SilentiumPC – Grandis 3 EVO ARGB Twin-Tower-Kühler im Test

Mit dem Grandis 3 EVO ARGB haben wir heute einen Twin-Tower-Kühler von SilentiumPC im Test, welcher neben seiner Verarbeitungsqualität auch mit einer hohen Kühlleistung sowie einer schicken Optik überzeugen möchte.

Welche Details in dem Grandis 3 EVO ARGB stecken und wie sich der Twin-Tower-Kühler von SilentiumPC in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Abmessungen: 159×140×131 mm
Gewicht: 961 g 
1278 g (inkl. Lüfter)
TDP: 250 Watt
Heatpipes: 6 x 6 mm
Material: Kupfer (Bodenplatte / Heatpipes)
Aluminium (Kühlfinnen)
Lüfter 1:  120 mm
250 ÷ 1600 ± 10% RPM
50.000 Stunden MTBF
Lüfter 2: 140 mm
250 ÷ 1400 ± 10% RPM
50.000 Stunden MTBF
Anschluss: 4 PIN PWM 
3 PIN ARGB
Kompatibilität: LGA 1200 / 1151 / 1150 / 1155 / 1156 / 2066 / 2011-3 / 2011
AM4 / AM3(+) / AM2(+) / FM2(+) / FM1
ARGB-Kompatibilität: ASROCK POLYCHROME SYNC
MSI MYSTIC LIGHT
ASUS AURA
Gigabyte RGB Fusion 2.0 (2+1-pin)

 

Lieferumfang:

  • Grandis 3 EVO ARGB
  • 120 mm Pulsar HP ARGB PWM Lüfter
  • 140 mm Pulsar HP ARGB PWM Lüfter
  • ARGB-Controller
  • Montagematerial (Intel & AMD)
  • 4 x Lüfterklammern
  • Wärmeleitpaste
  • Montageanleitung

 

Design und Verarbeitung:

Der Grandis 3 EVO ARGB wird von SilentiumPC in einer Verpackung geliefert, welche in einem weiß/schwarzen Grunddesign gehalten ist. Auf der Verpackungsvorderseite wurde neben der Modellbezeichnung auch ein Produktbild des enthaltenen Kühlers abgedruckt. Eine Auflistung der technischen Details ist auf der linken Verpackungsseite zu finden.

Eine Auflistung der wichtigsten Features findet man auf der Verpackungsrückseite vor.

Entnimmt man den Grandis 3 EVO ARGB aus seiner Verpackung, so hat man einen Twin-Tower-Kühler vor sich stehen, welcher über zwei symmetrisch ausgeführte Kühltürme verfügt.

Jedem Lamellenturm stehen hierbei 44 Aluminiumfinnen zur Verfügung. Bei einem seitlichen Blick auf den Kühler fällt einem schnell auf, dass die Lamellen der beiden Kühltürme im vorderen und hinteren Bereich der Außenseiten um 90° abgewinkelt wurden, wodurch eine höhere Stabilität des Lamellenblocks entsteht. Mittig wurden die Kühlfinnen auf ihren Außenseiten mit kleinen Vertiefungen ausgestattet, an welchen die Lüfterklammern befestigt werden.

Auf den Stirnseiten wurden die einzelnen Kühlfinnen mit einem gezackten Aufbau ausgestattet, wodurch die Fläche, auf welche die durch die beiden Lüfter bewegte Luft trifft, vergrößert wird.

Die verbauten Aluminiumfinnen sind auf sechs vernickelte Kupferheatpipes gesteckt, welche die Lamellen parallel zueinander durchlaufen und einen Durchmesser von 6 mm haben.

Die einzelnen Aluminiumfinnen sind auf den Stirnseiten zudem im äußeren Bereich etwas breiter ausgeführt, wodurch mittig eine Art Vorkammer für die verbauten Lüfter entsteht, wodurch es möglich ist, dass die Aluminiumfinnen auch direkt hinter der Rotornarbe mit Luft durchströmt werden.

Die verbauten Abschlusslamellen wurden für eine schickere Optik schwarz lackiert und mittig mit einem eingeprägten SilentiumPC Logo versehen.

Um das Design abzurunden, wurden die Enden der aus den Abschlusslamellen herausstehenden Heatpipes mit schwarzen Kappen ausgestattet.

Mit einem Blick auf die Unterseite des Kühlers ist zu erkennen, dass die sechs verbauten Heatpipes die zweiteilige Bodenplatte u-förmig gebogen durchlaufen.

Um eine bestmögliche Wärmeübertragung von der Bodenplatte zu den eingefassten Heatpipes zu gewährleisten, wurde die zweiteilige Bodenplatte aus recht dickem Kupfer gefertigt.

In die Oberseite der zweiteiligen Bodenplatte, welche wie die eingesetzten Heatpipes vernickelt wurde, wurden auf zwei Seiten die Montagebohrungen eingelassen.

Als Lüfter liefert SilentiumPC zwei Pulsar HP ARGB PWM Lüfter mit. Im Detail handelt es sich um einen 120-mm-Lüfter und einen 140-mm-Lüfter.

SilentiumPC hat die Lüfterrahmen beider Lüfter aus weißem Kunststoff gefertigt und mit einem kantigen Aufbau versehen, welcher über mehr oder weniger ausliegende Montageelemente verfügt. Im Bereich der Montagebohrungen, welche auch bei dem mitgelieferten 140-mm-Lüfter einen Abstand zueinander haben, wie wir ihn von 120-mm-Lüftern her kennen, wurde nur der mitgelieferte 120-mm-Lüfter mit Gummientkopplern ausgestattet.

Die ebenfalls aus weißem Kunststoff gefertigten Impeller verfügen jeweils über neun Lüfterblätter, welche ohne einen speziellen Aufbau daher kommen. 

Befestigt sind die Impeller bei beiden Lüftern an Stegen, welche leicht gegen die Rotationsrichtung gebogen sind.

Im Inneren der Impeller wurde rund um den eingesetzten Motor adressierbare RGB-LEDs verbaut, welche sich dank des standardisierten 3-PIN-Anschlusses nicht nur über eine kompatible RGB-Steuerung, sondern auch über entsprechende Mainboards steuern lassen.

Für den Fall, dass man nicht über ein kompatibles Mainboard oder eine kompatible ARGB-Steuereinheit verfügt, befindet sich im Lieferumfang der Nano Reset Controller von SilentiumPC, welcher sich an den Resetschalter des Gehäuses anschließen lässt und so einen einfachen Abruf unterschiedlicher RGB-Effekte ermöglicht.

 

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Als Anschlusskabel kommen bei beiden Lüftern zwei getrennte Kabel zum Einsatz. Der Anschluss der Lüfter selbst wird über ein 4-PIN-PWM-Anschlusskabel realisiert, welches recht kurz ausfällt und mit einem blickdichten Sleeving ausgestattet wurde. Um den Anschluss beider Lüfter an einem Anschluss realisieren zu können, wurden die Anschlusskabel mit einem integrierten Y-Adapter ausgestattet. 
Einen solchen Y-Adapter hat SilentiumPC auch an dem 3-PIN-Anschlusskabel der integrierten RGB-Beleuchtung angebracht, wodurch sich auch die RGB-Beleuchtung mit weiteren Geräten kaskadieren lässt. Um die Kompatibilität zu erhöhen, hat SielentiumPC dem Lieferumfang zudem noch einen Gigabyte RGB Fusion Adapter beigelegt.
Leider hat SilentiumPC bei diesem Kabel nicht nur auf ein blickdichtes Sleeving verzichtet, sondern man hat die RGB-Anschlusskabel mit 60 cm auch sehr lang ausgeführt, was gerade dann, wenn man diese mit seinem Mainboard verbinden möchte, für unschöne Überlängen sorgen kann.

Wo uns die Verarbeitung des Kühlers selbst durchweg überzeugen konnte, haben uns die sehr langen LED-Anschlusskabel sowie die fehlende Möglichkeit zur entkoppelten Montage des 140-mm-Lüfters nicht so gut gefallen.

 

Montage:

Soll der Kühler auf einer AMD-CPU eingesetzt werden, so wird die werksseitig montierte Backplate in Kombination mit zusätzlichen Abstandshaltern und einem Montagerahmen, welcher auch auf einem Intel-Mainboard eingesetzt wird, weiterverwendet.
Für die Montage auf einem Intel 115X-Sockel befindet sich eine entsprechende Backplate im Lieferumfang. Diese muss im ersten Schritt mit selbstklebenden Gummiabstandshaltern bestückt und dann von der Rückseite aus an das Mainboard gehalten werden.
Ab diesem Zeitpunkt unterscheidet sich die Kühlermontage auf einem Intel-Sockel nicht mehr von der Montage auf einem AMD-Sockel, wodurch man die Backplate nun nur noch mittels Abstandshaltern bestücken muss, auf welche dann der Montagerahmen aufgelegt und verschraubt wird.
Im Anschluss kann der Kühler auf die mit Wärmeleitpaste bestrichene CPU aufgesetzt und mit den Montageträgern verschraubt werden.
Dank des quadratischen Montagerahmens, welcher auf jeder Seite mit einem Montagegewinde zur Kühlermontage ausgestattet wurde, lässt sich der Kühler auf einem AMD- als auch Intel-Sockel in einer beliebigen Richtung montieren.
Da der Kühler jedoch über einen symmetrischen Aufbau verfügt, ragt er leider in den Bereich des Arbeitsspeichers hinein, wodurch man selbst bei Speichern mit niedrigen Kühler den vorderen Lüfter nach oben versetzen muss, was wiederum dazu führen kann, dass das eingesetzte Gehäuse eventuell nicht genügend Platz bietet.
Ist der Kühler montiert, kann man die beiden Lüfter mittels der mitgelieferten Lüfterklammern am Kühlkörper befestigen und anschließen.

 

Testsystem:

Als Testsystem kommt neben einem Sockel 1151 Testsystem auch ein aktuelles AM4 Testsystem zum Einsatz, wodurch Nutzer von AMD als auch Intel Systemen einen Überblick über die Leistung auf den jeweiligen Sockeln erhalten. Beide Systeme werden im nicht übertakteten Zustand betrieben.

Das Intel-Testsystem besteht aus diesen Komponenten:

  • ASRock – Z170 Extreme3
  • HyperX – Savage 16 GB Kit 3000 MHz
  • Intel® – Core i7-6700K
  • Zotac – GTX 780 TI AMP Edition

Das AMD-Testsystem besteht aus diesen Komponenten;

  • AMD – Ryzen 1600
  • ASUS – Crosshair VI Hero
  • 2 x 8 GB Corsair Vengeance LPX Black 2666 MHz
  • Zotac – GTX 780 TI AMP Edition

 

Testablauf:

Da es sich bei dem verwendeten Lüfter um einen PWM-Lüfter handelt, welcher seine Geschwindigkeit selbst anpasst, haben wir die PWM-Steuerung während des Tests deaktiviert.

Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 21 ,1°C (zu Beginn der Testphase gemessen) entstanden. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller CPU Cores nach einem 30 minütigen Prime95 Stresstest, welchem zum aufwärmen eine Idle time von 45 Minuten voraus ging.

Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC MX-2 Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.

Die erreichten Temperaturen sind abhängig von dem genutzten System und können auch auf ähnlichen Systemen abweichen, vor allem, wenn noch eine zusätzliche GPU in dem System verbaut wird. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da alle die gleiche Testgrundlage haben.

Mit einem Blick auf das Testergebnis wird man schnell feststellen, dass sich der Grandis 3 EVO ARGB mit einer sehr guten Kühlleistung in den Top 5 unseres Testfeldes platzieren konnte. Die beiden eingesetzten Lüfter arbeiten hierbei auch bei maximaler Drehzahl mit einem angenehmen Geräuschpegel.

 

Fazit:

Mit dem Grandis 3 EVO ARGB hat SilentiumPC einen CPU-Kühler in seinem Sortiment, welcher sich durch seine Kühlleistung vor allem an Overclocker und Enthusiasten richtet. Dank der großen Kühlfläche und der beiden leistungsstarken ARGB-Lüfter konnte der Grandis 3 EVO ARGB in unserem Test nicht nur eine sehr gute Kühlleistung bei einer angenehmen Geräuschkulisse erzielen, sondern auch mit einer schicken Optik überzeugen. Neben der Möglichkeit, die beiden ARGB-Lüfter über ein kompatibles Mainboard oder einer entsprechenden RGB-Steuerung an die eigenen Bedürfnisse anpassen zu können, kann man auch auf den mitgelieferten ARGB-Controller zurückgreifen, welcher in Kombination mit dem Resetschalter des Gehäuses eine einfache Bedienung zulässt. Bei der Konstruktion und Verarbeitung des Kühlers wurde auf eine saubere Verarbeitung wertgelegt. Nicht ganz so gut durchdacht ist aus unserer Sicht hingegen die Ausführung der RGB-Anschlusskabel sowie die fehlende Entkopplungsmöglichkeit des mitgelieferten 140-mm-Lüfters. Die Montage des Kühlers gestaltet sich zwar recht einfach und kann auch auf einem AMD-Sockel in vier Richtungen erfolgen, jedoch ragt der Kühler durch den symmetrischen Aufbau in den Bereich des Arbeitsspeichers hinein, wodurch es hier schnell zu einer Inkompatibilität kommen kann. Mit einem aktuellen Verkaufspreis von nicht ganz 55€* bietet einem der Kühler dafür jedoch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Wir danken SilentiumPC für die Bereitstellung des Testmusters.

SilentiumPC - Grandis 3 EVO ARGB Twin-Tower-Kühler

8.8

Kühlleistung

10.0/10

Verarbeitung

9.0/10

Montage

8.0/10

Kompatibilität

7.5/10

Lautstärke

8.0/10

Modding

9.0/10

Lieferumfang

9.5/10

Preis

9.5/10

Pro

  • Verarbeitung (Kühler)
  • Sehr gute Kühlleistung
  • ARGB-Controller im Lieferumfang
  • Geräuschpegel

Contra

  • Länge LED-Anschlusskabel (Sorgt für unnötige Überlänge)
  • 140-mm-Lüfter kann nicht entkoppelt montiert werden
  • Kompatibilität zu Speichern mit Kühlkörpern