Lioncast – LX50 Gaming Headset

Mit der LX50 haben wir heute ein noch recht neues Gaming Headset des deutschen Herstellers Lioncast im Test, welches nicht nur eine ausgesprochen hohe Kompatibilität, sondern auch eine sehr gute Klangeigenschaft bei einem angemessenen Verkaufspreis bieten soll.

Welche Details in dem LX50 stecken und wie sich das neuste Gaming Headset von Lioncast in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

Kopfhörer:

  • Bauweise: geschlossen
  • Treiber: 53 mm
  • Frequenzgang: 20 – 20.000 Hz
  • Impedanz: 60 Ohm
  • Farbe: Schwarz
  • Kabellänge: 1,3 m / 2 m
  • Anschluss:
    Zwillingsstecker 3,5 mm (3-Pin)
    Einzelstecker 3,5 mm (4-Pin TRRS CTIA)
  • Gewicht: 350 g

    Mikrofon:

  • Empfindlichkeit: -58 dB

Lieferumfang:

  • LX50 Headset
  • 2 x Anschlusskabel
  • Austauschbare Ohrpolster aus Velour
  • Kurzanleitung

Design und Verarbeitung:

Das LX50 wird von Lioncast in einer Verpackung geliefert, welche in einem weiß/roten Design gehalten ist. Die Verpackungsvorderseite wurde nicht nur mit einem Produktbild sowie dem Einsatzgebiet des Headsets bedruckt, sondern auch noch mit einem Sichtfenster versehen, durch welches man schon einen ersten Blick auf einen Teil des Headsets werfen kann.

Auf der Verpackungsrückseite wurden neben drei Detailbildern auch die wichtigsten Features abgedruckt, welche hier in sechs Sprachen zu finden sind.

Entnimmt man das LX50 aus seiner Verpackung, so hat man ein Gaming Headset vor sich, welches in einem recht schlichten Design gehalten ist und lediglich von einem kleinen Designelement geprägt wird, welches auf der linken und rechten Ohrmuschel zu finden ist.

Hierbei handelt es sich um das Lioncast Logo, welches in einem dezenten Rot auf die Außenseite der Ohrmuscheln aufgedruckt wurde. Die beiden Ohrmuscheln fallen wie man es von vielen Gaming Headsets kennt recht groß aus und verfügen über einen ovalen Aufbau.

Die aus Kunststoff gefertigten Ohrmuscheln wurden mit einer schwarzen Soft-Touch-Oberfläche versehen. Das Lioncast Logo ist auf ein Aluminiumelement aufgedruckt, welches in die Außenseiten der Ohrmuscheln eingearbeitet wurde. Das hier eingearbeitete Aluminiumelement wurde schwarz eloxiert und mit einer gebürsteten Oberfläche versehen, wodurch es sich optisch von den matten Ohrmuscheln absetzt.
Mit einem Blick auf die Ohrmuschelinnenseite findet man ein dickes Polster vor, welches mit einem Kunstlederbezug versehen wurde. Die in den Ohrmuscheln verbauten 53-mm-Treiber befinden sich hinter einem roten Stoffbezug, welcher mit dem Lioncast Schriftzug bedruckt wurde.

Für Anwender, welche lieber Polster mit einem Bezug aus Velours nutzen, legt Lioncast entsprechende Polster bei, welche man ganz einfach auf die Ohrmuscheln aufziehen kann.

Betrachtet man einmal die linke Ohrmuschel von ihrer Unterseite aus, so findet man hier zwei 3,5-mm-Klinkeanschlüsse vor. Der vordere Anschluss ist etwas vertieft in die Ohrmuschel eingelassen und dient zum Anschluss des mitgelieferten Mikrofons. Damit sich das Mikrofon nicht im Anschluss verdrehen kann, wurde der Anschluss in eine quadratische Vertiefung eingelassen. Einen identischen Aufbau kennen wir schon von verschieden QPAD und HyperX Headsets.

An dem hinteren Anschluss kann das Anschlusskabel angeschlossen werden. Lioncast liefert hierzu zwei verschiedene Kabel mit. Das eine Anschlusskabel hat eine Länge von 1,3 m und ist mit einer integrierten Kabelfernbedienung ausgestattet, über welche nicht nur die Lautstärke geregelt, sondern auch das Mikrofon stumm geschaltet werden kann.

Dieses Anschlusskabel verfügt auf beiden Seiten über einen vierpoligen 3,5-mm-Klinkestecker, durch welchen das Headset an Smartphones, Tablets und aktuellen Spielekonsolen angeschlossen werden. Zum Anschluss an einen PC liefert Lioncast ein Verlängerungskabel mit, welches über zwei getrennte 3,5-mm-Anschlüsse verfügt, mittels welchen es an gängigen Soundkarten angeschlossen werden kann.
Das mitgelieferte Mikrofon ist an einem flexiblen Schwanenhals befestigt und kann mit einem Schaumstoffschutz versehen werden, welcher sich im Lieferumfang befindet.

Der Übergang von den beiden Ohrmuscheln zum Kopfbügel wird durch einen Aluminiumbügel sichergestellt, welcher zugleich auch als Größenverstellung dient.

Am Kopfbügel wurden zur Aufnahme dieser Aluminiumbügel kleine Kunststoffelemente verbaut, welche wie auch die Ohrmuscheln mit einer Soft-Touch-Oberfläche versehen wurden.
Auch diesen Aufbau kennen wir in einem recht ähnlichen Aufbau schon von Headsets aus dem Hause QPAD und HyperX.

Der Kopfbügel ist auf der Unterseite mit einem weichen und dicken Polster ausgestattet, welches wie auch die werksseitig verbauten Ohrmuschelpolster mit einem Kunstlederbezug versehen wurde.

Passend hierzu wurde auch die Oberseite des Kopfbügels mit einem Kunstlederbezug versehen.

Die Verarbeitung des LX50 wurde seitens Lioncast nicht nur optisch ansprechend, sondern auch hochwertig durchgeführt.

Installation:

Zur Installation muss man bei diesem Headset nicht viel sagen. Greift man nicht zu der mitgelieferten Verlängerung, so kann das LX50 durch den vierpoligen 3,5-mm-Klinkeanschluss problemlos an jedem aktuellen Smartphone oder Tablet verwendet werden. Auch der Anschluss an den Controller einer PS4 oder Xbox One ist mittels dieses Anschlusses problemlos möglich. Will man das Headset an einem PC oder Notebook betreiben, so muss man auf das mitgelieferte Verlängerungskabel zurückgreifen. Dieses wird dann mittels der zwei getrennten 3,5-mm-Klinkestecker an der Soundkarte angeschlossen.

Ton und Klangqualität:

Nachdem uns die Verarbeitungsqualität überzeugen konnte, sind wir sehr auf die Klangqualität gespannt. Unseren Testkandidaten haben wir daher in verschiedenen Lebenslagen getestet. Neben dem normalen Musikhören am PC haben wir das Headset auch bei dem ein oder anderen Game sowie auch beim betrachten von Filmen getestet.
In diesen Tests konnte uns das Lioncast – LX50 durchweg überzeugen. Die verbauten 53-mm-Treiber sorgen für einen sehr breiten Klangbereich mit einem anständigen Bass sowie sehr klare Höhen. Auch der kritische, mittlere Bereich wird von dem LX50 äußerst gut gemeistert, was bei einem Headset in dieser Preisklasse so nicht zum guten Ton gehört. Das Klangbild war während unseres Tests in allen Lebenslagen durchweg sehr ausgeglichen. Im Vergleich zu vielen anderen Headsets sind die Soundeigenschaften des LX50 nicht ganz so basslastig abgestimmt, wodurch die Höhen und der kritische Mitteltonbereich etwas in den Vordergrund gerückt wurden und sich so eine sehr gute Klangeigenschaft ergibt. Der Tieftonbereich wird dennoch sehr gut und bei entsprechender Einstellung der Soundkarte auch sehr kräftig wiedergegeben. Das LX50 bietet hierdurch entsprechende Reserven und kann somit auch Anwender glücklich machen, welche es etwas basslastiger mögen. Eine Voraussetzung ist jedoch die Möglichkeit, den Tieftonbereich am Wiedergabegerät etwas kräftiger einstellen zu können.
Durch die geschlossenen Ohrmuscheln werden störende Nebengeräusche zwar nicht komplett eliminiert, jedoch werden diese sehr gut gedämpft.

Sprachqualität Mikrofon:

Natürlich haben wir bei unserem Test das Mikrofon nicht außen vor gelassen und haben das Headset somit in einigen Skype- und Teamspeak-Sitzungen getestet. Auch die Sprachqualität konnte durchweg überzeugen. Störende Windgeräusche werden von dem Schaumstoffüberzug sehr gut absorbiert.

Tragekomfort:

Mit einem Gewicht von 350g gehört das LX50 nicht gerade zu den leichtesten Gaming Headsets auf dem Markt, was im ersten Moment nicht gerade von Vorteil ist, wenn man an den Tragekomfort denkt.
Um dieses für ein Headset recht hohe Gewicht wettmachen zu können, wurde das LX50 von Lioncast mit großzügigen Polstern ausgestattet, welche zudem noch mit Kunstlederbezügen ausgestattet wurde, welche sich sehr angenehm anfühlen. Für Nutzer, welche lieber Velourpolster nutzen, liegen diese dem Headset bei. Durch die großzügigen Polster an den Ohrmuscheln sowie auch an dem Kopfbügel sitzt das Headset sehr angenehm auf dem Kopf. Auch einem langen Tragen steht aufgrund des angenehmen Anpressdrucks nichts im Wege.

Fazit:

Mit dem LX50 hat Lioncast ein Gaming Headset in seinem Sortiment, welches die Bezeichnung Gaming Headset nicht umsonst trägt. Das Headset legte in unserem Test durch seinen überwiegend mattschwarzen Aufbau in Kombination mit dem großen Ohrmuscheln einen sehr wuchtigen Auftritt hin, welcher einen was den Tragekomfort angeht, erst einmal abschrecken kann. Setzt man das Headset das erste mal auf, so sind die anfänglichen Gedanken jedoch gleich verflogen, denn durch die großen Polster liegt das Headset nicht nur sehr angenehm auf dem Kopf auf, sondern es fühlt sich auch angenehm an. Für die warmen Tage liefert Lioncast zudem Polster mit, welche mit einem Velourbezug ausgestattet sind und somit etwas mehr Luft an die Ohren lassen, als die Polster, welche werksseitig montiert sind und mit einem Kunstlederbezug versehen sind. Jedoch ist nicht nur der Tragekomfort so angenehm, dass man das Headset problemlos mehrere Stunden am Stück tragen kann, sondern auch die Klangeigenschaften liegen trotz des Preissegmentes, in welchem sich das LX50 bewegt, auf einem sehr hohen Niveau. Lioncast hat das LX50 mit Soundeigenschaften versehen, bei dem der Tieftonbereich nicht so imposant im Vordergrund steht, wie man es von vielen anderen aktuellen Gaming Headsets kennt. Hierdurch ergibt sich ein sehr ausgewogenes Klangbild mit klaren Höhen und guten Mitten. Trotz der der seitens Lioncast gewählten Soundeigenschaften kann das LX50 auch im Tieftonbereich punkten, jedoch trägt es hier nicht so dick auf, sodass man in Spielen auch noch die wichtigen Elemente, wie die Richtung, aus welcher die Schritte des Gegners kommen, hören kann. Die Verarbeitung wurde durchweg sehr sauber ausgeführt und kann somit genauso wie auch die Anschlussvielfalt überzeugen, durch welche das Headset nicht nur am PC und Smartphone genutzt werden kann, sondern auch an aktuellen Spielekonsolen. Preislich liegt das LX50 aktuell bei knapp 60€*.

Pro

  • Hoher Tragekomfort
  • Gute Klangqualität
  • Verstellbares und abnehmbares Mikrofon
  • Schlichtes Design
  • Sehr hohe Kompatibilität
  • Lieferumfang

Contra

Tragekomfort

Tonqualität Wiedergabe

Tonqualität Mikrofon

Verarbeitung

Kompatibilität

Preis

Ein besonderer Dank geht an Lioncast für die Bereitstellung des Testmusters.