Mad Catz – R.A.T.4+ Gaming Maus im Test

Mit der R.A.T.4+ haben wir heute eine besonders leichte Gaming Maus von Mad Catz im Test, welche durch ihre individuelle Anpassbarkeit die Bedürfnisse jedes Spielers erfüllen soll.

Welche Details in der R.A.T.4+ stecken und wie sich die anpassbare Gaming Maus von Mad Catz in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Farbe: Schwarz / Weiß
Sensor: Pixart PMW 3330
Typ: optisch
Auflösung: 7200 dpi
Frames 8000 s
Polling Rate 125/250/500/1.000 Hz
Beschleunigung: 20 G
Geschwindigkeit: 3,8 m/s
Beleuchtung: Rot
Tasten: 9 Stück (7 Stück individuell belegbar)
Schaltertyp: Omron
Lebensdauer: 10 Millionen Klicks
Gewicht: 90 Gramm
Kompatibilität: Windows 7, 8, 10

 

Lieferumfang:

  • R.A.T.4+ Gaming Maus
  • Bedienungseinleitung
  • Supporthinweis
  • Aufkleber

 

Design und Verarbeitung:

Die R.A.T.4+ wird von Mad Catz in einer schwarz designten Verpackung geliefert, welche auf der Vorderseite mit einem riesigen Sichtfenster ausgestattet ist, wodurch ein sehr guter erster Blick auf die Maus ermöglicht wird.

Die Verpackungsrückseite wurde neben einem Produktbild auch mit fünf Features der Maus bedruckt. Infos über weitere wichtige Features findet man auf der rechten Verpackungsseite.

Entnimmt man die R.A.T.4+ aus der Verpackung, so hat man in unserem Fall eine weiß/schwarze Gaming Maus vor sich liegen, welche über einen sehr speziellen Aufbau verfügt.

Mit einem Blick auf die Mausoberseite wird einem gleich auffallen, dass die Maus nicht nur über ein kantiges Design verfügt, sondern im Gegensatz zu den meisten anderen Mäusen am Markt auch über einen mehrteiligen Aufbau verfügt.

Dies trifft nicht nur auf die geteilten Maustasten zu, welche auch physikalisch von der Handauflagefläche getrennt sind, sondern auch sondern auch für die Handauflagefläche selbst.
Direkt am Übergang zu den beiden Maustasten hat Mad Catz ein weißes Kunststoffelement verbaut, in welches ein leicht transparenter und von der Rückseite aus rot beleuchteter R.A.T.4+ Schriftzug eingearbeitet wurde.
Am Übergang zur offenen Mausrückseite hat Mad Catz ein schwarz/weißes Kunststoffelement verbaut, welches auf der Oberseite mit einer Skala bedruckt wurde.

Durch den rechts unter der Kunststoffabdeckung verbauten Hebel kann man die integrierte Verriegelung lösen und die Handauflagefläche in 5-mm-Schritte um bis 2 cm verlängern.

Schaut man sich die Maustasten einmal etwas genauer an, so kann man zwischen der linken und rechten Maustaste einen breiten Spalt erkennen, in welchem neben dem Scrollrad auch ein Schalter verbaut wurde, über welchen sich im Auslieferungszustand die Sensorauflösung anpassen lässt.

Neben der linken Maustaste wurde zudem noch ein hervorgehobenes Kunststoffelement angebracht, in welches Mad CATZ die Mode-Taste verbaut hat, über welche sich die einzelnen Profile durchschalten lassen.

Mit einem Blick auf die linke Außenseite findet man eine große Daumenauflage vor, welche mit den Krallen des Mad Catz Logos bedruckt wurde.

Mit einem genaueren Blick auf die Daumenauflage kann man neben zwei zusätzlichen Daumentasten sowie einer großen Taste, welche mit einem Fadenkreuz bedruckt ist und zur kurzweiligen Reduzierung der Sensorauflösung dient, auch noch eine kleine Schraube erkennen, mittels welcher die Daumenauflage selbst an der Maus befestigt ist. Im Gegensatz zu größeren Modellen aus der R.A.T. Serie befinden sich im Lieferumfang der R.A.T.4+ jedoch keine auswechselbaren Seitenelemente. Oberhalb der modularen Daumenauflage wurden in die Mausaußenseite noch vier kleine Status-LEDs eingearbeitet, über welche einem die gerade eingestellte Sensorauflösung angezeigt wird. Um die für die aktuellen Verhältnisse recht geringe Beleuchtung der R.A.T.4+ etwas aufzupeppen wurden in der vorderen Kante der linken Außenseite ein weiteres Beleuchtungselement eingearbeitet, welches an die vier Krallen aus dem Mad Catz Logo angelehnt ist.

Auf der rechten Außenseite wurde die Gaming Maus mit einer glatten Kunststoffblende ausgestattet, welche sich ebenfalls ganz einfach demontieren lässt. Da sich jedoch auch für die rechte Mausseite kein austauschbares Seitenelement im Lieferumfang befindet, kann man die recht glatte Außenseite der R.A.T.4+ nicht austauschen, sondern lediglich zur Reinigung der Maus abnehmen.

Die Mausunterseite wurde aus schwarzem, leicht transparentem Kunststoff gefertigt und erstreckt sich nur über einen Teil der gesamten Mausunterseite.

Der optische Pixart PMW 3330 Sensor wurde etwa mittig in die Mausunterseite eingearbeitet. Für schnelle und einfache Mausbewegung sollen gleich sechs, jedoch stellenweise recht kleine Gleitfüße sorgen.

Die Verarbeitung der R.A.T.4+ Gaming Maus wurde von Mad Catz sehr sauber und hochwertig ausgeführt.

 

Softwareinstallation und Einstellungen:

Die R.A.T.4+ Gaming Maus wurde von unserem Windows 10 Testsystem problemlos per plug & play erkannt und die Grundfunktionen können ohne die Installation eines zusätzlichen Treibers oder einer speziellen Software genutzt werden. Will man jedoch den vollen Funktionsumfang nutzen, so muss man die seitens Mad Catz bereitgestellte Software herunterladen und installieren.

Die Software ist hierbei in vier unterschiedliche Abschnitte unterteilt. Sobald man die Software startet, landet man im Softwareabschnitt „Programmierung“. Über diesen Menüpunkt kann man sieben der neuen verbauten Tasten mit einer beliebigen Funktion belegen.

Im Einstellungsabschnitt kann man die Voreinstellungen für die Sensorauflösung treffen. Eine getrennte Einstellung für die X- und Y-Achse ist leider nicht möglich.

Über den Softwareabschnitt „Chamäleon“ lässt sich die integrierte Beleuchtung einstellen. Die Software bietet einem hierzu zwar ein paar unterschiedliche Effekte, die Beleuchtungsfarbe lässt sich jedoch leider nicht anpassen.

Über den letzten Softwareabschnitt „Support“ kann man wahlweise mit dem Mat Catz Support in Kontakt treten oder Treiber- bzw. Softwareupdates herunterladen.

 

Ergonomie und Bedienkomfort:

Durch den ergonomischen Aufbau ist die R.A.T.4+ Gaming Maus nur für die Nutzung mit der rechten Hand geeignet. Dank der leicht kantigen Bauform, welche mit einer großen Daumenauflage kombiniert wurde, liegt die Maus vom Aufbau her recht gut in der Hand. Auch wenn man die Maus durch die modulare Handflächenauflage etwas verlängern kann, eignet sie sich aufgrund seiner geringen Baugröße jedoch eher für Nutzer mit kleinen Händen.
Mat Catz hat der R.A.T.4+ Gaming Maus Switches spendiert, welche einen angenehmen und direkten Druckpunkt aufweisen. Dies gilt nicht nur für die beiden Haupttasten, sondern auch für die verbauten Sondertasten. Die seitens Mat Catz verbauten Switches sind jedoch leider nur für bis zu 10 Millionen Clicks ausgelegt. Im Vergleich zu den sonst oft in Gaming Mäusen verbauten Switches ist dies eine nur etwa halb so lange Lebenserwartung.
Auch wenn vier der sechs verbauten Gleitfüßen zwar sehr klein ausfallen, weisen jedoch alle Gleitfüße eine sehr gute Gleiteigenschaft auf.
Die Auflösung des optischen PMW-3330 Sensors kann zwischen 50 und 7.200 DPI eingestellt werden. Auf den von uns eingesetzten Stoff-, Kunststoff- und Aluminiummauspads erzielte der Sensor bei einer geringen sowie auch einer hohen Sensorauflösung ein gutes Ergebnis. Auch mit kleineren Aufdrucken auf dem Mauspad oder der Abtastung einer Holzoberfläche kam der Sensor recht gut zurecht. In Kombination mit einer maximalen Poling-Rate von 1.000 Hz und einer Beschleunigung von 20 G eignet sich die R.A.T.4+ Gaming Maus für Einsätze, in denen eine saubere und präzise Abtastung benötigt wird. Gerade dann, wenn eine besonders schnelle Abtastung erforderlich ist, kann der Sensor aufgrund der maximalen Auflösung von 7.200 DPI jedoch schnell einmal an seine Grenzen stoßen.

 

Fazit:

Mit der R.A.T.4+ hat Mat Catz eine Gaming Maus in seinem Sortiment, welche sich in unserem Test von zwei Seiten gezeigt hat. Punkten konnte die Maus in unserem Test vor allem durch die saubere Verarbeitung sowie durch den speziellen Aufbau. Dieser ermöglicht es nicht nur, die Maus um bis zu zwei Zentimeter zu verlängern, sondern er trägt auch dazu bei, dass unter der aufgelegten Hand etwas Luft zirkulieren kann. Schwächen zeigte die R.A.T.4+ vor allem beim eingesetzten Sensor. Durch die maximale Sensorauflösung von 7.200 DPI ist man gerade dann, wenn es auf eine besonders schnelle Abtastung ankommt, deutlich im Nachteil. Freuen dürfen sich Gamer mit kleinen bis mittelgroßen Händen dafür über neuen sehr gut erreichbare Tasten, von denen sich sieben Tasten mit einer beliebigen Funktion versehen lassen. Auch wenn sich die Maus in der Länge verstellen lässt, eignet sie sich durch ihre geringen Abmessungen nur bedingt für Nutzer mit großen Händen. Preislich liegt die R.A.T.4+ Gaming Maus aktuell bei knapp über 50 €*. Neben der von uns getesteten, weißen Version gibt es die Maus auch noch in einer schwarzen Version.

Wir danken Mat Catz für die Bereitstellung des Testmusters

Mad Catz R.A.T. 4+ Optical Gaming Maus

7.2

Lieferumfang

8.0/10

Verarbeitung

9.0/10

Funktionsumfang

8.0/10

Bedienfreundlichkeit

7.0/10

Modding

4.0/10

Preis

7.0/10

Pro

  • Verarbeitung
  • Gleitfähigkeit
  • Anzahl und Erreichbarkeit der Zusatztasten
  • Verstellbare Handauflagefläche

Contra

  • Sehr kleine Gleitfüße
  • Geringe Abmessungen
  • (Keine RGB-Beleuchtung)
  • (Kein hochauflösender Sensor)