Mit der NL-LC1-36 haben wir heute eine noch recht neue 360 mm große AiO-Wasserkühlung von Noctua im Test, welche neben einer guten Kühlleistung auch durch eine besonders geringe Geräuschkulisse überzeugen möchte.

Welche Leistung in der NL-LC1-36 steckt und wie sich die 360 mm große AiO-Wasserkühlungsserie mit neuartiger Geräuschoptimierung von Noctua in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.
Technische Details:
| Radiatorgröße: | 400 x 120 x 30 mm (L x B x H) |
| Material: | Bodenplatte: Kupfer Radiator: Aluminium |
| Lüfter: | 3x NF-A12x25 G2, |
| Anschluss: | 4-Pin PWM |
| Drehzahl: | max. 1800 RPM |
| Leistungsaufnahme: | 1,8 W |
| Max. Volumenstrom: | 107,3 m³/h |
| Lautstärke: | max. 22,5 dB(A) |
| Pumpe: | Asetek Emma V2 |
| Drehzahl: | 750 – 3.400 U/min (±10 %) |
| Schlauchlänge: | 410 mm |
| Kompatibilität (Sockel): | AMD: AM5, AM4 Intel: LGA1700, LGA1851 |
Lieferumfang:
- NL-LC1-36 mit NL-PNA1-Pumpenschalldämpfer
- Noctua-Logo-Plakette aus Metall
- 3x NF-A12x25 G2 PWM-Lüfter (PPA/PPB/PPA)
- 3x NA-AVG1-Schwingungsdämpfungsdichtungen (vorinstalliert)
- NA-SC1 3-Wege-Verteilerkabel
- NA-EC1 30 cm Verlängerungskabel
- Befestigungsschrauben für Lüfter und Kühlkörper (Torx® T20)
- SecuFirm2+™ Multi-Sockel-Befestigungssystem mit Versatzoptionen für AMD AM5/AM4 und Intel LGA1851/1700
- NM-SD1 Torx® T20-Schraubendreher
- NT-H2 Wärmeleitpaste
- NA-CW1 Reinigungstuch
- NA-TPG1 Wärmeleitpastenschutz für AMD AM5
- Noctua-Metall-Gehäuseemblem

Design und Verarbeitung:
Die neue NL-LC1-36 AiO-Wasserkühlung wird von Noctua in einer Verpackung geliefert, welche in einem überwiegend braunen Design gehalten ist. Die Verpackungsvorderseite wurde neben der Modellbezeichnung auch mit einem Produktbild bedruckt. Auf der linken Verpackungsseite findet man eine Auflistung des Lieferumfangs sowie einen Hinweis auf den optional erhältlichen NL-ACF1 Lüfters vor.

Wo die Verpackungsrückseite mit einer ausführlichen Beschreibung bedruckt wurde, wurde die rechte Verpackungsseite mit einer Auflistung der technischen Details bedruckt.

Entnimmt man die NL-LC1-36 aus ihrer Verpackung, so hat man eine AiO-Wasserkühlung vor sich liegen, welche zwar in einem vollständig schwarzen Design gehalten ist, durch die eingesetzte Pumpeneinheit jedoch nicht die schlichteste AiO-Wasserkühlung ihrer Art ist.

Im direkten Vergleich zu anderen AiO-Waküs am Markt, setzt Noctua bei der Pumpeneinheit weder auf eine möglichst kompakte Bauform, noch auf eine integrierte Beleuchtung oder andere Features wie Spiegel oder Displays, welche ebenfalls bei vielen Gamern beliebt sind. Stattdessen hat Noctua alles daran gelegt, dass die eingesetzte Pumpeneinheit, welche auf der Emma V2 Plattform von Asetek basiert, möglichst wenig zu hören ist. Hierzu setzt Noctua auf der Pumpeneinheit den eigens entwickelten NL-PNA1-Pumpengeräuschabsorber ein, welcher über einen dreilagigen Aufbau verfügt.

Als erste Schicht kommt hierbei ein Akustikschaum zum Einsatz, welcher hochfrequente Schallwellen absorbieren soll. Zwischen dieser und einer weiteren Akustikschaumschicht, welche verbleibende Geräusche absorbieren soll, wurde eine sehr dichte Dämmschicht zur Absorbierung tiefer Frequenzen verbaut. Um eine Übertragung von Schwingungen auf die aufgesetzte Kunststoffabdeckung zu vermeiden, ist diese mattschwarze Abdeckung auf Silikonpufer aufgesteckt, welche wiederum auf die drei Schrauben aufgesteckt sind, mittels welchen der NL-PNA1-Pumpengeräuschabsorber an der Pumpeneinheit befestigt ist.

Schaut man sich das mächtige Kunststoffgehäuse, welches die drei einzelnen Absorberschichten umschließt, genauer an, so kann man nicht nur eine in die Oberseite eingelassene Vertiefung erkennen, in welche das Noctua Logo eingeprägt wurde, sondern auch kleine im oberen Bereich abstehende Kunststofffinnen.

Um die Optik der Pumpeneinheit aufwerten zu können, befindet sich im Lieferumfang eine aus Metall gefertigte Logoplatte, welche sich mittels integrierten Magneten in der eingelassenen Vertiefung befestigen lässt. Dank der gewählten Montageart kann die Ausrichtung dieser Logoplatte passend zur Montagerichtung der Pumpeneinheit erfolgen.

Anstelle der Logoplatte lässt sich an dieser Stelle auch der ebenfalls neu entwickelte und optional erhältliche NL-ACF1 Lüfter befestigen, welcher die direkt um die CPU herum positionierten Komponenten belüftet.

Die kleinen Finnen, welche im oberen Bereich aus der Verkleidung der Pumpeneinheit herausstehen, sorgen in diesem Fall für eine optimale Luftführung.

Die auf die fest mit dem Pumpengehäuse verbundenen Anschlüsse gepressten Schläuche haben eine Länge von 410 mm und wurden für eine schickere Optik sowie eine höhere Robustheit mit einem blickdichten Sleeving überzogen.

Zwischen den beiden Anschlüssen wurde die Pumpeneinheit mit einem kleinen Schalter ausgestattet, über welchen sich die Maximalgeschwindigkeit der Pumpe einstellen lässt. Je nach Schalterstellung wird der Regelbereich der Asetek-Pumpe auf 750 – 2.100 U/min (±10 %), 750 – 2.600 U/min (±10 %) oder 750 – 3.400 U/min (±10 %) eingestellt.
Mit einem Blick auf die Unterseite des Pumpengehäuses findet man eine naturbelassene und sauber verarbeitete Bodenplatte vor, welche die gesamte Unterseite des Kühlergehäuses einnimmt.

Die Pumpeneinheit wurde zudem schon mit dem von anderen Noctua Kühlern bekannten SecuFirm2+™ Montagesystem ausgestattet. Dieses sorgt nicht nur für eine einfache und schnelle Montage, sondern auch den optimalen Anpressdruck.
Wirft man einmal einen ersten Blick auf den aus schwarz lackiertem Aluminium gefertigten Radiator, so ist schnell zu erkennen, dass die verwendeten Schläuche nicht nur fest mit dem Pumpengehäuse verbunden sind, sondern auch auf die feststehenden Anschlüsse des Radiators gepresst wurden.

Auf der gegenüberliegenden Radiatorseite wurde eine schlanke Endkammer verbaut, welche im gleichen Design wie die rechteckige Vorkammer gehalten ist.

Betrachtet man die Kühlfinnen einmal etwas genauer, so ist zu erkennen, dass der Radiator zwischen den beiden Außenwänden mit 12 Kanälen ausgestattet hat.

Die eingesetzten Lamellen wurden sauber mit den Kanälen und Außenseiten verlötet und weisen eine durchgehende Lackierung auf.

Zur Lüfter- sowie auch der Radiatormontage selbst wurde der 30 mm starke Radiator auf der Ober- und Unterseite mit M3-Montagegewinden ausgestattet. Einen Lamellenschutz, welcher die unter den Montagebohrungen befindlichen Kühlfinnen vor zu tief eingedrehte Schrauben schützt, sucht man an dieser Stelle jedoch leider vergebens.
Solange man auf die mitgelieferten Schrauben zurückgreift, fällt dies nicht weiter ins Gewicht. Nutzt man jedoch optionale Schrauben, welche ggf. minimal zu lang sind, so kann es dazu kommen, dass man diese zu tief eindreht und es somit zu Beschädigungen an den unterhalb der Montagebohrungen befindlichen Kühlfinnen kommen kann.
Als Lüfter liegen der NL-LC1-36 AiO-Wasserkühlung zwei NF-A12x25 G2 PPA PWM 120-mm-Lüfter und ein NF-A12x25 G2 PPB PWM 120-mm-Lüfter bei.
Wie wir es schon aus unserem Test der NF-A12x25 G2 Lüfter her kennen, sind diese in den von Noctua bekannten Erdtönen gehalten.

Der Impeller sowie die vorinstallierten Gummientkoppler sind in Braun gehalten. Der Lüfterrahmen ist aus einem beigefarbenen Kunststoffguss gefertigt und verfügt über vier geradlinig verlaufende Stege, welche den Rotor in Position halten.

Mit einem Blick auf die Rückseite der mitgelieferten Lüfter wird auch der einzige optische Unterschied sichtbar, welcher in der aufgebrachten Beschriftung liegt.
Die Unterscheidung ist hierbei nicht nur in der Modellbezeichnung, sondern auch in dem Hinweis auf die Stromaufnahme sowie die maximale Drehzahl zu finden. Wo die in diesem Set enthaltene NF-A12x25 G2 PWM PPA Lüfter mit 1750 U/min arbeitet, dreht der NF-A12x25 G2 PWM PPB mit 1850 U/min etwas schneller.
Der AAO (Advanced Acoustic Optimisation) Rahmen von Noctua weist jedoch noch ein paar Besonderheiten auf.

Noctuas AAO (Advanced Acoustic Optimisation) Rahmen verfügen über integrierte Vibrationspuffer.

Zudem wurde der Lüfterrahmen im Einlassbereich mit einer Abstufung (Stepped Inlet Design) versehen.

Auf der Innenseite wurde der Lüfterrahmen mit der von anderen Modellen bekannte Mikrostruktur im Innenbereich (Inner Surface Microstructures) ausgestattet.


Wie wir es schon von den vergangenen Modellen der NF-A12x25-Lüfterserie her kennen, wurden auch die Impeller der neuen NF-A12x25 G2 PWM Modelle nicht einfach nur aus Kunststoff gefertigt, sondern aus dem von Noctua als Sterrox bezeichneten Material gefertigt. Hierbei handelt es sich um ein Flüssigkristallpolymer (Liquid Crystal Polymer). LCPs sind in der Industrie weit verbreitet und finden z. B. auch bei der Fertigung von Kevlar ihre Anwendung.
Das verwendete Material weist eine extreme Zugfestigkeit sowie einen besonders niedrigen thermischen Ausdehnungskoeffizienten und exzellente Dimensionsstabilität auf, wodurch es Noctua möglich wurde, die Blattspitzen der Lüfterblätter bis auf 0,5 mm an den Lüfterrahmen heranzuführen.

Durch die hierdurch verringerten Leckströme zwischen dem Impeller und dem Lüfterrahmen wird ein noch effizienterer Betrieb bei steigendem Staudruck wie auf Kühlern und Radiatoren ermöglicht.
Wie man wir es schon von anderen Lüftern aus dem Hause Noctua kennen, wurde auch Impeller der NF-A12x25 G2 PWM Lüfter mit den bekannten Focused Flow Acceleration Channels ausgerüstet.

Der extrem verlustarme etaPERF™ Motor mit Smooth Commutation Drive 2 Technologie, welche ebenfalls mit den ND-A14x2 G2 Modellen Einzug in die Modellreihe erhielt, bietet nicht nur eine noch nie dagewesene Energieeffizienz und Laufruhe, sondern kann dank der neuen SupraTorque™ Funktion überdies bei Bedarf zusätzliche Drehzahlreserven abrufen, um die Geschwindigkeit des Lüfters auch bei hohem Staudruck konstant zu halten, wodurch sich auf Kühlern eine noch bessere Performance erzielen lässt.
Zudem sind die NF-A12x25 G2 PWM Lüfter wie die anderen NF-A-Serien Modelle von Noctua auch mit der weiter optimierten zweiten Generation von Noctuas bewährtem SSO-Lagersystem ausgestattet. Bei SSO2 sitzt der rückseitige Magnet näher an der Lüfterachse und bewirkt so eine noch bessere Stabilisierung, was zu einer weiter verbesserten Präzision und Haltbarkeit führt.

Als Anschlusskabel kommt bei allen Lüftern ein vergleichsweise kurzes 4-PIN-PWM-Kabel zum Einsatz. Wie wir es von anderen Lüftermodellen aus dem Hause Noctua kennen, wurden die Anschlusskabel mit dem bekannten Gummisleeving versehen.
Etwas anders sieht es hingegen beim Kabel der Pumpeneinheit aus. Dieses ist als Flachbandkabel ausgeführt und fällt für unseren Geschmack etwas zu lang aus.
Die Verarbeitung der NL-LC1-36 wurde seitens Noctua hochwertig ausgeführt und gibt uns bis auf das sehr lang ausgeführt Anschlusskabel der Pumpeneinheit keinen Anlass zur Kritik.
Montage:
Die NL-LC1-36 AiO-Wasserkühlung verfügt über das von Noctua bekannte SecuFirm2+™ Multisockel-Montagesystem. Dieses ermöglicht eine schnelle und dennoch sehr stabile Montage mit einem hohen Anpressdruck. Im Vergleich zu manch anderen Herstellern kommt hierbei jedoch keine Multisockel-Backplate zum Einsatz, wodurch bei der Montage auf einem AMD-Mainboard die werksseitig montierte Backplate weitergenutzt wird. Zur Montage auf einem Intel-Sockel liegt dem Lieferumfang eine Backplate inkl. passender Abstandhalter bei.
Sind alle Vorbereitungen getroffen, kann die Pumpeneinheit auf die mit Wärmeleitpaste bestrichene CPU aufgesetzt werden. Die Pumpeneinheit wird dann über die zwei Schrauben, welche schon an der Pumpeneinheit vorinstalliert sind, an den beiden Montageschienen befestigt. Damit die hier eingesetzten Torx-Schrauben von jedem ohne einen Gang zum örtlichen Baumarkt angezogen werden können, befindet sich im Lieferumfang ein passender Schraubendreher.
Auf diesen muss man auch bei der Lüftermontage zurückgreifen, denn auch an dieser Stelle setzt Noctua auf entsprechende Torx-Schrauben. Um einen möglichst leisen Betrieb zu gewährleisten, sollte man darauf achten, dass der PPB-Lüfter zwischen den beiden PPA-lüftern verbaut wird.

Mit der gebotenen Schlauchlänge von 410 mm, kann man die NL-LC1-36nicht nur an der Gehäuseoberseite verbauen, sondern auch eine Montage an der Gehäusefront ist in den meisten Fällen problemlos möglich.
Testablauf:
Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 21 °C (zu Beginn der Testphase gemessen) entstanden. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller Performance-Cores während eines 30-minütigen Prime95 Stresstests.
Kommen bei einem getesteten Kühler Lüfter zum Einsatz, bei denen es sich um PWM-Lüfter handelt, welche ihre Geschwindigkeit selbst anpassen, so wird die PWM-Steuerung während des Tests deaktiviert.
Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC – MX-5 🛒 Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.
Bei den ermittelten Temperaturen handelt es sich um Messwerte, welche unter Extrembedingungen ermittelt wurden und so auch während langen Gaming-Sessions kaum erreicht werden.
Zudem ist zu beachten, dass die erreichten Temperaturen abhängig von dem genutzten System sind und auch auf ähnlichen Systemen abweichen können. Da wir jedoch alle Kühler unter diesen Bedingungen testen, lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen.
Als Referenz dienen alle Kühler, welche wir bis jetzt auf diesen Systemen getestet haben. CPU-Wasserkühler werden in Kombination mit einem Alphacool NexXoS ST30 Full Copper 360mm Radiator 🛒 getestet.
Testsystem:
Bedingt dadurch, dass Noctua die Kompatibilität zu älteren Intel-Sockel eingeschränkt hat, konnte kein Test auf dem sonst herangezogenen Mittelklasse-Gaming-System erfolgen.
Somit ist unser Intel Z890 System das einzige System mit Intel-Sockel auf welchem wir die NL-LC1-36 AiO-Wasserkühlung getestet haben. Dieses System besteht aus diesen Komponenten:
- Prozessor: Intel Core Ultra 9 285K 🛒
- Mainboard: NZXT N9 Z890 White 🛒
- Arbeitsspeicher: Kingstion FURY Renegade RGB 48GB Kit (2x24GB) DDR5 8400MT/s CL40 CUDIMM 🛒
- Grafikkarte: Gainward – RTX 3070 Phantom GS 🛒
- Systemlaufwerk: Kingston FURY Renegade G5 SSD 2TB 🛒
- Netzteil: NZXT C1000 Gold ATX 3.1 🛒
- Wärmeleitpaste: ARCTIC – MX-5 🛒
- Gehäuse: NZXT H6 Flow RGB 🛒
Neben diesem auf einer Intel-Plattform basierenden Testsystem haben wir auch einen Test auf einem AM5 System durchgeführt. Dieses Testsystem besteht aus folgenden Komponenten:
- Prozessor: AMD Ryzen 7 7700X 🛒
- Arbeitsspeicher: 2 x 16 GB ADATA – XPG – Lancer DDR5 5200 🛒
- Mainboard: NZXT N9 X870E 🛒
- Systemlaufwerk: Seagate – FireCuda 520 NVMe SSD 1TB 🛒
- Grafikkarte: ASUS GeForce Dual RTX 3060 12GB V2 OC Edition 🛒
- Netzteil: NZXT C1000 Gold ATX 3.1 🛒
- Wärmeleitpaste: ARCTIC – MX-5 🛒
- Gehäuse: NZXT H6 Flow RGB 🛒
Mit einem Blick auf die erreichten Testergebnisse ist zu erkennen, dass sich die NL-LC1-36 AiO-Wasserkühlung von Noctua bei maximaler Lüfter- und Pumpengeschwindigkeit auf beiden Testsystemen die Spitzenposition unter den 360 mm großen AiO-Wasserkühlungen sichern konnte. Die NL-LC1-36 überzeugte in unserem Test jedoch nicht nur durch eine sehr gute Kühlleistung, sondern auch durch eine angenehme Geräuschkulisse. Neben den hochwertigen und schon länger am Markt befindlichen Lüftern trägt auch der speziell entwickelte NL-PNA1-Pumpengeräuschabsorber hierzu bei. Auch wenn Noctua die eingesetzte Pumpe mit einer speziellen Schallisolierung ausgestattet hat, ist diese bei maximaler Drehzahl noch leicht aus dem System vernehmbar. Reduziert man die Maximaldrehzahl mittels des verbauten Schalters auf 2.100 U/min, so arbeitet diese angenehm leise. Die Kühlleistung war in unserem Test bei diesen Settings etwa 2 °C geringer als bei maximaler Pumpengeschwindigkeit.
Fazit:
Mit den neuen NL-LC1-Modellen hat Noctua gleich drei AiO-Wasserkühlungen in sein Sortiment aufgenommen, welche sich an Anwender richten, die sehr großen Wert auf die perfekte Balance zwischen einer sehr hohen Kühlleistung und einer möglichst geringen Geräuschkulisse legen. Diese Eigenschaften konnte die NL-LC1-36 AiO-Wasserkühlung in unserem Test voll und ganz erfüllen. Als Basis kommt wie bei vielen anderen Herstellern, welche nicht über eine eigene Fertigung für AiO-Wasserkühlungen verfügen, auch bei der NL-LC1-36 eine AiO-Wasserkühlung von Asetek zum Einsatz, welche auf der bekannten Emma V2 Plattform basiert. Wo vielen Hersteller lediglich gewisse optischen Aspekte anpassen, hat Noctua nicht nur einen kleinen Schalter zur physikalischen Begrenzung der maximalen Pumpengeschwindigkeit in die Pumpeneinheit integriert, sondern auch den Pumpengeräuschabsorber NL-PNA1 entwickelt. Auch wenn dieser die bei voller Drehzahl von der Pumpe ausgehenden Geräuschkulisse nicht vollständig absorbieren kann, sorgt er für eine merkliche Reduzierung der Geräuschkulisse. In Kombination mit den hochwertigen NF-A12x25 G2 Lüftern, konnte die NL-LC1-36 AiO-Wasserkühlung in unserem Test nicht nur eine Spitzenleistung erzielen, sondern in dem voreingestellten Quiet-Mode, welcher die Pumpendrehzahl auf 2.100 U/min begrenzt, arbeitet die Wasserkühlung auf einem sehr niedrigen Geräuschpegel. Die Geräuschoptimierung der Pumpeneinheit sorgt jedoch auch dafür, dass die Pumpeneinheit deutlich größer als bei anderen Herstellern ausfällt. Gepaart mit der mattschwarzen Farbgebung sowie der beigelegten Logoplatte, welche sich magnetisch an der Oberseite der Pumpeneinheit befestigen lässt, ist es Noctua aber dennoch gelungen, ein schlichtes und ansprechendes Design zu erzielen. Wie wir es auch schon von anderen AiO-Wasserkühlungen her kennen, bietet auch Noctua die Möglichkeit, die um die CPU herum befindlichen Komponenten mit einem aktiven Luftstrom kühlen zu können. Anders, als es andere Hersteller machen, befindet sich der hierzu notwendige Lüfter jedoch nicht im Lieferumfang, sondern ist in Form des NL-ACF1 Lüfters für 19,90 € 🛒 separat erhältlich. Dafür fällt der Lüfter mit 80 mm jedoch auch deutlich größer aus als vergleichbare Modell und kann auch mit einer geringeren Geräuschkulisse überzeugen. Die sehr sauber verarbeitete NL-LC1-36 AiO-Wasserkühlung selbst liegt preislich bei knapp 250 € 🛒.

Wir danken Noctua sehr für die Bereitstellung der Testmusters.

