Xigmatek Asgard Pro im Test

Mit dem Asgard Pro hat Xigmatek einen presigünstigen Midi-Tower im Programm, welcher die Lücke zwischen dem Asgard I und II sowie dem Midgard I und II schließen soll.

Ob dem schlicht gehaltenen Asgard Pro dieser Spagat gelingt und mit welchen Besonderheiten das Case aufwarten kann, erfahrt ihr in diesem Review

Technische Details:

  • Maße: 201 x 448 x 482 mm (B x H x T)
  • Material: Stahl, Kunststoff
  • Gewicht: 5,42 kg
  • Farbe: Schwarz
  • Formfaktor: ATX, Micro-ATX, ITX
  • Lüfter insgesamt möglich:
    1x 140/120 mm (Front)
    1x 120 mm (Heck)
    2x 140/120 mm (linkes Seitenteil)
    2x 140/120 mm (Deckel)
    1x 120 mm (Boden)
  • Davon vorinstalliert:
    1x 120 mm (Front)
    1x 120 mm (Heck)
  • Filter: Front, Netzteil
  • Laufwerksschächte:
    3x 5,25 Zoll (extern, werkzeuglos)
    1x 3,5 Zoll (extern, werkzeuglos)
    7x 3,5 Zoll (intern, werkzeuglos)
    1x 2,5 Zoll (intern)
  • Netzteil: 1x Standard ATX (optional)
  • Erweiterungsslots: 7
  • I/O Panel:
    1x USB 3.0 (interner Anschluss)
    2x USB 2.0
    1x je Audio In/Out
  • Maximale Grafikkartenlänge: 315 mm (ohne Laufwerk auf gleicher Höhe)
  • Abstand Mainboardtray zur Seitenwand: 182 mm

Lieferumfang:

  • Asgard Pro
  • Schraubenset
  • Kabelbinder

Design und Verarbeitung:

Das Asgard Pro wird in einer schlichten Verpackung geliefert, welche lediglich in Blau bedruckt ist. Auf eine Hochglanzbedruckung wird aus Kostengründen sowie zur Schonung der Umwelt verzichtet.

Auf der Vorder- sowie Rückseite ist eine Abbildung des Gehäuses mit einer kurzen Beschreibung zu finden. Auf den beiden Seiten sind die Spezifikationen sowie die genaue Ausführung abgedruckt.
Innerhalb der OVP wird das Case mittels Styropor geschützt. Somit übersteht es auch ohne weitere Umverpackung einen Transport zum Käufer unbeschadet.


Äußeres Erscheinungsbild:

Hat man das Gehäuse aus seiner Verpackung befreit, hat man einen ersten freien Blick auf das doch recht schlicht gehaltene Xigmatek Gehäuse. Dieses schlichte aber dennoch elegante Design wird maßgeblich von der Gehäusefront beeinflusst. Die Gehäusefront besteht aus schwarzem Kunststoff, welcher im Look einer geschliffenen Aluminiumoberfläche gefertigt wurde.

Die Front ist in zwei Bereiche untergliedert. Im oberen Drittel befinden sich die 5,25″ Laufwerkseinschübe. An dieser Stelle wurden drei Blenden aus schwarzem Mesh-Gitter eingesetzt. Durch einen dünnen Kunststoffsteg sind diese Laufwerksblenden von den unteren zwei drittel der Front getrennt. In diesem Bereich wurde ein großes, schwarzes Mesh-Gitter mit abgerundeten Ecken eingearbeitet. Im oberen Bereich dieses Gitters befindet sich der externe 3,5″ Laufwerksschacht.

Dieser wurde wie wir es schon bei den 5,25″ Schächten gesehen haben mit einer Mesh-Blende versehen. Im unteren Bereich des großen Mesh-Gitters wurde das Xigmatek Logo in das Gitter gepresst.

Hinter diesem doch recht großen Mesh-Gitter befindet sich ein Einbauplatz für einen 120 oder gar 140-mm-Lüfter.
Zieht man die Frontblende einmal vom Gehäuse ab, so hat man einen freien Blick auf die verbauten Staubfilter in der Kunststofffront

und den schon integrierten 120-mm-Lüfter.

Dieser ist im unteren Bereich des Gehäuses befestigt und kühlt somit die dahinter verbauten Festplatten.
Nachdem man die Gehäusefront vom Case abgezogen hat, bleibt an der Gehäuseoberseite Kunststoffstreifen stehen.
In diesen wurde neben Power- und Resetschlater auch die HDD- und Power-LED integriert. Auch die Frontanschlüsse befinden sich in dieser Kunststoffstrebe.

Zu den Frontanschlüssen gehören zwei USB 2.0, ein USB 3.0 sowie ein Audio In/Out.
Der Bereich um die Frontanschlüsse wurde ebenfalls wie die Front mit einem Look versehen, der einer gebürsteten Aluminiumoberfläche gleichkommt.
Alle Frontanschlüsse verfügen über Pfostestecker, mittels diesen können sie direkt mit dem Mainboard verbunden werden.

Die restlichen Gehäuseteile sind im Gegensatz zu der Front alle aus schwarzem Metall gefertigt und passen sich dem schlichten Design an.
Im Gehäusedeckel wurden zwei Montageplätze für 120mm oder 140-mm-Lüfter eingearbeitet.

Die rechte Seitenwand ist unauffällig gestaltet, wie man sie von fast jedem Gehäuse kennt. In die linke Seitenwand wurden hingegen zwei weitere Montageplätze für Lüfter integriert. Auch an diesen können wahlweise zwei 120mm oder 140-mm-Lüfter montiert werden.

Blickt man auf die Rückseite des Gehäuses, so erkennt man das auch dort bereits ein 120-mm-Lüfter integriert wurde.

Dieser befindet sich im oberen Bereich des Gehäuses direkt neben dem I/O-Shield.

Direkt oberhalb dieses Lüfters befinden sich zwei Durchführungen für Schläuche einer eventuellen Wasserkühlung.
Zur Montage von Erweiterungskarten stehen einem sieben Slots zur Verfügung. Die Slotblenden müssen jedoch auf altmodische Art und Weise aus dem Gehäuse herausgebrochen werden.
Unterhalb der sieben Slotblenden befindet sich der Einbauplatz für ein ATX Netzteil. Dieser Einbauplatz verfügt über mehrere Montagebohrungen, wodurch das Netzteil in zwei Richtungen montiert werden kann. Somit kann das Netzteil warme Abluft von den Erweiterungskarten nach außen befördern, oder Frischluft durch den Gehäuseboden ansaugen.
Aus diesem Grund ist das Gehäuse an der Unterseite mit zusätzlichen Lüftungslöchern ausgestattet. Dieser befinden sich direkt unterhalb des Netzteiles und ist mit einem herausnehmbaren Staubfilter ausgestattet.

Vor dem Einbauplatz des Netzteiles befindet sich ein zusätzlicher Montageplatz für einen 120-mm-Lüfter.

Einen festen Stand erhält das Asgard Pro durch vier Kunststofffüße, welche an den Gehäuseboden geklippst sind.

Blick ins Innere:

Nach dem Öffnen des Seitendeckels mittels der zwei Rändelschrauben wird man schnell feststellen, das Xigmatek dem Asgard Pro auch im Inneren eine schwarze Lackierung spendiert hat, was alle Nutzer freut, die auch im Inneren wert auf die Optik legen.

Wie die drei externen 5,25″ Schächte vermuten lassen, sind im vorderen Bereich an oberster Stelle die drei Einbauplätze für die 5,25″ Laufwerke zu finden. 5,25″ Laufwerke können mittels eines Schnellverschlusses werkzeuglos befestigt werden.

Die entsprechende Schnellspannvorrichtung weißt wieder das „X“ aus dem Xigmatek Logo auf.
In dem Bodenblech des Unteren 5,25″ Schacht befinden sich Montagebohrungen zur Befestigung eines 2,5″ Laufwerkes. An dieser Stelle kann somit z.B. eine SSD von der Unterseite des Bleches verschraubt werden.
Auch bei der Verwendung eines solchen Laufwerkes ist die Verwendung des entsprechenden 5,25″ Schachts noch ungehindert möglich.
Direkt unterhalb der 5,25″ Einbauschächte befinden sich der Laufwerkskäfig für 3,5″ Laufwerke. Der obere Slot dient zur Montage eines externen oder internen Laufwerkes. Die sieben Plätze darunter sind nur für interne Laufwerke geeignet. Auch die 3,5″ Laufwerke lassen sich auf gleiche Art und Weise wie die 5,25″ Laufwerke werkzeuglos montieren.
An dem „X“ des Schnellverschlusses kann der Verschluss geöffnet und geschossen werden.
Hinter den Laufwerksschächten befindet sich der Mainboardschlitten. Dieser verfügt über Aussparungen um u.a. Kabel durchzuführen oder den CPU-Kühler tauschen zu können, ohne das Mainboard ausbauen zu müssen.
Unterhalb des Mainboardschlittens befindet sich der Einbauplatz für ein ATX-Netzteil. Um das Netzteil zu entkoppeln, befinden sich am Gehäuseboden vier kleine Gummipuffer.

Montage:

Durch die verbauten Rändelschrauben lassen sich die beiden Seitenwände einfach und werkzeuglos öffnen. Die Blenden der 5,25″ Schächte lassen sich von innen ganz einfach herausdrücken und die Montage entsprechender Laufwerke ist mittels der Schnellverschlüsse kinderleicht.
Drei 3,5″ Laufwerke können wie auch schon die 5,25″ Laufwerke mittels Schnellverschlüssen werkzeuglos montiert werden. In dem obersten Slot kann durch Herausnehmen des Mesh-Gitters in der Front auch ein externes 3,5″ Laufwerk verbaut werden. Soll ein 2,5″ Laufwerk verbaut werden, so muss dies wie schon angesprochen von der Unterseite des unteren 5,25″ Laufwerkkäfig geschehen. Das Laufwerk wird hierbei auf die Bodenplatte des unteren 5,25″ Laufwerkkäfigs geschraubt.
Die Abstandshalter zur Mainboard Montage lassen sich einfach und ohne Abplatzen des Lackes in den Mainboardschlitten eindrehen. Wie schon angesprochen müssen die Slotblenden aus dem Gehäuse herausgebrochen werden.

Dies sollte man nach Möglichkeit vor der Montage des Mainbords vornehmen, um einen Hardwareschaden zu vermeiden. Wird einmal ein falscher oder ein Slot zuviel aufgebrochen, hat man noch Glück, da sich eine Slotblende im Lieferumfang befindet. Bei einem zweiten offenen Slot muss man sich nach passenden Blenden umschauen.
Durch die verschiedenen Montagebohrungen für das Netzteil lässt sich dieses in zwei verschiedenen Richtungen montieren. Man kann das Netzteil entweder so montieren, das es frische Luft durch die Luftlöcher im Gehäuseboden ansaugen kann, oder das es warme Abluft der Erweiterungskarten abführt.
Wir haben uns bei diesem Testaufbau für letztere Montagemöglichkeit entschieden.
Bei dem von uns verwendeten Netzteil ist es jedoch nicht möglich, vor dem Netzteil noch einen Lüfter zu montieren.
Die Länge der Erweiterungskarten hängt davon ab, ob direkt hinter ihnen ein Laufwerk verbaut wird. Die maximale Länge beträgt jedoch 315mm.
Die vormontierten Lüfter sind mittels Schrauben befestigt, durch die doch geringe Wandstärke ist es jedoch kein Problem, entsprechende Entkoppler zu verwenden. Dies gilt auch für alle anderen Lüfter, die verbaut werden können.

Fazit:

Mit dem Asgard Pro bietet Xigmatek einen kompakten Midi-Tower mit großem Platzangebot an. Das Gehäuse kann äußerlich durch ein elegantes und schlichtes Design glänzen. Die verwendeten Materialien wurden sehr gut miteinander kombiniert und verarbeitet. Durch die beiden vormontierten Lüfter ist schon ein gewisser Luftstrom vorhanden, welcher zur Kühlung üblicher Hardware für Desktop PC’s ausreicht. Soll etwas potentere Hardware verbaut werden, so stehen einem fünf weitere Einbauplätze für Lüfter zur Verfügung. Auch die Tatsache das 140-mm-Lüfter unterstützt werden spricht eher für ein Gaming Gehäuse als für einen Desktop PC. Leider müssen die Slotblenden noch auf altmodische Art und Weise aus dem Gehäuse herausgebrochen werden. Die restlichen Montageschritte lassen sich jedoch durch die werkzeuglose Montage schnell und einfach bewerkstelligen. Mit nur knapp 5,4kg ist dieses Case recht leicht und somit auch ein perfekter Begleiter für die nächste Lanparty. Für Casemodder gibt es das Case zudem mit einem großen Seitenfenster. In dieser Version entfallen jedoch zwei Montageplätze für Lüfter.

Pro

  • Gute Verarbeitung sowie leichte und überwiegend werkzeuglose Montage
  • Belüftungsmöglichkeiten
  • USB 2.0 und 3.0 Frontanschlüsse
  • Komplett schwarz lackiert (auch im Innenraum)
  • Zwei vorinstallierte Lüfter

Contra

  • Slotblenden zum rausbrechen
  • Kein Speaker im Lieferumfang
  • Keine Slotblenden im Lieferumfang

Verarbeitung

Kompatibilität

Kühlmöglichkeiten

Ausstattung

Lieferumfang

Modding

Preis

Wir danken xigmatek.com sehr für die Bereitstellung des Testmusters.

Das Xigmatek Asgard Pro Gehäuse gibt es u.a. bei unserem Partner  für 39,90€* zu kaufen.