BitFenix – Pandora ATX

Mit dem Pandora ATX haben wir heute den großen Bruder des stylichen Pandora Gehäuses von BitFenix im Test, welches nicht nur optisch gut dar stehen will, sondern auch mit einer einer großen Kompatibilität punkten möchte.

Welche Details in dem neuen Pandora ATX stecken und wie sich das Gehäuse in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Maße: 203 x 558 x 510 mm (B x H x T)
  • Gewicht: ca. 9,92 kg
  • Material: Stahl (Body), ABS-Kunststoff
  • Farbe: Schwarz
  • Formfaktor: ATX, Micro-ATX, Mini-ITX
  • Lüfter insgesamt möglich:
    3x 120 mm oder 2x 140 mm (Vorderseite)
    1x 120 mm (Rückseite)
    3x 120 mm oder 2x 140 mm (Deckel)
  • Davon vorinstalliert:
    1x 140 mm (Vorderseite)
    1x 120 mm (Rückseite)
  • Radiator-Mountings (teilweiser Verzicht auf HDD- und/oder Lüfter-Slots):
    1x max. 360 mm (Vorderseite oder Deckel)
  • Filter: Vorderseite, Netzteil (entnehmbar, magnetisch); Deckel (eingebaut)
  • Laufwerksschächte:
    4x 3,5 Zoll (intern)
    4x 2,5 Zoll (intern)
  • Netzteil: 1x Standard ATX & EPS 12V
  • Erweiterungsslots: 7
  • I/O-Panel:
    2x USB 3.0
    2x USB 2.0
    1x je Audio In/Out
    1x je Power- und Reset-Button
  • Maximale Grafikkartenlänge: 440 mm
  • Maximale CPU-Kühler-Höhe: 155 mm
  • Maximale Netzteil-Länge: 220 mm

Lieferumfang:

  • Pandora ATX
  • Montageschrauben
  • Montageanleitung
  • BitFenix Logo
  • Kabelbinder
  • AGB-Halter
  • Pumpen-Halter

Design und Verarbeitung:

Das Pandora ATX wird von BitFenix in einer neutralen Verpackung geliefert, bei welcher nicht nur aus Kostengründen, sondern auch der Umwelt zur Liebe auf eine hochglänzende Aufmachung verzichtet wurde.
Auf der Verpackungsvorderseite ist neben dem BitFenix Logo ein großer Pandora ATX Schriftzug aufgedruckt. Ebenso findet man hier eine Skizze des Gehäuses.

Die technischen Details findet man auf der rechten Verpackungsseite. Mit einem Blick auf die Verpackungsrückseite findet man Skizzen des Pandora ATX vor, welche einem die wichtigsten Features näherbringen.

Innerhalb seiner OVP ist das Pandora durch Styroporpolster geschützt und übersteht somit den Transport zum Käufer ohne eine weitere Umverpackung unbeschadet.

Äußeres Erscheinungsbild

Befreit man das Pandora von seiner Verpackung, so hat man ein Gehäuse vor sich stehen, bei dem einem schnell ein wichtiges Designmerkmal auffällt, welches man in ganz ähnlicher Form schon von dem kleineren Pandora kennt. Hierbei handelt es sich um die beiden Seitenwände des Gehäuses. BitFenix hat die beiden Seitenwände des größeren Pandora ATX jedoch nicht aus Aluminium gefertigt, sondern setzt hier auf ein schwarz lackiertes Stahlblech.

Wo das Design der meisten Gehäuse von ihrer Front und eventuell noch dem Gehäusedeckel geprägt werden, setzt BitFenix bei dem Pandora ATX auf weitere Designmerkmale, welche sich fast über das gesamte Gehäuse erstrecken.

BitFenix hat die beiden Seitenwände so gestaltet, dass sie eine optische Einheit mit der Gehäusefront bilden.

Hierzu wurden die beiden Seitenwände an der Vorderseite des Gehäuses um die Gehäusefront herum gebogen. Sind die beiden Seitenwände montiert, so ist von der eigentlichen Gehäusefront nur der mittlere Bereich zu erkennen. Dieser wurde aus einem Kunststoff gefertigt, welcher in einer schwarzen Klavierlackoptik gehalten ist. Dessen glänzende Oberfläche bildet einen sehr guten Kontrast zu den beiden mattschwarzen Seitenwänden. Die linke Seitenwand ist zudem noch mit einem großen Sichtfenster ausgestattet.

Die um die Gehäusefront herumgebogenen Seitenwände sind mit einem gewissen Abstand zu der Gehäusefront montiert worden. Dies hat den Hintergrund, dass die durch die Seitenwände verdeckten Bereiche der Gehäusefront als Lufteinlässe dienen. Hierzu wurden in die linke und rechte Seite der Gehäusefront zwei Reihen mit großflächigen Luftschlitzen eingearbeitet, welche sich vom Gehäuseboden bis zur Gehäuseoberseite ziehen.

Die gesamte Gehäusefront kann ganz einfach von dem Gehäuse abgezogen werden.

Hinter dieser wurde ein großflächiger Staubfilter verbaut, welcher zur Reinigung und zur Lüftermontage nach unten herausgezogen werden kann.
BitFenix hat hier schon ein 140-mm-Lüfter vormontiert. Neben diesem Lüfter kann hier noch ein weiterer 140-mm-Lüfter montiert werden. Anstelle der 140-mm-Lüfter können hier auch bis zu drei 120-mm-Lüfter montiert werden. Auch die Montage eines Radiators mit einer Größe von bis zu 360mm ist an diese Stelle ebenso möglich.
Schaut man sich einmal die Rückseite der Gehäusefront etwas genauer an, so stellt man im oberen Drittel einen an die Gehäusefront geschraubten Rahmen aus schwarzem Kunststoff fest, hinter welchem bei genauem Hinsehen ein PCB zu erkennen ist.

Zum Anschluss dieses PCBs wurde ein USB-Kabel aus dem Rahmen herausgeführt, welches direkt an das später verbaute Mainboard angeschlossen werden kann.
Auf dem hinter der Gehäusefront verbauten PCB hat BitFenix ein 2,4″ großes Display mit 240 x 320 Pixel untergebracht. Dieses ist im ausgeschalteten Zustand nicht durch die Gehäusefront zu erkennen. Wird der Rechner bzw. das Display jedoch eingeschaltet, so erstrahlt das BitFenix Logo hinter der in Klavierlackoptik gehaltenen Oberfläche der Gehäusefront.

Casemodding freundlich, wie wir BitFenix in den vergangenen Tests schon kennengelernt haben, wird einem eine entsprechende Software zur Verfügung gestellt, mittels welcher man das BitFenix Logo ganz einfach gegen sein eigenes Logo austauschen kann.

Mit einem Blick auf die Oberseite des Gehäuses findet man im geschwungenen, vorderen Bereich das I/O Panel vor. Diese ist neben den obligatorischen Audioanschlüssen auch mit zwei USB 3.0 Anschlüssen ausgestattet worden.

Zudem ist hier auch die Power- und Resettaste zu finden. Der Gehäusedeckel besteht aus einem großflächigen Mesh-Gitter, welches ganz einfach von dem Gehäuse abgenommen werden kann.

Leider weißt das Mesh-Gitte auf der Oberseite stellenweise kleine Kratzer auf, welche sich in regelmäßigen Abständen über die gesamte Fläche zieht.

Das Mesh-Gitter ist auf der Rückseite zudem mit einem Staubfilter versehen worden.

Unterhalb des Mesh-Gitters befindet sich ein Montagerahmen zur Lüftermontage. An dieser Stelle kann man wie auch hinter der Gehäusefront wahlweise bis zu zwei 140-mm-Lüfter oder drei 120-mm-Lüfter montieren. Auch eine Radiatormontage bis 360mm ist an dieser Stelle möglich. Jedoch ist dies in dieser Größe nicht möglich, wenn ein solch großer Radiator schon hinter der Gehäusefront montiert wurde.

Mit einem Blick auf die Gehäuserückseite stellt man schnell fest, dass das gebogene Design der Gehäusefront auch an der Gehäuserückseite zu finden ist. Hier hat BitFenix im oberen Bereich eine geschwungene Blende angebracht, welche von einer zur anderen Seite des Gehäuses führt. Um ein solches Design auch im unteren Bereich zu erzielen, liefert BitFenix noch eine zusätzliche Blende mit, welche man im unteren Bereich des Gehäuses montieren kann.
Im oberen Bereich der Gehäuserückseite wurde neben dem Ausschnitt für das I/O-Panel ein Wabengitter in die Gehäuserückseite eingelassen, hinter welchem BitFenix schon einen 120-mm-Lüfter verbaut hat. Über diesem findet man zudem noch zwei Schlauchdurchführungen, welche mit einer Gummidurchführung versehen wurden.

Im weiteren Verlauf sind sieben Slotblenden zu finden, welche ein gelochtes Design aufweisen. Der Einbauplatz für das ATX-Netzteil befindet sich am Gehäuseboden. Im Vergleich zu vielen anderen aktuellen Gehäusen verfügt dieser jedoch nicht über acht Montagebohrungen, sondern nur über vier, wodurch das Netzteil nur in einer Richtung montiert werden kann.

Die beiden Seitenwände sind mittels Rändelschrauben an dem Gehäusekorpus verschraubt, welche fest mit den Seitenwänden verbunden sind und somit nicht verloren gehen können, wenn man die Seitenwände abnimmt, was vor allen in abgedunkelten Hallen, wie man sie auf Lanpartys vorfindet, sehr nützlich sein kann.

Mit einem Blick auf die Unterseite des Gehäuses findet man im hinteren Bereich einen Staubfilter vor, welcher sich direkt unter dem Einbauplatz des Netzteiles befindet.

Neben der von uns getesteten, schwarzen Window-Version des Gehäuses gibt es das Pandora ATX auch noch in einer kostengünstigeren Variante, welche nicht mit einem Display ausgestattet ist. Hierbei handelt es sich dann um das Pandora ATX Core, welches bis auf das fehlende Display baugleich mit dem normalen Pandora ATX ist.

Blick ins Innere

Auch wenn man schon durch das große Sichtfenster einen ersten Blick in das Gehäuse werfen kann, so wird erst nach dem Öffnen der beiden Seitenwände ein vollständiger Blick ins Gehäuse möglich.

Hat man die linke Seitenwand von dem Gehäuse abgenommen, so werden einem schnell einige Besonderheiten auffallen, welche der Innenraum des Pandora ATX bietet.

BitFenix hat im unteren Bereich des Gehäuses einen rechteckigen Tunnel in das Gehäuse eingelassen, welcher als separate Klimazone für das Netzteil dient. Auf dieser Abdeckung wurde im hinteren Bereich eine Blende verbaut, an welcher wahlweise eine 2,5″ oder 3,5″-Festplatte verbaut werden kann. Die Montage einer 3,5″-Festplatte kann an dieser Stelle entkoppelt, jedoch nicht werkzeuglos geschehen.

Im vorderen Bereich wurde auf der Netzteilabdeckung eine Montageblende verbaut, welche zur Aufnahme von einer Wasserpumpe gedacht ist. Hierzu wurde diese auf ihrer Oberseite mit einer Moosgummischicht bestückt, wodurch die montierte Pumpe entsprechend entkoppelt wird.

Wo man bei fast allen anderen Gehäusen direkt hinter der Gehäusefront die Festplattenkäfige findet, findet man bei dem Pandora ATX nichts, was weit in das Gehäuse hineinragt. Hierdurch wird nicht nur eine sehr hohe Kompatibilität zu langen Erweiterungskarten geschaffen, sondern auch zu einer entsprechenden Wasserkühlung. Um dennoch weiteren Festplatten verbauen zu können, befinden sich im Bereich hinter der Gehäusefront zwei 2,5″-Festplattenrahmen, welche flach am Mainboardschlitten anliegen.

Neben einem großen Ausschnitt zur Kühlermontage wurden in den Mainboardschlitten auch noch weitere Aussparungen zur Kabeldurchführung eingelassen, welche teilweise mit einer Gummidurchführung versehen wurden.

Am Montagerahmen für die oberen Gehäuselüfter hat BitFenix eine Montageschiene eingearbeitet, welche die einfache Montage eines AGBs ermöglicht. Diese kann natürlich auch direkt hinter der Gehäusefront verbaut werden.

Wirft man einmal einen Blick auf die Rückseite des Mainboardschlittens, so findet man auch hier im Bereich hinter der Gehäusefront zwei 2,5″-Festplattenrahmen vor.

Schaut man sich einmal die separate Klimazone des Netzteiles an, so findet man im vorderen Bereich drei 3,5″-Festplattenrahmen, welche wie auch der Festplattenrahmen auf der Oberseite der Netzteilabdeckung aufgebaut sind. Zwei dieser Festplattenrahmen sind auf dem Gehäuseboden verschraubt. Ein weiterer auf der Unterseite der Netzteilabdeckung.

Im Montagebereich des Netzteiles hat BitFenix kleine Moosgummipuffer verarbeitet, durch welche das Netzteil von dem Gehäuseboden entkoppelt wird.

Bis auf die die Kratzer in dem Mesh-Gitter auf der Gehäuseoberseite ist die Verarbeitung des Gehäuses gut ausgeführt. Leider können jedoch nur die Erweiterungskarten und die Festplattenrahmen werkzeuglos montiert werden. Bei den Laufwerken selbst muss man auf einen Schraubenzieher zurückgreifen.

Montage:

Bei der Montage des Mainboards kann man sich bei dem Pandora von BitFenix den ersten Arbeitsschritt sparen, denn BitFenix hat die Abstandshalter, welche zur Mainboardmontage benötigt werden, schon in den Mainboardschlitten eingedreht. Somit kann das Mainboard gleich in dem Gehäuse montiert werden. Der gewünschte CPU-Kühler kann durch die große Aussparung im Mainboardschlitten auch problemlos erst dann montiert werden, wenn das Mainboard schon in dem Gehäuse verbaut ist. Er darf jedoch eine Höhe von 155mm nicht überschreiten. Hierdurch passt jedoch nicht jeder Kühler in das Gehäuse, denn viele Tower- bzw. Twin-Tower-Kühler haben eine Höhe von 160mm und mehr.
Ein Großteil der Festplatten kann hinter dem Mainboardschlitten bzw. in der Klimazone des Netzteiles verbaut und somit gut versteckt werden.

Reichen einem diese Montageplätze aus, kann man die überflüssigen Montagerahmen auf der Vorderseite des Mainboardschlittens entfernen und dem Gehäuse somit einen noch aufgeräumteren Look verpassen. Alle Festplatten müssen mittels herkömmlicher Schrauben befestigt werden. 3,5″-Festplatten können jedoch entkoppelt montiert werden.
Bei den Erweiterungskarten stehen einem bis zu 440mm zur Verfügung, wodurch man hier jede erdenkliche Grafikkarte verbauen kann. Wird eine Wasserpumpe auf dem dafür vorgesehenen Montageträger montiert, so wird die Kompatibilität, was die Länge der Erweiterungskarten angeht, jedoch auf den unteren Steckplätzen etwas reduziert.

Durch die separate Klimazone für das ATX-Netzteil kann dieses im Vergleich zu den meisten anderen Gehäusen nicht nur gut versteckt werden, sondern BitFenix ermöglicht es in Kombination mit dem guten Kabelmanagement auf der Rückseite des Mainboardschlittens auch, die überschüssigen Kabel sehr gut zu verstecken.

Durch das in die linke Seitenwand eingelassene Sichtfenster eignet sich das Pandora ATX auch sehr gut für Casemodder, weswegen wir uns das Gehäuse in Kürze auch in diesem Bereich noch etwas genauer anschauen werden.

Fazit:

Mit dem Pandora ATX hat BitFenix sicherlich viele Gamer und Casemodder erhört und eine größere Variante des Pandora Gehäuses auf den Markt gebracht. Auch wenn sich beide Gehäuse optisch sehr ähnlich sind, hat BitFenix bei dem Pandora ATX leider keine Seitenwände aus Aluminium verwendet, wodurch das Pandora ATX nicht ganz so hochwertig wirkt, wie das Pandora. Bis auf die kleinen Kratzer im Mesh-Giter ist das Gehäuse jedoch sauber verarbeitet. Was die Kompatibilität angeht, kann das Pandora ATX vor allem im Bereich der Wasserkühlung und dem Platzangebot für die Erweiterungskarten punkten. Leider fällt jedoch das Platzangebot für einen mächtigen Tower-Kühler etwas zu gering aus. Bei der Montage muss man zudem etwas öfter zu Schraubenzieher greifen, als es bei anderen Gehäusen der Fall ist. Was das Design und das Casemoddingpotential angeht, kann das BitFenix Pandora auf ganzer Linie punkten. Dies liegt nicht nur an dem abgerundeten Design, in welchem das Gehäuse gehalten ist, sondern auch an dem sehr gut strukturierten Innenraum, welcher zudem sehr aufgeräumt daherkommt. Die Krone setzt BitFenix dem Design durch das integrierte Display auf, welches nicht nur das BitFenix Logo anzeigen kann, sondern auch ein individuelles Logo. Preislich liegt die von uns getestete Version mit integriertem LCD-Display bei knapp 115€* und die Version ohne LCD Display bei knapp 100€*.

Pro

  • Design
  • Integriertes LCD-Display
  • Verschiedene Modellvarianten
  • Kompatibilität im Bereich der Erweiterungskarten und einer Wasserkühlung
  • Aufgeräumtes Innere
  • Kabelmanagement und Netzteilabdeckung

Contra

  • Kleine Verarbeitungsmängel am Mesh-Gitter
  • Kaum werkzeuglose Montage
  • Platzangebot für große Kühler etwas zu gering

Verarbeitung

Kompatibilität

Kühlmöglichkeiten

Ausstattung

Lieferumfang

Modding

Preis

  

Wir danken BitFenix für die Bereitstellung des Testmusters.