Fractal Design – Node 202

Mit dem Node 202 inkl. Integra SFX 450W PSU haben wir heute ein sehr kompaktes mini-ITX-Gehäuse von Fractal Design im Test, welches sich durch die verwendete Bauform und den kompakten Abmessungen perfekt in den Multimediabereich im Wohnzimmer eingliedern soll.

Welche Details in dem Node 202 inkl. Integra SFX 450W PSU von Fractal Design stecken und wie sich das Gehäuse in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

Gehäuse

  • Mainboards: Mini ITX
  • Serie: Fractal Design Core
  • Frontanschlüsse: 2x USB 3.0, Audioausgang/Audioeingang,
  • Erweiterungsplätze: 2
  • Lüfter (vorinstalliert): 0
  • Lüfter (maximal): 2
  • Laufwerkseinschub 2.5″: 2
  • Besonderheit: Inklusive Netzteil und Staubfilter
  • Farbe: schwarz
  • Maße (HxBxT) in mm: 377 x 82 x 330
  • Gewicht: 3,5 kg
  • max. CPU Lüfterhöhe: 56 mm
  • max. Grafikkartenlänge: 310 mm
  • Ausstattung: für Wasserkühlung

Integra SFX 450W Netzteil:

  • Zertifikat: 80PLUS Bronze zertifiziert
  • Lüfter: 80mm Temperatur gesteuert
  • Maximale Betriebstemperatur: 50°C (50°C @ 100%)
  • Intel Haswell C6/C7 konform
  • Taiwanesische Kondensatoren
  • Positionierung: Horizontal und vertikal
  • Lebensdauer: 100,000 Stunden (MTBF)
  • SFX 3.3 konform
  • ErP 2013 konform (<0.5W System Energie Nutzung)
  • Farbe: Schwarz
  • Abmessung (BxHxT): 125 x 64 x 100 mm
  • Gewicht: 1,0 kg

Lieferumfang:

  • Node 202 Gehäuse
  • Integra SFX 450W Netzteil
  • Schraubenset
  • Montageanleitung
  • Standfuß
  • Riser-Card
  • Stromkabel

Design und Verarbeitung:

Das Node 202 wird von Fractal Design in einer neutralen Verpackung geliefert, deren Design wir in der Zwischenzeit nur zu gut kennen. Auf jeder Seite der OVP ist das Fractal Design Logo sowie der Gehäusename abgedruckt.
Auf der Vorderseite ist neben einer kurzen Beschreibung des Gehäuses eine Skizze des Node 202 zu finden.

Die technischen Details wurden auf der linken Seite der OVP untergebracht. Die Verpackungsrückseite wurde mit einer Explosionszeichnung des Node 202 bedruckt, neben welcher eine entsprechende Beschreibung der einzelnen Bauteile zu finden ist.

Innerhalb der OVP ist das Node 202 mittels Styropor geschützt. Somit übersteht es auch ohne weitere Umverpackung einen Transport zum Käufer unbeschadet.

Äußeres Erscheinungsbild

Entnimmt man das Node 202 aus seiner Verpackung, so hat man ein sehr flaches Gehäuse vor sich liegen, bei welchem man auf den ersten Blick einen Unterschied zu den anderen Gehäusen aus der Fractal Design Schmiede erkennt. Dieser liegt in den verwendeten Materialien. Wo man Kunststoff von den anderen Modellen aus dem Hause Fractal Design in der Regel nur von der Gehäusefront kennt, setzt man bei dem Node 202 fast durchgehend auf Kunststoff, auch wenn dieser stellenweise gut versteckt wird.

Das Node 202 verfügt über einen Gehäusedeckel, welcher nicht nur die Oberseite des Gehäuses bedeckt, sondern zugleich auch die vier Seiten des Gehäuses umschließt. Fractal Design setzt hier einen mattschwarzen Kunststoffdeckel ein, welcher eine leicht strukturierte Oberfläche aufweist.

Wirft man einmal einen Blick auf die Vorderseite des Gehäuses, so ist hier im rechten Bereich der Kunststofffront das Fractal Design Logo zu erkennen, welches in einem blassen grau und somit recht dezent und nicht zu aufdringlich aufgedruckt wurde.

In der linken unteren Ecke ist das I/O-Panel zu sehen. Dieses befindet sich in einem leicht nach hinten versetzten Kunststoffbereich, welcher in einer Klavierlackoptik gehalten ist.

Bei diesem Kunststoffbereich handelt es sich um einen umlaufenden Rahmen, welcher den Übergang zum Gehäuseboden bildet. Neben den obligatorischen Audioanschlüssen wurden in das I/O-Panel auch zwei USB 3.0 Anschlüsse sowie eine Powertaste integriert.
Der Gehäusedeckel besteht zwar auch auf der Oberseite aus Kunststoff, jedoch hat Fractal Design auf diesem eine schwarze Stahlblechblende eingearbeitet. Diese wurde so in den Deckel eingelassen, dass sie bündig mit dem Rand des Gehäusedeckels abschließt.

Auf der Oberseite des Gehäusedeckels wurde im hinteren rechten Bereich ein Lufteinlass eingearbeitet, welcher aus vielen Langlöchern besteht und zur besseren Kühlung der CPU dient.

Um das Gehäuseinnere vor eindringendem Staub zu schützen, wurde hinter diesem Lufteinlass ein herausnehmbarer Staubfilter verbaut.

An den vier Ecken wurde der Gehäusedeckel abgerundet, wodurch ein elegantes Design entstanden ist.

Auf der rechten Seite des Gehäuses befindet sich ein weiterer Luftauslass, welcher im gleichen Design gehalten ist, wie der Lufteinlass auf der Gehäuseoberseite.

Mit einem Blick auf die linke Gehäuseseite findet man auch hier einen Lufteinlass vor. Dieser befindet sich im unteren Bereich der Seitenwand und ist recht flach gehalten. Bei diesem Lufteinlass wurde jedoch auf einen Staubfilter verzichtet.

Betrachtet man das Gehäuse einmal von der Rückseite aus, so wird man feststellen, dass der aus Kunststoff gefertigte Gehäusedeckel auch hier bis zum umlaufenden Rahmen am Gehäuseboden herunter geführt wurde.

Auf der linken Seite findet man hier den Ausschnitt für das I/O-Panel vor. Auf der rechten Seite sind zwei Slotblenden zu finden, welche Fractal Deisgn typisch in einem kontrastreichem weiß gehalten sind. Im Vergleich zu einem normalen Tower-Gehäuse sind diese um 90° gedreht angeordnet. Durch diese Anordnung wird es erst möglich, die Höhe des Gehäuses auf 8,2cm zu schrumpfen.

Betrachtet man das Gehäuse einmal von der Unterseite aus, so findet man hier einen Boden aus schwarzem Stahlblech vor. In diesen wurden zwei weitere Lufteinlässe eingearbeitet. Bei dem kleinen der beiden Lufteinlässe handelt es sich um den Lufteinlass für das Netzteil. Der große Lufteinlass dient zur Frischluftversorgung der Grafikkarte.

Diese beiden Lufteinlässe wurden wie der Lufteinlass im Gehäusedeckel mit einem Staubfilter versehen, welche ebenfalls zur Reinigung entnommen werden können.

Für einen sicheren Stand sorgen bei einer horizontalen Platzierung vier Gummifüße, welche in die Ecken des Gehäusebodens geklebt werden können. Durch einen Ständer aus schwarzem Kunststoff kann das Gehäuse auch aufrecht aufgestellt werden.

Blick ins Innere

Einen freien Blick auf das Gehäuseinnere bekommt man, in dem man den Gehäusedeckel von dem Gehäuse abnimmt. Dieser ist mittels vier Schrauben von der Gehäuseunterseite aus verschraubt.

Hat man den Gehäusedeckel abgenommen, so fällt einem bei der von uns getesteten Variante gleich auf, dass der Innenraum schon recht gut gefüllt ist.

Dies liegt daran, dass in der von uns für diesen Test herangezogenen Variante schon ein Integra SFX 450W Netzteil von Fractal Design verbaut wurde.

Um dieses direkt hinter der Gehäusefront verbauen zu können, hat Fractal Design von der Kaltgerätebuchse an der Gehäuserückseite aus ein Stromkabel bis hinter die Gehäusefront verlegt, über welches das Netzteil mit Strom versorgt wird.

Der Einbauplatz des Netzteiles verfügt über vier Moosgummipuffer, durch welche das verbaute SFX-Netzteil vom Gehäuseboden entkoppelt wird.
Neben dem Montageplatz für das SFX-Netzteil befindet sich der Montageplatz für ein ITX-Mainboard, welcher mit vier feststehenden Abstandshaltern zur Mainboardmontage ausgestattet wurde.

Um eine Erweiterungskarte mit dem Mainboard verbinden zu können, befinden sich zwei Riser-Karten im Lieferumfang, welche in Kombination dafür sorgen, dass der linke Bereich des Gehäuses erreicht werden kann.

Um diese stabilisieren zu können und somit für eine sichere Verbindung zu sorgen, kann diese nach dem verbinden mit dem Mainboard an der Trennwand des Gehäuses verschraubt werden.

In der linken Gehäusehälfte kann eine bis zu 31cm lange Erweiterungskarte verbaut werden.

Fractal Design hat mittig in diesem Gehäusebereich eine variable Stütze montiert, über welche die verwendete Erweiterungskarte abgestützt werden kann.

Hinter der Gehäusefront befindet sich ein kleiner Metallrahmen, der über die eingezogene Trennwand gestülpt wurde. Hierbei handelt es sich um den Montagerahmen für zwei 2,5″-Festplatten.

Auch wenn Fractal Design bei dem Node 202 etwas mehr Kunststoff verwendet hat, als wir es von anderen Modellen von Fractal Deisgn kennen, wurde das Gehäuse sauber verarbeitet.

Netzteil:

Bei dem in unseren Testmuster vormontierten Netzteil handelt es sich um das Integra SFX 450W Netzteil. Das 450 Watt starke Modell trägt eine 80 Plus Bronze Zertifizierung. Im Bereich der SFX-Netzteile, gibt es aktuell nur sechs Modelle, welche eine höhere Effizienz aufweisen. Das Netzteil verfügt mit seinem Dual-Rail-Design über zwei getrennte 12V-Schienen, welche jeweils 18A zur verfügung stellen. Über diese beiden Leitungen können somit 432 Watt geliefert werden. Auf der 3,3V und 5V Seite stehen einem 120 Watt zur Verfügung. Die 3,3V-Schiene liefert hierbei 21A und die 5V-Schiene 22A. Unter Volllast macht das Netzteil durch den mit 2200 RPM drehenden Lüfter jedoch auf sich aufmerksam.

Montage:

Wie wir es von den vergangenen Gehäusen aus dem Hause Fractal Design kennen, setzt man in bestimmten Bereichen lieber auf eine feste Montage der Komponenten, was einen sicheren Transport der Hardware zur nächsten Lanparty garantiert, als auf eine weitestgehend werkzeuglose Montage. Im Falle des Node 202 geht dies sogar soweit, dass man komplett auf eine werkzeuglose Montage verzichtet.
Dafür kann man sich jedoch die ersten beiden Montageschritte sparen, denn nicht nur Abstandshalter zur Mainboardmontage sind schon vorhanden, sondern auch das Netzteil ist schon in dem Node 202 verbaut. Somit kann gleich das Mainboard in dem Node 202 montieren. Der verwendete CPU-Kühler darf durch die flache Bauweise des Gehäuses nicht höher als 56mm sein. Sind diese Komponenten verbaut, muss man im nächsten Schritt die Riser-Card verbauen. Nachdem diese in den PCIe-Steckplatz gesteckt wurde, kann man sie zur Stabilisierung mit dem Querträger des Gehäuses verschrauben.

Anschließend kann man bis zu zwei 2,5″-Festplatten in dem Festplattenrahmen verbauen. Diese werden wie alle anderen Komponenten mittels normaler Schrauben an dem Montagerahmen verschraubt. Dieser ist wiederum mittels einer Schraube an dem Querträger befestigt.
Im Anschluss kann in der linken Gehäusehälfte eine bis zu 31cm lange Grafikkarte verbaut werden. Man sollte hier jedoch auf eine Grafikkarte mit einem Radiallüfter setzen, damit die warme Abluft direkt nach hinten aus dem Gehäuse herausgeführt wird.

Durch den Umstand, dass man während der Montage öfter als bei manch anderem Gehäuse zum Schraubenzieher greifen muss, geht die Montage zwar nicht ganz so schnell vonstatten, jedoch ist auch die Verarbeitung der Lackierung so gut, dass eine einfache und saubere Montage der Komponenten gewährleistet ist. Eine werkzeuglose Montage hat meist nur dann einen Vorteil, wenn man die Hardware oft wechselt. Einen sicheren und vibrationsreduzierten Halt erhält man meist nur durch eine normale Montage der Hardware.

Als knifflig erweist sich lediglich die Demontage des Gehäusebodens, welche notwendig ist, wenn man die hier verbauten Staubfilter reinigen will. Hier muss man Vorsicht walten lassen, damit die Kunststoffnasen des unteren Gehäuserahmens nicht beschädigt werden.

Fazit:

Mit dem Node 202 hat Fractal Design ein besonders kompaktes Gehäuse in seinem Sortiment, welches sich durch seine kompakten Abmessungen und das angewandte Design bestens in den heimischen Hifi-Bereich eingliedert. Das Node 202 bietet hier nicht nur die Möglichkeit, einen kompakten Media-PC in den Heim-Kino-Bereich zu integrieren, sondern ist auch dazu in der Lage, einen recht potenten Gaming-PC zu beherbergen, wodurch man sich einen unauffälligen Gaming-PC in sein Wohnzimmer integrieren kann. Begrenzend ist hier lediglich die Leistung des gewählten CPU-Kühlers, denn mit einer maximalen Höhe von 56mm kann man hier keine mächtigen Kühler verbauen. Was die Integration in den Hifi-Bereich angeht, kann man das Gehäuse waagerecht und senkrecht aufstellen. Auch wenn Fractal Design bei dem Node 202 recht viel Kunststoff verbaut, leidet die Verarbeitungsqualität nicht unter den verwendeten Materialien. Die Montage der Hardware ist in dem Node 202 trotz der Tatsache, dass man durchgehend zu einem Schraubenzieher greifen muss, recht simpel und schnell erledigt. Dies gilt jedoch leider nicht für die Demontage des Gehäusebodens, welche der einzige Weg ist, die beiden im Gehäuseboden verbauten Staubfilter zu reinigen. Wählt man die Variante mit dem integrierten Netzteil, so hat man in dem Gehäuse mehr Platz, als, als wenn man die beiden Komponenten einzeln anschafft, da die Kabellängen des verbauten Netzteils genau auf das Noce 202 zugeschnitten wurden. Preislich liegt das Node 202 mit integriertem 450W Netzteil aktuell bei knapp 135€*.

Wir danken Fractal Design für die Bereitstellung des Testmusters.

Fractal Design - Node 202

7.3

Verarbeitung

8.0/10

Kompatibilität

8.0/10

Kühlmöglichkeiten

4.0/10

Ausstattung

8.0/10

Lieferumfang

10.0/10

Modding

4.0/10

Preis

9.0/10

Pro

  • Gute Verarbeitung
  • Design
  • Vorinstalliertes Netzteil mit angepassten Kabellängen
  • Wenig Platzbedarf

Contra

  • Geringe Auswahl an CPU-Kühlern
  • (Keine werkzeuglose Montage)
  • Umständliche Demontage der Bodenplatte