Raijintek – METIS EVO TG – Mini-ITX Gehäuse

Mit dem METIS EVO TG haben wir heute ein Mini-ITX-Gehäuse von Raijintek im Test, welches nicht ausreichend Platz für den Aufbau eines Gaming-Systems bieten soll, sondern auch von der optischen Seite punkten möchte.

Welche Details in dem METIS EVO TG stecken und wie sich das Mini-ITX-Gehäuse von Raijintek in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

  • Maße: 293 x 263 x 290 mm (B x H x T)
  • Material: Aluminium, Stahl, Temperglas
  • Gewicht: ca. 4,35 kg
  • Farbe: Schwarz (Gehäuse), Schwarz (Innenraum, Rückseite)
  • Formfaktor: Mini-ITX
  • Lüfter:
    1x 120/140/200 mm (Vorderseite)
    1x 92/120 mm (Boden)
    2x 92 mm (Rückseite)
  • Laufwerksschächte:
    2x 3,5 Zoll/2,5 Zoll (intern)
    2x 2,5 Zoll (intern)
  • Netzteil: 1x Standard ATX/SFX (optional)
  • Erweiterungsslots: 2
  • I/O-Panel:
    1x USB 3.0 Typ C (interne Anbindung)
    1x USB 3.0 Typ A (interne Anbindung)
  • Maximale Grafikkartenlänge: 280 mm, 220 mm mit vorderseitig installiertem Radiator
  • Maximale CPU-Kühler-Höhe: 135 mm

Lieferumfang:

  • METIS EVO TG (in gewählter Variante)
  • Schraubenset
  • Kabelbinder
  • Netzteilblende
  • Montageanleitung

Design und Verarbeitung:

Das METIS EVO TG wird von Raijintek in einer neutralen Verpackung geliefert, welche auf der Vorderseite neben der Modellbezeichnung auch mit einer Skizze des enthaltenen Gehäuses bedruckt wurde. Eine Auflistung der technischen Details ist auf der linken Verpackungsseite zu finden.

Die Verpackungsrückseite wurde mit mehreren Skizzen bedruckt, welche das Gehäuse von allen Seiten zeigen.

Innerhalb der Verpackung wird das METIS EVO TG durch zwei große Schaumstoffpolster geschützt und übersteht den Transport zum Käufer auch ohne eine weitere Umverpackung unbeschadet.

Äußeres Erscheinungsbild

Entnimmt man das METIS EVO TG aus seiner Verpackung, so hat man in unserem Fall ein schwarzes Mini-ITX-Gehäuse vor sich stehen, bei welchem einem auf den ersten Blick klar wird, dass das Gehäuse nicht für den Einsatz im Office, sondern zum Aufbau eines Gaming-Systems entwickelt wurde.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Gehäusen am Markt, konzentriert sich Raijintek bei dem Design nicht nur auf die linke Seitenwand sowie auf die Gehäusefront, sondern man hat alle von der Front aus sichtbaren Seiten in das Design mit einbezogen.

Um eine bestmögliche Kühlung zu ermöglichen, wurde die Gehäusefront mit einem feinen Mesh-Gitter ausgestattet, welches lediglich durch den beleuchteten Powerschalter in der oberen linken Ecke

sowie den als USB 3.0 ausgeführten USB Type A und USB Type C Anschlüssen in der unteren linken Ecke unterbrochen wird.

Hinter der Mesh-Front hat Raijintek nicht nur einen herausnehmbaren Staubfilter verbaut, sondern auch einen Metallrahmen angebracht, an welchem man wahlweise einen 120-mm-, 140-mm- oder 200-mm-Lüfter verbauen kann.

Der Gehäusedeckel wurde aus schwarz lackiertem Aluminium gefertigt und bildet eine Einheit mit der linken und rechten Seitenwand. Um das Design des Gehäusedeckels und somit auch des gesamten Gehäuses abzurunden, hat man die Übergänge vom Gehäusedeckel zu den beiden Außenseiten mit einer schicken Rundung versehen.

Für eine bestmögliche Frischluftzufuhr der eingesetzten Grafikkarte wurde auch die Gehäuseoberseite mit einem Lufteinlass ausgestattet. Im Gegensatz zur Gehäusefront setzt man hier jedoch nicht auf ein feines Mesh-Gitter, sondern auf kleine Bohrungen. Zudem hat man an dieser Stelle leider auf den Einsatz eines Staubfilters verzichtet.

Mit einem Blick auf die Gehäuserückseite ist zu erkennen, dass Raijintek das Gehäuse in eine linke und rechte Seite unterteilt hat.

Wo man auf der einen Seite eine Blende vorfindet, an welcher man ein ATX-Netzteil befestigen kann, findet man auf der anderen Seite den Ausschnitt für das I/O-Panel sowie die beiden darüber befindlichen Slotblenden vor. Neben dem Ausschnitt für die I/O-Blende wurde zudem noch ein Luftauslass eingearbeitet, an welchem man zwei 92-mm-Lüfter montieren kann.

Mit einem Blick auf die Gehäuseunterseite findet man einen großen Staubfilter sowie vier aus Gummi gefertigte Standfüße vor.

Auf der linken und rechten Gehäuseseite hat Raijintek jeweils eine Seitenscheibe aus gehärtetem Echtglas verbaut.

Bei der von uns in diesem Test herangezogenen Version des METIS EVO TG wurden die Seitenscheiben neben einem Raijintek Schriftzug an der unteren Kante auch mit einer leichten Tönung versehen.

Blick ins Innere

Wie man es von vielen Gehäusen mit leicht getönten Echtglasseitenscheiben her kennt, kann man auch durch die Seitenscheiben des METIS EVO TG noch nicht alle Details des Gehäuses erkennen.
Da sich ein Teil der verbauten Features direkt unter dem durchgehenden Gehäusedeckel befinden, gibt das Gehäuse auch nach dem abnehmen der beiden Seitenscheiben noch nicht alle Details preis.

Alle Details, wie z. B. den verbauten Festplattenkäfig kann man daher erst nach dem abnehmen des Gehäusedeckels erkennen.
Der modulare Festplattenkäfig wurde in der linken Gehäusehälfte direkt unterhalb des Gehäusedeckels verbaut und kann neben zwei 3,5“-Festplatten auch eine 2,5“-Festplatte aufnehmen.

In der linken Gehäusehälfte wurde auch der Einbauplatz für ein ATX-Netzteil untergebracht. Dieser verfügt am Gehäuseboden über einen Metallbügel, durch welchen die an der Rückseite verbaute Montageblende entlastet wird. Anstelle der werksseitig montierten Montageblende kann man auch die Blende aus dem Lieferumfang montieren, welche die Montage eines SFX-Netzteiles ermöglicht.

Am Gehäuseboden wurde vor dem Montageplatz des Netzteils noch ein Lufteinlass eingearbeitet, an welchem man wahlweise einen 92-mm- oder 120-mm-Lüfter verbauen kann. Anstelle eines Lüfters kann man an dieser Stelle auch eine weitere 2,5“-Festplatte montieren.

In der rechten Gehäusehälfte befindet sich der Einbauplatz für ein ITX-Mainboard.

Um eine ausreichende Kühlleistung zu ermöglichen, wird einem an dieser Stelle ein Platzangebot von 135 mm für den gewählten CPU-Kühler geboten. Da das Mainboard im METIS EVO TG invertiert montiert wird, wird die eingesetzte Grafikkarte um 180° gedreht direkt unterhalb des Gehäusedeckels montiert. Je nachdem, ob man hinter der Gehäusefront einen Radiator verbaut oder nicht, bekommt man an dieser Stelle eine 220 – 280 mm lange Grafikkarte unter.

Die Verarbeitung des METIS EVO TG wurde seitens Raijintek sauber und optisch ansprechend ausgeführt.

Montage:

Auch wenn die beiden Seitenfenster aus gehärtetem Echtglas mittels Rändelschrauben befestigt sind, wird einem schon bei der Demontage des Gehäusedeckels klar, dass man bei dem METIS EVO TG recht oft zum Schraubenzieher greifen darf, denn der Gehäusedeckel ist unterhalb der Seitenscheiben auf beiden Seiten mittels vier zusätzlichen Schrauben befestigt.
Hat man das Gehäuse geöffnet, kann man jedoch gleich mit der der Mainboardmontage beginnen, denn Raijintek hat die benötigten Abstandshalter schon in den Mainboardschlitten eingedreht.
Der gewünschte CPU-Kühler kann durch die Aussparung im Mainboardschlitten auch problemlos erst dann montiert werden, wenn das Mainboard schon in dem Gehäuse verbaut ist. Der eingesetzte CPU-Kühler darf jedoch maximal 135 mm hoch sein, wodurch man hier nur auf einen großen Top-Blower oder einen sehr kompakten Tower-Kühler zurückgreifen kann.
Eine Kühlung mittels einer internen Wasserkühlung ist auf Wunsch problemlos möglich. Hierzu lässt sich an der Gehäusefront ein bis zu 200 mm großer Radiator verbauen.
Je nachdem, ob man hinter der Gehäusefront einen Lüfter oder gar einen Radiator verbaut, bekommt man unterhalb des Gehäusedeckels einen Dual-Slot-Grafikkarte mit einer Länge von 220 bis zu 280 mm unter.

Die Montage von zwei 3,5“- und einer 2,5“-Festplatte kann in dem modularen Festplattenkäfig erfolgen. Um den Festplattenkäfig zur HDD-Montage aus dem Gehäuse entnehmen zu können, muss man jedoch erst dessen vier Befestigungsschrauben lösen.
Vor dem Netzteilmontageplatz lässt sich auf Wunsch ein zusätzlicher Lüfter oder eine weitere 2,5“-Festplatte verbauen. Raijintek setzt bei allen HDD-Montageplätzen auf eine geschraubte Montage und verzichtet zudem auf eine entsprechende Entkopplungsmöglichkeit.

Das gewünschte ATX-Netzteil kann durch die acht in die Montageblende eingelassenen Montagebohrungen in zwei Richtungen montiert werden. Dank des am Gehäuseboden verbauten Metallbügels wird das Netzteil zudem abgestützt und die Montageblende sowie die Verschraubung entlastet. Leider hat man jedoch auch an dieser Stelle auf eine Möglichkeit zur entkoppelten Montage verzichtet. Dafür bietet einem Raijintek jedoch die Möglichkeit, die vorinstallierte Montageblende gegen die im Lieferumfang enthaltene Blende zu tauschen und somit die Montage eines SFX-Netzteils installieren zu können.

Auch wenn Raijintek einem innerhalb des Gehäuses keine Möglichkeit zur entkoppelten Hardwaremontage bietet, werden aufkommende Schwingungen dank der großzügigen Gummifüße nicht an den Untergrund, auf welchem das Gehäuse aufgestellt ist, übertragen.

Fazit:

Mit dem METIS EVO TG hat Raijintek ein ITX-Gehäuse in sein Sortiment aufgenommen, welches einem eine hohe Kompatibilität gepaart mit einem schicken Design bietet. Dank der beiden verbauten Echtglasscheiben, welche mit abgerundeten Gehäusekanten und einer durchgehenden Mesh-Front kombiniert wurden, eignet sich das METIS EVO TG sehr gut für den Aufbau eines kompakten und leichten Casemods, welcher problemlos zur nächsten Lanparty transportiert werden kann. Aufgrund der gebotenen Abmessungen bekommt man in dem Gehäuse dennoch problemlos potente Hardwarekomponenten unter, welche man wahlweise mittels einer ausreichend dimensionierten Luft- oder Wasserkühlung kühlen kann. Die Verarbeitung wurde seitens Raijintek fast durchweg sauber und hochwertig ausgeführt. Nicht so gut gefallen hat uns neben der fehlenden Möglichkeit zur entkoppelten Hardwaremontage der Umstand, dass man zum Öffnen des Gehäuses gleich 16 Schrauben lösen muss. Preislich liegt die von uns in diesem Test herangezogene Version des METIS EVO TG aktuell bei knapp 135€*.

Wir danken Caseking sehr für die Bereitstellung des Testmusters.

Raijintek - METIS EVO TG

8.4

Verarbeitung

9.0/10

Kompatibilität

9.0/10

Kühlmöglichkeiten

8.0/10

Ausstattung

7.0/10

Lieferumfang

9.0/10

Modding

9.0/10

Preis

8.0/10

Pro

  • Schickes Design
  • Verschiedene Farbvarianten
  • Gute Kühlmöglichkeiten
  • Platzangebot
  • Kompatibilität

Contra

  • Keine entkoppelte Montagemöglichkeit
  • Schwere Zugänglichkeit zum Gehäuseinneren (Hohe Anzahl an zu lösenden Schrauben)