booEy – GHW55R – Wireless Gaming Headset

Mit dem GHW55R haben wir heute ein Wireless Gaming Headset von booEy im Test, welches nicht nur mit guten Klangeigenschaften, sondern auch mit einer hohen Kompatibilität sowie einem guten Preis/Leistungsverhältnis punkten möchte.

Welche Details in dem GWH55R stecken und wie sich das kabellose Gaming Headset von booEy in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

Headset:

  • Akkulaufzeit: 15 h
  • Ladezeit: ca. 5 h
  • Frequenzbereich: 2.400-2.483 Ghz
  • Frequenzraum: 2 MHz
  • Übertragungsrate: 3 dB
  • Abtastfrequenz: 48 kHz
  • Modulationstechnik: GFSK
  • Empfindlichkeit: -85 dB
  • Lautsprechergröße: 40 mm
  • Lautsprecherimpedanz: 32 Ohm;
  • Frequenzgang: 20 ~ 20 KHz

    Mikrofon:

  • Mikrofon Größe: 6.0 * 2,7 mm
  • Mikrofonempfindlichkeit: -58 dB
  • Mikrofon Frequenzgang: 100Hz-8 KHz

    Transmitter:

  • Frequenzbereich: 2.400-2.483 Ghz
  • Frequenzraum: 2 MHz
  • Übertragungsrate: 8 dB
  • Empfangen / Senden Entfernung: ca. 10 M, 360°
  • Empfindlichkeit: -85 dB
  • Kompatibilität: PS3, PS4, Xbox 360, PC, Mac, Xbox One

Lieferumfang:

  • 1 x Wireless Gaming Headset
  • 1 x Transmitter
  • 1 x 3,5 mm – 2,5 mm Kabel
  • 1 x Optisches Kabel
  • 2 x Micro-USB-Kabel
  • 1 x Abnehmbares Mikrofon
  • 1 x Bedienungsanleitung

Design und Verarbeitung:

Das GHW55R Wireless Gaming Headset wird von booEy in einer Verpackung geliefert, welche in einem dunklen Grunddesign gehalten ist. Auf der Verpackungsvorderseite wurde neben einem Produktbild auch die Modellbezeichnung sowie ein Hinweis auf die Kompatibilität abgedruckt.

Auf der Verpackungsrückseite sind die technischen Details zu finden, welche in Deutsch sowie auch in Englisch auf die Verpackung aufgedruckt wurden. Drei Detailbilder des enthaltenen Headsets findet man auf der rechten Verpackungsseite vor.

Entnimmt man das GHW55R aus seiner Verpackung, so hat man ein kabelloses Headset vor sich liegen, bei dem einem als erstes die Form der Ohrmuscheln auffällt.

Diese wurden in einem kantigen Design gehalten und erinnern einen durch die gewählte Bauform in Kombination mit der aufgebrachten Soft-Touch-Oberfläche an das Design eines Tarnkappenbombers, womit das Headset sicherlich den Geschmack vieler Gamer treffen wird.
Mittig wurde das booEy Logo in die Außenseite der beiden Ohrmuscheln eingearbeitet. Auf den ersten Blick hat es den Anschein, als wenn booEy hier eine transparente Kunststoffplatte in die Ohrmuscheln eingesetzt hätte, hinter welcher sich ein weißes Logo befindet. Bei einem genaueren Blick auf das eingearbeitete Logo ist jedoch zu erkennen, dass dieses aus einem leicht transparenten Kunststoff gefertigt wurde, wodurch es von der Rückseite aus beleuchtet werden kann.

Am Übergang zu den verbauten Polstern hat booEy jeweils ein Kunststoffelement in die beiden Ohrmuscheln eingearbeitet, welches mit einer glänzenden Chromschicht versehen wurde. Durch diese Aufmachung sorgt das verbaute Kunststoffelement für einen kräftigen Kontrast zu den matten Ohrmuscheln.

Auf der Innenseite wurden die beiden Ohrmuscheln mit einem Schaumstoffpolster ausgestattet, welches nicht nur eine ausreichende Stärke aufweist, sondern auch mit einem robust wirkenden Kunstlederbezug versehen wurde. Im Vergleich zu den bisher von uns getesteten booEy Headsets ist der bei dem GHW55R verbaute Kunstlederbezug deutlich besser verarbeitet.

Auf der Innenseite der Ohrmuschel wurde ein roter Stoffbezug angebracht, hinter welchem 40-mm-Treiber verbaut wurden.

Schaut man sich die linke Ohrmuschel einmal etwas genauer an, so wird man hier eine ganze Reihe an Schaltern, Reglern und Anschlüssen vorfinden.

An der vorderen Kante wurden neben einer 3,5-mm-Klinkebuchse auch noch zwei Taster eingearbeitet. Der obere Taster dient dabei einmal zur Kopplung und bei einer aktiven Verbindung zum Stummschalten des angeschlossenen Mikrofons.

Das mitgelieferte Mikrofon ist an einem flexiblen Arm befestigt und wird mittels eines feststehenden 3,5-mm-Klinkesteckers in die dafür vorgesehene Buchse eingesteckt. Um die Buchse zu entlasten, wurde der Bereich um die eingelassene Buchse ausgespart, wodurch ein Teil des Schwanenhalses mit in die rechte Ohrmuschel eingesteckt wird.

Schaut man sich einmal das mitgelieferte Mikrofon etwas genauer an, so wird man schnell erkennen, dass dieses nicht mit einem Popp-Schutz ausgestattet wurde. Anstelle dessen befindet sich in der Spitze des Mikrofons jedoch ein kleines, leicht transparentes Kunststoffelement, welches wie auch die leicht transparenten Kunststoffelemente in den Ohrmuscheln von der Rückseite aus beleuchtet wird.

An der unteren Kante befindet sich neben einem Micor-USB-Anschluss, über welchen der integrierte Akku aufgeladen wird, auch eine Status-LED sowie eine weitere 3,5-mm-Klinkebuchse.

An die hier eingearbeitete Klinkebuchse kann das mitgelieferte Adapterkabel angeschlossen werden, über welches die Mikrofonverbindung zum Controller einer kompatiblen Spielekonsole herstellt wird.
An der Rückseite der rechten Ohrmuschel befinden sich zwei Drehregler, über welche man einmal die Lautstärke des Headsets selbst und einmal die Intensität des Mikrofons einstellen kann.

Der Übergang von den Ohrmuscheln zum Kopfbügel ist wie auch der verstellbare Bereich des Headsets aus Kunststoff gefertigt. Aufgrund der integrierten Technik und dem verbauten Akku hat das GHW55R wie alle anderen Wireless-Headsets im direkten Vergleich zu einem normalen Gaming Headset ein etwas höheres Gewicht. Um eine bessere Stabilität zu gewährleisten, hätte uns gerade im Bereich der Größenverstellung ein Metallbügel besser gefallen.

Bei dem Kopfbügel hat booEy auf der Oberseite auf den gleichen Kunststoff gesetzt, wie er schon bei den Ohrmuscheln zum Einsatz gekommen ist. Hierdurch passt sich der Kopfbügel gut an das Design der Ohrmuscheln an.

Auf der Unterseite des Kopfbügels wurde zwar eine entsprechende Polsterung eingearbeitet, jedoch geht booEy hierbei einen anderen Weg als viele andere Hersteller und verbaut hier anstelle von einem durchgehenden Polster drei kleinere Polster, welche mit einem roten Stoffbezug versehen wurden. Farblich sind die Polster somit zwar passend zu den Polstern, welche auf der Innenseite der Ohrmuscheln verbaut wurden, jedoch bringt das kontrastreiche Rot der Kopfbügelpolster in Kombination mit dem eigentlich mattschwarzen Headset, welches mit Chromelementen abgesetzt wurde, aus unserer Sicht etwas Unruhe in das Design.

Aus unserer Sicht hätte sich hier eine schwarze Polsterung besser gemacht, da so die Chromelemente dann als Eyecatcher fungiert hätten.

Zum Aufbau der Funkverbindung zwischen dem Headset und Wiedergabegerät befindet sich im Lieferumfang auch noch ein Transmitter, welcher im 2,4 GHz Band arbeitet.

Dieser verfügt neben einem USB-Anschluss auch noch über einen optischen Eingang. Über den USB-Anschluss wird nicht nur die Stromversorgung des Transmitters hergestellt, sondern auch die Ansteuerung der integrierten USB-Soundkarte wird über den USB-Anschluss sichergestellt. Mittels des optischen Eingangs kann der Anschluss an ein TV-Gerät, eine Spielekonsole oder gar eine Heimkinoanlage erfolgen.

Was die Form- und Farbgebung angeht, sieht der mitgelieferte Transmitter den Ohrmuscheln sehr ähnlich. Um das Gesamtbild abzurunden hat booEy auch den Transmitter mit einem beleuchteten Logo ausgestattet. Ist eine Verbindung zum Headset hergestellt, so leuchtet die integrierte Beleuchtung blau.

Für den Fall, dass die Verbindung unterbrochen wurde oder gar nicht erst aufgebaut wurde, leuchtet die integrierte Beleuchtung in Rot.

Installation:

Zur Nutzung des GHW55R muss das Wiedergabegerät auf jeden Fall über einen USB-Anschluss verfügen. Dies hat den Hintergrund, das der mitgelieferte Transmitter über den USB-Anschluss mit Strom versorgt wird.
Wird das Headset an einem PC oder Notebook genutzt, so muss der Transmitter lediglich mit einem freien USB-Anschluss verbunden werden. Der Anschluss des optischen Kabels ist in diesem Fall nicht notwendig. Die Audioübertragung wird in diesem Fall durch die integrierte USB-Soundkarte sichergestellt. Kommt eine kompatible PlayStation zum Einsatz, erfolgt der Anschluss auf dieselbe Art und Weise. Lediglich bei der Nutzung einer Xbox muss man mittels des mitgelieferten Klinkekabels eine Verbindung eine zusätzliche Verbindung zwischen dem Headset und dem genutzten Controller aufbauen. Diese Verbindung dient der Mikrofonverbindung und wird somit bei einem Single-Player-Spiel nicht benötigt.
Da der mitgelieferte Transmitter auch über einen optischen Toslinkeingang verfügt, kann man das Headset z.B. auch an einem TV-Gerät nutzen. In diesem Fall dient der USB-Anschluss lediglich der Stromversorgung und das Mikrofon kann nicht genutzt werden.

Ton und Klangqualität:

Um zu sehen, welche Klangeigenschaften das GHW55R bietet, haben wir unseren Testkandidaten in verschiedenen Lebenslagen getestet. Neben dem normalen Musikhören am PC haben wir das Headset auch bei dem ein oder anderen Game sowie auch beim betrachten von Filmen getestet.
Aufgrund der integrierten USB-Soundkarte kommt jedoch in diesem Test nicht wie sonst üblich, eine hochwertige Soundkarte zur Audiowiedergabe zum Einsatz.
Setzt man sich das GHW55R das erste mal auf und startet anschließend die Wiedergabe, so wird man von dem gebotenen Klangerlebnis erst einmal sehr überrascht. Dies liegt daran, dass das GHW55R sehr basslastig abgestimmt ist und somit mit einem kräftigen Tieftonbereich aufwartet. Durch dieses Setup werden Gamer in den Genuss von satten Explosionen und Soundeffekten kommen, durch welche man noch tiefer in das Spiel eintauchen kann.
Solange man es mit der Lautstärke nicht übertreibt, sind auch die Höhen recht klar. Der kritische Mitteltonbereich wird leider von einem leichten Grundrauschen gestört. Dieses Grundrauschen war in unserem Test in den unterschiedlichen Entfernungen zum Transmitter sowie auch bei einer Nutzung mit angeschlossenem Ladekabel als auch im Akkubetrieb zu hören.
Die Polster der beiden Ohrmuscheln sorgen für eine recht gute Reduzierung der Umgebungsgeräusche.

Sprachqualität Mikrofon:

Natürlich haben wir bei unserem Test auch das Mikrofon nicht außen vor gelassen und haben das Headset somit in einigen Skype- und Teamspeak-Sitzungen getestet. Das Mikrofon kann durch den etwas starren Schwanenhals nicht direkt vor dem Mund positioniert werden. Dies hat zwar den Vorteil, dass störende Windgeräusche, welche durch ein tiefes Ein- bzw. Ausatmen entstehen können, das Mikrofon nicht so gut erreichen. Um eine gute Sprachqualität zu erlangen, mussten wir jedoch die Intensität des Mikrofons etwas höher schrauben.

Tragekomfort:

Das GHW55R kann im Bereich des Tragekomforts vor allem durch das dreiteilige Polster punkten, welches am Kopfbügel angebracht wurde. Dieses fühlt sich durch die geringere Auflagefläche sehr angenehm an und man kommt an warmen Sommertagen auch nicht so schnell ins Schwitzen. Bei den Polstern der Ohrmuscheln sieht es hierbei durch den Kunstlederbezug etwas anders aus. Dafür sind die verwendeten Polster jedoch ausreichend dick ausgelegt und fühlen sich zudem angenehm an. Trotz der kleinen 40-mm-Treiber fallen die Ohrmuscheln angenehm groß aus, wodurch das Headset nicht auf den Ohren aufliegt. Dennoch macht sich das etwas höhere Gewicht mit einer längeren Tragezeit bemerkbar.

Reichweite / Akkulaufzeit:

Da man gerade beim Gamen an einer Spielekonsole nicht so nah am Bildschirm sitzt, wie man es beim Zocken am PC oder Notebook tut, kommt es bei einem kabellosen Headset natürlich auch auf die Reichweite an. In einem großen Raum konnten wir eine Reichweite von knapp 9 Metern erzielen. Sobald sich jedoch eine Wand zwischen dem Headset und dem Transmitter befindet, sinkt die Reichweite deutlich ab und man bekommt schon ab knapp 6 Meter Tonaussetzer.
Sollte man das Stockwerk wechseln, sodass sich zwischen dem Headset und dem Transmitter eine Stahlbetondecke befindet, so wird die Verbindung vollständig unterbrochen.

In unserem Test konnten wir bei einer normalen Lautstärke eine durchschnittliche Akkulaufzeit von knapp über 11 Stunden erreichen. Senkt man die Lautstärke etwas ab, so kann man die Akkulaufzeit zusätzlich erhöhen. Dreht man die Lautstärke höher, reduziert sich natürlich auch die Akkulaufzeit. Die integrierte Beleuchtung wirkt sich natürlich ebenfalls auf die Akkulaufzeit aus. Auch wenn der Stromverbrauch der verbauten LEDs gering ist, hätten wir uns gewünscht, dass man die verbaute Beleuchtung bei Bedarf deaktivieren kann.

Ist der Akku einmal leer, so benötigt man an einer USB 2.0 Schnittstelle knapp fünf Stunden, um den Akku wieder aufzuladen. Das mitgelieferte USB-Kabel fällt leider so kurz aus, dass man das Headset während des Ladevorgangs nur weiter nutzen kann, wenn man eine etwas unbequeme Haltung vor dem PC oder Notebook einnimmt. An dieser Stelle hätte uns ein langes USB-Kabel sehr gut gefallen, denn gerade auf Lanpartys kann man die, durch den integrierten Akku gebotene, Nutzungsdauer schnell einmal überschreiten.

Fazit:

Mit dem GHW55R hat booEy ein kabelloses Headset in seinem Sortiment, welches sich in unserem Test von zwei Seiten gezeigt hat. Was die gebotenen Klangeigenschaften angeht, kann das Headset mit einem kräftigen Tieftonbereich punkten, wodurch gerade Gamer von Shootern und Actionspielen in den Genuss von satten Bässen kommen werden. Bei einer normalen Lautstärke wird auch der Hochtonbereich sauber wiedergeben. Nutzt man das Headset jedoch einmal zur Musikwiedergabe, so wird einem schnell das Grundrauschen auffallen, welches das GHW55R mit sich bringt. Durch die verwendete Polsterung an den beiden Ohrmuscheln als auch dem Kopfbügel bietet das Headset einen recht guten Tragekomfort, welcher nach einer längeren Tragezeit lediglich durch das Gewicht des Headsets etwas getrübt wird. Was die gebotene Akkulaufzeit sowie die Reichweite angeht, liegt das Headset im guten Mittelfeld und wird somit für die meisten Anwender ausreichend sein. Die Verarbeitung wurde optisch sauber ausgeführt, hätte aus unserer Sicht jedoch gerade im Bereich der Größenverstellung etwas massiver ausfallen können. Wirft man zu guter Letzt einmal einen Blick auf den Verkaufspreis von nicht ganz 45€*, so wird man schnell feststellen, dass es sich hierbei um einen sehr geringen Verkaufspreis handelt, bei dem man hier und da einmal mit einem etwas dünneren Kunststoff rechnen muss. Dauerhafte Störgeräusche sollten jedoch auch in dieser Preisklasse nicht auftreten.

Pro

  • Kräftiger Bass und gute Höhen
  • Design
  • Preis
  • Kompatibilität
  • Angenehme Polsterung

Contra

  • Grundrauschen
  • Gewicht
  • Positionierung des Mikrofons

Tragekomfort

Tonqualität Wiedergabe

Tonqualität Mikrofon

Verarbeitung

Kompatibilität

Preis

Ein besonderer Dank geht an DALLY24 für die Bereitstellung des Testmusters.