Acer zeigt zur IFA 2026 seinen bislang stärksten E-Scooter

Acer erweitert sein Mobilitätsportfolio: Auf der IFA 2026 zeigt der Hersteller mit dem Predator ES Thunder Pro seinen bislang leistungsstärksten E-Scooter. Der neue Elektroroller soll nicht nur im Stadtverkehr, sondern auch auf anspruchsvolleren Strecken zum Einsatz kommen. Dafür kombiniert Acer einen kräftigen Hinterradantrieb mit Offroad-Reifen, Federung und einer elektronischen Traktionskontrolle.

Bis zu 1.600 Watt Leistung

Der Predator ES Thunder Pro wird von einem 500-Watt-Hinterradmotor angetrieben. Kurzzeitig kann dieser bis zu 1.600 Watt leisten und ein Drehmoment von 32 Nm bereitstellen. Damit soll der Scooter Steigungen von bis zu 28 Prozent bewältigen können.

Die Höchstgeschwindigkeit liegt abhängig von der jeweiligen regionalen Zulassung bei bis zu 25 km/h. Für den europäischen Markt sind entsprechend die lokalen gesetzlichen Vorgaben maßgeblich.

Für längere Strecken stattet Acer den Scooter mit einem 624-Wh-Akku aus. Die maximale Reichweite gibt der Hersteller mit bis zu 70 Kilometern an. Damit soll der Thunder Pro insbesondere für Pendler und Nutzer interessant sein, die den Scooter regelmäßig und über längere Distanzen einsetzen.

Offroad-Reifen und Traktionskontrolle

Acer beschränkt sich bei der Ausstattung nicht auf mehr Motorleistung. Der Predator ES Thunder Pro besitzt 10-Zoll-Luftreifen ohne Schlauch, die für unterschiedliche Untergründe ausgelegt sind. Dazu kommt eine Federung an Vorder- und Hinterrad.

Eine Besonderheit ist die Traction Control System (TCS) genannte Traktionskontrolle. Sie passt die Motorleistung an die jeweiligen Fahrbedingungen an und soll insbesondere auf nassen oder rutschigen Untergründen verhindern, dass der Hinterreifen unnötig durchdreht.

Gebremst wird mit Scheibenbremsen an beiden Rädern. Am Hinterrad kommt zusätzlich ein elektronisches Antiblockiersystem zum Einsatz.

RGB-Beleuchtung und Ortungsfunktionen

Auch bei den digitalen Funktionen hat Acer den Thunder Pro aufgerüstet. Über die Acer eMobility App lassen sich unter anderem Akkustand, Fahrzeugstatus und Fahrdaten abrufen. Zudem können Nutzer den Scooter elektronisch verriegeln und verschiedene Einstellungen sowie die Beleuchtung steuern.

Für die Ortung integriert Acer sowohl Apple Find My als auch Google Find Hub. Der Scooter soll sich damit leichter wiederfinden lassen, falls er abgestellt wurde oder verloren geht.

Eine weitere ungewöhnliche Funktion ist die Sprachsteuerung per KI. Über ein Smartphone oder eine Smartwatch können bestimmte Funktionen per Sprachbefehl gesteuert werden. Dazu gehören beispielsweise das Ver- und Entriegeln, die Abfrage des Akkustands oder die Beleuchtung.

26,5 Kilogramm für den großen Akku

Mit einem Gewicht von 26,5 Kilogramm gehört der Predator ES Thunder Pro allerdings nicht zu den besonders leichten Vertretern seiner Klasse. Zusammengeklappt misst der Scooter 118 × 66 × 50 Zentimeter und lässt sich dadurch zumindest platzsparender transportieren und verstauen.

Der Rahmen besteht aus Aluminium. Eine IPX6-Zertifizierung soll das Fahrzeug zudem gegen starkes Strahlwasser schützen.

Marktstart Anfang 2027

Der Predator ES Thunder Pro soll in Europa im ersten Quartal 2027 auf den Markt kommen. Acer nennt einen Einstiegspreis von 799 Euro.

Mit dem Thunder Pro zeigt Acer auf der IFA damit einen E-Scooter, bei dem weniger das möglichst geringe Gewicht als vielmehr Leistung, Reichweite und Ausstattung im Mittelpunkt stehen. Der neue Spitzenreiter der Predator-Reihe soll dabei die Grenzen zwischen klassischem Pendler-Scooter und leistungsorientiertem Freizeitfahrzeug etwas weiter verschieben.