Thermaltake – Commander FT

Mit dem Commander FT – Touchscreen Fan Controller haben wir heute die erste Touchscreen-Lüftersteuerung aus dem Hause Thermaltake im Test, welche durch ein ansprechendes Design in Kombination mit einer intuitiven Bedienung überzeugen will.

Welche Details in der Commander FT Lüftersteuerung stecken und wie sie sich in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Abmessungen: 148 x 88 x 42 mm
  • Form Factor: 5.25” Driver Bay
  • Material: Steel, Plastic
  • Gewicht: 300g
  • Lüfter:
    Channels : 5
    Channel Wattage : 10W
    Combined Wattage : 50W
    Speed Range : 0 – 9990 RPM
  • Screen:
    Size : 5.5 Inches
    Type : Touch Screen
  • Temperature Sensor : 1
  • Temperature Range : 0 – 90°C
  • Display Unit : Fahrenheit (°F) / Celsius (°C)
  • Anschluss Fan : 3-Pin or 4-Pin
  • Power : 4-Pin Molex

Lieferumfang:

  • Commander FT – Touchscreen Fan Controller
  • 4 x Schrauben
  • Klebepad
  • Montageanleitung

Design und Verarbeitung:

Die Commander FT Touch-Lüftersteuerung wird von Thermaltake in einer Verpackung geliefert, welche auf der Vorderseite in einem recht freundlichen und hellen Design gehalten ist. Neben der Modellbezeichnung und einem Produktbild sind hier noch die wichtigsten Features abgedruckt worden.

Wo die Vorderseite der Verpackung noch in einem hellen Design gefertigt wurde, sind alle anderen Verpackungsseiten in einem schwarzen Grunddesign gehalten. Auf der Verpackungsrückseite wurden die technischen Details abgedruckt. Auf der Ober- und Unterseite der Verpackung wurden die wichtigsten Features in mehreren Sprachen aufgelistet.

Innerhalb der Verpackung ist die Commander FT Touch-Lüftersteuerung zwischen zwei Schaumstoffpolstern gebettet, wodurch sie bestens geschützt ist.

Enimmt man die Lüftersteuerung aus ihrer Verpackung, so hat man eine Lüftersteuerung vor sich liegen, welche auf den ersten Blick in einem sehr schlichten Design gehalten ist.

Die Commander FT ist im 5,25″ Format gehalten und verfügt über einen Frontblende aus schwarzem Kunststoff. In diese wurde ein Touchdisplay eingearbeitet, welches sich fast über die gesamte Fläche der Lüftersteuerung erstreckt. Links neben dem Touch-Display wurde der Thermaltake Schriftzug in den Kunststoffrahmen eingeprägt.
Mit einem seitlichen Blick auf die Lüftersteuerung kann man schnell erkennen, dass nur die Frontblende des Gehäuses aus Kunststoff gefertigt wurde. Die beiden seitlichen Elemente sowie auch der Boden der Lüftersteuerung sind aus einem u-förmig gebogenen Stahlblech gefertigt, welches mit einer schwarzen Lackierung versehen wurde.

In die linke und rechte Seite wurden jeweils sechs Montagebohrungen eingelassen, welche mit einem M3-Gewinde versehen sind. Durch das hier verwendete Stahlblech sind diese Montagepunkte sehr robust ausgelegt und das eingelassene Gewinde überlebt auch mehr als nur eine Montage und anschließende Demontage. Dies sieht bei Lüftersteuerungen, welche über einen Kunststoffrahmen verfügen, bei dem die Gewinde während der ersten Montage mittels der Schrauben geschnitten werden, oft anders aus.

Mit einem Blick auf die Rückseite findet man ein grünes PCB vor, an welchem schon alle Anschlusskabel befestigt wurden. Bei den Verbindungssteckern setzt Thermaltake nicht auf Stecker, welche im Bereich der Gehäusebelüftung gängig sind, wodurch hier nicht ohne weiteres eigene gesleevte Kabel mittels üblicher 3-Pin-Stecker angeschlossen werden können. Geübten Sleevern wird es jedoch nicht all zu schwer fallen, die hier verbauten Kabel nach ihren eigenen Ansprüchen zu veredeln.

Unterhalb der Lüfteranschlüsse kann man sehr schön die eingesetzten NEC B772P Transistoren erkennen, welche für die Spannungsreglung verantwortlich sind. Die von Thermaltake angewandte Schaltung erlaubt eine maximale Ausgangslast von 10 Watt pro Kanal, wodurch es problemlos möglich ist, mehrere Lüfter an einem Lüfterausgang zu betreiben.
Auch der Stromeingang sowie der Anschluss des Temperaturfühlers wurden mit einem speziellen Stecker realisiert.

Zum Anschluss an das Netzteil verfügt die Commander FT Touch-Lüftersteuerung über einen Molex-Anschluss. Die fünf Lüfterausgänge werden über 3-PIN-Anschlüsse realisiert, welche jedoch in einer eigentlichen 4-PIN-Buchse untergebracht sind, wodurch auch PWM-Lüfter an die Lüftersteuerung angeschlossen werden können. Diese werden dann jedoch nicht über das PWM-Signal, sondern wie alle anderen Lüfter auch über die Spannung geregelt. Die einzelnen Ausgänge sind an den Anschlüssen zusätzlich nummeriert, womit eine einfache Zuordnung zu den jeweiligen Kanälen möglich ist.

Zudem befindet sich noch ein Temperatursensor an der Lüftersteuerung, welcher frei im Gehäuse platziert werden kann.

Was die Verarbeitung angeht, braucht sich die Commander FT- Touch-Lüftersteuerung nicht vor anderen Modellen zu verstecken. Diese wurde sauber und hochwertig ausgeführt.

Montage:

Die Montage der Commander FT Touch-Lüftersteuerung gestaltet sich recht einfach. Es wird lediglich ein freier 5,25“-Laufwerksschacht benötigt.

Vor der Montage sollte man die zusammengelegten Kabel öffnen und durch in den geöffneten 5,25“-Schacht führen. Anschließend kann man diese weiter in das Gehäuse verlegen, indem man die Lüftersteuerung nachschiebt. Schließt diese bündig mit der Gehäusefront ab, so kann man sie mit dem Gehäuse verschrauben.

Der Anschluss erfolgt mittels eines Molex-Stromsteckers. Die einzelnen Anschlusskabel für die Lüfter sowie der Temperatursensor können frei im Gehäuse verlegt werden. Um den Temperatursensor im Gehäuse zu befestigen, liegt dem Lieferumfang ein kleiner gelber Aufkleber bei.
Die Anschlusskabel für die Lüfter als auch den Temperatursensor haben eine ausreichende Länge um auch in großen Big-Tower-Gehäusen an jeder beliebigen Stelle platziert werde zu können. Nicht benötigte Kabel können bei Bedarf direkt an der Lüftersteuerung abgeklemmt werden und verursachen somit keine unnötige Unordnung im Gehäuseinneren. Um die Elektronik vor einem Kurzschluss bei einer Falschpolung zu bewahren wurde von Thermaltake eine spezielle Schutzfunktion eingearbeitet, welche die sensible Elektronik schützt.

Test:

Schaltet man den PC und somit auch die Lüftersteuerung ein, so fällt einem gleich das beleuchtete Display ins Auge. Thermaltake hat hier großen Wert auf eine optisch ansprechende und zudem funktionale Steuerung gelegt. Hierdurch wurden die einzelnen Steuerelemente auf verschiedene Bereiche des Displays aufgeteilt.

Im linken Bereich befindet sich ein variabler Balken, welcher aus verschieden großen Pfeilen besteht. Dieser zeigt einem an, auf welcher Regelstufe der aktuell ausgewählte Kanal gerade läuft.
Über diesem Element ist ein kleines Lampensymbol zu finden. Über dieses kann die Helligkeit des Displays gesteuert werden. Rechts von diesem Symbol findet man zudem noch zwei Schaltflächen, über welche man die Lüftersteuerung in dem Automatikmodus oder in den manuellen Modus versetzten kann.
Unterhalb des Anzeigebalkens befinden sich zwei Elemente, mittels welchen sich die Lüftersteuerung in den Performance- oder Silence-Mode schalten lässt.
Mittig wurde eine Anzeige eingearbeitet, welche einem zum einen anzeigt, welcher Kanal gerade ausgewählt ist, oder ob sich die Lüftersteuerung im Performance-Mode befindet. Zudem zeigt sie einem den Betrieb des jeweiligen Lüfters an.

In der rechten Hälfte des Displays befindet sich im oberen Bereich das Steuerelement mittels welchem die einzelnen Kanäle ausgewählt werden können. Unterhalb dieses Steuerelementes befindet sich links die Temperaturanzeige, welche einem die vom angeschlossenen Temperatursensor gemessene Temperatur anzeigt. Die Anzeige erfolgt entweder in °C oder °F. Rechts daneben befindet sich eine Anzeige, welche einem die aktuell anliegende Drehzahl des ausgewählten Lüfterkanals anzeigt. Am rechten Displayrand befinden sich zudem noch zwei Steuerelemente, über welche die Lüftergeschwindigkeit des ausgewählten Kanals angehoben oder abgesenkt werden kann.

Die Commander FT Touch-Lüftersteuerung von Thermaltake kann an jedem Ausgang bis zu 10 Watt bereitstellen. Diese Ausgangsleistung ist ausreichende, um von den gängigsten Lüftermodellen bis zu drei Lüfter an einem Ausgang betreiben zu können, ohne dass die Lüftersteuerung an seine Grenzen stößt. Will man jedoch eine Wasserpumpe über die Lüftersteuerung steuern, so stößt man sehr schnell an die Grenzen der Lüftersteuerung. Es gibt zwar auch einige Pumpen, welche weniger als 10W benötigen. Die sehr leistungsstarken und oft verwendeten Pumpenmodelle genehmigen sich jedoch schnell mehr als 10 Watt.

Die einzelnen Bedienelemente reagieren präzise und schnell und lassen somit eine einfache Steuerung der angeschlossenen Lüfter zu.

Fazit:

Thermaltake hat mit der Commander FT Touch-Lüftersteuerung seine erste Lüftersteuerung auf den Markt gebracht, welche mit einem Touch-Display ausgestattet ist und durch dieses vollständig auf Regler, welche die Optik eines modernen Gaming-PCs schnell zerstören, verzichtet. Passend hierzu hat Thermaltake das Layout des Displays in einem ansprechenden und modernen Design gehalten. Die einzelnen Bedienelemente sind groß genug und ermöglichen nicht nur ein einfaches Ablesen der aktuellen Einstellungen, sondern ermöglichen auch ein einfaches einstellen der gewünschten Einstellungen. Bei der automatischen Steuerung greift die Lüftersteuerung leider nur auf einen einzigen Temperatursensor zurück. Andere Modelle bieten pro Lüfterausgang einen eigenen Temperatursensor, wodurch verschiedene Kühlzonen eingerichtet werden können. Mit 5 x 10 Watt ist die Commander FT Touch-Lüftersteuerung nicht das stärkste Modell, welches sich bis jetzt in unserem Testlabor eingefunden hat, sondern reiht sich hier eher im unteren Bereich ein. Hierdurch ist man gerade bei einer sehr hohen Anzahl an Lüftern pro Kanal bzw. dem Anschluss von potenten Wasserpumpen etwas eingeschränkt. Wenn man Letztere nicht über die Lüftersteuerung steuern will und mit den maximal 10 Watt pro Kanal auskommt, so ist die Commander FT eine optisch ansprechende und zugleich gut verarbeitete Lüftersteuerung, welche einem viel Freude bereiten wird. Preislich liegt die Lüftersteuerung aktuell bei knapp 37€*.

Pro

  • Touchdisplay
  • Einfache Bedienung
  • Design
  • Schutz vor Kurzschlüssen
  • Verarbeitung

Contra

  • Geringe Maximalleistung pro Ausgang
  • Nur ein Temperatursensor

Ausstattung

Verarbeitung

Montage

Kompatibilität

Modding

Lieferumfang

Preis

Wir danken Thermaltake für die Bereitstellung des Testmusters.