Sharkoon – REV100 Midi-Tower im Test

Mit dem REV100 haben wir heute das kleinste Modell aus der REV-Gehäuseserie von Sharkoon im Test, welches trotz seiner kompakten Abmessungen eine gute Grundlage für ein leistungsstarkes Gaming-System bieten soll.

Welche Features in dem neuen REV100 stecken und wie sich der besonders aufgebaute Midi-Tower von Sharkoon in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Formfaktor: ATX
Erweiterungsslots: 7
Gewicht: 5,8 Kg
Abmessungen: 45,2 x 21,5 x 44,4 cm
RGB-Controller: Adressierbar
4 Anschlüsse
14 vordefinierte Modi
RGB-Pinbelegung: 5V-D-G & 5V-D-coded-G
RGB-Mainboardkompatibilität: MSI Mystic Light Sync, ASUS Aura Sync, Gigabyte RGB Fusion Ready, ASRock Polychrome Sync
Laufwerksschächte: 2 x 3,5″
3 x 2,5″
I/O-Shield: 2 x USB 3.0
Audio
Lüfter insgesamt möglich: 3 x 120 mm (Front)
1 x 120 mm (Rückseite)
Davon vorinstalliert: 1 x adressierbarer 120-mm-Lüfter (Front)
1 x adressierbarer 120-mm-RGB-Lüfter (Rückseite)
Radiator-Mountings: 240 mm (Rückseite)
Filter: Front
Boden
Deckel
Netzteil: 1x Standard ATX (optional)
Maximale Grafikkartenlänge: 31,5 cm
Maximale CPU-Kühler-Höhe: 16,7 cm
Maximale Netzteil-Tiefe: 20 cm

 

Lieferumfang:

  • REV100 Midi-Tower
  • Schraubenset
  • Speaker
  • Kabelbinder
  • Montageanleitung

 

Design und Verarbeitung:

Der REV100 Midi-Tower wird von Sharkoon in einer Verpackung geliefert, welche in einem schwarz/weißen Design gehalten ist. Auf der Vorder- sowie auch Rückseite wurden neben einer Skizze des enthaltenen Gehäuses auch die wichtigsten Features abgedruckt. Die technischen Details sind auf der linken und rechten Verpackungsseite zu finden.

Innerhalb der OVP ist das Gehäuse durch zwei Schaumstoffpolster geschützt und übersteht den Transport zum Käufer somit auch ohne eine weitere Umverpackung unbeschadet.

Äußeres Erscheinungsbild

Entnimmt man das REV100 aus seiner Verpackung, so hat man einen Midi-Tower vor sich stehen, bei welchem einem gleich einige Details auffallen, die man in dieser Form nur von sehr wenigen Gehäusen am Markt kennt.

Im Gegensatz zu den meisten Gehäusen am Markt wird das besondere Design nicht nur von der Gehäusefront bestimmt, sondern auch von der rechten Gehäuseseite.
Bei der Gehäusefront hat Sharkoon eine Kunststofffront verbaut, welche mit einem kantigen Design versehen wurde. Um die Optik der eingesetzten Kunststofffront aufzuwerten, hat Sharkoon die Oberfläche der schwarzen Kunststofffront mit einem Look versehen, welche dem einer gebürsteten Aluminiumoberfläche ähnelt.

Im Vergleich zu den beiden größeren Modellen hat Sharkoon in die Gehäusefront des REV100 zudem einen großzügigen Lufteinlass eingearbeitet. Am Übergang zwischen dem mittels eines Mesh-Gitters realisierten Lufteinlasses und der eingesetzten Kunststofffront hat Sharkoon zudem noch einen leicht transparenten Kunststoffstreifen verbaut, hinter welchem ein ARGB-Strip untergebracht wurde.

Nimmt man die aufgesteckte Kunststofffront vom Gehäusekorpus ab, so findet man einen abnehmbaren Staubfilter vor, welcher sich fast über die gesamte Gehäusehöhe erstreckt. Hinter diesem Staubfilter hat Sharkoon schon einen 120-mm-Lüfter vormontiert, welcher jedoch leider nicht als ARGB-Lüfter ausgeführt wurde.

Neben dem vorinstallierten Lüfter kann man an dieser Stelle auch noch zwei weitere 120-mm-Lüfter verbauen. Anstelle von bis zu drei 120-mm-Lüftern können an dieser Stelle auch zwei 140-mm-Lüfter verbaut werden.

Um das kantige Design der Gehäusefront nicht zu unterbrechen, hat Sharkoon das I/O-Panel in den vorderen Bereich des Gehäusedeckels verlegt. Neben den obligatorischen Audioanschlüssen hat Sharkoon an dieser Stelle auch zwei USB 3.0 Anschlüsse verbaut.

Im hinteren Bereich des Gehäusedeckels wurde eine schwarze Kunststoffblende verbaut, bei der man auf den ersten Blick meinen könnte, dass sich unter der Blende ein großer Luftauslass befindet.

Passend hierzu wurde die eingesetzte Blende mit einem feinen, jedoch nicht einzeln abnehmbaren Staubfilter ausgestattet.

Unterhalb der mittels Kunststoffnasen befestigten Abdeckung verbirgt sich jedoch nicht nur ein kleiner Luftauslass, sondern der Ausschnitt für das I/O-Shield sowie sieben gelochte Slotblenden.

Um auch bei geschlossener Blende alle Anschlusskabel unter die verbaute Abdeckung zu bekommen, hat Sharkoon in die Gehäuserückseite eine gummierte Kabeldurchführung eingelassen. Kommen mehrere Monitore und viele externe Geräte zum Einsatz, so kann diese Kabeldurchführung jedoch schnell mal zu eng werden.
Den eigentlich auf der Gehäuseoberseite vermuteten Luftauslass findet man aufgrund des speziellen Gehäuseaufbaus an der Gehäuserückseite.

http://www.myc-media.de/reviews/sharkoon/rev100/1.jpg

Der mittels eines großflächigen Wabengitters realisierte Luftauslass ist werksseitig mit einem 120-mm-ARGB-Lüfter ausgestattet. Neben dem vorinstallierten Lüfter lässt sich an dieser Stelle auch noch ein weiterer 120-mm-Lüfter installieren. Durch die eingearbeiteten Langlöcher können die Lüfter zudem in der Höhe versetzt montiert werden.
Der Einbauplatz für das eingesetzte ATX-Netzteil befindet sich am Gehäuseboden und wurde mit acht Montagebohrungen ausgestattet.

Mit einem Blick auf die Unterseite findet man im Bereich des Netzteilmontageplatzes einen Lufteinlass vor, welcher mit einem abnehmbaren Staubfilter ausgestattet wurde.

Für einen sicheren Stand sollen vier großzügig dimensionierten und gummierte Standfüße sorgen.

Wo Sharkoon das Gehäuse auf der linken Seite mit einer schlichten Seitenwand aus schwarzlackiertem Stahlblech bestückt hat,

hat man das Gehäuse auf der rechten Seite mit einer Seitenscheibe aus gehärtetem Echtglas ausgestattet. Da Sharkoon das kleinere REV100 nicht mit einem Netzteiltunnel ausgestattet hat, hat man dem Gehäuse im unteren Bereich eine schwarze Stahlblende spendiert, hinter welcher sich überschüssige Kabel etwas verstecken lassen.

Blick ins Innere

Auch wenn man durch die verbaute Seitenscheibe schon einen ersten Blick in das Gehäuse werfen kann, so kann man alle Details erst dann erkennen, wenn man beide Seitenwände von dem Gehäuse abnimmt.

Hat man die beiden Seitenwände vom Gehäusekorpus abgenommen, so fällt einem als erstes die an der rechten Gehäuseseite verbaute Blende auf, welche anstelle des sonst oft eingesetzten Netzteiltunnels verbaut wurde.

Die eingesetzte Blende ermöglicht es zwar, überschüssige Kabel so verstecken zu können, dass man sie nicht von der Seite nicht erkennen kann, schaut man jedoch von oben in das Gehäuse, so hat man einen freien Blick auf alle hier versteckten Kabel sowie die am Gehäuseboden verbauten Komponenten.

Unterhalb des Gehäusedeckels wurde eine rechteckige Metallblende verbaut, welche die Aufnahme für die Erweiterungskarten sowie die I/O-Blende bildet.
Der Mainboardschlitten wurde neben einer Aussparung zur einfachen Kühlermontage und kleineren am Rand befindlichen Kabeldurchführungen auch mit vorinstallierten Abstandshaltern zur Mainboardmontage ausgestattet.

Aufgrund des speziellen Aufbaus erkennt man auch bei einem Blick auf die Rückseite des Mainboardschlittens eine Anordnung, welche man so nur selten bei einem Midi-Tower vorfindet.

Die meist unterhalb der zur Kühlermontage eingelassenen Aussparung angebrachten 2,5″-Festplattenrahmen wurden bei dem REV100 Midi-Tower neben der besagten Aussparung positioniert.

Unterhalb besagter Aussparung findet man den vorinstallierten RGB-Controller vor. Dieser wurde mit vier 5-V-ARGB-Anschlüssen ausgestattet und kann auf Wunsch mit einem kompatiblen Mainboard kombiniert werden.

Mit einem Blick unter den Mainboardschlitten findet man direkt hinter der Gehäusefront einen modularen Festplattenrahmen vor, in welchem man eine 3,5″- und eine 2,5″-Festplatte verbauen kann.

Der Montageplatz für das ATX-Netzteil wurde am Gehäuseboden mit vier Moosgummientkopplern ausgestattet.

Die Verarbeitung des REV100 Midi-Towers wurde seitens Sharkoon recht sauber, jedoch nicht perfekt ausgeführt. Neben der geringen Materialstärke, welche sich vor allem bei der linken Seitenwand zeigt, wird es durch den fehlenden Netzteiltunnel sowie dem geringen Platzangebot auf der Rückseite des Mainboardschlittens schwer, alle Kabel komplett vor ungewollten Blicken zu verstecken.

 

Montage:

Den ersten Arbeitsschritt kann man sich bei der Hardwaremontage sparen, denn Sharkoon hat die zur Mainboardmontage notwendigen Abstandshalter schon in den Mainboardschlitten eingedreht.
Durch die in den Mainboardschlitten eingelassene Aussparung kann die Montage des gewünschten CPU-Kühlers auch im Nachhinein durchgeführt werden. Dank des Platzangebotes von 167 mm bekommt man in dem REV100 fast jeden Tower-Kühler unter. Etwas anders sieht es jedoch aus, wenn man einen Twin-Tower-Kühler einsetzen möchte, denn diese sind meist knapp 170 mm hoch. Für den Fall, dass man lieber eine interne Wasserkühlung verbauen möchte, bekommt man an der Rückseite einen 240-mm-Radiator montiert.
Wirft man einmal einen Blick auf den Einbauplatz für die Erweiterungskarten, so wird man schnell feststellen, dass diesen zwar kein PSU-Tunnel im Weg ist, jedoch kann es durch den gewählten Gehäuseaufbau gerade dann, wenn man im unteren Bereich des Gehäuses einige Kabel verstaut, schnell einmal etwas enger werden.
Die Montage von zwei 2,5“-Festplatten kann auf der Rückseite des Mainboardschlittens erfolgen.
An dem am Gehäuseboden verbauten Festplattenkäfig kann man zudem eine 3,5″- sowie eine 2,5″-Festplatte verbauen. Da Sharkoon an dieser Stelle nicht auf Montageschienen, sondern auf eine geschraubte Montage setzt, muss man den Festplattenkäfig vor der HDD-Montage aus dem Gehäuse ausbauen.
Das verwendete ATX-Netzteil kann entkoppelt und in zwei Richtungen montiert werden. Aufgrund des fehlenden Netzteiltunnels muss man sich zum erreichen eines aufgeräumten Innenraums jedoch besonders viel Mühe beim Kabelmanagement geben.

Durch die besondere Anordnung ergibt sich innerhalb des Gehäuses auch eine besondere Luftführung. Die verbaute Grafikkarte sitzt hierbei im direkten Luftstrom des hinter der Gehäusefront verbauten Lüfter. Zwar wird der Luftstrom zum CPU-Kühler hierdurch etwas beeinträchtigt, dafür kann der an der Rückseite verbauten Lüfter jedoch bei einer richtigen Ausrichtung des eingesetzten Kühlers deutlich zur Abfuhr der entstehenden Abwärme beitragen. Hierbei sollte man jedoch darauf achten, dass nicht jeder Kühler auf jedem Mainboard in jeder Richtung montiert werden kann.

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Der besondere Aufbau trägt jedoch nicht nur zu dem besonderen Kühlkonzept bei, sondern auch zu einer besonderen Optik, welche von den vorinstallierten RGB-Komponenten sowie der verbauten Echtglaselementen unterstrichen wird.

 

Fazit:

Mit dem REV100 hat Sharkoon seine REV-Gehäuseserie um ein kompaktes Modell erweitert, welches wie auch die größeren Modelle mit einem besonderen Gehäuseaufbau und somit auch mit einem außergewöhnlichen Design daherkommt. Dieses Design ist einzig und allein der außergewöhnlichen und bisher nur selten verwendeten Anordnung zu verdanken, bei der das Mainboard so verbaut wird, dass die Anschlüsse der Erweiterungskarten und des I/O-Panels nach oben gerichtet sind. Durch diesen Aufbau ist nicht nur eine gezieltere Kühlung der Erweiterungskarten möglich, sondern auch die warme Abluft der CPU kann mittels eines Luft- oder Wasserkühlers gut abgeführt werden. Auch wenn das Gehäuse werksseitig mit weniger Lüftern ausgestattet ist als die beiden größeren Modelle, kann man dank des großen Lufteinlasses in der Gehäusefront auch mittels der werksseitig montierten Lüfter schon einen sehr guten Luftstrom erzielen. Der besondere Aufbau trägt zudem auch dazu bei, dass man einen besseren Blick auf die verbaute Hardware werfen kann, was viele Casemodder, welche auch auf hochwertige Hardware wertlegen, freuen wird. Durch den gewählten Aufbau sowie die vorinstallierten RGB-Komponenten stellt das Gehäuse zwar eine gute Grundlage für den Aufbau eines schicken und auffälligen Casemod dar, jedoch muss man sich aufgrund des fehlenden Netzteiltunnels sowie dem geringen Platzangebot auf der Rückseite des Mainboardschlittens recht viel Mühe für ein sauberes Kabelmanagement geben. Preislich liegt das neue REV100 aktuell bei knapp 65€*.

 

Wir danken Sharkoon für die Bereitstellung des Testmusters.

Sharkoon - REV100 Midi-Tower

8.3

Verarbeitung

8.0/10

Kompatibilität

7.5/10

Kühlmöglichkeiten

8.5/10

Ausstattung

7.5/10

Lieferumfang

9.0/10

Modding

9.0/10

Preis

8.5/10

Pro

  • Außergewöhnliches Design
  • Integrierte RGB-Beleuchtung inkl. Controller
  • Gute Kühleigenschaften

Contra

  • Vorderer Lüfter nicht als RGB-Lüfter ausgeführt
  • Teilweise geringe Materialstärke
  • Keine werkzeuglose und entkoppelte Festplattenmontage
  • Platzangebot Netzteil und rückseitige Kabeldurchführung