Xigmatek MIDGARD II im Test

Mit dem MIDGARD II haben wir heute den Nachfolger des altbekannten MIDGARD Gehäuses von Xigmatek im Test.

In Sachen Design und Funktionsumfang soll das MIDGARD II seinem Vorgänger in nichts nachstehen. Welche Features das Case mit sich bringt und wie es sich in unserem Test schlägt, erfahrt ihr hier.

Technische Details:

  • Maße: 205 x 473 x 488 mm (B x H x T)
  • Material: Stahl, Kunststoff
  • Gewicht: 7,18 kg
  • Farbe: Schwarz
  • Formfaktor: ATX, Micro-ATX, ITX
  • Lüfter:
    1x 120 mm (Front)
    1x 120 mm (Rückseite)
    1x 120 mm (Front, optional)
    2x 140 /120 mm (linkes Seitenteil, optional)
    2x 140 / 120 mm (Deckel, optional)
    1x 120 mm (Boden, optional)
    Lüftersteuerung: 1 Kanal, 3 Lüfter (PCI-Slot)
    Filter: Front, Boden
  • Laufwerksschächte:
    3x 5,25 Zoll (extern, werkzeuglos)
    1x Slim (128 x 12,7 mm, extern)
    6x 3,5 Zoll / 2,5 Zoll (intern, 3,5 Zoll werkzeuglos)
  • Netzteil: 1x Standard ATX (optional)
  • Erweiterungsslots: 7 (werkzeuglos)
  • I/O Panel:
    1x USB 3.0
    2x USB 2.0
    1x je Audio In / Out
    1x Hot Swap Dockingstation für 3,5 Zoll / 2,5 Zoll
  • Maximale Grafikkartenlänge: 330 mm

Lieferumfang:

  • Montageanleitung
  • Schraubenset
  • Kabelbinder
  • Blende für Slim-Laufwerk
  • Lüftersteuerung

Design und Verarbeitung:

Das MIDGARD II wird von Xigmatek in einer neutralen Verpackung geliefert. Dies geschieht nicht nur aus Kostengründen, sondern auch zu Gunsten des Umweltschutzes. Die OVP ist mit den wichtigsten Features und den technischen Details bedruckt. Auf Produktabbildung wird hingegen verzichtet.

Innerhalb der OVP ist das MIDGARD II mittels Styropor geschützt. Somit übersteht es auch ohne weitere Umverpackung einen Transport zum Käufer unbeschadet.

Äußeres Erscheinungsbild:

Ist das Gehäuse einmal von seiner Verpackung befreit, so hat man einen ersten freien Blick auf das sehr schlicht gehaltene MIDGARD II. Dieses schlichte aber dennoch elegante Design wird maßgeblich von der Gehäusefront sowie dem Gehäusedeckel beeinflusst. Diese beiden Elemente sind nicht wie üblich aus Blech oder einem billigen Kunststoff gefertigt, sondern bestehen aus einem Hartgummi ähnlichem Material.
Entsprechend lädt auch die Oberflächenbeschaffenheit zur Berührung des Gehäuses ein. Die Oberfläche der Gehäusefront sowie des Deckels fühlt sich sehr angenehm und fast schon weich an, wenn man mit den Fingern über sie streift. Diese matte und im Gehäusebereich ungewohnte Oberfläche wird von Xigmatek Leather Touch genannt.
Am Rand der Front und des Deckels wurde eine Art Rinne eingelassen. Diese umläuft die jeweiligen Bauteile. Es findet ein nahtloser Übergang zwischen Gehäusefront und Deckel statt.

Die Gehäusefront ist in zwei Bereiche aufgeteilt. Im oberen Bereich befinden sich vier Laufwerksblenden im 5,25″ Format. Auch diese sind mit der Leather Touch Oberfläche ausgestattet. Unterhalb dieser vier Laufwerksblenden befindet sich ein eingelassenes, schwarzes Mesh-Gitter. Im unteren Bereich des Mesh-Gitters wurde das „X“ aus dem Xigmatek Logo eingeprägt, wie wir es in der Zwischenzeit schon bei vielen Xigmatek Gehäusen gesehen haben.

Auf einen Staubfilter hinter der Mesh-Front wurde jedoch verzichtet.
Wie schon angesprochen findet ein nahtloser Übergang von der Gehäusefront zum Gehäusedeckel statt.

Im vorderen Bereich des Gehäusedeckels befindet sich das I/O Panle. Dieses verfügt über alle nötigen Anschlüsse. Dies währen: 1 x USB 3.0, 2 x USB 2.0, Audio In/Out. Ebenso sind hier Rest- und Powertaster untergebracht. Auch die Power- und HDD-LED wurden nicht wie bei vielen Gehäusen üblich in der Front, sondern in das I/O Panle im Gehäusedeckel integriert.
Zusätzlich zu diesem gut ausgestatteten I/O Panle wurde noch eine HDD Dockingstation im Gehäusedeckel integriert. Diese wurde direkt hinter dem I/O Panle untergebracht und kann 2,5″ sowie 3,5″ SATA Festplatten per Hot Swap aufnehmen.
Um eine 2,5″ HDD in dieser Dockingstation zu verwenden muss sie einfach nur von oben in den dafür vorgesehenen Schlitz gesteckt werden.

Bei einer 3,5″ HDD klappt die vorhandene Blende automatisch auf, wenn die HDD eingesteckt wird und verschießt sich nach dem entnehmen der HDD wieder von selbst.

Der hintere Bereich des Gehäusedeckels wird von einem großen Mesh-Gitter geprägt.

Die Gehäusefront sowie der Gehäusedeckel lassen sich jeweils mittels eines Handgriffs vom Gehäuse entfernen. Hierbei ist darauf zu achten, dass man zuerst die Front und dann erst den Deckel vom Gehäuse abnimmt.

In der Gehäusefront findet man hinter dem Mesh-Gitter, welches in die Frontabdeckung eingearbeitet ist zwei Einbauplätze für 120-mm-Lüfter. Der obere der beiden Montageplätze ist dabei schon mit einem 120-mm-Lüfter von Xigmatek bestückt.

Blickt man einmal auf die Einbauschächte für die 5,25″ Laufwerke, so ist zu erkennen, das es von diesen nur drei gibt, obwohl sich in der Gehäusefront vier 5,25″ Blenden befinden. Hinter der obersten Blende befindet sich ein Montagerahmen für ein Slim-Laufwerk, wie man es aus Notebooks kennt.

Eine entsprechende Frontblende, welche über eine passende Aussparung verfügt, liegt dem Lieferumfang bei.
Blickt man einmal auf die „nackte“ Oberseite des Gehäuses, so findet man dort zwei weitere Montageplätze für 120mm bzw. 140-mm-Lüfter. die Lüfter werden dabei von oben an Metallrahmen befestigt.

Somit kommen ihnen keinen Bauteilen des Mainboards in die Quere.
Die Rückseite des MIDGARD II ist sehr aufgeräumt gestaltet. Am Gehäuseboden befindet sich der Einbauplatz für ein ATX-Netzteil. Es ist zu erkennen, dass es verschiedene Montagebohrungen gibt, wodurch das Netzteil in zwei Richtungen montiert werden kann.

Direkt über dem Einbauplatz des Netzteiles befinden sich sieben Slotblenden im Mesh-Design. Rechts neben diesen Slotblenden sind zwei Schlauchdurchführungen für eine eventuell verbaute Wasserkühlung zu finden. Die entsprechenden Bohrungen sind mit Gummidurchführungen versehen, wodurch die Schläuche vor Beschädigungen geschützt werden.
Neben dem I/O Panle befindet sich ein weiterer Montageplatz für 92mm bzw. 120-mm-Lüfter. Auch dieser wurde wie schon einer der beiden Montageplätze in der Gehäusefront mit einem 120-mm-Lüfter von Xigametek bestückt.
In den Gehäusedeckel sind auf der Rückseite zwei halbrunde Öffnungen eingearbeitet, welche ebenfalls zur Durchführung von Schläuchen genutzt werden können.
Mit einem Blick auf die Unterseite des Gehäuses wird klar, das auch hier für entsprechende Frischluft im Gehäuse gesorgt wird. Neben entsprechenden Lüftungslöchern unter dem Einbauplatz des Netzteiles befindet sich am Gehäuseboden noch eine weiterer Einbauplatz für einen 120-mm-Lüfter.

Unter beiden Lufteinlässen befinden sich entsprechende Staubfilter.
Für einen sicheren Stand sorgen vier Kunststofffüße, welche mittels Schaumstoffpads vom Boden entkoppelt werden.
Die rechte Seitenwand unseres Testmusters ist unauffällig gestaltet.

An der linken Seitenwand besteht jedoch die Möglichkeit, zwei 120mm bzw. 140-mm-Lüfter zu verbauen.

Jedoch muss man auch hier trotz des recht groben Mesh-Gitters auf einen Staubfilter verzichten.

Blick ins Innere:

Wie man es in der Zwischenzeit von Xigmatek sogar aus den günstigen Asgard Gehäusen gewohnt ist, wurde auch der bei dem MIDGARD II der Innenraum komplett in schwarz lackiert.

Im Gegensatz zu den bis jetzt getesteten Xigmatek Gehäusen fällt einem jedoch gleich auf, das die Festplattenkäfige nicht wie üblich in Richtung Mainboard sonder in die Richtung des Seitendeckels zeigen. Es sind im vorderen Bereich des Gehäuses zwei HDD-Käfige zu finden, welche jeweils über drei Kunststoffeinschübe verfügen.
Die Kunststoffeinschübe können einfach aus dem HDD-Käfig entnommen werden. 3,5″ Festplatten werden dann einfach in die Einschübe eingeklemmt und sind mittels vier weißer Gummischeiben von diesen entkoppelt.

Sollen 2,5″ Festplatten in diesen Einschüben verbaut werden, so müssen sie von unten an den Kunststoffeinschüben verschraubt werden.
Jeder der beiden HDD-Käfige verfügt über drei dieser Einschübe. Um sehr lange Erweiterungskarten verbauen zu können, kann der obere der beiden HDD-Käfige werkzeuglos aus dem Gehäuse entnommen werden.

Somit können Erweiterungskarten mit einer Länge von bis zu 41cm anstelle von maximalen 30cm verbaut werden.

Über den beiden HDD-Käfigen befinden sich die 5,25″ Laufwerkschächte. Wie schon angesprochen sind hier nur drei dieser Schächte zu finden. Alle drei verfügen über die von Xigmatek bekannten Schnellverschlüsse.
Oberhalb dieser drei 5,25″ Schächte befindet sich der schon angesprochene Einbauplatz für ein optisches Slim-Laufwerk aus dem Notebookbereich.
Die Slotblenden sind im MIDGARD II mittels Rändelschrauben befestigt, welche auch bei den Erweiterungskarten für eine werkzeuglose Montage sorgen. Der Einbauplatz für das ATX-Netzteil ist einem Moosgummi ausgestattet.

Am Gehäuseboden wird das Netzteil durch vier Gummipuffer entkoppelt.
Im Mainboardschlitten befindet sich eine Aussparungen zum Wechseln des CPU Kühlern. Auch an Aussparungen für ein Kabelmanagement wurde gedacht. Diese sind jedoch leider nicht mit Gummidurchführungen versehen, wodurch man hier etwas vorsichtig agieren sollte.

Montage:

Durch die verbauten Rändelschrauben lassen sich die beiden Seitenwände einfach und werkzeuglos öffnen. Die Blenden der 5,25″ Schächte können von innen ganz einfach herausgedrückt werden und die Montage entsprechender Laufwerke ist mittels der Schnellverschlüsse kinderleicht.
Zur Montage eines optischen Slim-Laufwerks, wie es in Notebooks zum Einsatz kommt, sollte man jedoch einen passenden, recht kleinen Kreuzschraubendreher zur Hand haben.
Die 3,5″ Laufwerkseinschübe können ganz einfach herausgezogen werden. 3,5″ Festplatten werden dann wie schon angesprochen einfach in diese eingeklemmt. 2,5″ Laufwerke müssen jedoch von der Unterseite der Rahmen an diese geschraubt werden. Anschließend können die Einschübe einfach wieder in die HDD-Käfige hineingeschoben werden.
Externe 3,5″ Laufwerke können bei dem MIDGARD II jedoch leider nicht verbaut werden. Möchte man ein solches Laufwerk montieren, so müsste man auf entsprechende Adapter zur Montage und auf eine 5,25″ auf 3,5″ Blende aus dem Zubehör zurückgreifen. Dies würde jedoch sehr starken Einfluss auf das Leather Touch Design haben, da Xigmatek keine passenden Blenden anbietet.
Die Abstandshalter zur Mainboardmontage lassen sich einfach und ohne Abplatzen des Lackes in den Mainboardschlitten eindrehen.
Durch die verwendeten Rändelschrauben an den Slotblenden können Erweiterungskarten mit demselben Anpressdruck befestigt werden, wie es auch bei regulären Schrauben der Fall wäre, jedoch wird kein Werkzeug zur Montage der Erweiterungskarten benötigt.
Durch die verschiedenen Montagebohrungen für das Netzteil lässt sich dieses in zwei verschiedenen Richtungen montieren. Man kann das Netzteil entweder so montieren, das es frische Luft durch die Luftlöcher im Gehäuseboden ansaugen kann, oder das es warme Abluft der Erweiterungskarten abführt.

Wir haben uns bei diesem Testaufbau für letztere Montagemöglichkeit entschieden.
Die Länge der Erweiterungskarten hängt davon ab, ob beide HDD-Käfige im Gehäuse verbaut sind oder nicht.. Die maximale Länge beträgt jedoch 41cm.
Durch die Option bis zu acht Lüfter verbauen zu können kann das MIDGARD II auch hochwertige Hardware sehr gut kühlen. Zur Steuerung von bis zu drei Lüftern liegt dem Lieferumfang eine zusätzliche Lüftersteuerung in Form einer Slotblende bei.
Je nach verwendetem Netzteil kann am Boden des MIDGARD II jedoch kein weiterer 120-mm-Lüfter montiert werden.

Fazit:

Xigmatek hat bei dem MIDGARD II ganze Arbeit geleistet. In Sachen Design kann es durch seine Leather Touch Oberfläche voll und ganz Überzeugen. Das Gehäuse sieht nicht nur schick aus, sondern es fühlt sich auch gut an. Die Ausstattung des MIDGARD II braucht sich auch nicht gerade zu verstecken. Mit dem üppig ausgestattetem I/O Panle, der HDD Dockingstation sowie zwei vormontierten Lüftern ist das Gehäuse für diese Preisklasse sehr gut ausgestattet. Einzig und allein die Möglichkeit ein externes 3,5″ Laufwerk montieren zu können haben wir vermisst. Das gesamte Gehäuse ist innen, sowie auch außen sehr gut verarbeitet. Mit seinen 7,18Kg ist das Gewicht noch in einem angemessenen Rahmen. Für Casemodder gibt es das MIDGARD II auch schon gleich mit einem Seitenfenster in der linken Seitenwand. Jedoch entfällt dann die Option, Lüfter an dieser zu montieren.

Pro

  • Gute Verarbeitung sowie leichte und überwiegend werkzeuglose Montage
  • Belüftungsmöglichkeiten
  • USB 2.0 und 3.0 Frontanschlüsse
  • HDD-Dockingstation
  • Slim-Laufwerk kann verbaut werden
  • Komplett schwarz lackiert (auch im Innenraum)
  • Zwei vorinstallierte Lüfter

Contra

  • Keine externe Monatege von 3,5″ Laufwerken
  • Kein Speaker im Lieferumfang

Verarbeitung

Kompatibilität

Kühlmöglichkeiten

Ausstattung

Lieferumfang

Modding

Preis

 

Wir danken xigmatek.com sehr für die Bereitstellung des Testmusters.

Das Xigmatek MIDGARD II gibt es u.a. bei unserem Partner  für 69,90€* zu kaufen.