Eine Marke aus der PC-Geschichte feiert auf der IFA 2026 ihr Comeback: Packard Bell meldet sich unter dem Dach der Acer Group zurück. Zum 100-jährigen Bestehen präsentiert sich die Marke mit einem komplett neuen Auftritt und einer umfangreichen Lifestyle-Kollektion. Das Motto des Neustarts lautet „Tech it easy“.
Statt sich ausschließlich auf Computer zu konzentrieren, will Packard Bell künftig verschiedene Bereiche des digitalen Alltags abdecken. Das auf der IFA vorgestellte Sortiment reicht von Notebooks und Tablets über Audio-Produkte bis hin zu Zubehör. Ergänzt wird die Produktwelt durch eine ungewöhnliche Kooperation mit dem Start-up Steasy: einen vernetzten Mini-Dampfgarer für die Küche.
DotBook eröffnet die neue Produktwelt
Den Einstieg in das neue Packard-Bell-Portfolio bildet das DotBook. Das 14,5-Zoll-Notebook soll als vielseitiger Alltagsbegleiter für Arbeit, Lernen, Kommunikation und Unterhaltung dienen. Preislich positioniert Packard Bell das Gerät bewusst im zugänglichen Bereich: Das DotBook soll in der EMEA-Region ab September für 499 Euro erhältlich sein.
Auch die übrigen Produkte tragen das neue Namensschema. Dazu gehören unter anderem der DotLoop, ein weiteres mobiles Gerät, der Kopfhörer DotTune, die DotLine, der DotLook, der DotShine, der DotCombo und der DotBass.
Die Preise beginnen dabei bereits bei 29 Euro für den DotBass. Das teuerste Gerät der ersten Produktwelle ist der DotBook-Laptop mit einem Einstiegspreis von 499 Euro.
Farben statt Technik-Jargon
Der neue Markenauftritt unterscheidet sich deutlich von klassischen Computerherstellern. Packard Bell setzt auf eine farbenfrohe Gestaltung mit Orange, Violett, Grün und Gelb. Herzstück des neuen Logos ist ein Muster aus Punkten, in dem sich die Buchstaben „P“ und „B“ verstecken.
Auch sprachlich will sich die Marke von typischen Technikprodukten abheben. Statt mit technischen Fachbegriffen soll Packard Bell mit einer möglichst einfachen und alltagsnahen Sprache auftreten. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Technik Verbraucher tatsächlich benötigen.
Packard Bell wagt den Schritt in die Küche
Für einen überraschenden Moment auf der IFA sorgt die erste Kooperation außerhalb des klassischen Elektronikportfolios. Gemeinsam mit dem Start-up Steasy präsentiert Packard Bell einen vernetzten Mini-Dampfgarer.
Das Gerät soll zeigen, dass die neue Marke nicht ausschließlich für Computer und Unterhaltungselektronik stehen möchte. Vernetzte Technik soll vielmehr dort zum Einsatz kommen, wo sie den Alltag einfacher machen kann – in diesem Fall bei der Zubereitung von Speisen.
Der Steasy soll in der EMEA-Region ab Oktober für 199 Euro erhältlich sein.
Comeback nach 100 Jahren
Das Comeback fällt mit dem 100. Geburtstag von Packard Bell zusammen. Die Marke wurde 1926 in Los Angeles gegründet und war zunächst vor allem für Unterhaltungselektronik bekannt. Später wurde Packard Bell insbesondere durch seine Computer bekannt.
Nun soll die Marke unter dem Dach der Acer Group neu ausgerichtet werden. Acer bringt dabei seine Infrastruktur und Erfahrung im Consumer-Electronics-Markt ein, während Packard Bell mit einem farbenfroheren und stärker lifestyle-orientierten Auftritt eine neue Zielgruppe erreichen soll.
Die erste Produktwelle ist für die EMEA-Region bereits konkret terminiert. Die meisten Produkte kommen im September 2026 auf den Markt, weitere Modelle folgen im Oktober und November.
Damit ist die IFA 2026 nicht nur eine Rückkehr auf die Messebühne, sondern zugleich der Startschuss für eine komplett neue Ära von Packard Bell.
