Mit der One Touch Desktop-Festplatte 24 TB haben wir heute das größte Modell der noch recht neuen externen 3,5″-Festplatte von Seagate im Test, welche neben einer hohen Speicherkapazität auch durch eine in dieser Klasse einzigartige Stromversorgung überzeugen möchte.

Welche Besonderheiten in der One Touch Desktop-Festplatte 24 TB stecken und wie sich die externe USB 3 Festplatte aus dem Hause Seagate in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.
Technische Details:
| Kapazität: | 24 TB |
| Modellnummer: | STNB24000400 |
| Verbaute Festplatte: | ST24000NT002-3N1101 |
| Abmessungen: | 186,8 x 40,3 x 131,7 mm (L x B x H) |
| Gewicht: | 1124 g |
| Kompatibilität: | MacOS Windows |
| Stromversorgung: | USB-C (15 Watt) |
| Schnittstelle: | USB Type C (USB 3.2 Gen 2) |
Lieferumfang:
- One Touch Desktop-Festplatte 24 TB
- USB-C-3.2-Kabel
- Schnellstartanleitung
- Seagate Toolkit (Download)
- 2-jährige Datenrettungsdienste

Design und Verarbeitung:
Die One Touch Desktop-Festplatte wird von Seagate in einer Verpackung geliefert, welche in einem weiß/grünen Grunddesign gehalten ist und auf der Vorderseite neben der Modellbezeichnung und einem Produktbild auch mit einem Hinweis auf die gebotene Kapazität sowie den eingesetzten Anschluss bedruckt wurde.

Auf der Verpackungsrückseite findet man ein weiteres Produktbild vor, welches die externe Festplatte in einem möglichen Einsatzszenario zeigt. Zudem findet man an dieser Stelle auch einen mehrsprachig abgedruckten Hinweis darauf, dass die externe One Touch Desktop-Festplatte ohne ein Netzteil auskommt.

Entnimmt man die One Touch Desktop-Festplatte aus seiner Verpackung, so hat man eine externe Festplatte vor sich liegen, welche seitens Seagate in einem ansprechend designten Gehäuse untergebracht wurde.

Das Festplattengehäuse wurde in den vorderen beiden Dritteln aus Space-Grau eloxiertem Aluminium gefertigt. Das quaderförmige Gehäuse wurde auf der Vorderseite mit einer grauen Kunststoffblende verschlossen, welche nicht nur über einen gewellten Aufbau verfügt, sondern dank kleiner in die Vertiefungen eingelassenen Aussparungen auch als Lufteinlass für die passive Kühlung der verbauten Festplatte fungiert.

Das hintere Drittel des Festplattengehäuses wurde nicht aus Aluminium, sondern wie auch die eingesetzte Frontblende aus Kunststoff gefertigt. Wie wir es von der Gehäusefront her kennen, setzt Seagate auch an dieser Stelle auf eine geschwungene Wellenstruktur mit eingelassenen Öffnungen.

Mit einem Blick auf die Gehäuserückseite findet man eine geschlossene Kunststoffblende vor, in welche neben einem USB-C-Anschluss nur eine kleine Status-LED eingearbeitet wurde. Im Gegensatz zu allen anderen externen 3,5″-Festplatten am Markt benötigt die noch recht neue One Touch Desktop-Festplatte somit keinen zusätzlichen Stromanschluss, denn die Stromaufnahme von 15 Watt erfolgt direkt über den USB-C-Anschluss.

Wo dies für weniger Kabelchaos auf und hinter dem Schreibtisch sorgt, wird jedoch auch die Kompatibilität zu älteren Systemen, welche nicht über einen leistungsstarken USB-C-Anschluss verfügen, eingeschränkt.
Mit einem Blick auf die Gehäuseunterseite findet man vier aufgeklebte Gummifüße vor, welche nicht nur ein Verrutschen des Laufwerks erschweren, sondern auch die von der verbauten Festplatte entstehenden Schwingungen abfangen.

Die aufgeklebten Gummifüße wurden jedoch nicht genau auf die vier Ecken des Gehäuses, sondern in die Ecken des aus Aluminium gefertigten Gehäuseteils aufgeklebt. Dies führt dazu, dass die Festplatte bei einer Berührung im hinteren Bereich etwas zu kippen beginnt.
Im Inneren der One Touch HDD hat Seagate eine SATA Festplatte des Typs ST24000NT002-3N1101 verbaut. Bei dieser Festplatte handelt es sich um eine für den Dauerbetrieb ausgelegte 3,5″-Festplatte aus der IronWolf Pro Serie, welche mit einer Drehzahl von 7200 U/min arbeitet und über einen 512 MB großen Cache verfügt.
Als Aufzeichnungsverfahren kommt CMR (Conventional Magnetic Recording) zum Einsatz, wodurch es keine Einschränkungen bei der Schreibleistung wie bei SMR (Shingled Magnetic Recording) gibt.
Die Verarbeitung der One Touch Desktop-Festplatte wurde seitens Seagate hochwertig und optisch ansprechend zugleich ausgeführt. Einzig die Anordnung der aufgeklebten Gummifüße hat uns nicht so gut gefallen.
Inbetriebnahme und Software:
Wie wir es von fast allen externen Festplatten her kennen, gestaltet sich die Inbetriebnahme der externen One Touch Desktop-Festplatte dank des mitgelieferten USB-Kabels sehr einfach und es ist zur normalen Nutzung keine spezielle Software notwendig. Bedingt dadurch, dass die Festplatte ohne ein externes Netzteil auskommt, gibt es jedoch die Voraussetzung, das der verwendete USB-C-Anschluss dazu in der Lage sein muss, mindestens 15 Watt bereitstellen zu können. Sollte die vom genutzten Anschluss gebotene Ausgangsleistung nicht ausreichen, so bekommt man dies durch eine rot blinkende Status-LED an der Gehäuserückseite der One Touch Desktop-Festplatte angezeigt.
Will man jedoch in den Genuss eines erweiterten Funktionsumfangs kommen, so muss man die von Seagate bereitgestellte Toolkit Software auf seinem System installieren.
Da die Software auch andere Laufwerke aus dem Hause Seagate unterstützt, muss man beim Start der Software das gewünschte Laufwerk auswählen.
Mittels der bereitgestellte Software kann man eine automatische Datensicherung einstellen.

Wo sich bei einer Datensicherung entweder automatisch oder manuell ausgewählte Dateien bzw. Ordner auf die externe Festplatte sichern lassen, kann man bei einer Spiegelung entweder einen bestimmten Ordner auswählen oder erstellen lassen, welcher automatisch synchronisiert werden soll.

Wo bei einem Backup lediglich eine Sicherung der ausgewählten Dateien auf der externen Festplatte abgelegt werden, werden bei einem Sync alle Dateien in beide Richtungen synchronisiert. Die bedeutet, dass auf dem System gelöschte Dateien auch auf der externen Festplatte gelöscht werden. Gleiches gilt auch für Dateien auf dem System abgelegte Dateien, welche man auf der externen Festplatte löscht.
Testablauf:
Neben der Kapazität und einem stabilen Betrieb ist das wichtigste Kaufargument bei einer Festplatte natürlich die maximale Schreib- und Lesegeschwindigkeit, weswegen wir die externe One Touch Festplatte mittels unseres bekannten Testsystems getestet haben.
Das zum Einsatz kommende Testsystem besteht aus diesen Komponenten:
- Prozessor: AMD Ryzen 7 7700X 🛒
- Mainboard: NZXT – N7 B850 🛒
- Kühler: NZXT Kraken Elite 360 🛒
- Netzteil: NZXT C850 Gold ATX 3.1 🛒
- Gehäuse: NZXT H5 Flow 🛒
- Grafikkarte: Gainward – RTX 3070 Phantom GS 🛒
- Systemlaufwerk: ADATA – GAMMIX S70 1TB 🛒
- Arbeitsspeicher: ADATA – XPG SPECTRIX D60G RGB 16 GB (2x8GB) DDR4 3600MHz 🛒
- Wärmeleitpaste: ARCTIC – MX-5 🛒
- Netzwerkkarte: Intel X520-DA2 🛒| 10GASE-T SFP+ 🛒 | TP-Link Archer TBE550E 🛒
Das Testlaufwerk ist dabei als sekundäres Laufwerk eingerichtet. Das Betriebssystem befindet sich somit auf der verbauten ADATA – XPG – GAMMIX S70 PCIe 4.0 M.2 SSD 🛒.
Getestet wurde die Festplatte mittels dieser Benchmarks:
- CrystalDiskMarkt
- HD Tune Pro
CrystalDiskMarkt:
Im CrystalDiskMarkt konnte die One Touch Desktop-Festplatte beim sequenziellen Schreiben eine Schreibgeschwindigkeit von 269,84 MB/s erreichen. Die sequenzielle Lesegeschwindigkeit lag in unserem Test bei 253,51 MB/s.
Bei 32 parallelen 4K-Schreib- und Lesevorgängen lagen die Transferraten bei knapp 4 MB/s. Bei einzelnen 4-KB-Zugriffen liegt die Schreib- und Lesegeschwindigkeit bei knapp über 3 MB/s.
HD Tune Pro:
Neben dem CrystalDiskMark haben wir unser Testlaufwerk auch noch mit HD Tune Pro getestet. Hier konnte eine mittlere Transferrate von 230,2 MB/s erreicht werden. Der erreichte Spitzenwert lag in diesem Test bei 254 MB/s.
Fazit:
Mit der externen One Touch Desktop-Festplatte hat Seagate eine externe USB 3 Festplatte im 3,5″-Format in sein Sortiment, welche den Bereich der externen 3,5″-Festplatten revolutioniert. Seagate hat sich hierzu den USB-C-Anschluss, welcher bei jedem modernen Gerät zum Einsatz kommt, zu nutzen gemacht. Dieser Anschluss ist nicht nur dazu in der Lage große Datenmengen schnell von einem zum anderen Gerät transferieren zu können, sondern über den USB-C-Anschluss können angeschlossene Geräte auch mit einer hohen Leistung versorgt werden. Dank dieser Eigenschaften und der seitens Seagate in der externen Festplatte verbauten Steuerplatine ist es möglich, die 24 TB fassende One Touch Desktop-Festplatte ein externes Netzteil nutzen zu können. Dies erleichtert nicht nur die Mitnahme des Laufwerks auf Reisen, sondern sorgt auch für weniger Kabel auf und neben dem Schreibtisch. Die externen One Touch Desktop-Festplatte konnte in unserem Test jedoch nicht nur durch ein optisch ansprechend designtes Gehäuse sowie der gewählten Anschlussart überzeugen, sondern auch durch die inneren Werte. Hier überzeugt die externen One Touch Desktop-Festplatte durch eine schnelle und zudem für den Dauerbetrieb ausgelegte Festplatte. Diese konnte in Kombination mit der eingesetzten USB-C-Schnittstelle in unserem Test eine Übertragungsgeschwindigkeit erzielen, welche in etwa auf dem Niveau einer direkt per SATA angeschlossenen IronWolf Pro Festplatte liegt. Preislich liegt die sauber verarbeitete One Touch Desktop-Festplatte in der von uns herangezogenen 24 TB großen Variante aktuell bei knapp 850 € 🛒. Neben der von uns herangezogenen Variante gibt es die Modelle der One Touch Desktop-Festplatten auch noch mit einer Kapazität von 8 TB und 20 TB. Alle Modelle bieten neben einer zweijährigen Garantie auch einen Rescue Data Recovery Services zur Datenwiederherstellung.

Wir danken Seagate sehr für die Bereitstellung des Testmusters.

