Hama uRage Reaper

Mit der uRage Reaper Gaming Maus stellte Hama kürzliche eine neue Gaming Maus aus der Anfang 2011 eingeführten Geming-Serie uRage vor. Hama spendiert der uRage Reaper mit dem Avago 3090 einen sehr guten optischen Sensort, welcher eine exakte Abtastung verspricht.

Wie sich die neue Gaming Maus von Hama in unserem Test schlägt, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Avago 3090 Optical Gaming Sensor
  • regelbare dpi-Einstellung von 900/1800/2700/3500 dpi
  • 5 programmierbare Tasten
  • 1.000 HZ Polling Rate
  • Omron Switches
  • Kabellänge: 2,0 m
  • Plug and Play: treiberlose Installation
  • Gewichtsoptimierung durch 9 Zusatzgewichte

Lieferumfang:

  • uRage Reaper Maus
  • 9 x Gewichte
  • Bedienungsanleitung
  • Treiber CD

Design und Verarbeitung:

Die uRage Reaper wird von Hama in einer auffällig gestalteten Verpackung geliefert. Am oberen Rand entlang verläuft ein in einem gebürsteten Aluminium designter Streifen, auf dem groß das Hama Logo abgedruckt ist. Unterhalb dieses Streifens ist die Verpackung auffälliger gestaltet. Mittig auf der Vorderseite wurde ein hochglänzendes Produktbild der uRage Reaper Maus abgedruckt.

Zudem sind auf der Vorderseite mit der Gewichtsanpassung und dem verbauten Sensor die ersten Features aufgelistet. Auf der Verpackungsrückseite sind weitere Produktbilder der Maus, als auch der mitgelieferten Gewichte abgedruckt.

Unterhalb dieser Bilder sind die Eigenschaften der uRage Reaper Maus aufgelistet. Zudem findet man dort eine kurze Beschreibung der wichtigsten Elemente der Maus, welche in den abgedruckten Bildern mittels Zahlen markiert sind.
Die Verpackung kann auf der Vorderseite zudem aufgeklappt werden. In dem Klappdeckel ist wiederum ein hochglänzendes Produktbild der Maus abgedruckt.

Um dieses Herum wurden fünf Skizzierungen abgedruckt, welche auf technische Features der Maus hinweisen. Durch eine an die Maus angepasste Blisterverpackung innerhalb der OVP kann ein erster Blick auf die uRage Reaper Gaming Maus und den in einem recht speziellen Design gehaltenen USB-Stecker geworfen werden. Rund um die Maus befindet sich eine silber glänzende Einlage in der Blisterverpackung. Diese wirkt im Gegensatz zu der Aufmachung der OVP recht trostlos.
Die innere Blisterverpackung besteht aus einer oberen und unteren Hälfte. Diese freut alle, die wissen wie hartnäckig Blisterverpackungen bei dem Auspacken sein können.

Schon durch die innere Blisterverpackung konnte man nach dem Aufklappen der OVP einen ersten Blick auf die Maus erhaschen und die recht dunkle Farbgebung feststellen. Nach dem Auspacken wird klar, das die uRage Reaper Gaming Maus überwiegend in Schwarz gefertigt wurde.

Die beiden Maustasten sind aus einer Einheit mit dem hinteren Teil der Handauflage gefertigt und bestehen aus einem mattschwarzen, leicht griffigen Kunststoff. Im hinteren Bereich der Handauflage ist das uRage Logo in einem leichten Grau aufgedruckt. An der höchsten Stelle der Maus beginnt die Aufteilung der Handauflagefläche in die linke und rechte Maustaste. Somit wurde die Kunststofffläche an dieser Stelle mittig durchtrennt. An diesem Anfang wurde ein trübeweißes Kunststoffelement eingearbeitet, hinter welchem sich eine LED verbirgt. Diese LED ist dient zur Anzeige der eingestellten DPI-Zahl. Dieser „LED-Streifen“ hat eine Länge von ca. 1cm und wird je nach eingestellter DPI-Zahl garnicht, blau, grün oder rot beleuchtet.

Mit einem geringen Abstand wurde vor diesem die Taste zum Einstellen der DPI-Zahl untergebracht. Hierbei handelt es sich um eine oval geformte, in dunkel Blau gehaltener Taste. Diese ist zudem mit dem Aufdruck „DPI“ versehen.
Im weiteren Verlauf weitet sich der kleine Spalt zwischen den beiden Maustasten U-Förmig auf eine Breite von ca. 13mm. In dieser Aussparung ist ein ovales Kunststoffelement leicht vertieft zwischen den beiden Maustasten untergebracht. Dieses Kunststoffelement beherbergt das komplett in schwarz gehaltene Mausrad. Das Mausrad verfügt über vier nebeneinanderliegende Reihen aus kleinen Gumminoppen. Diese sorgen für einen sehr guten halt des Fingers auf dem Mausrad. Kurz vor dem Mausrad fällt das ovale Kunststoffelement steil ab. An diesem ist im unteren Bereich das Anschlusskabel befestigt.

Links und rechts davon werden die beiden Maustasten jedoch noch einen guten Zentimeter weiter geführt. Durch diese Aussparung erhält die uRage Reaper Gaming Maus im vorderen Bereich ein recht aggressives Aussehen. Die beiden Maustasten sind leicht gewölbt und wurden somit an die natürlichen Rundungen der Finger angepasst.
Durch die Aussparung zwischen den beiden Maustasten im vorderen Bereich der Maus, erinnert diese sehr stark an aktuelle Modelle aus dem Razer Sortiment.
Im hinteren Bereich der Handauflagefläche wurden seitlich je ein dunkel blaues Kunststoffelement integriert. Diese sit nicht direkt mit der Handauflage verbunden, wodurch hier ein Spalt von ca. 1mm entsteht. Dieser dient als wichtiger Bestandteil des Gesamtdesigns. Was dieser Schlitz zu dem Design beträgt, werden wir im weiteren Verlauf des Reviews noch erläutern.
Die Maus ist symmetrisch aufgebaut und kann somit eigentlich mit der rechten aber auch mit der linken Hand genutzt werden. Wirft man jedoch einmal einen Blick auf die Flanken der Maus, so wird man feststellen, das sich nur auf der linke Seite zwei Daumentasten befinden. Diese sind bei einer Verwendung mit der linken Hand kaum zu erreichen. Beide Daumentasten sind wie auch schon die DPI-Taste aus blauem Kunsstoff gefertigt.

Sie sind direkt unterhalb der Handauflage bzw. linken Maustaste untergebracht und unterbrechen in diesem Breich ein weiteres Designelement der uRage Reaper Gaming Maus. Vor und hinter den beiden Daumentasten wurden trübweiße Elemente integriert. Auf der rechten Seite der Maus wurde ebenso ein Kunststoffsteg integriert, welcher durch die fehlenden Tasten jedoch nicht unterbrochen wird. Die Auflagefläche unterhalb der Kunststoffstege ist auf beiden Seiten leicht geriffelt, was für einen besseren Halt sorgen soll.

Betrachtet man die Maus einmal von ihrer Unterseite, so ist im hinteren Bereich ein runder Deckel zu erkennen.

Dieser befindet sich genau zwischen den beiden hinteren Teflonfüße. Mittig in dem Deckel ist ein Schlitz eingelassen. Durch diesen kann der Deckel leicht mit einer Münze oder ähnlichem geöffnet werden. Bei unserem Testmuster lässt der der Deckel auch ohne Hilfsmittel recht leicht mit zwei Fingern drehen und somit öffnen. Hinter dem Deckel wurde ein Schaumstoffelement untergebracht, welches neun Gewichte beherbergt.

Diese können ganz nach belieben einzeln oder alle auf einmal aus der Maus genommen werden.

Durch diese Zusatzgewichte lässt sich die Maus individuell an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Leider befindet sich kein Aufbewahrungsbehältnis im Lieferumfang, in welchem nicht benötigte Gewichte untergebracht werden können.

Im oberen Drittel des Mausbodens wurde der in einer Art ovalem Fadenkreuz die Optik für den Sensor eingelassen.
Oberhalb diese befindet sich das Typenschild mittig zwischen den beiden vorderen Teflonfüßen.

Das Kabel wurde zweifarbig gesleeft. Hierbei kamen passend zu der restlichen Optik der Maus die Farben Schwarz und Dunkelblau zum Einsatz. Das Kabel verfügt über einen fest verbauten Ferritkern. Dieser befindet sich ca. 5cm hinter dem USB-Stecker.
Der USB-Stecker ist in einem recht speziellen Design gefertigt. Er ist im vorderen Bereich recht breit und läuft nach hinten spitz zu.

Beidseitig wurden in dem USB-Stecker neben dem obligatorischen USB Logo der Schriftzug uRage und das uRage Logo, welches aus drei durch Klauen verursachten Kratzern besteht eingeprägt.

Im inneren der Maus schlummern blaue LEDs, welche nur darauf warten ihre intensive Leuchtkraft zu zeigen. Wird die Maus angeschlossen, so leuchteten die beiden Schlitze auf der Oberseite der Maus, welche sich zwischen dem blauen und schwarzen Bereich der Handauflage befinden.

Ebenso werden die beiden seitlichen Designelemente blau beleuchtet.

Auf beiden Seiten sind jedoch durch dahinter liegende Stege leichte Schatten zu erkennen. Diese stören das Design etwas.

Schön wäre es zudem gewesen, wenn Hama RGB-LEDs in der Maus verbaut hätte, welche man dann über die mitgelieferte Software hätte steuern können.

Die Verarbeiten Materialien wurden gut miteinander kombiniert und ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Wir konnten keine optischen Verarbeitungsmängel feststellen.


Ergonomie und Bedienkomfort:

Wie schon angesprochen würde sich die uRage Reaper Gaming Maus durch ihre symmetrische Bauform theoretisch für die Benutzung mit beiden Händen eignen. Durch die fehlenden Daumentasten auf der rechten Seite und die mit der linken Hand nur recht schwer zu erreichenden Daumentasten eignet sich die Maus für Linkshändern nur bedingt. Die Maus liegt unter anderem durch ihre recht lange Bauform und den gewölbten Maustasten gut in der Hand. Da die beiden Seiten der Maus nicht gummiert sind, verliert sie leider etwas an Gripp, wenn geschwitzte Hände ins Spiel kommen.
Die beiden Daumentasten sind bei einer Nutzung mit der rechten Hand sehr gut und schnell zu erreichen. Sie weisen einen etwas festeren Druckpunkt als die linke und rechte Maustaste auf. Bei diesen ist durch einen Angenehmen Druckpunkt auch ein schnelles Klicken hintereinander ein Kinderspiel. Durch die on the fly einstellbare DPI-Zahl passt sich die Maus dem Benutzer sehr gut an. Auf den verwendeten Oberflächen reagierte der Sensor gut. Wir konnten weder auf einer Tischplatte mit Holzdekor, Alu-Mauspad, Kunstoff-Mauspad oder einem Stoff-Mauspad Probleme wie Ruckeln, Stocken oder ähnlichem feststellen. Ein senkrechtes Anheben macht der Maus wenig aus. Wird sie dann jedoch leicht geneigt, fängt der Mauszeiger an zu zittern und wandert über den Bildschirm. Dies geschieht auch, wenn man die Maus auf den Kopf dreht und entsprechend liegen lässt. Hier ist es egal, in welchem Abstand zum Untergrund dies geschieht.
Die verwendeten Gleitfüße verrichten einen guten Dienst auf allen verwendeten Untergründen.
Bestückt mit allen Gewichten hat die Maus unserer Ansicht nach ein zu hohes Gewicht im hinteren Bereich und neigt bei lockerer Haltung zum Kippen, wenn sie angehoben wird. Dies ist jedoch ein recht subjektiver Eindruck, welcher durch die herausnehmbaren Gewichte keinen Nachteil der Maus mit sich brint.
Leider fehlt der Maus eine Taste, mittels welcher man bei einem schnellen Spielwechsel zu einem anderen Profil und somit zu anderen Makros wechseln kann.

Softwareinstallation und Einstellungen:

Die Maus wurde in unserem Test von Windows 7 64bit Pro sowie unter Ubuntu problemlos per plug & play erkannt. Ohne die Installation der mitgelieferten Software kann man jedoch nur die in Windows üblichen Einstellungen einer Maus vornehmen.

Die Installation gestaltet sich auf den von uns verwendetem System problemlos. Nach der Software Installation ist jedoch ein Neustart des Systems notwendig, damit die Maus von der Software vollständig erkannt wird.

Die mitgelieferte Software ist recht simpel aufgebaut. Es gibt drei Untermenüs, in welchen man verschiedene Einstellungen vornehmen kann.

Unter dem Reiter „HOME“

können Backups gefahren und wieder eingespielt werden. Dies ermögtlicht es einem gespeicherte Makros zu einem beliebigen Zeitpunkt wieder in die Maus einspielen zu können, ohne jede Einstellung einzeln vornehmen zu müssen.

Im zweiten Abschnitt der Software können die DPI-Einstellungen vorgenommen werden.

Hier stehen einem die selben Möglichkeiten zur Verfügung, wie man sie auch bei der Benutzung der entsprechenden Taste auf der Maus direkt hat.

Im letzten Abschnitt der Software können verschiedene Makros abgespeichert werden.

Hier können alle Tasten der Maus mit den gewünschten Funktionen belegt werden.

Fazit:

Die uRage Reaper Gaming Maus verabschiedet sich mit einer geteilten Meinung aus unserer Redaktion. Die Optik der neuen Hama Gaming Maus erinnerte uns zwar stark an aktuelle Razer Modelle, kann jedoch durch ihr schlichtes, aber dennoch leicht aggressives Design überzeugen. Die blaue Beleuchtung sieht durch die integrierten Schlitze gut und weitestgehend gleichmäßig aus. Hier stören die dunklen Stellen an den Außenseiten etwas das sonst schlüssige Design. Bei dem Handling muss die uRage Reaper einige Abstriche machen. Es fehlt ihr seitlich etwas an Griffigkeit, um auch in heißen Gefechten fest in der Hand zu liegen. Ein noch größeres Manko ist jedoch der stark wackelnde Cursor, wenn die Maus schief angehoben wird. Dieser stört nicht nur bei Officearbeiten, sondern auch wenn die Maus während des Zockens. Dies kann einem schnell einmal eine Runde kosten. Der verbaute Sensor reagiert jedoch sehr exakt und auf jeder von uns getesteten Oberfläche sehr gut. Somit ist auch das Zocken auf einer Lanparty möglich, wenn man einmal seine Mauspad vergessen hat. Die Zusätzlichen Maustasten reichen für die meisten Shooter aus. Fans von WoW und Co. werden jedoch nicht glücklich.
Die Maus ist aktuell für knapp 40€* zu haben, was unsere Meinung nach für die gebotene Leistung etwas zu teuer ist.

Pro

  • Verarbeitung
  • Druckpunkt
  • Beleuchtung

Contra

  • Keine Gummierung an den Seiten
  • Keine Daumentasten auf der rechten Seite
  • Mauszeiger wandert stark bei schrägem Anhaben
  • Kein Aufbewahrungsbehältnis für Zusatzgewichte

Lieferumfang

Verarbeitung

Funktionsumfang

Bedienerfreundlichkeit

Software

Modding

Preis

Wir danken hama.de sehr für die Bereitstellung des Testmusters.