Noctua – NH-D15S chromax.black CPU-Kühler im Test

Mit dem NH-D15S chromax.black haben wir heute die kürzlich vorgestellte schwarze Version des bekannten NH-D15S CPU-Kühlers von Noctua im Test, welcher mit einer guten Kühlleistung gepaart mit einer schicken Optik überzeugen möchte.

Welche Leistung in dem NH-D15S chromax.black steckt und wie sich die schwarze Version des NH-D15S Kühlers von Noctua in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Abmessungen (ohne Lüfter):  160 x 150 x 135mm (H x B x T)
Abmessungen (mit Lüfter): 165 x 150 x 135mm (H x B x T)
Gewicht (ohne Lüfter): 980 g
Gewicht (mit Lüfter): 1150 g
Material: Kupfer (Boden und Heat-Pipes), Aluminium (Kühlrippen), verlötet & vernickelt
Lüfter-Kompatibilität: 140x150x25 (mit 120x120x25 Montagelöchern) 140x140x25 (mit 120x120x25 Montagelöchern) 120x120x25
Sockelkompatibilität: Intel LGA2066, LGA2011-0 & LGA2011-3 (Square ILM), LGA1200, LGA1156, LGA1155, LGA1151, LGA1150 & AMD AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1, FM2, FM2+ (Backplate erforderlich), AM4
Lüfter: NF-A15 HS-PWM chromax.black *
Lagertyp: SSO2
Max. Umdrehungsgeschw. (+/-10%):  1500 RPM
Max. Umdrehungsgeschw. mit L.N.A. (+/-10%):  1200 RPM
Min. Umdrehungsgeschw. (PWM, +/-20%): 300 RPM
Max. Volumenstrom: 140,2 m³/h
Max. Volumenstrom mit L.N.A.: 115,5 m³/h
Max. Geräuschentwicklung: 24,6 dB(A)
Max. Geräuschentwicklung mit L.N.A.: 19,2 dB(A)
Leistungsaufnahme: 1,56 W
Betriebsspannung: 12 V
MTBF: > 150.000 h

 

Lieferumfang:

 

Design und Verarbeitung:

Der neue NH-D15S chromax.black wird in einer Verpackung geliefert, welche in einem schwarzen Design gehalten ist. Die Verpackungsvorder- als auch Oberseite wurde neben der Modellbezeichnung und einem Produktbild auch mit einer kurzen Beschreibung bedruckt.

Eine detailliertere Beschreibung ist auf der Verpackungsrückseite zu finden. Die technischen Details wurden auf der linken Verpackungsseite abgedruckt.

Innerhalb der OVP ist das Zubehör getrennt vom Kühler untergebracht. Noctua hat dieses in einem separaten Karton untergebracht. In einem solchen befindet sich zudem auch der Kühlkörper selbst.
Neben dieser schützenden Verpackung ist der Kühler innerhalb der OVP auch noch von Schaumstoffpolstern umgeben.

Entnimmt man den NH-D15S chromax.black aus seiner Verpackung, so hat man einen gewaltig wirkenden Kühlkörper vor sich stehen, welcher schon mit einem Lüfter bestückt ist.

Bei dem NH-D15S chromax.black handelt es um eine vollständig schwarze Version des NH-D15S Twin-Tower-Kühlers*. Die beiden Kühltürme wurden auf den sechs 6-mm-Heatpipes aufgebaut. Diese Kupferheatpipes sind u-förmig gebogen und wurden mit einer mattschwarzen Beschichtung versehen.
Die sechs Heatpipes durchlaufen die zweiteilige Bodenplatte parallel zueinander.

Betrachtet man die Anordnung der Bodenplatte und der Heatpipes einmal etwas genauer, so wird einem auffallen, dass die Bodenplatte nicht zentral unter den Kühlfinnen sitzt, sondern seitlich versetzt wurde.

Um diesen Aufbau ausführen zu können, setzt Noctua nicht auf unterschiedlich lange Heatpipes, sondern einfach nur auf unterschiedliche Biegungen. Hierdurch ragen jedoch nicht alle Heatpipes gleich weit aus der obersten Lamelle heraus.

Durch diesen asymmetrischen Aufbau wird trotz der gebotenen Abmessungen eine gute Kompatibilität zum oberen PCIe-Steckplatz erzielt.

Die Bodenplatte ist mit einer Nickelschicht versehen und verfügt an der linken und rechten Seite über eine Aufnahme für das SecuFirm2 Montagesystem.
Die Unterseite der Bodenplatte ist sehr sauber und passend zu den aktuellen CPUs leicht konvex gefertigt.

Jedem Lamellenturm stehen 45 Kühlfinnen aus Aluminium zur Verfügung. Bei einem seitlichen Blick auf den Kühler fällt einem schnell auf, das die unteren sieben Finnen nur zur Innenseite des Twin-Tower-Kühlers zeigen.

Durch diese in beide Kühltürme eingearbeiteten Aussparung entsteht eine Freifläche von 65 mm von der Unterseite der Bodenplatte bis zur ersten Aluminiumfinne. Durch diese Freifläche kann eine Montage von Speichern mit sehr hohen Kühlkörpern gewährleistet werden.
Alle 45 Aluminiumfinnen wurden an ihren Außenseiten bis auf kleine Nasen an den beiden Stirnseiten des jeweiligen Kühlturmes nach unten gebogen, wodurch eine fast komplett geschlossene Außenseite bei den Kühltürmen hergestellt wurde. Durch diese geschlossenen Außenseiten kann ein Unterdruck erzeugt werden, welcher die Luft, die durch den Kühler bewegt wird, zusätzlich beschleunigt.
Diese nach außen abstehenden Nasen dienen als Haltepunkte für die Befestigungsklammern des mitgelieferten Lüfters sowie einem optionalen Lüfter, welcher durch den im Lieferumfang enthaltenen Klammernsatz problemlos an dem Kühler befestigt werden kann.
Auf den Stirnseiten wurden die einzelnen Aluminiumfinnen mit drei kleinen Zacken versehen, welche sich jeweils an der linken und rechten Seite der einzelnen Aluminiumfinnen befinden. Zudem wurden die einzelnen Finnen zur Mitte hin leicht verjüngt.

Die sechs Kupferheatpipes wurden gut auf die Fläche der Aluminiumfinne verteilt. Hierbei wurde darauf geachtet, dass jede Heatpipe im direkten Luftstrom steht, was wiederum für eine höhere Kühlleistung sorgt.

Als Lüfter kommt auf dem NH-D15S chromax.black ein NF-A15 HS-PWM chromax.black * zum Einsatz, welchen wir in diesem Review schon einzeln getestet hatten.

Im Gegensatz zu dem NF-A15 PWM wurde der bei dem NF-A15 HS-PWM chromax.black * eingesetzte Lüfterrahmen sowie auch der Impeller jedoch nicht in den von Noctua bekannten Erdtönen gehalten, sondern komplett aus schwarzem Kunststoff gefertigt.
Wie alle Lüfter der A-Serie aus dem Hause Noctua verfügt auch der NF-A15 HS-PWM chromax.black über den AAO (Advanced Acoustic Optimisation) Rahmen, welcher einige Besonderheiten aufweist.
Noctuas AAO (Advanced Acoustic Optimisation) Rahmen verfügt über ansteckbare Vibrationspuffer sowie einen abgestuften Einlassbereich (Stepped Inlet Design) und eine Mikrostruktur im Innenbereich (Inner Surface Microstructures), die eine noch bessere Performance/Noise Effizienz ermöglichen.

Zur Entkopplung des Lüfters wurde dieser mit schwarzen NA-AVP3 Entkopplern ausgestattet. Für den Fall, dass man es lieber etwas farbiger mag, bietet Noctua die NA-AVP3 Entkoppler auch noch in fünf weiteren Farben an*.

Der NF-A15 HS-PWM chromax.black* wurde nicht, wie man es von eigentlich allen Lüftern kennt, quadratisch oder komplett rund gefertigt.
Noctua mischt bei dem Lüfter eine runde mit einer eckigen Bauform.
Der eigentliche Rahmen des NF-A15 HS-PWM chromax.black* wurde rund ausgeführt. Bauformbedingt kommen somit keine üblichen Abstände bei den Montagebohrungen zum Einsatz. Der Lüfter verfügt somit über Montagebohrungen mit einem Abstand von 105 mm. Diese entsprechen denen von 120-mm-Lüftern. Quadratische 140-mm-Lüfter haben hier einen Abstand von 124,5 mm.

Durch den runden Rahmen hat der Lüfter somit eine Höhe von 140 mm. Jedoch wurde ein weiteres Designelement in den Lüfterrahmen eingearbeitet. An den beiden Außenseiten wurden die Rundungen pro Seite 5 mm in die Länge gezogen. Somit ist der Rahmen nicht kreisrund, sondern leicht oval. Die erwähnten Gummientkoppler wurden an der rechten und linken Seite untergebracht. Hierzu wurden aus dem ovalen Lüfterrahmen kleine Dreiecke aus Kunststoff herausgeführt, auf welche die Entkoppler aufgesteckt wurden. Durch dieses Designelement kommt eine Breite von 150 mm zustande.

Hintergrund für dieses doch recht außergewöhnliche Design ist das eigentliche Einsatzgebiet des NF-A15 HS-PWM chromax.black*.
Der Lüfter wurde wie auch der NF-A15 PWM zum Einsatz auf aktuellen High-End-Kühlkörpern gestaltet. Durch seine Höhe von 140 mm ragt er nicht über diese hinaus. Da die meisten aktuellen High-End-Kühlkörper mittlerweile in einer Breite von 150 mm gefertigt werden, deckt sie jedoch in der Breite vollständig ab.
Durch die Montagelöcher mit einem 105-mm-Lochabstand, wie man sie von 120-mm-Lüftern kennt, verschafft man dem Lüfter eine höhere Kompatibilität und erlauben es zugleich, ihn als Upgrade für Gehäuselüfter im 120-mm-Format zu nutzen.

Die Rotorblätter sind wieder identisch mit denen anderen 140-mm-Modelle aus der A-Serie von Noctua.
Auch diese weisen, wie wir in den vergangenen Tests bereits festgestellt haben, eine Besonderheit auf. Hierbei handelt es sich um Focused Flow Acceleration Channels. Saugseitig sind die Rotorblätter mit sogenannten Flow Acceleration Channels ausgestattet. Durch die Beschleunigung des Luftstroms in den kritischen äußeren Regionen der Lüfterblätter werden saugseitige Wirbelablösungen verringert, was zu einer höheren Effizienz und einer niedrigeren turbulenzbedingten Lärmemission führt.

Zudem ist auch der NF-A15 HS-PWM chromax.black* mit der weiter optimierten, zweiten Generation von Noctuas bewährtem SSO-Lagersystem ausgestattet. Bei SSO2 sitzt der rückseitige Magnet näher an der Lüfterachse und bewirkt so eine noch bessere Stabilisierung, was zu einer weiter verbesserten Präzision und Haltbarkeit führt.

Der verbaute Impeller ist an vier Stegen befestigt, welche gegen die Rotationsrichtung gebogen sind.

Die Verarbeitung des NH-D15S chromax.black wurde seitens Noctua sehr sauber und optisch ansprechend ausgeführt.

 

Montage:

Der Kühler verfügt über das von Noctua bekannte SecuFirm2 Multisockel-Montagesystem. Dieses ermöglicht eine schnelle und dennoch sehr stabile Montage mit einem hohen Anpressdruck. Im Vergleich zu manch anderen Herstellern kommt hierbei jedoch keine Multisockelbackplate zum Einsatz, wodurch bei der Montage auf einem AMD-Mainboard die werksseitig montierte Backplate weitergenutzt wird.

Ist die bei einem Intel 115x / 1200 Sockel benötigte Backplate montiert oder die werksseitigen Montagestege entfernt, kann die jeweilige Backplate mit den passenden Abstandshaltern bestückt werden. Diese werden dann zusammen mit den Metallbügeln aus dem Lieferumfang auf dem Mainboard verschraubt.

Anschließend kann der Kühler auf die mit Wärmeleitpaste bestrichene CPU aufgesetzt werden. Der Kühler wird dann über die zwei Schrauben, welche an den Montageschienen angebracht sind, an den beiden Montageschienen befestigt. Da sich diese beiden Schrauben jedoch unterhalb des vorinstallierten Lüfters befindet, muss dieser vor der endgültigen Montage vom Kühler abgenommen werden.

 

 

Testsystem:

Als Testsystem kommt neben einem Sockel 1151 Testsystem auch ein aktuelles AM4 Testsystem zum Einsatz, wodurch Nutzer von AMD als auch Intel Systemen einen Überblick über die Leistung auf den jeweiligen Sockeln erhalten. Beide Systeme werden im nicht übertakteten Zustand betrieben.

Das Intel-Testsystem besteht aus diesen Komponenten:

  • ASRock – Z170 Extreme3
  • HyperX – Savage 16 GB Kit 3000 MHz
  • Intel® – Core i7-6700K
  • Zotac – GTX 780 TI AMP Edition

Das AMD-Testsystem besteht aus diesen Komponenten;

  • AMD – Ryzen 1600
  • ASUS – Crosshair VI Hero
  • 2 x 8 GB Corsair Vengeance LPX Black 2666 MHz
  • Zotac – GTX 780 TI AMP Edition

 

Testablauf:

Da es sich bei dem verwendeten Lüfter um einen PWM-Lüfter handelt, welcher seine Geschwindigkeit selbst anpasst, haben wir die PWM-Steuerung während des Tests deaktiviert.

Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 21 ,1°C (zu Beginn der Testphase gemessen) entstanden. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller CPU Cores nach einem 30 minütigen Prime95 Stresstest, welchem zum aufwärmen eine Idle time von 45 Minuten voraus ging.

Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC MX-2 Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.

Die erreichten Temperaturen sind abhängig von dem genutzten System und können auch auf ähnlichen Systemen abweichen, vor allem, wenn noch eine zusätzliche GPU in dem System verbaut wird. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da alle die gleiche Testgrundlage haben.

Mit einem Blick auf die erzielte Kühlleistung ist schnell zu erkennen, dass der schwarze NH-D15S chromax.black quasi die gleiche Kühlleistung wie die „normale“ Version des NH-D15S liefert. Somit eignet sich auch der NH-D15S chromax.black bestens für den Einsatz auf einer schnellen Gaming-CPU.

 

Fazit:

Mit dem NH-D15S chromax.black hat Noctua seinen leistungsstarken NH-D15S in einer schwarzen Version neu aufgelegt, welche sich durch ihre Farbgebung vor allem an anspruchsvolle Gamer richtet. Dank farblichen Entkoppler, welche Noctua optional anbietet, lässt sich der Kühler zudem sehr einfach an das Design des eigenen Systems anpassen. Durch die große Kühlfläche und dem starken, aber dennoch leisen Lüfter erzielt der NH-D15S chromax.black eine sehr gute Kühlleistung, welche auch dann noch ausreichend ist, wenn man eine schnelle CPU noch etwas übertakten möchte. Trotz der großen Abmessungen kann der Kühler auch mit einer guten Kompatibilität punkten. Die Verarbeitung des NH-D15S chromax.black liegt auf einem überaus hohen Niveau. Preislich liegt der neue NH-D15S chromax.black bei knapp 90 €* und sortiert sich somit etwa 10 € über der „normalen“ Version des NH-D15S.

Wir danken Noctua sehr für die Bereitstellung der Testmusters.

Noctua - NH-D15S chromax.black CPU-Kühler

9.4

Kühlleistung

10.0/10

Verarbeitung

10.0/10

Montage

10.0/10

Kompatibilität

10.0/10

Lautstärke

9.0/10

Modding

7.0/10

Lieferumfang

10.0/10

Preis

9.0/10

Pro

  • Sehr gute Kühlleistung
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Einfache und sichere Montage
  • Hohe Kompatibilität
  • Lieferumfang
  • Design