Speedlink – TRAILBLAZER Racing Wheel im Test

Mit dem TRAILBLAZER Racing Wheel haben wir heute eine Kombination aus einem Lenkrad und Pedalerie von Speedlink im Test, mit welcher preisbewusste Hobbyrennfahrer sowohl auf als auch abseits von befestigten Straßen in den richtigen Renngenuss kommen sollen.

Welche Details in dem TRAILBLAZER Racing Wheel stecken und wie sich die Kombination aus Pedalerie und Lenkrad aus dem Hause Speedlink in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Tasten:  12
Lenkbereich: 180°
Empfindlichkeit: Einstellbar
Status-LEDs: 2 (Input-Modus)
Kabellängen: 2m (USB)
1,6m (Pedale)
Lenkkranz-Maße: 264 × 252mm (B × H)
Maße: Lenkrad: 270 × 330 × 275mm (B × T × H)
Pedaleinheit: 220 × 232 × 120mm (B × T × H)
Gewicht: 1,45kg (Lenkrad)
0,46kg (Pedaleinheit)
Befestigung Lenkrad: 7 Saugnäpfe
Kompatibilität:

Windows 7 (32/64-Bit)
Windows 8 (32/64-Bit)
Windows 8.1 (32/64-Bit)
Windows 10 (32/64-Bit)
PS3
PS3 Slim
PS4 Slim
PS4
PS4 Pro
PS3 Super Slim
XBOX One
XBOX One S
XBOX One X

 

Lieferumfang:

  • TRAILBLAZER Racing Wheel
  • Kurzanleitung

 

Design und Verarbeitung:

Das TRAILBLAZER Racing Wheel wir von Speedlink in einer weiß/blauen Verpackung geliefert, welche auf der Vorderseite sowie den beiden Außenseiten neben der Modellbezeichnung auch mit einem Produktbild des enthaltenen Lenkrads bedruckt wurde.

Auf der Verpackungsrückseite wurde neben einem Bild des enthaltenen Lenkrades auch ein Bild der enthaltenen Pedalerie abgedruckt. Anhand dieser Produktbilder werden einem auch die wichtigsten Funktionen näher gebracht.

Entnimmt man die Basis mitsamt dem vorinstallierten Lenkrad aus seiner Verpackung, so hat man ein schwarz/rotes Lenkrad vor sich, welches einen Durchmesser von 26,4 cm und einen Lenkbereich von 180° hat.

Das Lenkrad wurde mit 12 Actionbuttons ausgestattet, welche zum Großteil ähnlich wie bei einem Gamepad angeordnet wurden. Auf der Lenkradnabe wurde eine glänzend schwarze Kunststoffkappe aufgesteckt, welche mit der Modellbezeichnung bedruckt wurde. 
Die Lenkradspeichen sind aus mattschwarzem Kunststoff gefertigt und wurden zu den Seiten hin mit einer roten Gummierung ausgestattet, welche sich bis auf den äußeren Ring des Lenkrades erstreckt.

Speedlink hat hierbei jedoch nicht das komplette Lenkrad mit einer griffigen Gummierung versehen, sondern nur die linke und rechte Seite. Im oberen und unteren Bereich ist das Lenkrad aus schwarzem Kunststoff gefertigt worden. Um das Handling zu verbessern, wurden oberhalb der mittleren Speichen Daumenmulden in die Gummierung eingearbeitet. Verzichtet hat Speedlink leider auf eine aus dem Rennsport bekannte 12-Uhr-Lenkradmarkierung.
Um das richtige Rennsportfeeling aufkommen zu lassen, wurde das Lenkrad zudem noch mit zwei Schaltwippen ausgestattet, welche wie die Lenkradspeichen aus schwarzem Kunststoff gefertigt wurden. 

Befestigt ist das Lenkrad an einer Basis, welche teilweise einen sportlichen, teilweise jedoch auch einen recht schlanken Eindruck hinterlässt.

Die eigentliche Lenkradaufnahme der Basis geht optisch nahtlos in das Lenkrad über und hat eine schräge, spitz zulaufende Form, welche einen an die Nase eines Formel 1 Autos erinnert. 
Dieser elegant geformte Bereich der Basis geht im unteren Bereich in einen umlaufen Kunststoffring über, durch welchen das sportliche Design der Basis etwas gemindert wird.

Der umlaufende Kunststoffrahmen trägt jedoch maßgeblich zum Funktionsumfang bei, denn neben einem Schalthebel, welcher rechtsseitig auf dem umlaufenden Rahmen angebracht wurde, findet man an dessen Vorderseite neben dem fest verbundenen Anschlusskabel auch zwei Anschlüsse vor.

Neben einer R11-Buchse, an welcher die mitgelieferte Pedalerie angeschlossen wird, hat Speedlink die Basis auch mit einem USB-Anschluss ausgestattet, an welchen man den Controller seiner Spielekonsole anschließen kann.

Mit einem Blick auf die Unterseite der Basis wird man schnell feststellen, das Speedlink bei der Befestigung der Basis einen anderen Weg als andere Hersteller geht. Wo bei den meisten Lenkrädern mittels Klemmen befestigt werden, wurde das TRAILBLAZER Racing Wheel mit sieben Saugnäpfen ausgestattet, welche eine besonders schnelle und einfache Montage erlauben sollen.

Um den Fahrspaß zusätzlich zu steigern, wurde in der Basis zudem noch ein Vibrationsmotor verbaut. 

Damit man nicht umständlich über die am Lenkrad befindlichen Knöpfe beschleunigen und bremsen muss, befindet sich im Lieferumfang auch noch eine Pedalerie, bei welcher wie bei vielen anderen günstigeren Lenkrädern am Markt auf ein Kupplungspedal verzichtet wurde.

Die Bodenplatte, Hebel sowie auch die Pedale selbst wurden seitens Speedlink aus mattschwarzem Kunststoff gefertigt. Um ein besseres Handling zu erzielen, wurden in die Pedale kleine Erhebungen eingearbeitet, welche jedoch recht glatt ausfallen.

Mit einem Blick auf die Rückseite der Pedalerie findet man nicht nur fünf Gummifüße vor, sondern auch einen geriffelten Bereich. Gewinde, durch welche man die Pedalerie an einen Racingseat oder Ähnlichem befestigen könnte, hat Speedlink in die Pedalerieeinheit nicht eingelassen.

Dafür hat Speedlink mit der geriffelten Kunststoffplatte jedoch eine Besonderheit in die Pedalerie integriert, denn diese lässt sich mit einem einfachen Handgriff aufklappen und dient dann als Verlängerung der Pedalerie.

Um die Rutschfestigkeit der Unterseite zu steigern, wurde auch der ausklappbare Teil des Pedaleriebodens mit Gummifüßen ausgestattet.

 

Installation:

Bevor man sich ins Spielvergnügen stürzen kann, muss man das TRAILBLAZER Racing Wheel erst einmal aufbauen. Hierzu sollte man im ersten Schritt die Basis am Schreibtisch befestigen. Durch die Saugnäpfe stellt sich die Montage recht einfach dar. Voraussetzung für eine sichere und stabile Montage ist hierbei jedoch eine sehr glatte Oberfläche, denn schon eine leicht strukturierte Schreibtischoberfläche verschlechtert den Halt der Saugnäpfe merklich.
Eine Möglichkeit, die Basis mittels Schrauben an einem Racingseat zu befestigen, gibt es leider nicht.

Ist das Lenkrad montiert, kann man die Pedalerie an der gewünschten Position aufstellen und das fest mit der Pedalerie verbundene RJ11-Kabel mit der Basis verbinden. Das eingesetzte Anschlusskabel ist mit seinen 1,6 m jedoch recht knapp bemessen. Gerade dann, wenn man einen tiefen Schreibtisch nutzt, kann es sein, dass man die Pedalerie recht weit unter den Schreibtisch schieben muss, um das Kabel über die Rückseite des Schreibtisches führen zu können.

Neben einem Anschluss an einem PC kann man das TRAILBLAZER Racing Wheel auch an Spielekonsolen der PS3, PS4 und XBOX One Serie nutzen. Will man das Lenkrad an einer PS4 oder einer XBOX One nutzen, so ist es zwingend erforderlich, dass man seinen Contrloller mittels des USB-Kabels an dem Lenkrad anschließt, da dieses ansonsten nicht erkannt wird.

 

Test:

Wie ihr es aus ähnlichen Tests von uns kennt, haben wir auch bei diesem Test auf verschiedene Spiele zurückgegriffen. Somit wurde das TRAILBLAZER Racing Wheel von uns nicht nur an einer PS4 in Kombination mit Gran Turismo getestet, sondern es erfolgte auch ein Test in Kombination mit einem PC.

In Kombination mit der PS4 waren neben dem Anschluss des Controllers am Lenkrad keine sonderbaren Konfigurationen notwendig, um das Lenkrad im vollen Umfang nutzen zu können. In Verbindung mit einem PC sah dies bei dem ein oder anderen Spiel leider etwas anders aus. In Forza Horizon 4 sowie auch der Need for Speed Heat wurde das Lenkrad vollständig erkannt und alle Funktionen konnten genutzt werden. In The Crew 2 musste die Konfiguration angepasst werden, damit das Lenkrad im Spiel im vollen Umfang funktionierte. Dies ist jedoch keine Schwäche des Lenkrads selbst, sondern der jeweiligen Spiele.

Da das TRAILBLAZER Racing Wheel einen maximalen Lenkeinschlag von 180° hat und sich somit deutlich weniger drehen lässt, als man es von einem Lenkrad aus einem realen Auto kennt, muss man für das richtige Handling erst die richtigen Einstellungen finden. Hat man das Feintuning perfektioniert, so reagiert das Lenkrad recht schnell auf die getätigten Lenkeinschläge. Kommt man einmal mit einem oder mehreren Rädern von der Strecke ab oder nimmt einem Curb etwas zu heftig, so bekommt man dies schnell durch ein Vibrieren im Lenkrad zu spüren.
Im Gegensatz zu einem richtigen Force-Feedback-Lenkrad ist das TRAILBLAZER Racing Wheel jedoch nicht mit einem starken Motor ausgestattet, welcher einem die reale Fliehkraft näher bringt, weswegen sich das TRAILBLAZER Racing Wheel auch in sehr scharfen Kurven, welche man zu schnell nimmt, sehr einfach und leicht bedienen.

Durch diese Eigenschaften eignet sich das TRAILBLAZER Racing Wheel auch für jüngere Nutzer, welche noch nicht so kräftig gebaut sind, um gegen einen mit einer hohen Kraft auf das Lenkrad einwirkenden Motor gegenzuhalten.

Hält man das Lenkrad im Bereich der aufgezogenen Gummierung fest, so ist dies auch dann möglich, wenn man nach den ersten Kilometern ins Schwitzen kommt. Hobbyrennfahrer, welche es mit einer entspannten Lenkradhaltung versuchen, werden aufgrund der fehlenden Gummierung im unteren und oberen Bereich des Lenkrads schnell des Besseren belehrt und werden somit schnell auf den griffigeren Bereich des Lenkrads zurückgreifen.

Auch wenn die verbauten Schaltwippen zwar kürzer ausfallen, als man es von den Schaltwippen in einem Sportwagen kennt, lassen sich diese gut bedienen und geben einem ein haptisches als auch akustisches Feedback. Leider werden die Schaltwippen jedoch nicht von jedem Spiel als Schaltwippen erkannt, sondern haben teilweise die gleiche Belegung wie das Gas- und Bremspedal der Pedalerie. In diesem Fall muss man auf den Schalthebel zurückgreifen, welcher aufgrund seiner leicht nach vorne versetzten Positionieren nicht so schnell zu erreichen ist.

Die eingesetzten Pedale sind ordentlich straff abgestimmt und bietet einen angenehmen Gegendruck. Was den gebotenen Halt angeht, können nicht nur die etwas strukturierten Pedale punkten, sondern auch die Pedalerieeinheit selbst liegt vor allem dann, wenn man die geriffelte Platte, auf welchen man seine Fersen abstellt, ausklappt sehr fest auf dem Boden.
Etwas anders sieht es leider mit der Montagefestigkeit des Lenkrades aus. Zwar ermöglichen die verbauten Saugnäpfe eine sehr einfache und vor allem auch schnelle Montage, jedoch löst sich das Lenkrad auch auf einer sehr glatten Oberfläche mit der Zeit, wodurch es sich dann bei Lenkbewegungen etwas mitbewegt und man es erst wieder richtig festdrücken muss.

 

Fazit:

Mit dem TRAILBLAZER Racing Wheel hat Speedlink ein Set bestehend aus einem Lenkrad und einer Pedalerie in seinem Sortiment, welches sich in unserem Test von zwei Seiten gezeigt hat. Mit einem Blick auf die Kompatibilität ist das TRAILBLAZER Racing Wheel durch die Nutzungsmöglichkeit an einem PC und verschiedenen Spielekonsolen gut aufgestellt. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass man das Lenkrad an einer PS4 sowie einer XBOC One nur nutzen kann, wenn man den Controller an den durchgeschliffenen USB-Anschluss des Lenkrads angeschlossen hat. Das TRAILBLAZER Racing Wheel bietet jedoch nicht nur in diesem Bereich eine gute Kompatibilität, sondern es wurde auch von allen herangezogenen Rennsimulationen erkannt und war spätestens nach ein paar Anpassungen innerhalb des Spieles einsatzbereit. Auch der Aufbau selbst geht dank der verbauten Saugnäpfe sehr schnell und einfach von der Hand. Leider bieten einem diese auch auf sehr glatten Oberflächen keinen dauerhaft festen halt, wodurch das Handling leider etwas leidet. Punkten kann das TRAILBLAZER Racing Wheel beim Handling neben einer guten Gummierung des Lenkrades auch durch die verlängerbare Pedalerie, welche sich hierdurch kaum noch versehentlich verschieben lässt. Im Gegensatz zu hochpreisigen Modellen muss man bei dem TRAILBLAZER Racing Wheel jedoch auch ein paar Abstriche in Kauf nehmen, welche sich auf das realitätsnahe Fahrverhalten auswirkt. Wo das TRAILBLAZER Racing Wheel zwar mit einem Vibrationsmotor ausgestattet wurde, verfügt es jedoch nur über einem recht geringen Lenkeinschlag von 180°. Zudem fehlt es dem TRAILBLAZER Racing Wheel auch an einer Force-Feedback-Funktion sowie einem kräftigen Motor, welche auftretende Fliehkraft simuliert. Durch diese Eigenschaften eignet sich das Lenkrad im Gegensatz zu Modellen, welche über diese Funktionen verfügt, jedoch besonders für jüngere Nutzer und Einsteiger. Passend zu diesem Einsatzgebiet ordnet sich das TRAILBLAZER Racing Wheel mit knapp 75 €* auch im Einstiegsbereich ein.

Wir danken Speedlink für die Bereitstellung des Testmusters.

Speedlink - TRAILBLAZER Racing Wheel

7.5

Lieferumfang

8.5/10

Verarbeitung

7.0/10

Funktionsumfang

7.0/10

Bedienfreundlichkeit

6.5/10

Software / Kompatibilität

8.0/10

Preis

8.0/10

Pro

  • Kompatibilität
  • Verlängerbare Pedalerie
  • Schnelle Montage
  • Für junge Nutzer geeignet

Contra

  • Länge Anschlusskabel Pedalerie
  • Kein Force-Feedback
  • Keine 100 % feste Montage des Lenkrades