RAIJINTEK – EOS 360 RGW All-in-One-Wasserkühlung im Test

Mit der EOS 360 RBW haben wir heute die neuste All-in-One-Wasserkühlung von RAIJINTEK im Test, welche neben einer sehr guten Kühlleistung auch mit einer guten Verarbeitung sowie einer schicken Optik überzeugen möchte.

Welche Details in der EOS 360 RBW stecken und wie sich die 360-mm-All-in-One-Wasserkühlung von RAIJINTEK in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Radiatorgröße (inkl. Pumpe): 410 x 120 x 29 mm (L x B x H)
Füllmenge: 210 ml ± 10 %
Lüfter: 3x 120 mm RAIJINTEK ADD RGB PWM
Anschluss: 4-Pin PWM / 3-Pin-ARGB (5V
Lagertyp: Hydraulisch
Drehzahl: 800 – 1800 U/min
Lautstärke: max. 28 dB(A)
Fördervolumen: max. 127,42 m³/h
Statischer Druck: max. 2,3 mm H2O
Stromstärke: 0,17 A
Leistungsaufnahme: 1, 8 Watt ± 10 %
Pumpe:  
Größe: 120 x 32 x 32 mm (L x B x H)
Lagertyp: Keramik
Förderleistung: max. 40 Liter/h
Förderhöhe: 1,5 m
Lautstärke: 30 dB(A)
Drehzahl: 4500 U/min ± 10 % bei 12 V
Stromstärke: 300 mA
Leistungsaufnahme: 3,6 Watt ± 10 %
MTBF: 50.000 Std
CPU-Kühler:  
Maße: 68 x 65 x 40 mm (L x B x H)
Material: Kupfer (Bodenplatte), Kunststoff (Gehäuse)
Anschluss: 3-Pin-ARGB (5V)
Kabellänge: 500 mm
Kompatibilität (Sockel): Intel: 775, 115x, 1366, 2011, 2066
AMD: AM2, AM2+, AM3, AM3+, AM4, FM2, FM2+
Herstellergarantie: 2 Jahre

 

Lieferumfang:

  • EOS 360 RBW
  • Montagematerial (Intel / AMD)
  • 3 x 120-mm-ARGB-Lüfter
  • 12 x Lüfterschrauben
  • Y-PWM-Kabel
  • Wärmeleitpaste
  • Montageanleitung

 

Design und Verarbeitung:

Die neue EOS RGW AiO-Wasserkühlung wird von RAIJINTEK in einer Verpackung geliefert, welche in einem dunklen Grunddesign gehalten ist und auf der Oberseite neben der Modellbezeichnung auch mit einem Produktbild bedruckt wurde, welches die All-in-One-Wasserkühlung mit eingeschalteter Beleuchtung zeigt.

Wo auf der Verpackungsvorderseite Detailbilder des Kühlers zu finden sind, wurde auf der Verpackungsrückseite ein weiteres Produktbild der montierten AiO abgedruckt. Eine Auflistung der technischen Details ist auf der rechten Verpackungsseite zu finden.

Entnimmt man die EOS 360 RGW aus ihrer Verpackung, so hat man eine vormontierte All-in-One-Wasserkühlung vor sich liegen, welche alle für eine Wasserkühlung benötigten Komponenten vereint.

Das auffälligste Element ist hierbei das Kühlergehäuse, welches sich nicht nur optisch von vielen anderen AiO-Waküs unterscheidet, sondern auch von der technischen Seite her.

Das aus schwarzem Kunststoff gefertigte Kühlergehäuse verfügt im unteren Drittel über eine rechteckige Basis, welche im oberen Bereich in ein rundes Gehäuse übergeht. Auf der Oberseite wurde das Gehäuse im äußeren Bereich mit einem weißen, leicht transparenten Kunststoffring versehen. Oberhalb dieses Rings wurde ein anthrazitfarbenes Designelement verbaut. In der leicht vertieften Kühlermitte wurde zudem noch das RAIJINTEK Logo aus dem schwarzen Kunststoffgehäuse ausgespart.

In Kombination mit den im Inneren verbauten adressierbaren RGB-LEDs kann die Kühlereinheit mit einer schicken und auffälligen Beleuchtung punkten.

Mit einem Blick auf die Kühlerunterseite findet man eine vergleichsweise große und aus hochwertigem Kupfer gefertigte Bodenplatte vor, welche mittels 10 Schrauben am Kühlergehäuse befestigt wurde.

Die beiden um 90° abgewinkelten Anschlüsse sind zwar fest mit dem Gehäuse verbunden, lassen sich jedoch zur einfacheren Montage zur linken und rechten Seite hinneigen. Betrachtet man die fest aufgepressten Schläuche einmal etwas genauer, so wird man schnell feststellen, dass diese mit einem sehr hochwertigen Sleeving überzogen wurden.

Im Vergleich zu Kühlergehäusen bzw. Pumpeneinheiten vieler anderer AiO-Wasserkühlungen fällt die Kühlereinheit der EOS 360 RBW vergleichsweise flach aus. Diese flache Bauweise konnte RAIJINTEK dadurch erzielen, dass man die Pumpe nicht in die Kühlereinheit integriert hat, sondern in die Vorkammer des Radiators.

Die Vorkammer, welche wie auch die Kühlereinheit über feststehende Anschlüsse verfügt, wurde im Gegensatz zu den Vorkammern der meisten anderen AiO-Waküs am Markt nicht aus Aluminium oder Kupfer gefertigt, sondern aus schwarzem Kunststoff. Durch die integrierte Pumpe fällt die Vorkammer etwas größer aus und trägt daher zu einer höheren Gesamtlänge des Radiators bei. Der Anschluss der verbauten Pumpe erfolgt über ein blickdicht gesleevtes SATA-Stromkabel.

Die verbaute Endkammer ist wie auch der Radiator selbst aus schwarz lackiertem Aluminium gefertigt.

Der Radiator hat eine Bauhöhe von 29 mm und kann auf beiden Seiten mit Lüftern bestückt werden. Die verbauten Aluminiumfinnen sind sauber verarbeitet und wurden zwischen 12 Kanälen untergebracht.

Unterhalb der Montagegewinde wurden zwar keine Schutzbleche angebracht, welche die Lamellen vor Beschädigungen schützen, dafür wurden die Lamellen jedoch um diese Punkte herumgeführt, wodurch man die Lamellen auch dann nicht beschädigen kann, wenn man Schrauben verwendet, welche etwas zu lang sind.

Bei den drei im Lieferumfang enthaltenen 120-mm-Lüfter handelt es sich um RAIJINTEK´s ZY1202512HL Lüfter.

Die Lüfter verfügen über einen schwarzen, leicht abgerundeten Lüfterrahmen, welcher zur Montage mit ausliegenden und entkoppelten Montagepunkten ausgestattet wurde.

Der aus weißem, leicht transparenten Kunststoff gefertigte Impeller verfügt über neun Lüfterblätter sowie eine integrierte ARGB-Beleuchtung. Die Lüfterblätter wurden zum verringern von Luftverwirbelungen an der hinteren Kante mit drei kleinen Kerben versehen.

Befestigt ist der Impeller an vier Stegen, welche geradlinig zum Lüfterrahmen geführt werden.

Als Anschlusskabel kommt neben einem vierpoligen PWM-Flachbandkabel auch ein weiteres Flachbandkabel zum Einsatz, mittels welchem die integrierten ARGB-LEDs angesteuert werden. Um die Beleuchtung aller drei Lüfter sowie auch der Kühlereinheit mittels eines einzigen 5-V-ADD-Headers steuern zu können, wurden alle Anschlusskabel mit einem integrierten Y-Adapter ausgestattet.

Die Verarbeitung der neuen EOS RGW AiO-Wakü wurde seitens RAIJINTEK nicht nur optisch ansprechend, sondern auch recht hochwertig ausgeführt.

 

Montage:

RAIJINTEK hat dem Lieferumfang eine Backplate beigelegt, welche auf einem AMD-, als auch auf einem Intel-System eingesetzt wird. Kommt ein AMD-Mainboard zum Einsatz, so muss man im ersten Arbeitsschritt die dort vormontierte Backplane entfernen.
Die von RAIJINTEK mitgelieferte Backplate wird von der Rückseite aus an das Mainboard gehalten. Im Anschluss müssen vier Schrauben durch die Backplane hindurchgeschoben werden, welche von der Vorderseite des Mainboards aus mittels der Abstandshalter versehen werden.
Im nächsten Arbeitsschritt wird die zum jeweiligen Sockel passende Montageschiene an der Kühlereinheit verschraubt.
Anschließend kann man die Kühlereinheit auf die mit Wärmeleitpaste bestrichene CPU aufsetzen und die Montageschiene mit den Abstandshaltern verschrauben.
Wo man bei der Ausrichtung der Kühlereinheit auf einer Intel-CPU nicht eingeschränkt wird, kann die Kühlereinheit auf einer AMD-CPU nur in zwei Richtungen montiert werden.

Ist das Kühlergehäuse verbaut, so kann man sich der Radiatormontage widmen. Je nachdem, wo der Radiator im Gehäuse verbaut wird, sollte man die Lüfter auf der Innen- oder Außenseite des Radiators montieren. Wird der Radiator an der Gehäusefront verbaut, so muss man die Lüfter an der Außenseite des Radiators montieren. Will man den Radiator am Gehäusedeckel verbauen, so montiert man die beiden Lüfter auf der Innenseite und somit auf der Seite, auf der die beiden Schläuche mit dem Radiator verbunden sind. Die drei Lüfter werden hierbei mittels 12 langen Schrauben am Radiator befestigt.

Da RAIJINTEK leider nur 12 lange Schrauben mitliefert, muss man sich für den Fall, dass man sechs Lüfter am Radiator befestigen will, auf optionale Schrauben zurückgreifen. Der Radiator selbst wird mittels 12 kurzer Schrauben am Gehäuse befestigt.

Durch die recht flexiblen Schläuche lässt sich der Radiator gut positionieren. Ein zu schnelles abknicken der Schläuche muss man hierbei nicht befürchten. Auch die kurz vor dem Radiator befindliche Pumpe beeinflusst die Montage in den meisten Gehäusen nicht.

Die Beleuchtungssteuerung erfolgt wahlweise über ein Mainboard mit einem 3-PIN-ADD-Header oder einer optionalen ARGB-Steuereinheit*.

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Testsystem:

Als Testsystem kommt neben einem Sockel 1151-Testsystem auch ein aktuelles AM4-Testsystem zum Einsatz. Dies bietet euch die Möglichkeit, alle von uns getesteten Wasserkühler auch mit den von uns getesteten Luftkühlern zu vergleichen. Da bei der Verwendung eines Wasserkühler in der Regel niedrigere Temperaturen und somit auch höhere Taktraten erreicht werden können, Schicken wir unsere Testsysteme nicht nur mit den von den Herstellern vorgesehenen Taktraten in den Test, sondern auch mit einer Übertaktung. Das Intel-Testsystem ist hierbei auf 4,7 GHz und das AMD-Testsystem auf 3,8 GHz übertaktet.

Das Intel-Testsystem besteht aus diesen Komponenten:

  • ASRock – Z170 Extreme3
  • HyperX – Savage 16GB Kit 3000MHz
  • Intel® – Core i7-6700K
  • Zotac – GTX 780 TI AMP Edition

Das AMD-Testsystem besteht aus diesen Komponenten;

  • AMD – Ryzen 1600
  • ASUS – Crosshair VI Hero
  • 2 x 8GB Corsair Vengeance LPX Black 2666 MHz
  • Zotac – GTX 780 TI AMP Edition

 

Testablauf:

Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 21°C (zu beginn der Testphase gemessen) entstanden. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller CPU Cores nach einem 30 minütigen Prime95 Stresstest. Gemessen werden die Temperaturen einmal im nicht übertakteten Zustand und einmal im übertakteten Zustand der Testsysteme.

Kommen bei einem getestete Kühler Lüfter zum Einsatz, bei denen es sich um PWM-Lüfter handelt, welche ihre Geschwindigkeit selbst anpassen, so wird die PWM-Steuerung während des Tests deaktiviert.

Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC MX-2 Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.

Die erreichten Temperaturen sind abhängig von dem genutzten System und können auch auf ähnlichen Systemen abweichen. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da bei unseren Tests alle Kühler die gleiche Testgrundlage haben.

Als Referenz dienen alle CPU-Wasserkühler und All-in-One Wasserkühlungen, welche wir bis jetzt auf diesem System getestet haben. CPU-Wasserkühler wurden in Kombination mit einem Alphacool NexXoS UT60 Full Copper 480 mm getestet.

Mit einem Blick auf das erreichte Testergebnis ist zu erkennen, dass die RAIJINTEK EOS 360 RBW eine sehr gute Kühlleistung erzielen konnte, mittels welcher die AiO-Wasserkühlung auch bedenkenlos auf einer übertakteten CPU eingesetzt werden kann.

 

Fazit:

Mit der EOS 360 RBW hat RAIJINTEK eine All-in-One Wasserkühlung in seinem Sortiment, konnte in unserem Test nicht nur mit einer guten Verarbeitung sowie einem schicken Design überzeugen, sondern auch mit einer sehr guten Kühlleistung. Von der optischen Seite punktet die AiO-Wasserkühlung nicht nur durch die drei beleuchteten Lüfter, sondern auch durch das spezielle Design der Kühlereinheit, durch welche sich die Wasserkühlung sehr gut für den Einsatz in einem auffälligen Geming-System eignet. Dank der Y-Adapter, welche in die Anschlusskabel für die adressierbaren RGB-LEDs integriert wurden, lassen sich alle ARGB-Komponenten der EOS 360 RBW All-in-One-Wasserkühlung über einen einzelnen 5-Volt-ADD-Header betreiben. Passend für den Einsatz in einem Gaming-PC fällt auch die Kühlleistung aus, welche der große Radiator in Kombination mit den drei leistungsstarken Lüftern erzielen kann. Preislich liegt die EOS 360 RBW aktuell bei knapp 90€*.

Wir danken RAIJINTEK sehr für die Bereitstellung des Testmusters.

RAIJINTEK - EOS 360 RBW

9.3

Kühlleistung

10.0/10

Verarbeitung

9.0/10

Montage

8.5/10

Kompatibilität

9.5/10

Lautstärke

8.0/10

Modding

9.5/10

Lieferumfang

10.0/10

Preis

9.5/10

Pro

  • Verarbeitung
  • Sehr guteb Kühlleistung
  • Lautstärke
  • Adressierbare RGB-Beleuchtung
  • Design

Contra

  • Nicht zu AMD TR4 kompatibel