB-C anschließen zu können.

Zur Stromversorgung wurde von AOC ein Netzteil im Monitor integriert. Die Kaltgerätebuchse ist auf der linken Hälfte der Gehäuseunterseite eingebaut, der Spannungsbereich des Netzteils ist für den weltweiten Einsatz ausgelegt und liegt somit im üblichen Bereich von 100–240 VAC.

Leider ist der Abstand zwischen der Kaltgerätebuchse und der Unterseite des Gehäuses sehr knapp bemessen. Daher ist es nahezu unmöglich, das mitgelieferte Netzkabel unsichtbar zu verlegen. Hier hätten wir uns ein Netzkabel mit abgewinkeltem Kaltgerätestecker im Lieferumfang gewünscht. 

Der mitgelieferte Standfuß wurde passend zum Design des Monitors gefertigt. Hierzu wurde der Standfuß sechseckig ausgeführt und fällt im Vergleich zu den Standfüßen vieler anderer Gaming-Monitore sehr schlank und dezent aus. Abseits einer gebürsteten Oberfläche findet man an der rechten Vorderkante ein in die Fußplatte eingefrästes AOC Gaming Logo vor.

Zur Befestigung am Monitorarm wurde der aus Metall gefertigte Standfuß mit einer Schnellaufnahme ausgestattet, hierfür muss man den Monitorarm auf den Standfuß aufstecken und mittels der verbauten Schraube, welche sich wahlweise per Hand oder mittels eines Schraubenziehers anziehen lässt, festziehen.

Um die verschiedenen Anschlusskabel einigermaßen sauber zum Monitor führen zu können, wurde der Monitorarm im unteren Bereich mit einer großen Kabeldurchführung ausgestattet.

Zur Befestigung am Monitor verfügt der Monitorarm über ein selbstarretierendes Klicksystem.

Um eine bestmögliche Ergonomie zu erzielen, wurde der Q27G4ZDR mit einer Höhenverstellung ausgestattet, welche es erlaubt, den Monitor um 130 mm in der Höhe zu verstellen zu können.

Der Neigungswinkel kann von -3° bis 21,5° eingestellt werden.

Zudem bietet einem das im Monitorarm integrierte Gelenk die Möglichkeit, das Display um jeweils 30° nach links und rechts schwenken zu können.

Neben diesen Einstellungsmöglichkeiten, bietet einem der Q27G4ZDR auch noch die bei Officeanwendern und Streamern beliebte Pivot-Funktion, welche es ermöglicht, das Display zur linken und rechten Seite hin um 90° drehen zu können.

Die Verarbeitung des Q27G4ZDR wurde seitens AOC sehr hochwertig und mit einem ansprechenden Design ausgeführt. Im Bereich der Ausstattung haben wir eine Möglichkeit zum Anschluss per USB-C inkl. Power-Delivery sowie integrierte Lautsprecher vermisst. Außerdem hat uns die Situation mit dem von der Vorderseite sichtbaren Netzkabel etwas gestört.

 

Bedienelemente:

Zur Bedienung des OSD-Menüs wurde der Q27G4ZDR, wie schon kurz angesprochen, an der unteren Kante mit fünf Bedienelementen ausgestattet.

Dank der gut lesbaren Beschriftung, welche auf die Vorderseite des Rahmens aufgedruckt wurde, findet man die gewünschte Tasten auf Anhieb und die gewünschten Einstellungen können schnell und einfach vorgenommen werden.

Das OSD ist in mehrere Abschnitte unterteilt, wodurch man die verschiedenen Optionen schneller auswählen kann, als wenn man sich immer durch ein sehr aufgeblasenes OSD-Menü hangeln muss.

Die einzelnen OSD-Abschnitte sind sauber strukturiert und lassen sich mittels der verbauten Tasten gut und einfach bedienen. Wie wir es von den meisten Monitoren her kennen, hält auch das OSD-Menü des Q27G4ZDR Einstellungen wie Bildqualität, Audioeinstellungen, Farbe sowie die Spracheinstellungen bereit.

Außerdem findet man im OSD-Menü noch einige Einstellmöglichkeiten speziell für das OLED-Display. Mit Hilfe dieser Einstellmöglichkeiten kann man die Gefahr des Einbrennens des Panels reduzieren; standardmäßig sind bereits alle Funktionen, meist auf der niedrigsten Stufe, aktiviert.

 

Technik und Bildqualität:

AOC setzt in dem Q27G4ZDR auf ein 26,5″ großes QD-OLED Panel (Quantum Dot Organic Light-Emitting Diode), welches in unserem Test mit einem durchweg sehr detail- und farbgetreuen Bild überzeugen konnte.

Der Blickwinkel liegt vertikal und horizontal bei 178°, wodurch es z. B. problemlos möglich ist, sich einen Film mit mehreren Personen gleichzeitig auf dem Bildschirm anzuschauen.

Das Antireflex-Display besitzt eine maximale Helligkeit von 400 cd/m² und bietet einen Kontrast von 1.500.000:1.
Das verbaute Panel liefert eine Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel und ist somit im 16:9 Format gehalten.

Auch wenn 4K-Auflösungen immer beliebter werden, spielt die seitens AOC bei diesem Monitor gewählte Auflösung jedoch so manchem Gamer in die Hand, denn bei der geringeren Auflösung wird die verbaute Hardware weniger belastet, wodurch man auch mit langsamerer Hardware, wie sie z. B. in einem Mittelklasse-Gaming-Notebook oder einem Gaming-PC der Einsteigerklasse zum Einsatz kommt, in den Genuss eines hohen Detailgrads bzw. einer höheren Bildwiederholungsrate kommt.

Mit einem Seitenverhältnis von 16:9 ist der Monitor von Grund auf für jedes Spiel geeignet, ohne dass das angezeigte Bild gestreckt wird, wie es bei Monitoren mit einem Seitenverhältnis von 21:9 in so manchen Spielen der Fall ist.
Auch was das Betrachten von Filmen angeht, ist der Q27G4ZDR mit einem 16:9 Format aktuell noch die richtige Wahl, wobei immer mehr BluRays in der Zwischenzeit im 21:9 Format gehalten sind.
Der Q27G4ZDR lieferte in unserem Test nicht nur beim Betrachten von Filmen, sondern auch beim Spielen von schnellen Shootern, Rennsimulationen sowie anderen Spielen zu jeder Zeit nicht nur eine sehr gute Bildqualität, sondern dank der sehr schnellen Reaktionszeit von 0,03 ms (G/G) auch bei schnellen Szenen ein ruckel- und schlierenfreies Bild.

Mit einem Blick auf dunkle Bereiche kann das im Q27G4ZDR eingesetzte QD-OLED-Panel nicht nur mit einem sehr guten Schwarzwert überzeugen, sondern dem Monitor gelingt auch eine sehr gute Abstufung bei der Anzeige schattiger Bereiche.

Im Gegensatz zu den meisten bisher von uns getesteten Monitoren war bei diesem Monitor keine Anpassung der Helligkeit oder anderen Optionen notwendig, um z. B. die im schattigen Bereich liegenden Flugzeugarmaturen erkennen und ablesen zu können.

Speziell für Gamer hat AOC mit Adaptive Sync sowie der G-Sync-Technologie gleich zwei spezielle Techniken verbaut, welche für noch mehr Spaß beim Zocken sorgen sollen. Hierbei wird die Bildschirmwiederholungsrate zwischen dem Monitor und einer kompatiblen Grafikkarte mit einer Frequenz von bis zu 240 Hz synchronisiert. Mit diesen Werten reiht sich der Q27G4ZDR im üblichen Range der am Markt befindlichen QD-OLED-Monitore ein. 
Mit diesen Eigenschaften ist der Q27G4ZDR bestens für professionelle Gamer geeignet, welche nicht nur zu jeder Zeit ein schlierenfreies Bild wünschen, sondern auch satte Farben sowie eine gute Helligkeit, welche wichtige Details in jedem Spiel zum Vorschein bringen.

Der Q27G4ZDR konnte in unserem Test jedoch nicht nur beim Gamen und Betrachten von Filmen mit einer überaus guten Bildqualität und einer sehr schnellen Reaktionszeit überzeugen, sondern auch während normaler Officetätigkeiten sorgte der Monitor für ein sehr klares und gestochen scharfes Bild.

Speziell für Officeanwender oder Streamer lässt sich der Q27G4ZDR in einer Pivot-Ausrichtung nutze. Ebenso hat AOC den Monitor mit einer Picture by Picture sowie Picture in Picture Funktion, welche es erlauben, den Monitor mit zwei Eingangsquellen gleichzeitig nutzen zu können, ausgestattet.

Dank der Antireflex Oberfläche gehören störende Spiegelungen dafür in jeder Lebenslage weitestgehend der Vergangenheit an.

 

Fazit:

Mit dem Q27G4ZDR hat AOC einen 26,5″ großen QD-OLED-Monitor in seinem Sortiment, welcher in unserem Test fast auf ganzer Linie überzeugen konnte. Das verbaute QD-OLED-Panel sorgte in unserem Test durchweg für sehr detailgetreue Farben und brachte auch eine gute Helligkeit mit, welche dafür sorgte, dass wir auch wichtige Details, welche in einem schattierten Bereich lagen, zu jeder Zeit gut erkennen konnten. Mit der gebotenen Refresh Rate von 240 Hz sowie einer sehr schnellen Reaktionszeit von 0,03 Millisekunden (G/G) werden Unschärfen und Geisterbilder vollständig eliminiert. Durch das verbaute Adaptive Sync sowie die Kompatibilität mit G-Sync wird zudem der sogenannte Tearing-Effekt verringert. Mit dem verbauten Panel sowie der Möglichkeit den Monitor Pivot nutzen zu können, ist der Q27G4ZDR jedoch nicht nur für Gamer geeignet, sondern der Monitor eignet sich auch recht gut für Officeanwender sowie Streamer. Für den optimalen Einsatz hat AOC hier auch Features wie Picture by Picture und Picture in Picture integriert. Auch wenn der seitliche Rahmen des Q27G4ZDR selbst sehr schlank ausgeführt wurde, ist der Monitor durch den Abstand, welches das eingesetzte Panel zum Rahmen hat, jedoch nur bedingt für den Aufbau eines Multi-Monitor-Setups geeignet. Nicht nur beim Einsatz in einem Büro, sondern auch auf dem heimischen Schreibtisch macht der Q27G4ZDR neben der sehr guten Bildqualität auch durch die gute Ergonomie eine sehr gute Figur, lediglich das von der Vorderseite sichtbare Netzkabel hat uns hier gestört. Was die gebotene Ausstattung angeht, überzeugte der Q27G4ZDR in unserem Test neben einer effektiven und guten Kühlung, welche in Kombination mit weiteren Features wie einer automatischen Erkennung von Logos dafür sorgt, das ein Einbrennen des Panels effektiv verhindert wird, auch mit einer guten Anschlussvielfalt, zu welcher neben Videoeingängen zwar auch ein Audioausgang, jedoch keine integrierten Lautsprecher gehört. Vermisst haben wir an dieser Stelle zudem die Möglichkeit, den Monitor per USB-C Anschließen zu können. Preislich liegt der sehr sauber verarbeitete Q27G4ZDR von AOC aktuell bei 379 € 🛒.

Wir danken AOC für die Bereitstellung des Testmusters.

AOC – Q27G4ZDR 26,5″ QD-OLED Gaming Monitor

9.4

Bildqualität

10.0/10

Verarbeitung

9.0/10

Montage

9.5/10

Ergonomie

9.5/10

Kompatibilität

9.0/10

Lieferumfang

9.5/10

Preis

9.5/10

Pro

  • Sehr gute Verarbeitung
  • Sehr gute Bildqualität
  • Gute Ergonomie und Einstellmöglichkeit
  • Werkzeugfreie Montage

Contra

  • Sichtbares Netzkabel
  • Kein USB-C Eingang
  • Keine integrierten Lautsprecher