Thermaltake – Suppressor F51 – Window

Mit dem Suppressor F51 Window Edition haben wir heute einen mächtigen Midi-Tower von Thermaltake im Test, welcher als direktes Konkurrenzprodukt zu dem aktuellen Define R5 entworfen wurde, welchem er nicht nur sehr ähnlich sieht, sondern nach Aussagen von Thermaltake auch noch übertrumpfen soll.

Welche Details in dem Suppressor F51 stecken und wie sich das Gehäuse in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Maße: 525 x 230 x 577 mm (B x H x T)
  • Material: SPCC
  • Farbe: Schwarz
  • Formfaktor: Micro-ATX, Mini-ITX, ATX, E-ATX
  • Lüfter:
    3 x 120mm (Front)
    2 x 140mm (Front)
    1x 120 mm / 140mm (linke Seite)
    3 x 120mm (Top)
    3 x 140mm (Top)
    2 x 200mm (Top)
    2 x 120mm (Bottom)
    1 x 120mm (Rückseite)
    1 x 140mm (Rückseite)
  • Davon vorinstalliert:
    1 x 200mm (Front)
    1 x 140mm (Rückseite)
  • Laufwerksschächte:
    2x 5,25 Zoll (extern)
    6x 3,5 / 2,5 Zoll (intern)
  • Netzteil: 1x Standard ATX (nicht im Lieferumfang)
  • Erweiterungsslots: 8
  • I/O-Panel:
    2x USB 3.0
    2x USB 2.0
    1x je Audio In/Out
  • Maximale Grafikkartenlänge: 465 mm (ohne HDD Einschub)
  • Herstellergarantie: 2 Jahre

Lieferumfang:

  • Suppressor F51 Window Edition
  • Schraubenset
  • Kabelbinder
  • Speaker
  • Lüfterblende
  • Montageanleitung

Design und Verarbeitung:

Das Suppressor F51 wird von Thermaltake in einer Verpackung geliefert, welche nicht nur aus Kostengründen, sondern auch der Umwelt zu liebe in einem neutralen Design gehalten und somit nicht mit einem Hochglanzdruck bedruckt ist. Auf der Verpackungsvorderseite ist neben der Modellbezeichnung und dem Hinweis auf die Wasserkühlungstauglichkeit des Gehäuses auch noch eine Skizze abgedruckt worden.

Auf der Verpackungsrückseite wurde eine Explosionszeichnung abgedruckt, welche alle Komponenten des Gehäuses zeigt. Die technischen Details sowie ein Hinweis auf die enthalte Version des Gehäuses sind auf der linken Verpackungsseite zu finden.

Innerhalb der OVP ist das Suppressor F51 mittels Styropor geschützt. Somit übersteht es auch ohne weitere Umverpackung einen Transport zum Käufer unbeschadet. Das in der von uns getesteten Window Version verbaute Sichtfenster wurde zudem auf beiden Seiten mit einer Schutzfolie beklebt.

Äußeres Erscheinungsbild

Entnimmt man das Suppressor F51 aus seiner Verpackung, so hat man ein sehr schlichtes Gehäuse vor sich stehen, bei dem man auf den ersten Blick meinen könnte, dass es sich um das aktuelle Define R5 von Fractal Design handelt.

Auf den zweiten und etwas genaueren Blick wird man jedoch feststellen, dass das Design, vor allem im Bereich der Gehäusefront, fast vollständig an das des Define R5 angelehnt ist, dass es aber dennoch einige Unterschiede zwischen den beiden Modellen gibt.
Die Gehäusefront ist mit einer durchgehenden Frontklappe versehen, welche aus schwarzem Kunststoff gefertigt ist, welcher in einem Design daher kommt, wie man es von gebürstetem Aluminium kennt.

Die Frontklappe kann zur rechten Seite hin aufgeklappt werden. Ein Tausch des Seitenanschlages ist leider nicht möglich. Dafür verfügt die Fronttür jedoch an ihrer Unterseite über eine Gummilasche, mittels welcher sie zusätzlich an dem Gehäuse befestigt werden kann, damit sie bei einem Transport zur nächste Lanparty nicht ungewollt aufgeht. Im Alltag wird die Tür durch drei Magnete geschlossen gehalten. Öffnet man diese, so findet man auf der Rückseite der Fronttür eine dicke Dämmmatte vor, welche für einen leisen Betrieb sorgen soll.

Die eigentliche Gehäusefront ist im unteren Bereich mit einem großen Lufteinlass ausgestattet. Dieser wurde mit einem Staubfilter verschlossen, welcher ganz einfach aus dem Gehäuse herausgenommen werden kann.
Oberhalb des Staubfilters wurden zwei 5,25″-Laufwerksschächte integriert. Die beiden 5,25″-Laufwerksschächte sind mit Kunststoffblenden verschlossen, welche über einen Entriegelungsmechanismus verfügen, wodurch die Blenden ganz einfach geöffnet und wieder verbaut werden können.

Nimmt man den in der Gehäusefront verbauten Staubfilter von dem Suppressor F51 ab, so blickt man gleich auf einen zweiten Staubfilter, welcher mit einem Abstand von knapp 2 cm hinter dem vorderen verbaut wurde.

Auch dieser Staubfilter kann im Handumdrehen aus dem Gehäuse herausgenommen werden, was eine leichte Reinigung ermöglicht.

Der zweite Staubfilter wurde in der Gehäusefront verbaut, da der eigentliche Lufteinlass durch seitlich in die Gehäusefront eingelassene Schlitze realisiert wird.

Thermaltake hat hinter der Gehäusefront einen komplett schwarzen 200-mm-Lüfter vormontiert, welcher mit einer Geschwindigkeit von maximal 800 U/min dreht. Anstelle dieses Lüfters kann man je nach belieben auch drei 120mm oder zwei 140-mm-Lüfter verbauen.

Auch die Montage eines Radiators ist an dieser Stelle möglich. Hier kann man maximal einen 360mm oder 420-mm-Radiator verbauen. Kommt ein 420-mm-Radiator zum Einsatz, so kann auch ein dritter 140-mm-Lüfter montiert werden. Dieser muss dann jedoch am Radiator befestigt werden, da er in den Bereich der modular ausgebauten 5,25″-Laufwerksschächte hineinragt und es somit an einem Montagepunkt in der Gehäusefront fehlt. Hierzu befindet eine spezielle Blende im Lieferumfang, welche in einen der beiden 5,25″-Schächte geschraubt werden kann und dann als Montagepunkt fungiert.
Um eine Radiatormontage zu vereinfachen, kann die komplette Gehäusefront einfach von dem Suppressor F51 abgezogen werden. Das in die Oberseite der Gehäusefront eingearbeitete I/O-Panel bleibt dabei am Gehäuse, wodurch die Frontblende auch problemlos neben das Gehäuse gelegt werden kann und keine mit der Blende verbundenen Kabel bei der Montage stören.

Thermaltake hat das I/O-Paneld es Suppressor F51 sehr gut ausgestattet. Neben den obligatorischen Audio- und USB 2.0 Anschlüssen befindet sich hier auch eine 4-Kanal-Lüftersteuerung, sowie zwei USB 3.0 Anschlüsse, welche im Gegensatz zu den Anschlüssen in dem Fractal Design Gehäuse nicht in schwarz, sondern wie es bei USB 3.0 Anschlüssen üblich ist, in blau ausgeführt sind.

Der Gehäusedeckel wurde ebenfalls in einem recht schlichten Design gehalten. Thermaltake hat diesen auf seiner Oberseite mit einem Staubfilter ausgestattet, welcher fast die gesamte Fläche des Gehäusedeckels in Anspruch nimmt.

Der Staubfilter verfügt auf seiner Unterseite über ein umlaufendes Magnetband, mittels welcher der Filter auf dem Gehäuse gehalten wird.

Durch dieses Konstruktionsweise kann der Staubfilter ganz einfach und schnell von dem Gehäuse abgenommen werden, jedoch verrutscht er auch einmal schnell, wenn man sich das Gehäuse z. B. unter den Arm klemmt, um es zur nächsten Lanparty zu tragen. Unterhalb des Staubfilters befindet sich ein mächtiger Luftauslass.

Auf der Innenseite des Gehäuses können an dem Luftauslass wahlweise zwei 200-mm-Lüfter oder drei 120-mm-Lüfte bzw. drei 140-mm-Lüfter verbaut werden. Auch hier kann natürlich eine Radiatormontage vorgenommen werden. Wie wir es schon von der Gehäusefront kennen, passt auch unter den Gehäusedeckel wahlweise ein 360-mm-Radiator bzw. ein 420-mm-Radiator.

Werksseitig wurden hier drei Dämmmatten verschraubt, welche einzeln je nach der Auswahl der Lüfter aus dem Gehäuse herausgeschraubt werden können.

Wirft man einmal einen Blick auf die Rückseite des Suppressor F51, so findet man gleich unterhalb des Gehäusedeckels drei Schlauchdurchführungen zur Montage einer externen Wasserkühlung vor, welche alle mit einer Gummidurchführung versehen wurden.
Gleich unter diesen Schlauchdurchführungen ist ein Wabengitter zu erkennen, hinter welchem seitens Thermaltake schon ein 140-mm-Lüfter vormontiert wurde, welcher mit 1000 U/min dreht.

Im weiteren Verlauf sind acht Slotblenden zu sehen. Der Montageplatz für das ATX-Netzteil wurde am Gehäuseboden untergebracht.
Als kleine Besonderheit hat Thermaltake noch eine Öffnung für ein Kensington-Schloss in die Gehäuserückseite eingearbeitet.

Schaut man sich einmal die Gehäuseunterseite an, so findet man auch hier Staubfilter vor. Thermaltake geht hier einen etwas anderen Weg als viele anderen Hersteller und verbaut nicht einen großen Staubfilter, welcher sich über die gesamte Länge des Gehäuses erstreckt, sondern zwei kleinere Staubfilter, welche zur Vorder- und Rückseite hin herausgezogen werden können.

Einen sicheren Stand erhält das Suppressor F51 durch vier Kunststofffüße, welche auf ihrer Unterseite mit Gummipuffern versehen sind. Diese schützt nicht nur den Untergrund vor ungewollten Kratzer, sondern entkoppelt das Gehäuse von Untergrund.

Die rechte Gehäuseseite wurde in einem schlichten und unauffälligen Design gehalten.

Die verbaute Seitenwand ist auf ihrer Innenseite mit einer dicken Dämmmatte versehen, wie wir es schon von der Frontklappe kennen.

In der von uns getesteten Window Version des Suppressor F51 hat Thermaltake auf der linken Seite ein Sichtfenster in das Gehäuse integriert. Diese Konstruktionsweise ermöglicht an dieser Stelle zwar keine so gute Geräuschdämmung, ermöglicht jedoch einen freien Blick auf das Gehäuseinnere, was jeden Casemodder erfreuen wird.

Für die wahren Silentliebhaber, welche keinen freien Blick auf ihr Gehäuseinneres benötigen, gibt es das Suppressor F51 auch in einer Version ohne Sichtfenster.

Blick ins Innere

Nimmt man die beiden Seitenwände von dem Suppressor F51 ab, so hat man einen freien Blick auf das Gehäuseinnere. Thermaltake hat die Anordnung der einzelnen Komponenten im Innenraum nicht neu revolutioniert, sondern legt viel mehr Wert auf einen sehr modularen Aufbau.
Im vorderen Bereich des Gehäuses sind direkt hinter der Gehäusefront zwei modulare HDD-Käfige zu finden, welche jeweils drei 2,5″ oder 3,5″-Festplatten aufnehmen können.

3,5″-Festplatten können dabei werkzeuglos und entkoppelt in den Festplattenrahmen verbaut werden. 2,5″-Festplatten müssen hingegen in diese eingeschraubt werden.

Die beiden Festplattenkäfige können ganz einfach durch das Lösen von Rändelschrauben aus dem Gehäuse entfernt werden. Werden diese entfernt, kann nicht nur ein Radiator hinter der Gehäusefront verbaut werden, sondern es wird auch die maximale Einbautiefe für die Erweiterungskarten von 310 mm auf 465 mm gesteigert.

Die beiden modular aufgebauten 5,25″-Käfige können ebenfalls ganz einfach aus dem Gehäuse entnommen werden. Diese sind von der Gehäusefront aus mit dem Gehäusekorpus verschraubt. In diesen kann man zudem nicht nur 5,25″-Laufwerke verbauen, sondern anstelle eines 5,25″-Laufwerkes in jedem Käfig auch eine 3,5″ bzw. zwei 2,5″-Festplatten unterbringen.

Der Montagebereich für das ATX-Netzteil wurde wie schon kurz erwähnt am Gehäuseboden angesiedelt und ist mit acht Montagebohrungen ausgestattet, welche es erlauben, das Netzteil so zu montieren, dass es entweder frische Luft durch den Gehäuseboden oder warme Abluft aus dem Gehäuseinneren ansaugt. Thermaltake hat den Einbauplatz des ATX-Netzteils an der Rückseite und auch am Gehäuseboden mit einer Entkopplung aus Moosgummi versehen. Der Montageträger, auf dem das Netzteil aufliegt, kann zudem nach hinten oder vorne verschoben werden, wodurch er bestens an die Netzteillänge und die Position des im Netzteil befindlichen Lüfters angepasst werden kann.

Thermaltake hat in den Mainboardschlitten nicht nur eine große Aussparung eingearbeitet, welche eine Kühlermontage im montierten Zustand des Mainboards ermöglicht, sondern auch noch fünf Kabeldurchführungen, welche alle mit einem Gummischutz versehen sind.
Wirft man einmal einen Blick auf die Rückseite des Mainboardschlittens, so kann man hier mehrere Aufnahmepunkte für Kabelbinder erkennen, welche eine sauberes Kabelmanagement ermöglichen. Hierzu trägt auch der ausreichende Platz hinter dem Mainboardschlitten bei, welcher im Bereich der Laufwerkskäfige sogar 28 mm misst. Hier sollte jedoch beachtet werden, dass man die hier verlegten Kabel erkennen kann, wenn man die beiden Laufwerkskäfige aus dem Gehäuse entnimmt.

Hinter dem Bereich der HDD-Käfige sind zudem noch zwei Montagepunkte für zwei 2,5″ bzw. 3,5″-HDDs zu finden. Diese können jedoch nur genutzt werden, wenn der jeweilige HDD-Käfig vor dem jeweiligen Montagepunkt ausgebaut wurde.

Die Festplatten werden hier mit den Festplattenrahmen verbaut, welche sich in den beiden HDD-Käfigen befinden.
Am Mainboardschlitten selbst befinden sich keine Montagemöglichkeiten für weitere 2,5″-Laufwerke. Werden somit alle Laufwerkskäfige aus dem Gehäuse ausgebaut, können lediglich zwei Festplatten im Bereich hinter den Festplattenkäfigen verbaut werden. Dies ist die selbe Festplattenanzahl, wie wir sie auch schon von dem Define R5 kennen. Der Vorteil liegt hier jedoch auf der Seite des Suppressor F51, da man hier nicht nur 2,5″-Festplatten, sondern auch 3,5″-Festplatten verbauen kann.

Thermaltake hat das Suppressor F51 sehr gut verarbeitet und hat auf alle wichtigen Details geachtet. Das einzige was uns im Bereich der Verarbeitungsqualität etwas negativ aufgefallen ist, ist die Montageart des oberen Staubfilters. Dieser kann zwar schnell und einfach zur Reinigung abgenommen werden, verrutscht jedoch auch gerne mal, wenn das Gehäuse transportiert wird und man dabei z.B. mit dem Arm oder der Hand gegen den Staubfilter kommt.

Montage und Test:

Schon gleich zur Mainboardmontage kann man sich den ersten Arbeitsschritt sparen. Hierbei handelt es sich um das Eindrehen der Abstandshalter, da diese schon seitens Thermaltake in den Mainboardschlitten eingedreht wurden. Somit kann man gleich das Mainboard in dem Suppressor F51 montieren. Bei der Wahl des CPU Kühler sind einem fast keine Grenzen gesetzt. Dieser darf eine Höhe von bis zu 185 mm haben. Durch die üppige Aussparung im Mainboardschlitten kann der Kühler auch dann verbaut werden, wenn man das Mainboard schon in dem Gehäuse untergebracht hat.
Anschließend kann man sich mit der Montage der Laufwerke befassen. Thermaltake hat das Suppressor F51 mit zwei 5,25″-Schächten ausgestattet, welche man auch zur Montage von jeweils einer 3,5″ oder zwei 2,5″-Festplatten verwenden kann. 5,25″-Laufwerke können hier werkzeuglos montiert werden. Sollen an dieser Stelle Festplatten montiert werden, so müssen diese auf herkömmliche Art und Weise verschraubt werden. In den beiden modularen Festplattenrahmen kann man wahlweise jeweils drei 3,5″ oder 2,5″-Festplatten verbauen. 3,5″-Festplatten können hierbei entkoppelt und werkzeuglos montiert werden.

Die Montage der Erweiterungskarten kann aufgrund der Rändelschrauben werkzeuglos erfolgen. Verbleiben beide HDD-Käfige im Gehäuse, so dürfen die Erweiterungskarten eine maximale Länge von 310 mm nicht überschreiten. Wird einer oder beide HDD-Käfige entfernt, so können an den frei gewordenen Stellen Erweiterungskarten mit einer Länge von maximal 465 mm verbaut werden.
Das Netzteil kann durch die acht Montagebohrungen in zwei Richtungen verbaut werden. Wir haben uns in diesem Test dazu entschlossen, das Netzteil so zu verbauen, dass es sich frische Luft durch den Gehäuseboden ansaugt.
Durch den ausreichenden Platz hinter dem Mainboardschlitten und die großzügigen Kabeldurchführungen ist ein sauberes Kabelmanagement innerhalb des Gehäuses möglich.

Da es sich bei dem Suppressor F51 um ein Gehäuse handelt, welches für einen Silent-Betrieb ausgelegt wurde, haben wir auch einmal die Lautstärke unseres Testsystems etwas genauer betrachtet.
Thermaltake geht durch den verbauten 200-mm-Lüfter in der Gehäusefront hier einen etwas anderen Weg als Fractal Design. Auch die Lüftersteuerung ist direkt und ohne das Öffnen der Gehäusefront erreichbar, hat dafür jedoch nur zwei Regelstufen, welche den daran angeschlossenen Frontlüfter entweder mit 600 U/min oder 800 U/min laufen lassen. Auf der niedrigen Stufe ist das Suppressor F51 fast unhörbar. Lässt man den Frontlüfter auf seiner maximalen Drehzahl laufen, so ist das Suppressor F51 minimal lauter als das Define R5, was jedoch auch etwas dem verbauten Fenster geschuldet ist, welches unser Testmuster von Fractal Design nicht hatte.

Von einer hohen Lautstärke kann man aber auf keinen Fall sprechen. Es handelt sich um ein minimales Lüfterrauschen. Durch diesen minimal höheren Geräuschpegel erkauft sich Thermaltake jedoch auch eine minimal bessere Kühlleistung im Vergleich zu dem direkten Konkurrenten.

Fazit:

Das Suppressor F51 ist das erste Gehäuse von Thermaltake, welche sich in dieser Sparte bewegt, wo man sonst Gehäuse aus der Define Serie oder das noch recht neu Silent Base 800 findet. Optisch hat man sich in der Gehäuseschmiede von Thermaltake auf jeden Fall an dem Dauerbrenner von Fractal Design orientiert. Thermaltake hat jedoch nicht einfach eine Kopie des aktuellen Define R5 erstellt, sondern hat ein angesagtes Design kopiert und das aus eigener Sicht perfekte Silint-Gehäuse dahinter verbaut. Hier hat Thermaltake einige Sachen besser gemacht, als Fractal Design in seinem aktuellen Define R5. Manche Elemente sind aus unserer Sicht jedoch nicht ganz so gut gelungen. Um das Design des Define R5 zu übertrumpfen, hätte man die Gehäusefront aus hochwertigem Aluminium fertigen können, was zwar den Preis noch etwas in die Höhe getrieben hätte, jedoch im Einsatzgebiet des Gehäuses viele Fürsprecher gefunden hätte. Besonders für Lanpartygänger hat Thermaltake eine Arretierungsmöglichkeit der Fronttür und eine Möglichkeit ein Kensigton Schloss zu befestigen eingearbeitet. Auch die direkt zugängliche Lüftersteuerung weiß zu gefallen. Lästig kann hier nur das verrutschen des oberen Staubfilters werden. Eine geklippte Lösung hätten wir an dieser Stelle besser gefunden. Das Define R5 kann dafür mit einer Regelstufe mehr bei der Lüftersteuerung und einer Fronttür punkten, welche sich je nach Bedarf nach links oder rechts öffnen lässt. Was die Kühlmöglichkeiten angeht, kann das Suppressor F51 das Rennen für sich entscheiden. Dies liegt daran, dass sich Thermaltake nicht nur auf 120mm und 140-mm-Lüfter beschränkt, sondern auch die Montage von 200-mm-Lüftern zulässt. Auch bei der Auswahl der Radiatoren hat man hier mehr Möglichkeiten. So kann hinter der Gehäusefront nicht nur ein Radiator bis zu 360 mm verbaut werden, wie wir es vom Define R5 kenne, sondern auch ein 420-mm-Radiator. Der Radiator, welche unter dem Gehäusedeckel platz findet, darf zudem ganze 25 mm dicker ausfallen. Auch die Montage einer externen Wasserkühlung ist durch die Schlauchführungen im Gegensatz zum Define R5 bei dem Suppressor problemlos möglich. Das Suppressor F51 ist zwar ein ganzes Stück größer als das Define R5 und nimmt anstelle eines ATX-Mainboards sogar ein E-ATX-Mainboard auf, dafür bringt es jedoch weniger dedizierte Laufwerksschächte mit sich. Kann zugleich jedoch damit punkten, dass hinter dem Mainboardschlitten nicht nur 2,5″, sondern auch 3,5″-Festplatten montiert werden können.
Im direkten Vergleich hat das Suppressor F51 aus unserer Sicht minimal besser abgeschnitten als das Define R5, auch wenn dies nicht auf alle einzelnen Komponenten des Gehäuses zutrifft. Der ausschlaggebende Vorteil liegt in den etwas größeren Abmessungen, durch welche Thermaltake ein paar Vorteile im Bereich der Kühlmöglichkeiten für sich gewinnen konnte. Das Define Gehäuse gibt es in der Zwischenzeit in der 5. Generation. Wir würden uns einen ähnlichen Verlauf bei dem Suppressor F51 wünschen und sind gespannt, ob und was Thermaltake bei seinem Silent-Gehäuse noch verbessert. Preislich liegt das Suppressor F51 mit knapp 124€* aktuell genau 10€* über dem vergleichbaren Define R5 Modell.

Pro

  • Sehr gute Verarbeitung
  • Auch im Innenraum lackiert
  • Optimiertes Kühldesign
  • Integrierte Lüftersteuerung
  • Edles Design
  • Moddingpotential durch Sichtfenster (auch in einer leiseren Version ohne Sichtfenster erhältlich)
  • Silentoptionen (Dämmung und Entkopplung)
  • Kabelführung
  • Rändelschrauben, welche man nicht verlieren kann
  • Arretierbare Gehäusefront

Contra

  • Staubfilter auf dem Gehäuse kann bei einem Transport leicht verrutschen
  • Fronttür lässt sich nur zu einer Seite öffnen

Verarbeitung

Kompatibilität

Kühlmöglichkeiten

Ausstattung

Lieferumfang

Modding

Preis

   

Wir danken Thermaltake sehr für die Bereitstellung des Testmusters.