In Win – 301 – Micro-ATX Gehäuse

Mit dem 301 haben wir heute ein vor wenigen Tagen erst veröffentlichtes Micro-ATX Gehäuse aus der Gehäuseschmiede In Win im Test, welches nicht nur durch eine besondere Optik, sondern auch durch eine besonders hochwertige Verarbeitung überzeugen möchte.

Welche Details in dem neuen 301 Micro-ATX Gehäuse stecken und wie sich das neuste Gehäuse von In Win in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Maße: 365 x 208 x 370 mm (H x B x T)
  • Material: Stahl, Kunststoff, Echtglas
  • Farbe: Weiß oder Schwarz
  • Formfaktor: Mini-ITX, Micro-ATX
  • Lüfter insgesamt möglich:
    2x 120 (Vorderseite)
    1x 120 mm (Rückseite)
    2x 120 mm (Boden) (es wird ein PCI Slot blockiert)
  • Radiator-Mountings:
    1x 120/240 mm (Vorderseite)
    1x 120 mm (Rückseite)
  • Filter: Boden
  • Laufwerksschächte:
    2x 2,5-Zoll
    1x 2,5/3,5-Zoll
  • Erweiterungsslots: 4
  • I/O-Panel:
    2x USB 3.0 (interne Anbindung)
    1x je Audio In/Out
    Power-On/Off-Switch
    Reset-Button
  • Maximale Grafikkartenlänge: 330 mm
  • Maximale CPU-Kühler-Höhe: 158 mm
  • Maximale Netzteillänge: 160 mm

Lieferumfang:

  • In Win – 301 (in gewählter Farbe)
  • Schraubenset
  • Kabelbinder
  • Montageanleitung
  • Grafikkartenstütze

Design und Verarbeitung:

Das 301 wird von In Win in einer neutralen Verpackung geliefert, welche auf der Vorder- als auch der Rückseite lediglich mit dem In Win Logo sowie wie der Modellbezeichnung bedruckt wurde.

Die technischen Details wurden auf der linken Verpackungsseite abgedruckt. Hier findet man auch einen Hinweis auf die enthaltene Version des Gehäuses, denn das 301 gibt es in einer schwarzen und in einer weißen Variante..

Innerhalb der OVP ist das 301 mittels Styroporpolster geschützt. Somit übersteht es auch ohne weitere Umverpackung einen Transport zum Käufer unbeschadet.

Äußeres Erscheinungsbild

Entnimmt man das 301 aus seiner Verpackung, so hat man in unserem Fall ein weißes Gehäuse vor sich stehen, welches zwar über eine schlichte Bauform verfügt, aber dennoch mit auffälligen Details ausgestattet wurde.

Betrachtet man das Gehäuse einmal von seiner Vorderseite aus, so wird man schnell erkennen, dass In Win im Gegensatz zu den meisten anderen Gaming-Gehäusen keinen Lufteinlass in die Gehäusefront des 301 integriert hat.

Die seitens In Win verbaute Gehäusefront ist aus einem geschlossenen Stahlblech gefertigt. Das auffälligste Designmerkmal ist hierbei das integrierte I/O-Panel. Wo der Power- und Resetschalter noch aus schwarzem Kunststoff gefertigt sind, sind die darunter befindlichen Anschlüsse sowie der eingearbeitete In Win Schriftzug von einem bläulich schimmernden Kunststoffelement umgeben. Das I/O-Panel verfügt neben den obligatorischen Audioanschlüssen auch noch über zwei USB 3.0 Anschlüsse. Oberhalb des In Win Schriftzuges wurde eine kleine Bohrung eingelassen, hinter welcher sich die HDD-LED befindet.

Die einzelnen Elemente des I/O-Panels sowie auch der in die Gehäusefront eingearbeitete In Win Schriftzug sind zudem mit einer blauen Beleuchtung ausgestattet.
Die Gehäusefront geht nahtlos in den ebenfalls geschlossenen Gehäusedeckel über.

Mit einem Blick auf die Gehäuserückseite wird man schnell feststellen, dass In Win bei dem 301 eine Anordnung gewählt, welchen man in der Zwischenzeit bei nur noch sehr wenigen Gehäusen vorfindet. Die Rede ist hierbei von der Positionierung des Netzteils.Im Gegensatz zu den meisten Gaming-Gehäusen hat In Win den Montageplatz für das Netzteil nicht am Gehäuseboden, sondern unter dem Gehäusedeckel platziert.

Im weiteren Verlauf ist neben dem Ausschnitt für das I/O-Panel ein Montageplatz für einen 120-mm-Lüfter zu finden, welcher über ein sehr großflächiges Wabengitter verfügt. Im unteren Bereich der Gehäuserückseite sind vier gelochte Slotblenden zu finden, welche in einem kontrastreichen schwarz gehalten sind.

Betrachtet man das 301 einmal von der Gehäuseunterseite aus, so ist ein breiter Staubfilter zu erkennen, welcher den dahinter eingearbeiteten Lufteinlass verdeckt.

Der Staubfilter kann zur Reinigung ganz einfach herausgezogen werden. Hinter dem Staubfilter hat In Win einen Lufteinlass in den Gehäuseboden integriert, welcher sich fast über den gesamten Gehäuseboden erstreckt. Der hier eingearbeitete Lufteinlass ist ebenfalls im Wabendesign gehalten. Die einzelnen Waben fallen jedoch so groß aus, dass man problemlos einen Finger durch sie hindurch stecken kann.

Einen sicheren und entkoppelten Stand erhält das Gehäuse durch die großen Standfüße, welche etwas breiter als das Gehäuse ausfallen und auf ihrer Unterseite mit einer Gummierung versehen wurden. Schaut man sich die beiden Standfüße einmal von der Oberseite aus an, so wird man erkennen, dass In Win sogar diese in das Design mit einbezogen hat. Hierzu wurden die Standfüße mit einem eingeprägten Muster versehen, durch welches die Standfüße den Eindruck erwecken, als wenn sie stellenweise aus Carbon gefertigt wären.

Wo das Gehäuse noch mit einer recht schlichten Gehäusefront daher kommt, hat In Win auf der rechten Gehäuseseite eine Seitenwand verbaut, welche in einem sehr speziellen Design gehalten ist.

Im vorderen Bereich wurde hier ein Luftauslass eingearbeitet, welcher über hexagonale Luftschlitze verfügt. In Anbetracht dieses Designs wird einem schnell bewusst, weswegen In Win den Lufteinlass am Gehäuseboden sowie den Luftauslass an der Gehäuserückseite mit solch großflächigen Wabengittern ausgestattet hat.

Mit einem Blick auf die linke Gehäuseseite findet man eine Seitenwand vor, welche aus einer leicht getönten Echtglasscheibe besteht.

Diese wurde im oberen und unteren Bereich mit einer Kunststoffblende versehen. In die obere Kunststoffblende wurde ein Griff integriert, durch welchen die Seitenscheibe an dem Gehäusekorpus arretiert wird.

In Win hat die verbaute Echtglasscheibe zudem an der oberen und rechten Seite mit kleinen Punkten versehen, wie man sie auch von den Rändern einer Windschutzscheibe kennt. Durch diese soll nicht nur ein fließender Übergang zu dem Gehäusekorpus erzeugt werden, sondern auch der sonst recht freie Blick auf den Festplattenkäfig sowie den Lüftermontageplatz hinter der Gehäusefront soll so etwas kaschiert werden.

Blick ins Innere

Um einen vollständigen Blick auf das Gehäuseinnere werfen zu können, muss man im ersten Schritt die beiden Seitenwände von dem Gehäusekorpus abnehmen. Die linke Seitenwand kann durch den eingearbeiteten Griff besonders leicht vom Gehäuse abgenommen werden. Die rechte Seitenwand ist mit zwei Rändelschrauben am Gehäusekorpus befestigt. Diese befinden sich nicht wie sonst üblich an der Gehäuserückseite, sondern im oberen Bereich der Seitenwand. Die seitens In Win verbauten Rändelschrauben wurden so in die Seitenwand integriert, dass sie fest mit dieser verbunden sind, wodurch man sie nicht verlieren kann.

Die rechte Seitenwand wurde auf der Innenseite zudem mit einem umlaufenden Moosgummiband versehen, durch welches sie vom Gehäusekorpus entkoppelt wird.

Hat man die beiden Seitenwände vom Gehäusekorpus abgenommen, so kann man einen ersten richtig freien Blick in das Gehäuse werfen. Wo In Win den Gehäusekorpus aus weiß lackiertem Stahlblech mit einer Stärke von 1,2 mm gefertigt hat, sind die im Gehäuseinneren verbauten Elemente alle in einem kontrastreichen Schwarz gehalten.

In den verbauten Mainboardschlitten, welcher über vier fest eingearbeitete Abstandshalter zur Montage eines Micro-ATX Mainboard verfügt, wurde zudem eine große Aussparung eingearbeitet, durch welche der gewünschte CPU-Kühler auch dann noch montiert werden kann, wenn das Mainboard schon in dem Gehäuse verbaut wurde.
An der vorderen Kante des Mainboardschlittens wurde seitens In Win einen Kabelkanal aus schwarzem Kunststoff eingearbeitet, welcher im oberen Bereich über ein eingeprägtes In Win Logo verfügt.

Der hier eingearbeitete Kabelkanal stellt eine Verbindung zwischen dem Mainboardschlitten und dem hinter der Gehäusefront verbauten Lüfterrahmen her, wodurch es keinen Freiraum gibt, durch welchen man auf der Rückseite des Mainboardschlittens verlegte Kabel erkennen kann. Somit soll trotz der kompakten Abmessungen ein ordentliches Kabelmanagement ermöglicht werden.
An dem hinter der Gehäusefront verbauten Lüfterrahmen kann man bis zu zwei 120-mm-Lüfter oder einen 240-mm-Radiator verbauen. Durch die geschlossene Gehäusefront dient das in den Gehäuseboden eingearbeitete Wabengitter als Lufteinlass.
Der Mainboardschlitten geht im oberen Bereich nahtlos in eine Netzteilabdeckung über, durch welche man nicht nur das eingesetzte Netzteil und einen Teil der überschüssigen Kabel vor neugierigen Blicken schützen kann, sondern auch einen noch aufgeräumteren Innenraum realisieren kann.

In die Unterseite der Netzteilabdeckung wurde eine Öffnung eingearbeitet, welche zur Belüftung des eingesetzten Netzteils dient.
Rechts neben der Netzteilabdeckung befindet sich der HDD-Käfig. An dessen Unterseite man zwei 2,5“-Festplatten verbauen kann. Eine weitere 2,5“- bzw. 3,5“-Festplatte kann zudem in dem darüber befindlichen Festplatteneinschub verbaut werden.

Der zwischen der Gehäusefront und der Netzteilabdeckung untergebrachte HDD-Käfig kann bei Bedarf auch aus dem Gehäuse entnommen werden.

Baut man diesen einmal vollständig aus, so wird man feststellen, dass sich auf dessen Oberseite noch ein weiterer Metallrahmen befindet, an welchem man theoretisch ein Slim-ODD verbauen kann. Da sich in der Gehäusefront jedoch keine Öffnung für ein solches Laufwerk befindet, könnte man ein hier verbautes Laufwerk nicht ohne Weiteres Nutzen.

Für geübte Casemodder ist es jedoch ein leichtes einen Schlitz für ein Slot-Load Slimline-Laufwerk in die Gehäusefront zu dremeln.

Mit einem Blick auf die Rückseite des Mainboardschlittens findet man unterhalb des Gehäusedeckels den Montageplatz für ein ATX-Netzteil vor. Die Anschlusskabel des I/O-Panels wurden seitens In Win im Kabelkanal verstaut, wodurch sie von der Vorderseite aus nicht zu erkennen waren.

Auch wenn In Win bei dem 301 nicht auf Aluminium als Werkstoff zurückgegriffen hat, wurde das Gehäuse sehr sauber und hochwertig verarbeitet.

Montage:

Je nachdem, welches Mainboard in dem 301 verbaut werden soll, kann man sich den ersten Arbeitsschritt sparen oder auch nicht, denn die Abstandhalter, welche zur Montage eines ITX Mainboards benötigt werden, wurden seitens In Win fest in den Mainboardschlitten eingearbeitet. Kommt ein Micro-ATX Mainboard zum Einsatz, so muss man die restlichen Abstandhalter noch in den Mainboardschlitten eindrehen. Um diese Abstandhalter problemlos in den Mainboardschlitten eindrehen zu können, liefert In Win einen kleinen Steckaufsatz mit, mittels welchem man die Abstandhalter unter Zuhilfenahme eines Schraubenziehers ganz einfach in den Mainboardschlitten eindrehen kann. Der gewünschte CPU-Kühler kann durch die im Mainboardschlitten eingelassene Aussparung auch im Anschluss montiert werden, wobei er eine Höhe von 158 mm jedoch nicht überschreiten darf. Durch das gebotene Platzangebot können recht viele Tower-Kühler in dem 301 montiert werden. Im Bereich der Twin-Tower-Kühler sieht dies jedoch ganz anders aus, da diese in der Regel höher als 160 mm sind. Für den Fall, dass man lieber auf eine Wasserkühlung setzt, so ist dies in dem 301 ebenfalls kein Problem. Hinter der Gehäusefront kann man wahlweise einen 120-mm-Radiator oder einen 240-mm-Radiator verbauen. An der Gehäuserückseite kann ein weiterer 120-mm-Radiator verbaut werden. Als Lufteinlass dient das großflächige Wabengitter am Gehäuseboden, hinter welchem man zwei 120-mm-Lüfter verbauen kann. Werden an dieser Position entsprechende Lüfter verbaut, so ist eine Nutzung des unteren PCI-Slots nicht mehr möglich.
Für die Erweiterungskarten stehen einem auf allen Slots bis zu 330 mm zur Verfügung, wodurch in dem In Win – 301 auch potente Grafikkarten Platz finden. Um die gewünschten Erweiterungskarten verbauen zu können, muss man jedoch zuerst eine an der Gehäuserückseite angebrachte Blende entfernen, welche die extern zugänglichen Slotblenden abdeckt.
In dem In Win – 301 können bis zu drei 2,5“-Festplatten oder zwei 2,5“- und eine 3,5“-Festplatte verbaut werden. Die 2,5“-Festplatten müssen hierbei mittels normaler Schrauben befestigt werden. Eine 3,5“-Festplatte kann hingegen in dem dafür vorgesehenen Kunststoffrahmen werkzeuglos und zudem auch entkoppelt montiert werden.

Das eingesetzte Netzteil darf maximal 160 mm lang sein. Dieses wird von der Rückseite des Mainboardschlittens aus in die Netzteilkammer eingeschoben und von der Gehäuserückseite aus verschraubt. Aufgrund der in dem 301 verbauten Netzteilabdeckung und der Positionierung des Netzteils kann das gewünschte Netzteil nur in einer Richtung montiert werden.

Dank des eingearbeiteten Kabelkanals und der Netzteilabdeckung kann man trotz der kompakten Abmessungen einen aufgeräumten Innenraum erzielen.

Durch die Echtglasseitenwand in Kombination mit dem aufgeräumten Innenraum und der beleuchteten Elemente am I/O-Panel eignet sich das In Win – 301 als gute Grundlage für einen schicken Casemod.

Fazit:

Mit dem 301 hat In Win ein kompaktes Micro-ATX Gehäuse in sein Sortiment aufgenommen, welches in unserem Test nicht nur mit einer sehr guten Verarbeitung, sondern auch durch das schichte, aber dennoch recht ausgefallenen Design punkten konnte. Auch wenn es sich bei dem 301 um ein Gehäuse handelt, bei dem In Win kein Aluminium verbaut hat, wurde das Gehäuse sehr hochwertig verarbeitet. Die hochwertige Verarbeitung macht sich nicht nur an den sehr sauber verarbeiteten Elementen bemerkbar, sondern auch bei den verwendeten Materialien, denn hier setzt In Win z.B. auf Stahlblech mit einer Stärke von 1,2 mm und somit auf eine besonders hohe Materialstärke. Trotz der kompakten Abmessungen kann man durch den integrierten Kabelkanal und die verbaute Netzteilabdeckung einen sehr aufgeräumten Innenraum schaffen, in welchem zudem auch sehr potente Komponenten und eine entsprechende Wasserkühlung Platz finden. Was die Belüftung angeht, muss man im Bereich der Ausstattung kleine Abstriche hinnehmen, denn In Win hat bei dem 301 keine Lüfter vormontiert, wodurch man sich hier etwas von der Konkurrenz abgrenzt, welche auch in vielen günstigeren Gehäusen mindestens einen Lüfter an der Gehäuserückseite verbauen. Aufgrund der geschlossenen Gehäusefront sowie dem geschlossenen Gehäusedeckel hat sich In Win auch zu einem etwas außergewöhnlichen Airflow entschieden, bei dem die Zuluft lediglich durch den Gehäuseboden angesaugt und die warme Abluft zur Gehäuserückseite und zur rechten Gehäuseseite herausgeführt wird. Die hierzu in das Gehäuse eingearbeitete Luftauslässe tragen in Kombination mit der schwarz/weißen Farbgebung und der Echtglasseitenwand jedoch auch maßgeblich zu dem dezenten aber dennoch sehr ansprechenden Design bei. Die UVP des 301 liegt bei 84,90€*. Im Preisvergleich ist das gerade erst vorgestellte Gehäuse zwar schon gelistet, jedoch ist es noch bei keinem Shop gelistet und es wird somit auch noch kein Verkaufspreis angezeigt.

Pro

  • Schickes Design
  • Sehr hochwertige Verarbeitung
  • In verschiedenen Farben erhältlich
  • Gutes Platzangebot bei kompakten Abmessungen

Contra

  • Keine vorinstallierten Lüfter

Verarbeitung

Kompatibilität

Kühlmöglichkeiten

Ausstattung

Lieferumfang

Modding

Preis

 

Wir danken In Win für die Bereitstellung des Testmusters.