Thermaltake – View 37

Mit dem View 37 haben wir heute einen Midi-Tower von Thermaltake im Test, welcher nicht nur mit einer guten Verarbeitung punkten möchte, sondern auch mit einem Aufbau, welcher einen tiefen Einblick in das Gehäuseinnere sowie auf die verbaute Hardware zulässt.

Welche Details sich in dem View 37 von Thermaltake verbergen und wie sich der Midi-Tower in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Maße: 261 x 538 x 525 mm (B x H x T)
  • Gewicht: ca. 12,7 kg
  • Material: Stahl (SPCC), Kunststoff, Hartglas
  • Farbe: Schwarz
  • Formfaktor: E-ATX, ATX, Micro-ATX, Mini-ITX
  • Lüfter insgesamt möglich:
    2x 200 mm, 3x 140/120 mm (Vorderseite)
    3x 140/120 mm (rechte Seite)
    1x 120/140 mm (Rückseite)
    1x 120/140 mm (Boden)
  • Davon vorinstalliert:
    1x 140 mm Riing Plus Blaue LED (Vorderseite)
    1x 140 mm Riing Plus Blaue LED (Rückseite)
  • Radiator-Mountings (bei Verzicht auf Lüfter-Slots):
    1x max. 360 mm (Front)
    1x max. 420 mm (rechte Seite)
    1x max. 120 mm (Rückseite)
  • Filter: rechtes Seitenteil, Netzteil (entnehmbar)
  • Laufwerksschächte:
    3x 2,5/3,5 Zoll (intern; HDD-Käfig, werkzeugfreie Montage)
    8x 2,5-Zoll- oder 4x 3,5-Zoll-Laufwerke (intern, hinter dem MB-Tray)
  • Netzteil: 1x Standard ATX (optional)
  • Erweiterungsslots: 8 + 2
  • I/O-Panel:
    2x USB 3.0
    2x USB 2.0
    1x jeweils Audio In/Out
  • Maximale Grafikkartenlänge: 410 mm (ohne Front-Lüfter)
  • Maximale Netzteillänge: 220 mm
  • Maximale CPU-Kühler-Höhe: 180 mm

Lieferumfang:

  • Montagematerial
  • 4x Kabelbinder
  • 1x Speaker

Design und Verarbeitung:

Das View 37 wird von Thermaltake in einer neutralen Verpackung geliefert, welche auf der Vorderseite mit einer Skizze des Gehäuses sowie der Modellbezeichnung bedruckt wurde.

Auf der Verpackungsrückseite wurden die einzelnen Komponenten des View 37 abgedruckt.

Innerhalb der Verpackung wird das Gehäuse durch zwei mächtige Schaumstoffpolster geschützt und übersteht den Transport zum Kunden auch ohne eine weitere Umverpackung.

Äußeres Erscheinungsbild

Entnimmt man das View 37 aus seiner Verpackung, so hat man ein Gehäuse vor sich stehen, das seitens Thermaltake mit einer Kunststofffront ausgestattet wurde, deren Kanten sauber abgerundet sind.

In diese Kunststofffront wurde eine leicht getönte Echtglasseitenscheibe eingefasst, welche sich fast über die gesamte Gehäusefront erstreckt.

Um schon werksseitig für etwas frische Luft im Gehäuseinneren zu sorgen, wurde hinter der verbauten Glasscheibe ein blau beleuchteter 140-mm-Riing-Lüfter verbaut.

Das I/O-Panel wurde an der oberen Kante der Gehäusefront verbaut und stellt neben den obligatorischen Audioanschlüssen auch noch zwei USB 2.0 sowie zwei USB 3.0 Anschlüsse bereit.

Mit einem Blick auf die Gehäuseoberseite ist im vorderen Bereich das Thermaltake Logo zu erkennen, welches auf die obere Kante der Frontblende aufgedruckt wurde.

Im Gegensatz zu den meisten anderen aktuellen Gehäusen hat Thermaltake das View 37 auf der Gehäuseoberseite jedoch nicht mit einem Luftauslass ausgestattet, sondern wie es die Modellbezeichnung schon vermuten lässt, mit einem großen Sichtfenster, welches übergangslos in die linke Seitenwand übergeht.

Die verbaute Plexiglasscheibe ist bis auf den getönten Randbereich glasklar und lässt somit einen besonders guten Blick auf das Gehäuseinnere zu.

Wo das Gehäuse auf der linken Seite tiefe Einblicke ermöglicht, wurde auf der rechten Gehäuseseite mit einer Seitenwand aus schwarzem Stahlblech verbaut, welche im vorderen Bereich mit einem Lufteinlass versehen ist.

Um das Gehäuseinnere vor eindringenden Staub zu schützen, hat Thermaltake die rechte Seitenwand mit einem magnetischen Staubfilter ausgestattet.
Mit einem Blick auf die Gehäuserückseite wird einem als erstes ein schwarzes Kunststoffelement auffallen, welches auf die abgerundete Kante der verbauten Plexiglasscheibe geschraubt wurde.

Bei dem hier verbauten Kunststoffelement handelt es sich um einen Transportschutz, der somit vor der ersten Montage entfernt werden muss.
Diese Transportsicherung ist notwendig, da die verbaute Plexiglasscheibe nur an der oberen und unteren Kante mit einer Rändelschraube befestigt ist und somit bei jeder Bewegung auf der abgerundeten Kante scheuern würde.

Im oberen Bereich der Gehäuserückseite wurde neben dem Ausschnitt für das I/O-Panel ein Luftauslass eingearbeitet, hinter welchem ein weiterer 140-mm-Riing-Lüfter verbaut wurde.

Im weiteren Verlauf sind neben acht waagerecht angeordneten Slotblenden auch zwei senkrecht angeordnete Slotblenden zu erkennen, durch welche man eine Erweiterungskarte auch so verbauen kann, dass sich deren Kühler perfekt durch die Seitenwand betrachten lässt.
Der Einbauplatz für ein ATX-Netzteil befindet sich am Gehäuseboden und wurde mit acht Montagebohrungen ausgestattet, durch welche man das gewünschte Netzteil in zwei verschiedenen Richtungen montieren kann.

Mit einem Blick auf die Gehäuseunterseite findet man nicht nur einen großflächigen Staubfilter vor, sondern auch zwei Standfüßen, welche sich über die gesamte Gehäusetiefe erstrecken und mit zusätzlichen Gummifüßen ausgestattet wurden.

Blick ins Innere

Auch wenn man durch das riesige Sichtfenster, welches sich von der linken Gehäuseseite bis auf die Gehäuseoberseite erstreckt, schon sehr viele Details des Innenraumes erkennen kann, so kann man die letzten Features erst dann erkennen, wenn man beide Seitenwände vom Gehäuse abnimmt.
Nimmt man die beiden Seitenwände das erste mal ab, so muss man neben den vier Rändelschrauben auch noch die Transportsicherung lösen, welche mittels normaler Schrauben befestigt ist.

Hat man die Seitenwände von dem Gehäusekorpus abgenommen, so wird einem als erstes ein Montagewinkel auffallen, welche auf der Höhe der Slotblenden senkrecht an die Gehäuserückseite geschraubt wurde.

Hierbei handelt es sich um eine Montageblende, an der man eine Riser-Card montieren kann, durch die dann die senkrechte Montage einer beliebigen Erweiterungskarte ermöglicht wird. Eine entsprechende Riser-Card befindet sich jedoch leider nicht im Lieferumfang des Gehäuses.

Hinter der Gehäusefront wurde am Gehäuseboden einen Festplattenkäfig mit drei eingeschobenen Festplattenrahmen verbaut.

Jeder dieser Festplattenrahmen kann hierbei entweder eine 2,5″- oder 3,5″-Festplatte aufnehmen.

Im hinteren Bereich wurde der Gehäuseboden mit vier Moosgummipolstern ausgestattet, durch welche das eingesetzte Netzteil vom Gehäuseboden entkoppelt wird.

Der Mainboardschlitten ist schon mit den zur Mainboardmontage notwendigen Abstandshaltern bestückt worden und verfügt neben einer großen Aussparung zur Kühlermontage auch über sieben gummierte Kabeldurchführungen.

Direkt hinter der Gehäusefront wurden zudem Luftdurchlässe in den verlängerten Mainboardschlitten eingearbeitet. Dank dieser Luftdurchlässe ist es möglich, einen Radiator am Mainboardschlitten zu montieren und frische Luft durch die rechte Seitenwand anzusaugen.
Betrachtet man den Mainboardschlitten einmal von der Rückseite aus, so findet man vier weitere HDD-Montagerahmen vor.

An jedem Montagerahmen kann man wahlweise eine 3,5“- oder zwei 2,5“-Festplatten montieren.

Die Verarbeitung des View 37 Riing wurde seitens Thermaltake sauber und hochwertig ausgeführt. Leider befindet sich jedoch keine flexible Riser-Card im Lieferumfang, wodurch sich nicht alle Features des Gehäuses ohne Zukauf weiterer Komponenten nutzen lassen.

Montage:

Den ersten Arbeitsschritt kann man sich bei der Hardwaremontage sparen, denn Thermaltake hat die zur Mainboardmontage benötigten Abstandshalter schon in den Mainboardschlitten eingedreht, wodurch man das gewünschte Mainboard gleich in dem Gehäuse montieren kann. Der gewünschte CPU-Kühler kann durch die im Mainboardschlitten eingelassene Aussparung auch im Anschluss montiert werden. Bei der Auswahl des CPU-Kühlers sind einem fast keine Grenzen gesetzt, denn das View 37 Riing unterstützt CPU-Kühler mit einer Höhe von bis zu 180 mm. Für den Fall, dass man lieber auf eine Wasserkühlung setzt, so ist dies in dem Gehäuse ebenfalls kein Problem, denn neben einem einem 360-mm-Radiators, welcher hinter der Gehäusefront verbaut werden kann, kann im vorderen Bereich des Mainboardschlittens ein 360-mm oder gar 420-mm-Radiator und an der Gehäuserückseite noch ein 120-mm-Radiator verbaut werden.
Für die Erweiterungskarten stehen einem bei einem Verzicht auf die Front Lüfter 410 mm zur Verfügung. Verbaut man hinter der Gehäusefront entsprechende Lüfter, so dürfen die eingesetzten Erweiterungskarten maximal 385 mm lang sein. Dank der verbauten Rändelschrauben können die Erweiterungskarten zudem werkzeuglos verbaut werden.
In dem View 37 Riing können maximal 11 Festplatten verbaut werden. Hierbei bieten einem die vier Montagerahmen auf der Rückseite des Mainboardschlittens die Möglichkeit, bis zu acht 2,5“- oder vier 3,5“-Festplatten aufzunehmen. In den Festplattenrahmen auf der Vorderseite des Mainboardschlittens können wahlweise drei 2,5“- oder 3,5“-Festplatten verbaut werden.
Das gewünschte Netzteil kann durch die acht Montagebohrungen in zwei Richtungen montiert werden und wird zudem durch die am Gehäuseboden verbauten Moosgummipuffer vom Gehäuseboden entkoppelt.

Durch die verbaute Plexiglasscheibe in Kombination mit den werksseitig montierten LED-Lüftern eignet sich das View 37 Riing als gute Grundlage für den Aufbau eines Casemods. Neben der von uns in diesem Test herangezogenen Variante mit zwei verbauten, blau leuchtetenden Riing Lüftern, gibt es das View 37 auch noch mit entsprechenden RGB-Lüftern, welche für ein noch auffälligeres Erscheinungsbild sorgen.

Fazit:

Mit dem View 37 Riing hat Thermaltake ein Gehäuse in seinem Sortiment, das vor allem durch die riesige Plexiglasscheibe auf sich aufmerksam macht, durch welche man seine hochwertige Hardware perfekt präsentieren kann. Passend zu diesem Aufbau wurde das Gehäuse nicht nur mit zwei vorinstallierten, blau beleuchteten Riing Lüftern ausgestattet, sondern es bietet einem durch einen integrierten Montagebügel und entsprechenden Erweiterungsslots auch die Möglichkeit, eine Dual-Slot-Grafikkarte senkrecht zu verbauen, wodurch man deren Kühler perfekt zur Show stellen kann. Leider befindet sich die hierzu notwendige Riser-Card jedoch nicht im Lieferumfang des Gehäuses. Bei einem Blick auf die Möglichkeiten, welche einem im Bereich der Kühlung geboten werden, kommt jedoch wieder große Freude auf, denn neben einem mächtigen 180-mm-Kühler passt in das View 37 auch eine sehr potente Wasserkühlung. Die Verarbeitung des Gehäuses wurde sauber ausgeführt und durch das großzügige Platzangebot geht die Montage der einzelnen Komponenten auch ohne die Möglichkeit einer werkzeuglosen Montage recht einfach von der Hand. Preislich liegt die von uns in diesem Test herangezogene Version des View 37 aktuell bei knapp 100€*. Die RGB-Version, bei der anstelle der zwei blau beleuchteten Riing Lüfter drei Riing RGB Plus Lüfter verbaut sind, ist etwa 50€* teurer.

Wir danken Thermaltake sehr für die Bereitstellung des Testmusters.

Thermaltake - View 37

8.9

Verarbeitung

9.0/10

Kompatibilität

10.0/10

Kühlmöglichkeiten

9.0/10

Ausstattung

8.0/10

Lieferumfang

8.0/10

Modding

10.0/10

Preis

8.0/10

Pro

  • Gute Verarbeitung
  • Extravagantes Design
  • Kühlmöglichkeiten
  • Platzangebot

Contra

  • Keine entkoppelte und werkzeuglose Montage
  • Keine Riser-Card im Lieferumfang