XFX – R9 390X DD Black Edition 8GB

Mit der R9 390X DD Black Edition 8GB haben wir heute eine leistungsstarke Grafikkarte aus der AMD Radeon R9 Serie von XFX im Test, welcher nicht nur mit einer potenten Leistung, sondern auch mit einem leisen Betrieb überzeugen will.

Welche Leistung in der R9 390X DD Black Edition 8GB von XFX steckt und wie sich die Grafikkarte in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Maße: 295 × 42 × 143 mm (B × H × T)
  • Bauhöhe: 2,5-Slot
  • GPU: AMD Radeon R9 390X ( „Grenada XT“ )
  • Fertigung: 28 nm
  • GPU-Takt: 1.090 MHz (max. Boost)
  • Shader-Einheiten: 2.816
  • Speicher-Größe: 8.192 MB
  • Speicher-Takt: 1.500 (6.000) MHz
  • Typ: GDDR5
  • Speicheranbindung: 512 Bit
  • Steckplatz: PCIe x16 (PCIe / PCIe 2.x / PCIe 3.0)
  • Anschlüsse:
    1× DisplayPort 1.2a
    1× HDMI
    2× DVI-D (Dual-Link)
  • Typischer Stromverbrauch unter Last: 275 Watt
  • Stromversorgung: 1× 8-Pin PCIe, 1× 6-Pin PCIe
  • Empfohlene Netzteil-Leistung: min. 750 Watt
  • Features: DirectX 12, OpenGL 4.5, OpenCL 2.1, Mantle, Eyefinity 2.0, CrossFireX, HD3D, TrueAudio, FreeSync

Lieferumfang:

  • XFX R9-390X-8DB6
  • 2x-6-Pin auf 8-Pin-PCIe-Adapter
  • 2x-Molex auf 6-Pin-PCIe-Adapter
  • Quick Installation Guide
  • Installationshinweise
  • Treiber-CD

Design und Verarbeitung:

Die R9 390X DD Black Edition 8GB wird von XFX in einer Verpackung geliefert, welche in einem typischen XFX-Design gehalten wurde und somit mit einem Rauten-Design versehen ist.

Auf der Verpackungsrückseite wurde neben einer Auflistung des Lieferumfangs auch eine Auflistung der technischen Details abgedruckt.

Entnimmt man die Grafikkarte aus ihrer Verpackung, so hat man eine knapp 30cm lange Grafikkarte vor sich liegen, bei welcher man auf den ersten Blick erkennt, dass XFX zumindest bei dem verbauten Kühler nicht auf einen Lüfter im Referenzdesign setzt.

XFX hat der Grafikkarte eine Kunststoffabdeckung verpasst, welche aus schwarzem Kunststoff gefertigt ist und bei welcher das Design der Verpackung dreidimensional aufgegriffen wurde. Diese Kunststoffabdeckung verdeckt den darunter befindlichen Kühler vollständig und ragt nach oben hin etwas über das eigentliche PCB heraus.

Um frische Luft auf diesen Kühler blasen zu können, kommen zwei 90-mm-Lüfter zum Einsatz. Auf diese beiden Lüfter deutet schon das „DD“ aus der Modellbezeichnung hin, welche für das XFX Double Dissipation Cooling steht.

Wie ein Teil der Rauten auf der Lüfterabdeckung sind auch die Lüfterblätter der beiden 90-mm-Lüfter mit einer schwarz glänzenden Klavierlackoberfläche versehen worden, durch welche sie trotz der gleichen Farbe aus der Kühlerabdeckung herausstechen. Mittig auf die beiden Lüfter wurde das XFX Logo aufgeklebt.

Um die beiden Lüfter herum verfügt die Kunststoffabdeckung des Grafikkartenkühlers über einen erhöhten Rand, welcher ebenfalls mit einer Klavierlackoberfläche versehen wurde.

Bei dem unter der Abdeckung verbauten Kühler setzt XFX auf die „XFX Ghost Thermal 3.0 Technology“, bei welcher ein mächtiger Heatpipekühler in Kombination mit einer auf der PCB-Rückseite verbauten Aluminiumbackplane eingesetzt wird.

Betrachtet man die Grafikkarte einmal von ihrer Oberseite aus, so erkennt man das seitlich in die Kühlerabdeckung eingeprägte XFX Logo.

Bei genauerem hinschauen ist nicht nur der 6-PIN und 8-PIN-Stromanschluss zu erkennen, sondern auch ein hoher Passivkühler auf den Spannungswandlern

und eine schwarz eloxierte Aluminiumplatte, welcher oberhalb der Speicherbausteine verbaut wurde und sich somit bis auf die Unterseite des PCBs zieht.

Diele beiden Kühler sollen zur besseren Kühlung der jeweiligen Komponenten beitragen.

Schaut man sich den Bereich der beiden Stromanschlüsse einmal etwas genauer an, so wird man feststellen, dass sich der verbaute Heatpipekühler bis über die beiden Stromanschlüsse erstreckt.

Wo dies bei der Montage der Grafikkarte noch keinen Nachteil mit sich bringt, muss man zur Demontage entweder sehr schlanke Finger haben, oder auf einen Schraubenzieher oder Ähnliches zurückgreifen, um die Haltenasen der jeweiligen Stromanschlüsse zu lösen.

Wie man es von anderen Modellen am Markt kennt, verzichtet natürlich auch XFX auf einen Anschluss für eine Crossfire-Bridge. Ein Crossfire-Aufbau ist durch die DMA-Engine dennoch möglich, denn die Kommunikation läuft nun direkt über den schnelleren PCI-Express-Bus, wodurch auch höhere Auflösungen als 2560 x 1600 Pixel im Crossfire-Betrieb unterstützt werden.

Die Dual-Slot-Blende hält die üblichen Anschlüsse bereit. Hier stehen zwei DVI-Ausgänge, ein HDMI-1.4a-Port und ein DisplayPort-1.2a-Anschluss zur Verfügung.

Mit einem Blick auf die Rückseite der Grafikkarte findet man die schon kurz angesprochene Backplane vor. Diese ist aus schwarz eloxiertem Aluminium gefertigt und wurde mit einem XFX Logo bedruckt, welches in einem kontrastreichen weiß gehalten ist. In den hinteren beiden Dritteln verfügt sie über kleine Aussparungen, welche eine bessere Belüftung zulassen.

Unterhalb des Kühlers setzt XFX auf ein PCB im Referenzdesign.

Die „Grenada“-GPU der R9 390X DD Black Edition 8GB basiert auf dem „Hawaii“-Chip und verfügt weiterhin über 2.816 Shadereinheiten. Auch das Speicherinterface wurde mit 512 Bit beibehalten. Die Taktraten wurden hingegen auf 1.500 MHz angehoben und der Speicher auf 8 GB verdoppelt. Was den GPU-Takt angeht, hat XFX im Vergleich zu Referenzkarten bei der R9 390X DD Black Edition 8GB hingegen etwas an der Taktschraube gedreht und lässt die verbaute GPU mit einem Boost-Clock von 1.090 MHz laufen.

Unser Testmuster ist durchgehen sauber verarbeitet und gibt uns in dieser Hinsicht keinen Grund zur Beanstandung.

Testsystem:

Als Mainboard kommt in unserem Test ein Asrock Extreme 11 zum Einsatz, auf welchem wir bis zu vier Grafikkarten im SLI oder Crossfire Betrieb testen können.

  • Mainboard: Asrock Extreme 11
  • CPU: Intel Core i7 3930K @ 4,8GHz (100 * 48)
  • Speicher: 16GB Mushkin Redline Coperhead 1600 MHz CL 6-8-6-24 @ 2134 MHz CL 7-8-7-24
  • Netzteil: SS-860XP2 – Seasonic Platinum 860W
  • Systemlaufwerk: OCZ RevoDrive 3 240GB

Alle Komponenten werden mit Wasser gekühlt, um eine höchstmögliche Leistung zu erreichen.
Um Limitierungen durch den Prozessor weitestgehend zu vermeiden, wurde dieser auf 4,80 GHz übertaktet.

Als Vergleichskarten werden alle Grafikkarten herangezogen, welche unseren Testparcours schon auf dieser Plattform durchlaufen haben.

Temperaturen, Stromverbrauch und Lautstärke:

Die Temperaturen wurden einmal im Idle Mode und während eines Furmark run bei 100% GPU Load ausgelesen.

Wirft man einmal eine Blick auf die erreichten Temperaturen, so ist zu erkennen, dass der von XFX verbaute Kühler im Idle eine sehr gute Leistung erreicht. Unter Volllast liegt die Temperatur bei 75°C, womit hier noch etwas Luft nach oben ist und einer Übertaktung aus dieser Sicht nichts im Wege stehen sollte.

Mit einem Blick auf den Stromverbrauch ist schön zu erkennen, dass sich die R9 390X DD Black Edition 8GB unter Volllast die höchste Leistung aus unserem Testfeld genehmigt. Im Idle reiht sich die Grafikkarte in die stromsparenden Reihen ein.

Verwendete Benchmarks:

Futuremark 3DMark

  • Fire Strike

Battlefield 4

  • 1.920 x 1.080 1xAA 1xAF

Metro: Last Light

  • 1.920 x 1.080 kein AA 1xAF

Crysis 3

  • 1.920 x 1.080 4xMSAA 16xAF

Grid 2

  • 1.920 x 1.080 4xMSAA 16xAF

Benchmark Ergebnisse:

Futuremark 3DMark

Metro: Last Light

Battlefield 4

Crysis 3

Grid 2

Wer unsere Grafikkartentests kennt, wird schon wissen, dass wir uns auch mit den Taktraten einer schon werksseitig übertakteten Grafikkarte nicht zufriedengeben, weswegen wir auch bei der XFX – R9 390X DD Black Edition 8GB versucht haben, das bestmögliche an Leistung aus der Grafikkarte zu holen. Hierzu wurde im ersten Schritt die Lüfterdrehzahl auf die maximale Einstellung hochgeschraubt. Zudem wurden die PowerTune-Einstellungen auf ein Plus von 50% gesetzt. Aus der R9 390X DD Black Edition 8GB konnten wir einen Speichertakt von 1.600 MHz und einen Boost-Takt von 1.200 MHz herauskitzeln.

Fazit:

Mit der Radeon R9 390X hat AMD die R9 290 etwas abgestaubt und durch einen höheren Speichertakt und einem etwas höheren GPU-Tackt etwas aufgemöbelt. XFX hat mit der R9 390X DD Black Edition 8GB eine etwas übertaktete Version dieser Karte im Sortiment, welche sich nicht nur im Bereich der gebotenen Leistung von dem Referenzdesign abhebt, sondern auch bei dem verbauten Kühler, welcher nicht nur in Sachen Kühlleistung gute Arbeit leistet, sondern zudem auch mit einer angenehmen Geräuschkulisse ans Werk geht. Was die Leistung der R9 390X DD Black Edition 8GB von XFX angeht, platziert sie sich durchweg hinter einer Nvidia GTX 980 und somit in etwa auf dem Level einer GTX 970, wobei die R9 390X DD Black Edition 8GB durch den 8GB großen Grafikspeicher punkten kann. Dank des guten Kühlers und den hochwertigen Komponenten, welche XFX auf der R9 390X DD Black Edition 8GB verbaut hat, war in unserem Test auch eine angemessene Übertaktung von knapp 14% möglich. Im Vergleich zu entsprechenden Modellen aus dem Hause Nvidia liegt jedoch der Stromverbrauch unter Volllast auf einem deutlich höheren Level. Preislich liegt die XFX – R9 390X DD Black Edition 8GB aktuell bei knapp 310€*.

Pro

  • Verarbeitung
  • OC-Potential
  • Gute Kühlung
  • Geringe Leistungsaufnahme im Idle

Contra

  • Stromverbrauch unter Volllast
  • Zugänglichkeit der Stromanschlüsse

Leistung

OC Potential

Verarbeitung

Ausstattung

Lautstärke

Lieferumfang

Preis

Ein besonderer Dank geht an XFX für die Bereitstellung des Testmusters.