Scythe – Mugen 5 ARGB Plus im Test

Mit dem Mugen 5 ARGB Plus haben wir heute die RGB beleuchtete Version des Mugen 5 CPU-Kühlers von Scythe im Test, welche nicht nur durch seine besondere Optik überzeugen möchte, sondern auch durch eine besonders gute Kühlleistung.

Welche Details in dem Mugen 5 ARGB Plus stecken und wie sich der bunt beleuchtete CPU-Kühler von Scythe in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Modellnummer: SCMG-5102AR
Abmessungen (inkl. Lüfter): 36 x 134 x 157,5 mm
Gewicht: 1060 g
Material: Kupfer (Bodenplatte / Heatpipes)
Aluminium (Kühlfinnen)
Lüfter: Kaze Flex 120 ARGB PWM
Lüftermaße: 120 x 120 x 27 mm
Geräuschpegel: 4,0 ~ 29,75 dBA
Luftdurchsatz: 16,6 ~ 66,47 CFM / 28,20 ~ 112,93 m³/h
Lüfterdrehzahl: 300 (±200 upm) ~ 1.500 upm (±10%) (PWM-gesteuert)
Statischer Druck: 0,75 ~ 16,38 Pa / 0,0762 ~ 1,67 mmH²O
Lagertyp: Sealed Precision FDB
Spannung: 12 V
Stromstärke: 0,20 A
Kompatibilität:
Intel: LGA 775/1150/1151/1155/1156/1366/2011/2011-v3/2066
AMD: AM2/AM2+/AM3/AM3+/AM4/FM1/FM2/FM2+

 

Lieferumfang:

  • Mugen 5 ARGB Plus
  • Montagematerial für Intel™- und AMD™-Sockel
  • 2 x 120-mm-ARGB-Lüfter
  • Wärmeleitpaste
  • 4 x Lüfterklammern
  • Einbauanleitung
  • Y-PWM Adapter
  • ARGB-Controller ACT-1000L
  • Schraubendreher

 

Design und Verarbeitung:

Der Mugen 5 ARGB Plus wird von Scythe in einer Verpackung geliefert, welche in einem schwarzen Grunddesign gehalten ist. Auf der Verpackungsvorderseite ist neben einem Produktbild auch noch die Modellbezeichnung sowie eine Auflistung der kompatiblen Sockel abgedruckt. Auf der linken Verpackungsseite wurden drei Detailbilder inkl. einer kurzen Beschreibung abgedruckt.

Die technischen Details sind auf der rechten Verpackungsseite zu finden. Auf der Verpackungsrückseite wurde ein Hinweis auf die Garantiebedingungen sowie den enthaltenen ARGB-Controller abgedruckt.

Entnimmt man den Mugen 5 ARGB Plus aus seiner Verpackung, so hat man einen mächtigen Tower-Kühler vor sich stehen, welcher in einem asymmetrischen Design aufgebaut ist und auf den ersten Blick bis auf die Kühleroberseite baugleich mit der normalen Version des Mugen 5 ist.

Wie wir es aus unserem Test des Mugen 5 kennen, verfügt auch der Mugen 5 ARGB Plus über 39 0,5 mm starke Aluminiumfinnen sowie eine 1 mm dicke Abschlusslamelle. Diese Abschlusslamelle verbirgt sich jedoch unter einer aufgesteckten Kunststoffabdeckung.

Die leicht transparente Kunststoffabdeckung wurde genau an die Bauform des Lamellenblocks angepasst und neben zwei zur Montage eingelassenen Aussparung auch mit einem schwarzen Kunststoffelement ausgestattet, aus welchem mittig das Scythe Logo ausgespart wurde.
Nimmt man die auf die Abschlusslamelle aufgesteckte Kunststoffblende vom Kühler ab, kann man den eigentlichen Aufbau des Kühlkörpers erkennen und wird hierbei gleich feststellen, dass dieser zu 100% identisch zu dem Aufbau des normalen Mugen 5 ist.
In die Kunststoffabdeckung hat Scythe 16 adressierbare RGB-LEDs integriert, welche so angeordnet sind, dass sie die Abdeckung von der Mitte aus beleuchten.

Bei einem seitlichen Blick auf den Kühler ist zu erkennen, dass der Mugen 5 ARGB Plus einen asymmetrischen Aufbau aufweist und sich der Lamellenblock somit leicht versetzt über der Bodenplatte befindet. Zudem ist zu erkennen, dass die unteren fünf Kühlfinnen auf einer Seite nicht in der vollen Tiefe ausgeführt wurden, wodurch die Kompatibilität zu Speichern mit hohen Kühlkörpern gesteigert wird.

Auf den beiden Außenseiten wurden an der linken und rechten Kühlerseite die Haltenasen für die Lüfterklammern eingearbeitet. Zudem sind die einzelnen Aluminiumlamellen mittig mit einer leichten Vertiefung versehen worden.

Betrachtet man den Kühler einmal von seiner Stirnseite aus, so ist zu erkennen, dass die Aluminiumlamellen im äußeren Bereich etwas vorstehen, wodurch sich bei einem montierten Lüfter eine kleine Vorkammer ergibt, durch welche es ermöglicht wird, dass auch der Bereich hinter der Rotornarbe von Luft durchströmt wird.

Der Lamellenblock wird von sechs 6-mm-Heatpipes durchzogen, welche die Bodenplatte U-förmig gebogen durchlaufen und mit einer schützenden Nickelschicht versehen sind. Innerhalb des Kühlers sind die sechs Heatpipes so angeordnet, dass sie auf zwei Reihen aufgeteilt sind. Hierdurch kann an den Heatpipes mehr Abwärme abgeführt werden, als wenn sie alle in einer Reihe aufgereiht wären.

Die zweiteilige Bodenplatte besteht auf der Oberseite aus einem massiven Aluminiumblock, welcher über massive Kühlfinnen verfügt, welche dazu beitragen einen Hotspot zu vermeiden und zugleich als Aufnahmepunkte für den Montageträger dienen, welcher schon fest an dem Aluminiumblock verschraubt ist.
Die Unterseite der Bodenplatte ist aus hochwertigem Kupfer gefertigt und wurde wie auch die Heatpipes mit einer silbernen Nickelschicht versehen.

Bei den beiden mitgelieferten Lüftern handelt es sich um Kaze Flex 120 ARGB PWM Lüfter, welche mit einer Geschwindigkeit von 300 – 1500 RPM arbeitet und in einem zweifarbigen Design gehalten ist.

Der quadratisch ausgelegte Lüfterrahmen wurde aus schwarzem Kunststoff gefertigt und verfügt auf beiden Lüfterseiten im Bereich der Montagebohrungen über schwarze Gummientkoppler, welche großflächig ausgeführt wurden.

Der verbaute Impeller wurde aus leicht transparentem Kunststoff gefertigt und rund um die Rotornarbe mit adressierbaren RGB-LEDs ausgestattet. Um einen möglichst hohen Luftdurchsatz und einen hohen statischen Druck zu erzeugen, wurde der Impeller mit 11 Lüfterblättern ausgestattet, welche jedoch keinerlei Besonderheiten aufweisen.

Mit einem Blick auf die Lüfterrückseite ist zu erkennen, dass der Impeller an vier Stegen befestigt ist, welche gegen die Rotationsrichtung gebogen sind.

Wo das 4-PIN-PWM-Kabel mit einem blickdichten Sleeving ausgestattet wurde, hat Scythe das Anschlusskabel für die integrierten RGB-LEDs als schwarzes Flachbandkabel ausgeführt.

Um die integrierte Beleuchtung auch ohne ein kompatibles Mainboard nutzen zu können, hat Scythe dem Lieferumfang auch noch den hauseigenen ARGB-Controller ACT-1000L beigelegt.

Der mitgelieferte ARGB-Controller wird über einen SATA-Anschluss mit Strom versorgt und verfügt über einen 3-PIN-ADD-Header. Da alle RGB-Komponenten des Mugen 5 ARGB Plus über einen integrierten Y-Adapter verfügen, lassen sich alle Komponenten mittels des mitgelieferten Controllers kombinieren.

Dank zwei in die Gehäuserückseite eingelassene Magnete lässt sich die Steuereinheit einfach und unauffällig an der Rückseite des Mainboardschlittens befestigen. Damit man zur Auswahl der Beleuchtungsfarbe oder des gewünschten Beleuchtungseffektes nicht jedes mal das Gehäuse öffnen muss, kann man den ARGB-Controller mit dem Resetschalter des Gehäuses kombinieren.

Über den mitgelieferten ARGB-Controller kann 14 verschiedene Effekte abrufen.

Youtube

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Die Verarbeitung wurde seitens Scythe sehr sauber ausgeführt und gibt und keinen Grund zur Beanstandung.

 

Montage:

Die Montage des Mugen 5 ARGB Plus CPU-Kühlers gestaltet sich dank des H.P.M.S. II Montagesystems sehr einfach. Im ersten Schritt muss je nach vorhandenem Sockel die mitgelieferte Backplane am Mainboard befestigt werden. Dies geschieht über Abstandshalter, welche von der Vorderseite aus mit der Backplane verschraubt werden. Ist schon eine passende Backplane vorhanden, so werden die Abstandshalter direkt mit der vorhandenen Backplane verschraubt.
Auf diese Abstandshalter werden wiederum die Montageschienen geschraubt. Anschließend kann der Kühler auf die mit Wärmeleitpaste bestrichene CPU aufgesetzt werden und mit dem Montagesteg, welcher schon fest mit der Bodenplatte verschraubt ist, an den beiden zuvor montierten Montageschienen verschraubt werden.
Nun muss man nur noch die beiden mitgelieferten Lüfter montieren. Dies geschieht mittels vier Metallklammern, welche an den Seiten des Kühlkörpers eingehakt werden.

 

Testsystem:

Als Testsystem kommt neben einem Sockel 1151 Testsystem auch ein aktuelles AM4 Testsystem zum Einsatz, wodurch Nutzer von AMD als auch Intel Systemen einen Überblick über die Leistung auf den jeweiligen Sockeln erhalten. Beide Systeme werden im nicht übertakteten Zustand betrieben.

Das Intel-Testsystem besteht aus diesen Komponenten:

  • ASRock – Z170 Extreme3
  • HyperX – Savage 16 GB Kit 3000 MHz
  • Intel® – Core i7-6700K
  • Zotac – GTX 780 TI AMP Edition

Das AMD-Testsystem besteht aus diesen Komponenten;

  • AMD – Ryzen 1600
  • ASUS – Crosshair VI Hero
  • 2 x 8 GB Corsair Vengeance LPX Black 2666 MHz
  • Zotac – GTX 780 TI AMP Edition

 

Testablauf:

Da es sich bei dem verwendeten Lüfter um einen PWM-Lüfter handelt, welcher seine Geschwindigkeit selbst anpasst, haben wir die PWM-Steuerung während des Tests deaktiviert.

Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 21, °C (zu Beginn der Testphase gemessen) entstanden. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller CPU Cores nach einem 30 minütigen Prime95 Stresstest, welchem zum aufwärmen eine Idle time von 45 Minuten voraus ging.

Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC MX-2 Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.

Die erreichten Temperaturen sind abhängig von dem genutzten System und können auch auf ähnlichen Systemen abweichen, vor allem, wenn noch eine zusätzliche GPU in dem System verbaut wird. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da alle die gleiche Testgrundlage haben.

Mit einem Blick auf das erreichte Testergebnis wird man schnell erkennen, dass der Mugen 5 ARGB Plus nicht nur eine sehr gute Kühlleistung erzielen konnte, sondern durch die stärkeren Lüfter, von denen sich gleich zwei im Lieferumfang befinden, auch eine bessere Kühlleistung liefert, als die normale Version des Mugen 5. Durch die beiden etwas schneller drehenden Lüfter ist der Mugen 5 ARGB Plus jedoch auch etwas lauter als der normale Mugen 5.

 

Fazit:

Mit dem Mugen 5 ARGB Plus hat Scythe seinen bekannten und vielfach ausgezeichneten Mugen 5 CPU-Kühler in einer besonders auffälligen und zugleich leistungsstarken Variante neu aufgelegt, welche in unserem Test auf ganzer Linie überzeugen konnte. Durch die beiden mitgelieferten Lüfter, welche zudem etwas schneller drehen, als der bei der normalen Version mitgelieferte 120-mm-Lüfter, kann der Kühler unter Volllast zwar nicht mehr ganz so leise agieren, erreicht dafür aber eine sehr gute Kühlleistung, mittels welcher man den Kühler bedenkenlos auf jeder CPU einsetzen kann. Passend zu den beiden beleuchteten Lüftern hat Scythe auch dem Kühler selbst einer adressierbaren RGB-Beleuchtung ausgestattet. Scythe hat hierzu einfach eine schlicht wirkende Kunststoffblende auf dem Kühler angebracht, welche mit 16 ARGB-LEDs bestückt ist. In Kombination mit dem mitgelieferten ARGB-Controller oder einem kompatiblen Mainboard lassen sich so sehr schicke und auffällige Beleuchtungseffekte erzielen. Preislich liegt der Mugen 5 ARGB Plus aktuell bei knapp 70 €* und ist somit gut 25 € teurer als die normale Version des Mugen 5*.

Wir danken Scythe sehr für die Bereitstellung des Testmusters.

Scythe - Mugen 5 ARGB Plus

9.3

Kühlleitung

9.5/10

Verarbeitung

10.0/10

Montage

9.5/10

Kompatibilität

9.0/10

Lautstärke

8.5/10

Modding

10.0/10

Lieferumfang

10.0/10

Preis

7.5/10

Pro

  • Sehr gute Verarbeitung
  • Sehr gute Kühlleistung
  • Lieferumfang
  • ARGB-Controller über Resettaster des Gehäuses steuerbar

Contra

  • Preis