Cougar – QBX

Mit dem QBX haben wir heute das kürzlich erst vorgestellte Mini-ITX-Gehäuse von Cougar im Test, welches nicht nur durch einen recht günstigen Verkaufspreis, sondern auch durch seine sehr kompakten Abmessungen und einer dennoch hohen Kompatibilität überzeugen will.

Welche Details in dem neuen QBX stecken und wie sich das Gehäuse in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Maße: 178 x 260 x 368 mm (B x H x T)
  • Material: Stahl, Kunststoff
  • Farbe: Schwarz
  • Formfaktor: Mini-ITX
  • Lüfter:
    2x 120 mm (Deckel)
    2x 120 mm (Boden)
    1x 120 mm (linke Seite)
    1x 92 mm (Rückseite, vorinstalliert)
    1x 80 mm (Front)
  • Laufwerksschächte:
    1x 5,25 Zoll (slim, extern) oder 1x 2,5 Zoll (intern)
    1x 3,5 Zoll (intern)
    3x 2,5 Zoll (intern)
  • Netzteil: 1x Standard ATX (optional)
  • Erweiterungsslots: 2
  • I/O-Panel:
    2x USB 3.0
    1x je Audio In/Out
  • Maximale Grafikkartenlänge: 350 mm
  • Maximale CPU-Kühler-Höhe: 105 mm
  • Maximale Netzteillänge: 140 mm
    Garantie: 2 Jahre

Lieferumfang:

  • Cougar QBX Gehäuse
  • Schraubenset
  • Montageanleitung

Design und Verarbeitung:

Das QBX wird von Cougar in einer Verpackung geliefert, welche in einer hochglänzenden Aufmachung gehalten ist. Auf der Verpackungsvorderseite wurden neben einem Ausschnitt des Produktbildes und der Modellbezeichnung auch noch ein paar der wichtigsten Features aufgezählt. Auf der linken Verpackungsseite wurden Produktbilder abgedruckt, welche die verschiedenen Seiten des Gehäuses zeigen und darstellen, wie kompakt das Gehäuse ausfällt.

Die technischen Details wurden auf der Verpackungsrückseite abgedruckt, wo man wie auch auf der rechten Verpackungsseite weitere Featurebilder findet.

Äußeres Erscheinungsbild

Entnimmt man das QBX aus seiner Verpackung, so hat man ein mit gerade einmal 178 x 260 x 368 mm sehr kleines und kompaktes Gehäuse vor sich stehen, welches zudem in einem auffälligen Design gehalten ist. Cougar setzt bei dem QBX was das Design angeht, nicht nur auf ein prägendes Design bei der Gehäusefront und dem Gehäusedeckel, wie es bei vielen anderen Gehäusen auf dem Markt der Fall ist, sondern bezieht auch die beiden Seitenwände in das Gesamtdesign mit ein.

Die Gehäusefront verfügt über einen anthrazitfarbene Kunststoffblende, welche vollkommen geschlossen ausgeführt ist und mit einer Oberfläche versehen wurde, welche einem den Look von gebürstetem Aluminium vermittelt. In die Kunststofffront ist im unteren Bereich das Cougar Logo eingearbeitet worden.

Die Gehäusefront verfügt an der Ober- und Unterseite über abgeschrägte Kanten. Beim genauen hinsehen ist zudem erkennbar, dass diese nicht direkt an dem eigentlichen Gehäuse anliegt, sondern mit einem gewissen Abstand zu dem Gehäuse montiert wurde. Der Bereich hinter der Gehäusefront dient als Lufteinlass.

Auf der rechten Gehäuseseite wurde hier zudem das I/O-Panel eingearbeitet, welches neben dem obligatorischen Powerschalter auch noch über zwei Audio- und USB 3.0 Anschlüsse verfügt.

Der Gehäusedeckel ist im selben Design gefertigt wie die Gehäusefront selbst und passt sich somit fast nahtlos an das Design dieser an. Das fast bezieht sich darauf, dass Cougar einen kleinen Spalt zwischen der Gehäusefront und dem Gehäusedeckel gelassen hat.

Das auf dem Gehäusedeckel angebrachte Kunststoffelement kann zudem noch etwas weiter nach hinten geschoben werden. Dies dient nicht zur Verstärkung des auf beiden Seiten zu findenden Luftauslass, sondern der Option, in diesem doch recht kompakten Gehäuse ein optisches Laufwerk verbauen zu können. Hierzu kann der Gehäusedeckel einen knappen Zentimeter nach hinten aufgeschoben werden. Über den Spalt, welcher dann zwischen dem Gehäusedeckel und der Gehäusefront entsteht, erhält man Zugang zu dem Einbauschacht eines Slim-ODD, welche im Auslieferungszustand mit einer Gummiblende versehen ist.

An die Unterseite des Gehäusedeckels können zwei 120-mm-Lüfter montiert werden, welche die warme Abluft aus dem Gehäuse befördern.

Wirft man einmal einen Blick auf die Gehäuserückseite, so findet man hier eine sehr schlicht gehaltene Gehäuserückseite vor. Diese wurde wie der Gehäusekorpus selbst aus schwarz lackiertem Stahlblech gefertigt. Im oberen Bereich wurde etwa mittig eine Kaltgerätebuchse eingearbeitet. Diese gibt schon einen ersten Aufschluss darüber, dass das gewünschte ATX-Netzteil im vorderen Bereich des Gehäuses verbaut werden muss.

Unterhalb dieser Kaltgerätebuchse befindet sich ein Luftauslass, hinter welchem Cougar schon einen 92-mm-Lüfter vormontiert hat. Links neben dem vormontierten Lüfter ist der Ausschnitt für das I/O-Shield zu finden. Im unteren Bereich der Gehäuserückseite wurden zwei Slotblenden eingearbeitet.

Mit einem Blick auf die Gehäuseunterseite findet man an der linken und rechten Gehäuseseite jeweils zwei Kunststoffschienen vor, welche an das Design der Gehäusefront und dem Gehäusedeckel angelehnt sind. An deren Unterseiten wurden jeweils zwei Gummipuffer angebracht, welche das Gehäuse von der Standfläche entkoppelt. Mittig ist zudem ein großer Staubfilter zu erkennen, hinter welchem sich zwei Einbauplätze für 120-mm-Lüfter befinden.

Die beiden Seitenwände sind nicht wie man es von anderen Gehäusen kennt aus Stahlblech gefertigt, sondern aus schwarzem Kunststoff. Cougar hat in beide Seitenwände ein sehr feines Mesh-Gitter integriert, welches sich fast über die gesamte Fläche der Seitenteile erstreckt. Die beiden Seitenwände dienen somit ebenfalls als Lufteinlass.

Blick ins Innere

Nimmt man die linke Seitenwand von dem Gehäuse ab, so hat man nicht gleich einen freien Blick auf das Gehäuseinnere, sonder blickt auf eine Stahlblechkonstruktion, welche mittels drei Schrauben in dem Gehäuse befestigt ist.

Im linken Bereich kann man eine große Aussparung erkennen, hinter welcher entweder ein 120-mm-Lüfter oder gar ein Radiator samt Lüfter in dieser Größe montiert werden kann. Rechts neben dieser Aussparung ist ein gelochter Bereich zu erkennen, welcher ebenfalls der Belüftung dient.
Nimmt man diesen Geräteträger einmal aus dem Gehäuse heraus, so kann man auf der Rückseite des gelochten Bereiches einen Rahmen vorfinden, auf welchem zwei 2,5″ Laufwerke verbaut werden können. In diesem kann zudem ein 3,5″ Laufwerk verbaut werden.

Will man an dem Geräteträger keine Laufwerke verbauen, sondern lieber eine größere Wasserkühlung einsetzten, so ist dies kein Problem. Anstelle des Festplattenrahmens und einem daneben verbauten 120-mm-Radiator kann man an dem Geräteträger auch einen 240-mm-Radiator montieren.

Ist der Geräteträger aus dem Gehäuse entfernt, so hat man auch gleich einen freien Blick auf den Gehäuseinnenraum.

Direkt hinter der Gehäusefront kann man den Laufwerkskäfig für das Slim-ODD erkennen. Verzichtet man auf dieses, so kann an dieser Stelle auch eine weitere 2,5″ Festplatte verbaut werden.
Mit einem Blick auf den Mainboardschlitten findet man rechts einen gelochten Bereich vor. Hierbei handelt es sich um die Position, an der ein handelsübliches ATX-Netzteil verbaut werden kann. ATX-Netzteile haben im Vergleich zu einem kleineren SFX-Netzteilen den Vorteil, dass es größere Leistungsklassen und zeitgleich leisere Modelle gibt.
Im linken Bereich des Mainboardschlittens befindet sich ein großer Ausschnitt, welcher eine Montage des CPU-Kühlers auch bei verbautem Mainboard möglich macht.
In den Mainboardschlitten wurden zudem noch mehrere Kabeldurchführungen eingearbeitet, welche jedoch nicht über Gummidurchführungen verfügen.

Blickt man einmal auf die Rückseite des Mainboardschlittens, so findet man im Bereich unterhalb des Mainboards einen weiteren Montageplatz für eine 2,5″ Festplatte vor.

Schaut man sich anschließend noch die Rückseite des Mainbaordschlittens im Bereich der Luftlöcher für das Netzteil einmal etwas genauer an, so ist zu erkennen, das diese sehr unsauber ausgeführt wurden.

Hier wurden die einzelnen Bohrungen nicht entgratet. Die Bohrungen am Lufteinlass des Netzteiles sind jedoch die Einzigen in dem QBX, welche in dieser schlechten Qualität ausgeführt wurden.

Die Verarbeitung des QBX ist im Großen und Ganzen gut ausgeführt. Es fehlt dem Gehäuse lediglich an kleinen Details wie Entkoppler und Gummidurchführungen, welche jedoch dem recht geringen Verkaufspreis zum Opfer gefallen sind.

Montage:

Wie schon kurz erwähnt, muss man neben den beiden Gehäusedeckeln zur Montage der Hardware auch noch den Geräteträger aus dem Gehäuse entnehmen. Zur Montage des Mainboards kann man sich bei dem QBX den ersten Arbeitsschritt sparen, denn die Abstandshalter für das Mainboard wurden fest in den Mainboardschlitten integriert, wodurch man dieses gleich montieren könnte. Vorher muss man sich nur kurz überlegen, ob man auf der Rückseite des Mainboards eine 2,5″ Festplatten montieren möchte oder nicht, denn diese wird von der Vorderseite des Mainboards aus verschraubt.
Der gewünschte CPU-Kühler kann durch den großflächigen Ausschnitt im Mainboardschlitten auch im verbauten Zustand des Mainboards montiert werden, darf jedoch eine Höhe von 105mm nicht überschreiten.
Im nächsten Schritt kann man je nach Bedarf hinter der Gehäusefront eine weitere 2,5″ Festplatte oder ein SLim-ODD in einer Slot-In-Variante verbauen.
Das Netzteil wird im vorderen Bereich des Gehäuses montiert und darf maximal 140mm lang sein. Dies hat den Hintergrund, dass der Bereich unterhalb des Netzteiles für lange Erweiterungskarten reserviert ist. Kommt eine kurze Erweiterungskarte zum Einsatz, welche nicht über das verbaute Mini-ITX-Mainboard hinausragt, so kann man nach einem kleinen Mod am Mainboardschlitten auch ein längeres Netzteil verbauen.

Der Mod besteht darin, den Bügel, auf welchem ein 14cm langes Netzteil im unteren Bereich aufliegt, nach oben zu biegen. Anschließend kann auch ein längeres Netzteil verbaut werden. Wir haben so ein 160mm langes Netzteil in dem Gehäuse unterbringen können, welches wir für jeden Gehäusetest heranziehen. Zu der von uns verwendeten ATI HD 4970 X2 waren so gerade noch 0,4mm Platz. Durch diesen geringen Abstand hätte man jedoch nicht alle modularen Anschlüsse des Netzteils nutzen können. Aus diesem Grund sollte man einen genauen Blick auf die Länge des gewünschten Netzteiles werfen.

Zur Netzteilmontage muss zusätzlich der Gehäusedeckel von dem QBX abgenommen werden, da es nicht nur von oben verschraubt wird, sondern auch das im Inneren verlegte Stromkabel an dieses angeschlossen werden muss.

Das Netzteil wird so montiert, dass es sich frische Luft durch die rechte Gehäuseseitenwand ansaugen kann.
Eine Erweiterungskarte findet im unteren Bereich des Gehäuses platz und darf bis zu 350mm lang sein. Bei bedarf lassen sich unter am Gehäuseboden noch zwei 120-mm-Lüfter montieren, wodurch die Erweiterungskarte dann bestens gekühlt werden kann.

An dem Geräteträger finden wie schon kurz erwähnt eine Wasserkühlung im 120-mm-Format sowie zwei 2,5″ und eine 3,5″ Festplatte platz. Kann man auf die hier verbaubaren Festplatten verzichten, so kann man auch einen Radiator mit 240mm unterbringen, welcher jedoch nur mit einem Lüfter ausgestattet werden kann.
Was einem durch die geringen Abmessungen des Gehäuses fehlt, ist ausreichend Platz hinter dem Mainboardschlitten, um auch den dicken ATX-Kabelstrang zu verstecken. Hier ist der Platz auf 8mm beschränkt.

Fazit:

Mit dem QBX hat Cougar ein sehr kompaktes Mini-ITX-Gehäuse auf den Markt gebracht, welches in einem ansprechenden Design gehalten ist. Das angewandte Design bezieht auf jeder Gehäuseseite Lufteinlässe und auch Luftauslässe mit ein, wodurch es Cougar gelungen ist, trotz der sehr kompakten Abmessungen für eine sehr gute Belüftung der verbauten Hardware zu sorgen. Durch das recht offene Design sollte man jedoch großen Wert auf die zum Einsatz kommenden Lüfter legen, denn das Gehäuse hat kaum eine geräuschdämpfende Wirkung. Die Verarbeitungsqualität liegt fast durchgehend auf einem guten Niveau, auch wenn für den ein oder anderen eventuell etwas viel Kunststoff verbaut worden ist, hat Cougar die verwendeten Materialien sehr gut miteinander kombiniert, wodurch auch das Gewicht des Gehäuses sehr gering gehalten wird. Einzig und allein die Bohrungen am Lufteinlass des Netzteiles sind uns sehr negativ aufgefallen. Was die Kompatibilität angeht, ist das größte Manko aus unserer Sicht die recht geringe Länge im Bereich des Netzteiles. Mit 14cm ist man hier recht eingeschränkt, was die Auswahl an sehr hochwertigen Netzteilen angeht, da diese in der Zwischenzeit fast immer auf 135mm oder 140-mm-Lüfter setzten. Was die Kompatibilität zur restlichen Hardware angeht, ist das QBX dazu geschaffen, auch ein sehr leistungsstarkes ITX-System zu beherbergen. Das QBX gibt es z.B. bei unserem Partner Caseking.de für 49,90€* zu kaufen.

Wir danken Caseking für die Bereitstellung des Testmusters.

Cougar - QBX

7.9

Verarbeitung

7.0/10

Kompatibilität

9.0/10

Kühlmöglichkeiten

8.0/10

Ausstattung

8.0/10

Lieferumfang

9.0/10

Modding

6.0/10

Preis

8.0/10

Pro

  • Auch im Innenraum lackiert
  • Optimiertes Kühldesign
  • Design
  • Kompatibilität (Bis auf Netzteillänge)

Contra

  • Verarbeitung Lufteinlass Netzteil
  • Geringe Netzteillänge (Kompatibilität zu großen Netzteilen)
  • Kaum geräuschdämpfend durch offenes Design