ADATA – Ultimate SU800 M.2 256GB SSD

Mit der Ultimate SU800 M.2 256GB SSD haben wir nach der kürzlich von uns getesteten SATA Version nun die entsprechende M.2 Version aus der Ultimate SU800 Modellreihe von ADATA im Test, welche durch die verbaute 3D-NAND Speicher gewisse Vorteile gegenüber einer M.2 SSD mit 2D-NAND Speicher liefern soll.

Welche Details in der Ultimate SU800 M.2 SSD von ADATA stecken und wie sich das M2. Modell aus ADATAs erster SSD-Reihe mit 3D-NAND Speichern in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Kapazität: 128GB / 256GB / 512GB / 1TB
  • Formfaktor: M.2 2280
  • NAND Flash: 3D TLC
  • Controller: SMI
  • Abmessungen: 22 x 80 x 3,5 mm (L x B x H)
  • Gewicht: 8g
  • Leistung (Max.):
    560/520MB/s
  • Schnittstelle: M.2 (SATA 6Gb/s)
  • Betriebstemperatur: 0°C-70°C
  • Lagertemperatur: -40°C-85°C
  • Stoßfestigkeit: 1500G/0,5ms
  • MTBF: 2.000.000 Stunden

Lieferumfang:

  • Ultimate SU800 M.2 SSD (in gewählter Größe)

Design und Verarbeitung:

Die Ultimate SU800 M.2 256GB SSD wird von ADATA in einer kleinen Verpackung geliefert, welche in einem glänzenden Design gehalten ist. Auf der Verpackungsvorderseite ist neben einem Produktbild auch die Modellnummer sowie auch die Kapazität abgedruckt.

Auf der Verpackungsrückseite ist eine recht knapp gehaltene Beschreibung in 22 Sprachen zu finden.

Innerhalb der Verpackung ist die Ultimate SU800 M.2 256GB SSD in einer einteiligen Blisterverpackung untergebracht.

Entnimmt man die Ultimate SU800 M.2 256GB SSD aus seiner Verpackung, so hat man eine 80mm lange und 22mm breite SSD vor sich liegen, welche eine Stärke von gerade mal 3,5mm hat.

Im Vergleich zu einer normalen SATA-SSDs im 2,5″-Format befindet sich das PCB der SSD nicht in einem schützenden Gehäuse.
Betrachtet man das PCB einmal etwas genauer, so findet man einen Silicon Motion SM2258 Controller vor, welcher nicht nur auf dem PCB verlötet, sondern zusätzlich auch noch verklebt wurde.

Neben dem Controller wurde ein 1GB großer DDR3 Cache-Speicher von Nanya verbaut.
Bei den verbauten Speicherchips setzt ADATA auf drei TLC-3D-NAND Speicher von Micron mit 384 Gigabit pro Die. Das PCB der von uns in diesem Test herangezogenen 256GB Variante ist auf der Oberseite mit den drei verbauten TLC-3D-NAND Bausteinen vollständig belegt. Auf der Rückseite ist noch ein weiterer Bereich zu finden, an dem ein entsprechender Speicherbaustein verbaut werden könnte.

In jedem verbauten TLC-3D-NAND stecken zwei 384-Gigabit-Dies, womit jeder Speicherchip eine Kapazität von 96GB bietet. Die SSD verfügt somit über eine Gesamtkapazität von 288GB. Abzüglich des Spare Area stehen einem 256GB zur verfügung.
ADATA hat die SSD mit der LDPC-Fehlerkorrektur ausgestattet, wodurch die Lebensdauer der SSD zusätzlich erhöht werden soll.

Um eine hohe Performance zu erreichen, setzt ADATA nicht nur den verbauten DRAM Cache Buffer ein, sondern kombiniert diesen mit einem intelligenten SLC Caching-Technologie, welche es dem verbauten NAND-Speicher ermöglicht, im SLC-Modus zu arbeiten, wodurch die Lese und Schreibgeschwindigkeit gesteigert werden kann.

Die Ultimate SU800 M.2 SSD unterstützt die DVESLP (Device Sleep) Technologie, welche für eine hohe Energieeffizienz der SSD sorgt. Diese Technologie ist vor allem beim Einsatz in Notebooks und Ultrabooks interessant, da hier die Akkulaufzeit erhöht werden kann.

Bei der Ultimate SU800 M.2 256GB SSD handelt es sich zwar um eine SSD, welche mit der noch recht neuen M.2 Schnittstelle ausgestattet ist, welche mit dem Z170 Chipsatz von Intel großflächig Einzug in den PC-Markt gefunden hat, die Anbindung findet jedoch per SATA und somit mittels des AHCI-Protkolls und nicht mittels des schnellen NVMe-Protokolls statt.

Die Verarbeitung wurde seitens ADATA sauber ausgeführt und gibt uns keinen Anlass zur Kritik.

Testablauf:

Das wichtigste Kaufargument ist bei einer SSD zweifelsohne nicht das Design, sondern die Leistung, welche erbracht werden kann.
Aus diesem Grund schicken wir die SSD nicht nur in verschiedene Benchmarks, sondern werden uns auch ein genaues Bild über die Geschwindigkeit in alltäglichen Bereichen machen.

Um die volle Leistung aus den von uns getesteten SSDs heraus zu holen, werden diese auf unserem Intel Core i7 System getestet.

Dieses besteht aus:

  • Prozessor: i7-6950X
  • Mainboard: Asrock X99 Extreme11
  • Grafikkarte: Zotac GTX 980Ti
  • Arbeitsspeicher: 16GB HyperX Savage (4 x 4GB DDR4 3000MHz)
  • Systemlaufwerk: OCZ – RevoDrive 3 (240GB)
  • Netzteil: Power & Cooling Silencer MK III 1200W
  • Betriebssystem: Windows 10 Pro 64Bit

Das Testlaufwerk ist dabei als sekundäres Laufwerk eingerichtet. Das Betriebssystem befindet sich somit auf dem verbauten RevoDrive 3. Dies gilt jedoch nur für die durchgeführten Benchmarks und nicht für die Softwaretests.

Getestet wurde die Ultimate SU800 256GB M.2 SSD von ADATA mittels dieser Benchmarks:

  • AS SSD Benchmark
  • AS SSD Kopierbenchmark
  • ATTO Disk Benchmark

AS SSD Benchmark

Der AS SSD Benchmark wurde, wie der Name vermuten lässt, speziell für SSDs entwickelt. Durch die Verwendung von inkompressiblen Daten stellt dieser Benchmark für komprimierende Controller praktisch ein Worst-Case-Szenario dar.

Die von ADATA angegeben 560MB/s beim Lesen konnten wir in unserem Test mittels des AS SSD Benchmarks nicht ganz erreichen. Gleiches gilt auch für die angegeben, maximale Schreibgeschwindigkeit von 520MB/s.

AS SSD Kopierbenchmark

Neben diesem Performancetest beinhaltet, der AS SSD Benchmark auch noch einen Kopierbenchmark, mittels welchem ermittelt werden kann, wie schnell Daten innerhalb des Laufwerkes kopiert werden können.
Die verwendeten Muster entsprechen typischen Szenarien: ISO (zwei große Dateien), Programm (viele kleine Dateien), Spiel (große und kleine Dateien gemischt).

In diesem Test konnte die Ultimate SU800 256GB M.2 SSD gute Werte erreichen, mittels welchen sie sich knapp vor der SATA-Version der Ultimate SU800 SSD platzierte.

ATTO Disk Benchmark

Der ATTO Disk Benchmark ermöglicht es einem die SSDs mit einer höheren Abfragetiefe zu beanspruchen. Wir haben die SSD somit mit einer Queue Depth von 10 getestet.


Mit einem Blick auf das Testergebnis ist sehr schön zu erkennen, dass auch die ADATA Ultimate SU800 M.2 256GB SSD was die Leistung angeht, wie alle anderen SSDs auch von einer höheren Abfragetiefe profitieren kann. Wir konnten die seitens ADATA angepriesenen Geschwindigkeiten in unserem Test zwar nicht ganz erreichen, es war jedoch möglich, minimal bessere Geschwindigkeiten als bei der SATA-Version der Ultimate SU800 SSD zu erzielen. Eine solch hohe Abfragetiefe gehört bei einer normalen Beanspruchung in einem Desktop-PC bzw. Notebook jedoch nur selten zur Tagesordnung.

Neben den Messungen mit diesen Benchmark Tools wollen wir jedoch auch nicht die Geschwindigkeitsvorteile im alltäglichen Betrieb aus dem Auge verlieren, denn gerade auf diese kommt es im Endeffekt an, da die durch die Benchmarks aus dem Laufwerk gekitzelten Maximalwerte im Normalfall kaum erreicht werden.

Softwareinstallation

Wie die Überschrift schon verlauten lässt, werden wir in diesem Test anhand der Software PCMark 8, Acrobat Reader und OpenOffice die Zeit stoppen, in welcher die Software auf der SSD installiert werden konnte.

Softwaretest

In diesem Test werden wir die Geschwindigkeit messen, in welcher die SSD es schafft eine WinRAR Datei von einem GB zu entpacken, einen vollständigen Systemscann mit AntiVir absolviert und wie lange ein auf der SSD installiertes Windows 7 benötigt, um zu booten.
Da sich in unserem Testsystem zu den Onboardkomponenten noch ein Hardware Raidcontroller befindet, welche eine Weile braucht, um alle Festplatten zu initialisieren, werden wir die Zeit erst nach dem Verlassen des Bios stoppen.

Fazit:

Mit der Ultimate SU800 M.2 256GB SSD hat ADATA eine weitere SSD in seinem Sortiment, welche auf dem aktuellen 3D-NAND Speicher setzt, welcher im Gegensatz zu dem in den bisherigen Modellreihen verbauten 2D-NAND Speichern einige Vorteile mit sich bringt. Durch diese Umstellung konnte nicht nur die Speicherdichte erhöht werden, sondern zudem auch die Lebenserwartung der SSD um 25% angehoben werden. Neben diesen Faktoren kommt der verbaute 3D-NAND Speicher jedoch auch dem für die meisten Käufer wichtigsten Kaufargument, der Übertragungsgeschwindigkeit zugute. Hier konnte die SSD in Verbindung mit dem verbauten SLC-Cache sehr gute Werte erzielen. Schreibt man jedoch so viele Daten am Stück, dass der verbaute Cache komplette gefüllt wird, so bricht die Schreibleistung wie bei allen SSDs, welche auf diese Technik setzten, durch die langsameren TLC-Speicher drastisch ein. Die Verarbeitung wurde seitens ADATA sehr sauber und hochwertig ausgeführt und gibt uns keinerlei Anlass zur Kritik. Preislich liegt die von uns in diesem Test herangezogene 256GB Variante aktuell bei [url=hknapp]amzn.to/2hwbgVK]knapp über 80€*[/url], womit die SSD knapp 10€* teurer ist, als die entsprechende SATA-Variante aus der Ultimate SU800 Serie von ADATA. Neben der von uns getesteten Version gibt es die SSD zudem auch noch in weiteren Kapazitäten von 128GB bis hin zu 1TB. Die Ultimate SU800 SSD gibt es auch noch in einer SATA-Version, welche wir kürzlich für euch getestet hatten.

Pro

  • Geschwindigkeit (solange freier SLC-Cache verfügbar ist)
  • Kompatibilität
  • Verarbeitung

Contra

  • Geschwindigkeit bei vollem SLC-Cache

Verarbeitung

Kompatibilität

Geschwindigkeit

Lieferumfang

Preis

Ein besonderer Dank geht an ADATA für die Bereitstellung des Testmusters.